Archiv der Kategorie: Das Jahr 2021

Treff der Marines im Flottenstützpunkt

Ja nun, der Moderator dieses Beitrages ist ein wenig unsicher, wie er den Donnerstagabend beschreiben soll. Es war ein Abend, der viele Fragen aufwarf, der geprägt war von Wiedersehensfreude und es war ein Abend, der Hunger und Durst stillen konnte.
Der Reihe nach. Unser Allgäuleutnant machte sich kurz vor 700 auf die Spur. Bis Halle/Saale verlief alles nahezu planmäßig. Doch dann sorgte ein Sturmtief für eine komplette Einstellung des Bahnverkehres. Die Zeit rann dahin. Unser Leutnant wurde dann doch etwas unruhig. Und das gleich in doppelter Hinsicht: 1. Das Bier wurde knapp!! 2. Er hatte selbst die Tagesordnung festgelegt und das Eintreffen aller Marines für 1800 befohlen. Unser Kaleu hatte kurz die Idee, mit dem Auto nach Halle zu fahren. Zum Glück entschied er sich dagegen. Unser Leutnant recherchierte, was eine Taxifahrt kosten würde. Ok, das war wohl auch eine Schnapsidee. Irgendwann setzte der Zug seine Reise fort und der Herr Leutnant war rechtzeitig im Marinestützpunkt. Hier warteten schon der Kaleu, die beiden Obermaate Stefan und Marian, sowie Maat Christian. Auch ein paar weitere Gäste waren gekommen, um im Matrosenstübchen das Spiel der EISERNEN Fußballgötter in Rotterdam zu genießen. Nach ein paar Begrüßungsworten und einigen ersten Bierrunden traf auch Maat Nussi mit Sam im Schlepptau ein. Der Rahmen war gebildet. Maat Tilo war in das Hauptquartier in Berlin Köpenick abkommandiert worden.
Nun galt es noch, mit Matrosenbrettern für eine ordentliche Essensgrundlage zu sorgen.
Zum Spiel gibt es an dieser Stelle nicht viel zu schreiben. Wir alle waren geschockt, was da in Holland abging. Es ist gar keine Frage, wir können durchaus verlieren. Haben wir früher ja oft genug… Aber was sich die Rotterdamer „Fans“ und wohl auch die Polizei geleistet hatten, verdient mindestens unser Unverständnis und unseren Unmut. Wer dazu mehr lesen mag, dem empfehle ich den Logbucheintrag von Maat Nussi.
Ein wenig gedrückt war dann die Stimmung. Aber nur sehr kurzzeitig! Unsere Marine´s wären nicht die elitäre Besatzung eines ruhmreichen U-Bootes, wenn sie nicht schnell ihre gute Laute wiedergefunden und weitergefeiert hätten. So nahm also ein wunderschöner Abend seinen Lauf und war dann leider auch irgendwann zu Ende.

Unser Torwart der heißt Matthies…

🎼„…und der hält so gut wie Croy! Doch wenn Croy mal alt und matt ist, dann ist Matthies noch wie neu!!!“🎼
Es ist ja ein absolutes NO-GO, dass ein Marine vom U-1966 sich von seiner äußerst sensiblen Seite zeigt. Wie auch, solch eine Seite ist jedem unserer Crew total fremd! Aber beim Schreiben dieser Zeilen hat der Autor durchweg ganz feuchte Augen. Warum? Dann lies nun sehr aufmerksam weiter:
Unser Seekadett Nussi hat sich einmal mehr selbst übertroffen! Nach unzähligen Tagen und noch viel mehr unzähligen Nächten der Recherchen, Interviews, Telefonate usw. ist ihm ein absoluter Meilenstein in der literarischen Welt gelungen! Dieses Buch, welches er erst vor kurzer Zeit in den Druck gab, ist ein weiterer Beweis, dass wir nicht nur ein Volk der stumpfen Seefahrer sind! Nein, wir wissen einen Denker in unseren Reihen, der Goethe, Bukowski, Wilde… wie Torhüter ohne Handschuhe aussehen lassen würde. Unserem Nussi ist es gelungen, dass wir auf den nun folgenden Feindfahrten vermehrt in Erinnerungen schwelgen können und immer wieder hören: „Mensch weeste noch, als wa damals uff de Zickenwiese die Weinroten besiegt haben?“ Aber leider auch: „Mensch weeste noch, wie wa inne Friedrischstraße von die Befzen vakloppt wurden?“ Das könnte jetzt unablässig fortgeführt werden, ist aber eher nicht zielführend. Denn:
Am 15.08.2021 gab sich unser Meister die Ehre und lud zu einer Vorstellung seines Werkes auf das Bootshausgeländes in Berlin-Grünau. Pünktlich wie zu DDR-Oberligazeiten ertönte um 1500 der Anpfiff. Zum Glück nicht durch Adolph Prokopp… Leider war ich selbst nicht vor Ort, so dass mir nur der Logbucheintrag unseres Seekadetten zum Kopieren bleibt. Nussi resümierte wie folgt:
War das eine Sause gestern – und alle waren sie gekommen: Unsere Eisernen Helden Heinz Werner, Wolfgang Matthies, Rolf Weber und Achim Sigusch hörten sich nicht nur an, was ich zu lesen hatte, sondern stellten sich anschließend den Fragen eines äußerst interessierten Publikums.
Ich war aufgeregt wie noch nie – erfüllte sich hier doch einer meiner großen Träume. Ich danke unseren Eisernen Legenden und überhaupt allen, die gestern im Bootshaus bei Petra und Ingo dabei waren.
Toll auch, dass etliche von denen dabei waren, die mir für das B Geschichten schenkten wie Ronny Nikol-Fußballgott oder Augenzeuge Norbert Pobbig.
Sämtliche Bücher, einschlich meines persönlichen lese-Exemplars, wurden wir geradezu aus der Hand gerissen, sodass ich sofort Nachschub bestellen durfte.

Ja, was soll ich da noch ergänzen? Damit ist alles gesagt! Ein Dank an dieser Stelle an Nussi und ein weiterer Dank an Herrn KaLeu für die zahlreichen Fotos! EISERN

Die Marines in Erfurt

Liebes Logbuch, am Freitag (18.06.2021) startete unser Leutnant zur See Seku um 0625 vom Memminger Hauptbahnhof. Die 1 ½ Stunden bis München hielt er tapfer bierlos durch. Das war aber auch nur möglich, da er in ständigem Kontakt mit den Berliner Marines stand und so sicher sein konnte, dass die Matrosen allesamt pünktlich den ICE 795 erreichten. Maat Christian inspizierte als Gruppenleiter den Zug vor der Abfahrt, während Obermaat Stefan einen Imbiss vorbereitete. Beide taten dieses mit äußerster Gründlichkeit, so dass für unsere Marines keine Gefahr zu drohen schien. Trotz der zeitlich aufwendigen gründlichen Inspektion konnte der Zug den Stützpunkt pünktlich um 0917 verlassen.
Am Hauptbahnhof bestieg dann Obermaat Marian den Zug. Freudiges Wiedersehen, kurze Beurteilung der Lage. Dank Maat Christians akribischer Vorarbeit konnte sehr schnell zum TOP 1 übergegangen werden: Mit „Ayinger“ wurde das Wochenende eingeleitet. Sehr schnell erreichte ein Foto mit besagtem Bier unseren Leutnant, der dann doch etwas neidisch war. Das war nur allzu sehr begründet, da er sich zu diesem Zeitpunkt (inzwischen im ICE 1600 sitzend) mit „Augustiner-Hell“ die Zugfahrt schöntrank und das „Ayinger“ die eigentliche Hausmarke vom „Schwarzen Adler“ in Woringen ist. Es ist absolut kein Geheimnis, dass der „Schwarze Adler“ ein willkommener Rückzugsort für unseren Leutnant ist und ein frischgezapftes „Ayinger-Kellerbier“ immer wieder sehr lecker schmeckt! Aber zurück zum Thema:
In Lutherstadt-Wittenberg vervollständigte Ernst dann die Reisegruppe. Wie schon in anderem Beitrag erwähnt, wurde Ernst von unserem KaLeu als Beobachter auserkoren. Die Gruppe wurde im Vorfeld darüber informiert, jedoch herrschte absolute Unkenntnis, welche strategischen Aufgaben für Ernst befohlen wurden. Unser KaLeu ist doch ein Fuchs…
Nun, da die Gruppe komplett war, kredenzte Smutje Stefan edelste Köstlichkeiten. Guten Mutes, satt und durstig erreichten die Berliner Matrosen schlussendlich den Erfurter Hauptbahnhof. Dort erwartete sie schon unser Leutnant, der kurz zuvor auf dem Gleis 9 ankam. Zügigen Schrittes ging es zum Intercity-Hotel. Das Check-in verlief ohne größere Probleme und unsere Marines machten sich auf den Weg. Natürlich war der KaLeu im Vorfeld nicht untätig, ahnte wohl, dass es ohne ihn nicht ganz reibungslos funktionieren würde. Also gab er jedem einen Flyer mit, der zumindest für den Anreisetag einen klaren Ablauf befahl. Unsere Crew war sehr dankbar! Denn so konnten Planungsunsicherheiten und auch unnötige Umwege, die nur wieder kostbarsten Zeitverlust beim Biertrinken bedeutet hätten, ausgeschlossen werden. Also auf zum „Biergarten am Dom“. Nun fiel aller Ballast ab, unsere Helden konnten endlich ein frischgezapftes „Dingslebener-Pils“ genießen. Es wurde viel gelacht, ständig Nachschub geordert. Der Auftakt war also sehr gelungen!
Da unsere Marines aber auch in der Lage sind, eigene Entscheidungen zu treffen, einigten sie sich, vom Plan kurz abzuweichen und mal in den Dom zu schauen. Unser KaLeu wird Verständnis haben.
Dieser kurze Kurswechsel war gut und mit neuen kulturellen Eindrücken ging es zum nächsten Biergarten, dem „Braugold-Treff“. Dort wurde zunächst darauf angestoßen, dass bis dahin wirklich alles völlig reibungslos und pünktlich verlaufen war. Einige unserer Marines meldeten ein kleines Hungergefühl. Also machte sich Maat Christian auf die Socken und organisierte 5 Thüringer Rostbratwürste vom Holzkohlegrill. Nur als Information: Eine Wurst kostete mit Schrippe 1,50€. Wahnsinn.
Nach diesem sehr tollen Boxenstopp ging es weiter zur „Feuerkugel“. Befehlsmäßig sollte dort das Abendessen eingenommen werden. Leider, so stellte sich im Nachhinein raus, waren nicht alle Matrosen mit dem Essen zufrieden. Aber Befehl ist Befehl. Und unter Wasser ist das Essen auch nicht immer besser.
Nächstes Ziel: Die „Krämerbrücke„. Unsere Marines trauten ihren Augen nicht: WASSER!!! Es herrschte ein kurzer Moment der inneren Ruhe. Andächtig wurden die Augen immer größer. Es wurde kurz überlegt, warum denn die Anreise nicht mit dem U-Boot erfolgte. Aber hier konnte sehr schnell aufgeklärt werden, dass die Gera wohl doch ein kleines bisschen zu flach für das Boot gewesen wäre. Die Welt war wieder in Ordnung und unsere Mannschaft zog Schuhe und Socken aus, um endlich wieder einmal kühles Nass zu genießen…
Nachdem auch noch Pittiplatsch begrüßt werden konnte, zog sich die Crew in das Pub „Molly Melone“ zurück. Der Tag war anstrengend und so konnten bei endlosen Pitcher Guiness und Cider die leeren Akkus wieder aufgeladen werden. Nachtruhe.
Für den Tag Nummer 2 hatte der KaLeu keinen Tagesbefehl ausgegeben. Somit legte der ranghöchste Offizier fest, dass punkt 0900 in der Hotellobby der Morgenappell stattfinden wird. Wie nicht anders zu erwarten, waren alle Marines pünktlich und der erste Befehl lautete Früchstücksorganisation. Hier zeigte sich die absolute Wichtigkeit, der Teilnahme von Ernst. Nur ihm war es zu verdanken, dass die Crew einen erstklassigen Bäcker aufsuchen und dort mit Eiern in allen möglichen Varianten den größten Hunger stillen konnten. Etwas Verwunderung kam auf, als sich dann doch auf dem Tisch so manch alkoholfreies Getränk untermogelte. Aber es gab ja auch kein Bier beim Bäcker…
Dann ging es endlich los: Maat Christian, der Erfurterfahrendste, navigierte die Matrosen total zielsicher durch Erfurt. Und potzblitz fanden sich die 5 Marines im „double b“. Mancher zeigte sich anfangs etwas zögerlich, aber nach den ersten Schlucke schmeckte das Bier und die Jungs waren sehr zufrieden. Doch leider ging die schöne Zeit viel zu schnell dahin und irgendwer drängelte zum Aufbruch.
Nächstes Ziel: Die „Zitadelle Petersberg“. Das Wetter zeigte sich gnadenlos und so wurde der enorme Aufstieg doch zu einer kleinen Tortur. Dennoch tat dies der guten Stimmung keinen Abbruch und Marian erklärte auf dem Berg die Funktionsweise der Wassertaschen an den Bäumen. Vom Petersberg ging es dann auch wieder hinunter und es wurde ganz kurz der Gedanke ins Leben gerufen, das BUGA-Gelände zu besichtigen. Jedoch wurde dieser Gedanke schnellstens verworfen. Denn unsere Crew erfuhr, dass der Eintritt bei 25€ liegen soll. Da kamen die mathematischen Fähigkeiten unserer Matrosen zur rechten Zeit. Denn es wurde schlagartig ausgerechnet, wie viele Biere das umgerechnet wären. Also kein Risiko und ab in den „Braugold-Treff“. Wieder gab es reichlich Bier, Bratwurst und für den Smutje Leber. Und wieder flog die Zeit nur so dahin. Die Crew stellte fest, dass eine kleine Pause ganz gut wäre. So zogen sich alle auf ihre Hotelzimmer zurück. Nach einer Stunde individueller Freizeitgestaltung zog die Jungs dann los, erneut in das „Molly Melone“… Um 1800 war Anstoß zum Länderspiel Deutschland gegen Portugal. Am Ende stand ein 4:2- Sieg auf unserer Habenseite. Ausgelassene Stimmung. Unsere Crew lernte mit Angelika und Lutz ein supernettes Ehepaar aus dem Eichsfeld kennen. Zugegeben, sie waren wohl etwas verwirrt, als unsere Crew von der Mission erzählten. Aber gut so, wenn die Ziele der U-Bootmissionen nicht für jedermann verständlich sind… Im Siegestaumel kamen Maat Christian und Ernst auf die Idee, mit der Straßenbahn in das Randgebiet von Erfurt zu fahren. Sie kannten dort eine Lokalität, die sie den bis dahin ahnungslosen Marines nicht vorenthalten wollten. Um es kurz zu machen, nach 15 Minuten Straßenbahnfahrt erreichten sie die Neubausiedlung und beschlossen, sich eine Runde Pfeffi auf den Sieg der Nationalmannschaft zu gönnen. Nach erfolgreicher Leerung aller Gläser und einigen Milieustudien (diese sind nicht für die Öffentlichkeit bestimmt…) ging es zurück ins Hotel. Dort angekommen, gab es ein leichtes Durcheinander. Unser Leutnant verschwand im Bett, nichtsahnend, dass der Rest der Truppe sich noch einen Absacker genehmigte. Der Leutnant war wohl doch recht geschafft, so dass Anrufe und Klopfen an seiner Zimmertür nichts halfen. Nachtruhe.
Tag drei, Zeit für die Heimreise. Um 0800 trafen sich die Matrosen bei der Bäckerei Heberer, ganz nahe am Bahnhof. Dort herrschte das blanke Chaos! Unsere Mannschaft tat sich schwer mit diesem Zustand, sie ist ja doch sehr an klare Regeln, Ordnung, Disziplin und Befehlsausführung gewohnt. Aber egal, die Berliner Marines unter Maat Christian nahmen dann noch einen Zug früher, während unser Leutnant den südlichen Weg pünktlich antrat. Alle sind wohlbehalten in ihren jeweiligen Standorten angekommen.
Fazit: Dieser Ausflug unserer Crew kann als durchaus gelungen bezeichnet werden. Aber es stellte sich an mancher Stelle auch durchaus heraus, dass der KaLeu mit seinen strategisch klugen Befehlen sehr fehlte!! Die Erfurtmarines wünschen sich nichts mehr, als dass der KaLeu bei der nächsten Tour wieder mit an Bord sein kann!!

Geheimtreffen im Flottenstützpunkt

Nun, ziemlich genau ein Jahr ist vergangen, als sich unser Leutnant in einer sagenumwobenen Schlacht um das Marinehaus mit einem gebrochenen Arm wieder in seinen Heimathafen „Illerschleife“ zurückkehrte. Daher galt es für Donnerstag (03.06.2021) noch mehr Konzentration und noch mehr Wachsamkeit!
Um dem Feind so wenig wie möglich Gelegenheit zu einem Überraschungsangriff zu bieten, wurde dieses Treffen weites gehend geheim gehalten. Lediglich der KaLeu und Maat Christian waren informiert, dass Leutnant Seku auch anreisen wird. Dieses tat er dann in Zivil, um auf gar keinen Fall vor dem Erreichen des Marinehauses in ernsthafte Bedrohungen und etwaigen Kampfeshandlungen verwickelt zu werden.
Maat Tilo war zur Sicherung des U-Bootes abgestellt worden. Er war darüber natürlich nicht sehr erfreut, aber einer musste diese wichtige Aufgabe schließlich übernehmen.
Und so herrschte gegen 1821 eine aufrichtige Wiedersehensfreude! Seekadett Nussi war es vorbehalten, mit seiner neuen, vom KaLeu spendierten Trillerpfeife, die Mannschaft zum Aufstehen zu befehlen. Leutnant Seku meldete sich vorschriftsmäßig zum Dienst und konnte sich endlich seiner Zivilklamotten entledigen. Start.
Unser KaLeu wartete gleich mit der ersten Überraschung auf: Er hatte für die Dienstmützen neue Hutbänder bestellt. Natürlich in der Farbe Rot, natürlich mit Ankern als Motiv! Nun sind unsere Matrosen gefordert, diese Bänder in Eigenregie anzubringen.
Dann ein erster Aufreger: Smutje Stefan trat dabei mit einer äußerst unüberlegten Aussage ins Fettnäpfchen. Leider ist dem Autor dieses Textes entfallen, was Obermaat Stefan äußerte und was daraus resultierend den unbändigen Zorn der Mannschaft zur Folge hatte. Es wurde jedenfalls sehr schnell und sehr einstimmig beschlossen, Obermaat Stefan zum Untermaat zu degradieren! Das muss MANN erst einmal schaffen: Zu einem Dienstgrad degradiert zu werden, den es gar nicht gibt! Dieser Sachverhalt wurde dann von der Crew auch recht zeitnah bemerkt und nach der anfänglichen Aufgeregtheit wurde die Degradierung zurückgenommen. Obermaat Stefan erkannte seinen Fehltritt und der KaLeu merkte an, er habe keine Lust, einen neuen Dienstausweis auszustellen. Ist doch schön, wenn manche Dinge so einfach zu klären sind!
Es herrschte wieder Eintracht. Dann tauchte urplötzlich unser Freund Sam Paff auf. Wieder kurzer Nussi-Pfiff, alle stillgestanden! Freudige Begrüßung. Der KaLeu gab den Befehl zum Setzen und Obermaat Stefan fühlte sich gemüßigt, eine Flasche Whisky auf den Tisch zu stellen. Es war ihm die Erleichterung anzumerken, dass er weiter als Obermaat auf dem U-Boot unterwegs sein wird!
Nächster TOP: Essensbestellung. Hier warf unser Leutnant in die Runde, dass doch das Jausenbrett eine Umbenennung in Matrosenbrett gut passen könne. Obermaat Stefan war hellauf begeistert und nahm diese Anregung mit. Mal schauen, ob eine Umsetzung realisiert werden wird.
Nun zum eigentlich Höhepunkt: Die Crew zog sich in die „Matrosenstube“ zurück. Der KaLeu hatte bereits die Bilder im Marinehaus abgegeben, die Sam nun signieren sollte. Er tat dieses mit einer Begeisterung, die hier nicht in Worte gekleidet werden kann. Daher hier an dieser Stelle der Verweis auf die Fotos. Es ist noch zu früh für ein Fazit, aber solche Momente sind es, die unsere Crew die nötigen Kräfte bei ihren harten Feindfahrten verleihen! Und von denen sie sich in den nicht immer einfachen Situationen des Matrosenlebens unter Deck immer wieder aufbauen!
Die Zeit flog dahin und das Essen stand urplötzlich auf dem Tisch. Lecker wie immer. Gut gestärkt nahm der Abend nun seinen Lauf. Wichtig war noch die Planung einer Erfurt-Reise. Denn das wird für unsere Jungs eine absolute Herausforderung! Unser KaLeu schickt sie allein in die Schlacht. Er will mal sehen, ob das auch ohne ihn funktioniert. Natürlich ist er immer am Funkgerät und sollte es zu ernsthaften Schwierigkeiten kommen, kann er aus der Ferne Befehle erteilen. Leider kann auch Seekadett Nussi nicht. Aber mit Ernst, den manche schon in Glasgow kennenlernen durften, stellt uns der KaLeu einen durchaus jungen, talentierten Mann zur Seite, der durch die Schottlandfahrt eine nicht unerhebliche Kampferfahrung mitbringt!
Der Abend fand dann auch irgendwann ein Ende. Es konnte per WhatsApp festgestellt werden, dass alle wohlbehalten in den jeweiligen (Ehe-) Häfen anlegen konnten.
Unsere beiden Leutnants empfingen am Freitag Obermaat Marian. Nach einer kurzen Nachbetrachtung des sehr erfolgreichen, aber auch anstrengenden Abends befahl der KaLeu noch eine Runde „Mölkky“. Dabei ließ er es sich nicht nehmen, persönlich den Rasen zu präparieren. Und bei diesem Spiel zeigte er dann wieder seine wahre Größe und warum er einfach DER KaLeu ist: In den ersten beiden Runden ließ er seine beiden Untertanen gewinnen. Um dann in letzten Partien gnadenlos und ohne Rücksicht auf Verluste zurückzuschlagen. Leutnant Seku und Obermaat Marian hatten nicht den Hauch einer Chance und gratulierten ehrfurchtsvoll unserem Chef!
Soweit ein kleiner Lagebricht und ein abschließendes Fazit: Ein steiler Abend mit absoluten Highlights für die U-1966-Besatzung. Nun warten wir auf den Bericht nach der geplanten Erfurt-Reise. Man darf gespannt sein!

EUROPA – Admiral Fischer hat es geschafft!

Erste Runde Bukarest, zweite Runde Rom, in Kopenhagen schellt das Telefon, vielleicht nach Rotterdam, vielleicht nach Mailand, vielleicht auch Teneriffa eine Woche Sandstrand!

Welcher Unioner kennt nicht dieses Lied? Wie oft wurde es gesungen. Und wie oft wurde von so ziemlich allen Unionern dabei gedacht: „Mensch, ditt wird doch die nächsten Jahre sowieso nüscht!!“ Und auch als vor 2 Jahren der Aufstieg gelang, dachte keine Menschenseele daran, dass es nur ca. 550 Tage dauern würde, ehe unsere Fußballgötter nach 2001 mal wieder die Chance hatten, sich aus eigener Kraft in Europa zu präsentieren. Wir brauchten lediglich einen Sieg gegen RaBa und das i-Tüpfelchen auf eine ohnehin schon sensationelle Saison wäre perfekt.
Unser KaLeu schrieb in das Logbuch seine Eindrücke:
„Um die Viktoria um 13 Uhr zu erreichen, bin ich 1148 Uhr Bahnhof Zeuthen gestartet. Das heißt das war mein Plan. S-Bahn mit 10 min Verspätung – auch gut. In der S-Bahn wird man dann beäugt. Dicker Mantel, Unionschal, Melone – was soll das denn? Egal, man erreicht den Nordhafen … ohne Ortskenntnis einfach Richtung Brücke. Was sieht man zuerst? Nussi im Interview beim RBB. Nussi mit seinem Herthakumpel (Name vergesse ich immer wieder). Aber der ist wirklich O.K. und ich wollte ihn schon mit auf die Viktoria mitnehmen. Er feiert lieber in seiner Laube – muss man Herthaner verstehen?!
Dann mit Nussi zum Anleger. Der ist auf der anderen Seite der Brücke (Karte heute überarbeitet und ins Netz gestellt). Dort steht eine Traube von Rot-Weißen. Alle wissen nicht bescheid – also abwarten. Olaf Forner kommt mit Fahrrad und bringt die Eintrittsbierdeckel mit, Stück 2€, Dampferfahrt dann noch 20€ Bezahlung beim Betreten der Viktoria. Aber erst noch der Coronaselbsttest -kostenfrei! Ich bin gerade beim Spucken, fahren 2 Mannschaftsbusse unserer Ordnungshüter vor. Ich ohne Maske – bin ja beim Spucken, was sogar dem in schwarz gekleideten einleuchtet. Mindestabstände – naja bedingt möglich. Der Anführer der Turtels spricht irgendwie mit Olaf … Die Ordnungshüter erkennen wohl ihre wenig benötigte Anwesenheit und fahren wieder ab… Komischer Auftritt – aber O.K. und absolut korrekt! Muss man ja mal sagen…
Ich also weiter mit dem Testen. Test negativ. Offizielle Bestätigung durch Unterschrift von TeiChi. Somit Berechtigung zum Mitfahren erlangt. Anstehen dann bereits mit Berliner Pils Dosen, die unser Tilo-Maat bei Aldi erstanden hatte. Unsere 4 Mann der U-1966 und 10 weitere Sympathisanten also rauf auf´s Schiff. Es folgte die Begrüßung durch Simone mit Danksagung noch auf der Landungsbrücke. Danach Begegnung mit dem Kapitän der Viktoria, der sich hochachtungsvoll vor mir verneigte… was mir eher peinlich war. Aber wir verstanden uns sofort und das war unter uns Seefahrern auch so zu erwarten.
Nun also als erster von unserer Crew aufs Schiff. Dort bereits diverse Tische und Plätze belegt. Jetzt kommt mein Gespür für die Situation zum Tragen – man ist nicht umsonst KaLeu. Die Videowand ist Unterdeck, ständiger Aufenthalt verboten, keine Stühle zum Hinsetzen, Lage sofort erkannt. Am Boden Sitzkissen, Uniondecken… für eine tiefe Sitzposition, wegen zu erwartenden feindlichen Beobachtungstrupps. Akzeptanz bei Simone sofort erwirkt! Dafür als erste Bier bestellt und Topausgangsposition für das Schauspiel: Dosenversenken. Damit waren unsere Ausgangspositionen optimal. Unser Tilo wurde wegen der erreichten Maximalzahl der Mitreisenden von 60 nicht auf das Schiff gelassen … das heißt bis er erklärt hat, das er zur Crew der U-1966 gehöre. Beweis genug war alleinig die Anzugsordnung … Sofortige Entschuldigung und begrüßender Einlass! Also Abfahrt.“
Soweit der Start unseres KaLeu´s. Der Tag begann für unseren Leutnant im Süden ebenfalls sehr früh. Er machte sich auf den Weg nach Hochweiler. Denn wenn sich die Salzburger nach Berlin starten würden, ginge dies nur über diese Variante. Hier galt es nun, mit den allliierten Bootsmännern Rupert und Franz zunächst ein Bier zu trinken und dann deren Einsatz zu justieren. Franz und Rupert versprachen, dass unsere Verbündeten einen Arbeitseinsatz als Tarnung organisieren. Das hieß für ganz Hochweiler erhöhte Alarmbereitschaft. Familie Rupert war komplett involviert und machte sich auf den Weg. Die Parole: „Erster Schnitt!“ Das bedeutet nichts anderes, als dass am heutigen Tag die ersten Wiesen gemäht und dann am frühen Abend das Schnittgut gleich noch einmal gewendet werden sollten. Eine perfekte Tarnung! Währenddessen lag es an Franz, das restliche Leben in Hochweiler zu kontrollieren. Leutnant Seku war sehr zufrieden und konnte Bootsmann Rupert mit einem Geburtstagsgeschenk zu seinem 65-sten Ehrentag gratulieren. Nun also schnell zurück nach Woringen, dem Unterallgäu-Illerstützpunkt. Dank der akribischen Vorarbeit der jüngsten Tage war es unserem Leutnant nun ein Leichtes, einen abschließenden Kontrollgang durch den Woringer Wald zu unternehmen. Als Jäger getarnte Jäger bezogen ihre Posten auf Hochständen. Klarer Schießbefehl: KEIN WILD, NUR EVENTUELL AUFTAUCHENDE BRAUSEBULLEN ELIMINIEREN!!! Nach 2 Stunden kehrte unser Leutnant zufrieden zurück. Ab dem 48. Breitengrad war fortan von keinen feindlichen Aktivitäten in nördlicher Richtung auszugehen! Unser Leutnant gönnte sich nun einen Whisky… Etwas Zeit bis zum Anstoß war ja noch.
Und dann begann die Übertragung. Gänsehaut pur, als Nina Hagen erschallte und rund 2000 UNIONER im Stadion einstimmten. „…. es kann nur einen geben – Eisern Union – Eisern Union – WIR WERDEN EWIG LEBEN!!!!!….“ Ohje, wie sehr haben wir das vermisst!!! Nun endlich war es soweit. Anstoß:
Es war den Mannen von Admiral Fischer von Anfang an anzumerken, dass sie unbedingt den Weg nach Europa aus eigener Kraft schaffen wollten! Obwohl sie eigentlich nur genau das machten, was sie während der gesamten Saison durchgezogen hatten. Und am Ende der ersten Halbzeit konnten wir feststellen, dass unsere Fußballgötter die besseren Chancen gehabt haben. Denken wir da nur an den Heber von Kruse oder den Pfostenschuss von Musa. Es sollte nicht sein. Und zu diesem Zeitpunkt war auch klar, dass wir aus Bremen keine Rückendeckung erwarten können. Die Jungs von der Weser lagen gegen die Fohlen aus Gladbach 0:1 hinten.
Durchgang zwei. Anstoß um 1633. Nach nur 8 Minuten gingen die Dosenkicker in Führung. Verdammt! Zum etwa gleichen Zeitpunkt erzielte Gladbach das 2:0. Nun war klar, wir benötigen 2 Tore. Eine Herkulesaufgabe! Unser KaLeu jedoch strahlte eine unwiderstehliche Ruhe aus und betonte mehrfach: „Vertraut mir! Das wird schon!“ Zugegeben, auch im Unterallgäu keimten leise Zweifel. Unser Leutnant übernahm das Heft des Handelns und bat unseren KaLeu um einen „Vortorwhisky„. Dieser wurde natürlich genehmigt. Und es half! Friedrich zimmerte das Spielgerät nach einer Trimbo-Ecke in die Maschen! Ausgleich! Hoffnung! Admiral Urs ging nun ALL IN. Awoniyi, Becker, Bülter und Teuchert sollten vielleicht doch noch einmal das Schiff in die richtige Richtung navigieren. Ja und besser kann man kein Logbuch schreiben. Nach 34 harten Spieltagen köpfte Max Kruse eine butterweiche Flanke von Becker in der 92. Spielminute in die Maschen. Grenzenloser Jubel, Bierduschen auf den Rängen. Die Messestädter erholten sich nicht mehr, unsere Mannschaft brachte den Sieg in den heimatlichen Hafen!! UND DANN: EUROPA – WIR KOMMEN!!! Wir brauchten also keine Hilfe der Bremer, die nun den schweren Gang in die 2. Liga gehen müssen.
Unser Leutnant war sehr zufrieden. Ein telefonischer Dank von ihm nach Hochweiler! Grandiose Arbeit unserer Verbündeten. Nun war Zeit für ein üppiges Abendmahl vom „Gasthaus Schwarzer Adler“ in Woringen. Leider noch immer ToGo, dank der Inzidenzzahlen im Landkreis Unterallgäu.
Der Logbucheintrag unseres KaLeu´s endete dann wie folgt:
„Während unserer Fahrt gab es jede Menge Feindberührungen, aber auch wohlwollende Jubelszenen an den vielen Ufern. Alles in Begleitung des Schwesterschiffs der Eddyline der Helgard! Nach dem 2:1 ging es dann richtig los mit Siegerhymnen, Bierexzessen (übertrieben) und vielen Kontakten im Uferbereich. Unser Erfolg wurde von allen begrüßt und bejubelt (Ausnahme ein verstörter Herthaner, der sich am Spreeufer völlig deplatziert vorkam).
Unser geplanter Ausstieg am Ostbahnhof konnte mit Simone kurzfristig geändert werden. Eh man lange nach einem Bierstand sucht, weiter mit der Viktoria zurück zum Nordhafen. Also Zeit für weitere Gerstenkaltschalen. Dann großartige Verabschiedung am Nordhafen Anleger.
Nun Plan B: auf zum S-Bahnhof Wedding, mit der S-Bahn nach Schönhauser Allee, eine U-Bahnstation bis Eberswalder Straße und ab zum Prater. Dort wieder Coronatestprozedur. Ich also ohne Testnachweis (der war auf der Viktoria geblieben). Anstellen, Personaldaten erfassen, Antwort per Mail abwarten – nun war ich raus. Meine Mail per SmartPhone abrufen war für mich zu viel… Ich habe mich verabschiedet und bin pünktlich zur Tagesschau zu Hause angekommen. Was bestimmt auch gut so war… Für mich ein optimales unvergessliches Erlebnis und nun fahren wir nach Europa …
Für die anderen war es dann noch bis ca. 22:00Uhr erfolgreich…“


Ist eine Feindfahrt denn immer auch gleichzeitig eine Feindfahrt?

Ja, heute soll einmal eine etwas philosophische Frage voran gestellt werden. Denn bereits am kommenden Samstag begeben sich unsere Matrosen auf HOHE SEE. Und das nicht wie gewohnt unter Wasser, sondern obenauf!! Es wird sich zeigen, ob unsere Crew auf diese neue Aufgabe vorbereitet ist, aber vor allem WIE!!
Zurück zu der in der Überschrift gestellten Frage: Ist eine Feindfahrt denn immer auch gleichzeitig eine Feindfahrt? Eine gute Frage! Denn diese Fahrt ist einerseits sehr wohl eine absolute Feindfahrt. Immerhin geht es für unsere Fußballgötter gegen so ein merkwürdiges Brausekonstrukt aus der sächsischen Messestadt. Also ganz klar muss oberstes Ziel sein: Alle Kanonenrohre frei und Abschuss der Dosenfußballer. In diesem konkreten Falle ganz eindeutig: FEINDFAHRT!!! Aber… Diese Fahrt ist auch wiederum eine Fahrt mit alten Freunden, jahrelangen Wegbegleitern, duften Kumpels, eben Unionern! Hier nun von einer Feindfahrt zu schreiben, wäre wohl der Tatsachen unangemessen und es ist nicht auszuschließen, dass auf einem der nächsten zeitnah anberaumten Sitzungen unserer U-Bootbesatzung der Begriff Freundschaftsfahrt in das Morsealphabet aufgenommen wird. Also es ist wohl unschwer zu erkennen, dass sich unsere Mannen einer völlig neuen Aufgabe entgegensehnen und ein jeder kann sich sicher sein, unsere Crew kehrt mit stolz geschwelter Brust zurück.
Vom Flottenkommando kam folgender Einsatzbefehl: „Unsere volle Kampfkraft wird auf unserem Flaggschiff benötigt. Auch wenn unsere Stärke in Schleichfahrten Unterwasser besteht, werden wir diese Fahrt Oberwasser durchführen. Das Auftauchen in entsprechender Dienstbekleidung mit Ausgangsmantel-Marineshirt wird hiermit befohlen!!“ Für unseren Leutnant im Stützpunkt Unterallgäu-Iller gilt: „Äußerste Wachsamkeit und Beobachtung feindlicher Aktivitäten. Eventuell droht aus Salzburg ein Sonderkommando der Roten Bullen! Südliche Verteidigungslinie sichern und absolute Rückendeckung für die Mission Europapokal!!“ Damit sind die Aufgaben wohl sehr deutlich formuliert. Und wenn sich jeder an die Vorgaben hält, sollte es doch möglich sein, die Sensation Europapokal ohne Hilfe aus der Weserstadt zu schaffen. Natürlich ist es einzig unserem KaLeu vorbehalten, punktuell den Einsatzbefehl am Kampftag auf dem Schlachtschiff „Viktoria“ zu optimieren. Er wird dazu auch im permanenten Austausch mit unserem Leutnant stehen.
Zur Fahrt: Die beiden Schlachtschiffe „Viktoria“ und „Helgard“ legen um 1430 an der Fennbrücke ab. Erster Kurs Süd-Süd-Ost. Mit einer durchschnittlichen Reisegeschwindigkeit von 5 Knoten wird dann pünktlich um 1600 im Hafen „Alte Försterei“ in Köpenick geankert. Dort ein fernmündlicher Gruß in das Stadion. Die Crew von Admiral Fischer wird hoffentlich zu diesem Zeitpunkt schon uneinholbar in Führung liegen. Die Schiffe legen wieder ab mit Kurs Nord-Nord-West und immer weiter, ganz nach vorn! Bis dann gegen 1730 unsere Mission am Ostbahnhof hoffentlich erfolgreich beendet werden kann! EISERN UNION

So sieht unsere erste als GEKADOS einzustufende Seekarte aus.
Nun kann nichts mehr schiefgehen! Volle Kraft voraus am Samstag!!

Marines supported Eddyline

Eigentlich ist dieser Beitrag gar keinen Beitrag wert…
DENN: Für unsere Crew war es nur allzu selbstverständlich, unser Flaggschiff „Eddyline“ mit einer klitzekleinen finanziellen Spritze ein wenig durch die schwierige Zeit bei ihren Manövern ÜBERWASSER zu unterstützen. Der Kampf oberhalb der Wasserfläche ist wahrscheinlich vergleichbar mit dem der Mannschaft von U-1966 unterhalb des Meeresspiegels!!
Und so geschah es dann am 01. Mai des Jahres 2021. Aber der Reihe nach. Unser KaLeu hatte wieder mal eine Idee… Aber, diesmal eine sehr gute Idee!! Er startete eine Umfrage, ob wir nicht Leutnantin zur See Simone mit einer kleinen Spende die Seefahrt in dieser schwierigen Zeit etwas angenehmer gestalten könnten.
Sofort hagelte es von der gesamten Crew Zustimmung!! Sehr schnelle Einigkeit. Wenn das denn immer so wäre… Alle Marines waren sofort zum Spenden bereit. Zunächst entstand eine völlig obskure Summe, so dass der Spendenmarathon weiterging. Unser KaLeu bewahrte einmal mehr kühlen Kopf, wie es der Ernst der Lage erforderte. Denn es sollte nicht eine x-beliebige Summe sein. Dafür ist die Crew einfach viel zu kreativ. Und so war es schlussendlich unserem KaLeu vorbehalten, die Summe auf 456,66€ abzurunden!
Unser KaLeu gestaltete noch einen passenden Rahmen und übergab das Gesamtpaket unserem Seekadetten Nussi. Dieser wiederum war lediglich als Mittelsmannmatrose eingesetzt und konnte in einer strenggeheimen Nacht- und Nebelaktion den Schatz an unseren Freund Sam delegieren. Wer nun dachte, Sam würde sich mit der Kohle in die Südsee absetzen, sah sich gewaltig im Irrtum! Wir wissen eben, wem wir uneingeschränkt vertrauen dürfen!
Jedoch war Sam´s Aufgabe nicht zu unterschätzen! Die gesamte Verantwortung lastete auf seinen Schultern! Sein Vorteil war, dass er wusste, dass die Hinterlandsicherung durch den KaLeu organisiert und überwacht wird. Für Sam war es natürlich sehr leicht, den Standort der „Eddyline“ zu erkunden und so machte er sich auf den Weg. Er informierte Leutnantin Simone unmittelbar vor seiner Ankunft, sie solle schon mal Taschentücher bereit halten.
Und so begab es sich, dass Sam unbeschadet den Hafen erreichte und Simone unser Päckchen übergab. Wie Sam zu berichten wusste, kullerten in der Tat ein paar Tränchen…
Doch damit noch nicht Schluss! Unser Sam wurde noch vor Ort zum offiziellen „PRAKTIKANTEN“ der „Eddyline“ ernannt und erhielt dafür auch noch ein schneeweißes Oberhemd! Er versprach, dieses Hemd nie wieder auszuziehen. Na hoffen wir, dass das nur so im Überschwang der Emotionen daher gesagt war…
Fazit: Unsere Crew hat einen guten Dienst getan. Und dafür, dass dieser Beitrag eigentlich gar keinen Beitrag wert sei, ist er doch recht lang geworden… EISERN