LOGBUCHEINTRAG 2022-10-10
Der Wahnsinn geht weiter! Nach dem Spieltag Nummer 9 bleiben wir Tabellenführer. Und das bereits zum 4. Mal in dieser Saison. Selbst die Bayern liegen in dieser Wertung mit uns lediglich auf Augenhöhe. Aber immer schön der Reihe nach:
Der heutige Tag begann um punkt 900, als Kaleu Heller den Tagesbefehl bekanntgab.

Klare Ansage an die Crew! Jeder kannte seine Aufgabe! Und so begab es sich, dass heute verstärkt die Seewege Richtung Schwaben genauestens unter die jeweiligen Lupen genommen wurden. So z.B. unser Leutnant, der sich auf den Weg zur Iller machte. Bei herrlichstem Herbstwetter war schnell zu erkennen, dass von diesem friedlichen Fluss am heutigen Tage keinerlei feindliche Bedrohungen ausgehen würden.



Auch unser Kaleu war einmal mehr äußerst umsichtig. Wachen Auges beobachtete er höchstpersönlich von der „Villa am See“ in Wildau eventuelle feindliche Aktivitäten.



Maat Tilo meldete nach überstandener Corona-Infektion absolute Gefechtsbereitschaft mit folgender Nachricht: „Der Tee ist abgesetzt, der Kaffee schmeckt langsam wieder. Da Schnaps eine Art Medizin ist und die Seemänner mit Rum wieder aufgepäppelt wurden, bin ich dann heute zum späte Nachmittag kampfesbereit. EISERN.“ Die restlichen Marines hielten sich sehr konsequent an die Funkstille und waren sich ihrer Aufgaben bewusst. Also die Seewege nach Stuttgart waren gesichert!
Ja und dann ging es auch schon los: Schiedsrichter Bastian Dankert eröffnete die Partie um 1933. Zuvor wurde noch Jürgen Sundermann gedacht, der in früheren Jahren Trainer beim VFB war und letzte Woche verstarb.
Zunächst war klar, dass unsere Jungens mindestens ein Pünktchen aus Stuttgart mitnehmen müssten, um die Tabellenführung dem FC Freiburg wieder abzunehmen. Um es hier noch einmal in aller Deutlichkeit zu schreiben: Wir reden vom 9. Spieltag der 1. Fußballbundesliga! Und wir als kleiner Köpenicker Verein reden (schreiben) von der Rückeroberung der Tabellenspitze! Absolut verrückt! Also das Spiel begann. Alle Marines auf ihren Posten. Aber unsere Kicker wirkten etwas müde. Der VFB hatte die ersten 45 Minuten eindeutig für sich entschieden. Wir hatten da echt das Glück des Tüchtigen. Zu erwähnen wären da ein Kopfball, ein Freistoß (Riesenparade von Frederik) und ein Pfostentreffer der Stuttgarter. Dann war Halbzeit.
Weiter ging es um 2034. Unsere Mannen kamen wie ausgewechselt aus der Kabine. Sie nahmen das Heft des Handelns in ihre eigenen Hände. Auch unsere Crew gelobte Besserung. Unser Kaleu ging einmal mehr mit sehr lobenswertem Beispiel voran und verkündete weitere Maßnahmen seinerseits: „Wieviel Vortor-Union-Rum bedarf es für ein Tor? Einfach anstrengend aber muss wohl …“ Auch der Leutnant zeigte sich solidarisch, als Seekadett Nussmann um Hilfe bat… Bei so viel flüssigem Einsatz war es nur eine Frage der Zeit, bis unsere Kicker ein Tor schießen würden. Auch Admiral Fischer erkannte, dass punktuelle Veränderungen das Team etwas beflügeln könne. Doppelwechsel in Minute 65. Kevin und Morten rein, Jordan und Andras Feierabend. Dann kam Jamie in Minute 73 für Sherry. Alles Positionswechsel. Admiral Fischer blieb seiner Linie treu. Und das zahlte sich aus! Eckball in der 77. Minute. Eine Lehrbuchecke von Nico köpfte der heranstürmende Paul unhaltbar in das lange Eck! Geiles Tor, welches gleich wieder allgemeines Anstoßen unserer Crew zur Folge hatte… Riesenschreck in der 79. Minute, als der Ball im Stile einer Billardkugel durch unseren Strafraum hin und her torkelte, um dann am Pfosten abzuprallen. Puh, durchatmen und noch einen kleinen Rum eingießen. In der 4- minütigen Nachspielzeit hatten Jamie und Milos die Entscheidung auf dem Fuß. Aber es sollte nicht sein. So wurde es noch einmal spannend, als den Hausherren ein Freistoß zugesprochen wurde. Der Stuttgarter Keeper eilte mit in Nähe unseres Strafraumes. Aber der Ball konnte abgewehrt werden und kurze Zeit später pfiff der Schiedsrichter die Partie ab.
Fazit: Nun gut, der VFB hätte sich sicherlich einen Punkt verdient. Aber danach fragt keiner mehr. Mit weiteren 3 Punkten im Gepäck fährt es sich natürlich sehr angenehm zurück in die Heimat. Nach nur 9 Spieltagen haben unsere Jungs bereits 20 Punkte! Es fühlt sich so was von unbeschreiblich an… Und unsere Marines werden heute trotz erheblicher Kopfschmerzen ihren Mann stehen und sich akribisch auf den Donnerstag vorbereiten. Da geht es im Heimspiel gegen Malmö um weitere Europapokalpunkte. Da für dieses Spiel eher mit nördlichen Attacken zu rechnen sein wird, befahl der Kaleu unseren Leutnant nach Berlin, um vor Ort die noch geheimen Befehle auszuführen.