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Sieg im Heimspiel gegen Mainz

Es fällt mir sehr schwer, den richtigen Anfang für diesen Logbucheintrag zu finden. Zu sehr sind meine Gedanken in der Ukraine. Dort werden gerade Familien auseinandergerissen. Unschuldige Menschen verlieren ihr Leben. Da kann ich gerade irgendwie nicht lustig über unsere südliche Verteidigungslinie und so weiter schreiben. Dennoch halfen mir diese 90 Minuten, auch mal an etwas anderes zu denken:
Unser Kaleu hatte für diesen Tag folgenden Tagesbefehl ausgegeben:

Seekadett Nussi und Maat Tilo machten sich dann auch zeitnah auf den Weg, während Leutnant Seku -zurück aus dem Urlaub- den Nachtor-RUM und andere Getränke vorbereitete:

Im Stadion angekommen, leuchtete auf der digitalen Anzeigetafel auch gleich die „Weiße Friedenstaube“. Maat Tilo war guter Dinge, dass es heute endlich mal wieder mit einem „Dreier“ klappen wird:

Unser Kaleu hielt sich -vom Tagesbefehl mal abgesehen- sehr zurück, nahm ganz entspannt auf der Tribüne platz. Und dann konnte es auch schon losgehen:
Doch bevor Schiedsrichter Dankert anpfiff, gab es noch eine Schweigeminute. Anstoß ausgeführt durch die Mainzer. Das Spiel nahm sofort Tempo auf! Gleich zu Beginn gab es einige Zweikämpfe. Die zugelassenen 10000-Unionfans waren sofort da und unterstützten lautstark die Fischer-Elf. Und bereits nach 7 Minuten zappelte das Leder im Tor der Gäste! Mit einem tollen Rechtsschuss überwand Haraguchi die Abwehr der Mainzer, die sich wiederum beim Schiedsrichter erkundigten, ob da nicht eventuell Abseits im Spiel gewesen sein könne. Es folgte eine unendliche Zeit des Wartens. Videobeweis… Herr Dankert erlöste uns dann mit der Entscheidung auf TOR. Puh, das war ja mal ein furioser Auftakt. Aber ging das denn auch nahtlos so weiter? Es entwickelte sich fortan ein zweikampfbetontes Spiel. Nicht immer mit ganz fairen Mitteln (18. Minute Gelb für Hack, als er Voglsammer sehr rüde am Mittelkreis umnietete). Auch wenn es laut Statistik nun ein ausgeglichenes Spiel wurde, bestand kaum Gefahr für das Tor von Luthe. Die Abwehr der Unioner war hellwach. Nach 35 Minuten gewannen die Mainzer ein wenig die Oberhand. Aber gefährliche Abschlüsse blieben Mangelware. Was jedoch auch für unsere Mannschaft galt! So ging es nach 45 +4 Minuten zum Pausentee.
Anstoß für Union. Ziel: Zuckertor! Zunächst ging es hin und her. Chancen blieben hüben wie drüben Mangelware. Bis zur 56. Spielminute. Sheraldo Becker fasste sich ein Herz. Nahm die Kugel auf der linken Seite an, „spazierte“ an Burkardt vorbei Richtung Zentrum und schlenzte das Spielgerät unerreichbar in das lange Eck. Ein Traumtor! Und das so erlösende 2:0. Aber es waren ja noch 34 Minuten zu spielen. Also weiter volle Konzentration. Die Mainzer machten sich das Leben in der 60. Minute selbst schwer: Kohr, in der 58. Minute mit Gelb verwarnt, erhielt nur 2 Minuten später die Ampelkarte und durfte duschen gehen. Mainz in der Folgezeit nur noch mit 10 Mann. Das sah doch ganz gut aus! Unsere Fußballgötter hatten das Spiel nun im Griff. Mainz lief praktisch nur noch hinterher. Folgerichtig fiel dann auch das 3:0 durch Awoniyi in der 75. Minute. Eine Traumkombination zwischen ihm und Becker ermöglichte dieses Tor. Awoniyi beendete damit seine kleine Torflaute. Obwohl ihm da zu gute halten muss, dass er in diesem Jahr erst zum dritten Mal für Union gespielt hat. Das Spiel plätscherte nun so vor sich hin. Mainz bäumte sich nicht mehr groß auf. Union rannte auch nicht mehr blind auf das Tor der Gäste. Und dennoch fiel in der 90 +1. Minute der Ehrentreffer. Coach Fischer zeigte per Kopfschütteln, dass er sehr gerne „ZU NULL“ gespielt hätte. Aber egal. Herr Dankert pfiff dann ab.
Fazit: Die Statistik spricht eine sehr deutliche Sprache. Demnach wäre ein Sieg der Gäste verdient gewesen. Alleine Ballbesitz (52) und Torschüsse (15) gaben dieser Vermutung Nahrung. Aber unsere Jungs waren heute eiskalt und von den 6 Torschüssen waren 3 im Tor. Ich würde da von gnadenloser Effizienz sprechen.
Ja nun, nach 3 Spielen ohne Pünktchen und ohne Tor gab es nach dem Spiel endlich mal wieder einen Grund zur Freude. Und endlich hat dieses nervende Gequatsche um Kruse´s Weggang ein Ende! Union war brutal effektiv und verteidigte hochkonzentriert. Unser Kaleu zeigte sich dann doch noch in der Öffentlichkeit und wirkte erleichtert, sowie zufrieden. Auch wenn die müden Kulleraugen einen anderen Verdacht vermuten ließen… Auf geht es dann am Dienstag im Pokal im Stadion An der Alten Försterei gegen den FC St. Pauli. Wir sind gespannt!

Niederlage in Bielefeld

Logbucheintrag vom 19.02.2022. Nach der Niederlage in der Stadt, die es eigentlich gar nicht gibt. Unser Kaleu gab vor der Partie folgenden Marschbefehl bekannt:

Nun ja, ein wahrlich ausgeklügelter Plan! Jedoch sollte sich nach Beendigung des Spieles herausstellen, dass der Ernst der Lage nicht von der gesamten Besatzung erkannt wurde. Oder wie sonst ist es zu erklären, dass z.B. der Herr Leutnant nicht pünktlich am gemeinsamen „VOR-KAMPF-RUM“ teilnahm? Er dachte sich wohl, es wird schon keiner merken, wenn er aus dem befohlenen „VOR-TOR-RUM“ um 1530 selbständig einen „VOR-TOR-OBSTLER“ macht? Nee-nee, so funktioniert das nicht. Und wenn dann auch noch erst um 1700, also kurz vor Ende der drohenden Niederlage, von einem Maat das Schuhwerk gewechselt wird, dann wird es verdammt schwer!

Was ist denn aus dem heutigen Tage für ein Fazit zu ziehen? Aus den letzten drei Spielen konnten wir so ziemlich genau NULL PUNKTE und auch NULL TORE mitnehmen. Auf dem Weg zur Meisterschaft und Champions League sicherlich keine üppige Ausbeute. Zumal die Niederlagen in Augsburg und Bielefeld ja nun wirklich hinterfragt werden sollten. Aber… Und nun kommt es: Zugegeben, unsere Marines waren in den letzten Wochen scheinbar nicht ganz auf der Höhe. Aber die Mucker von Admiral Fischer waren es ebenfalls nicht. Bleibt nun folgende Erkenntnis: Auf gar keinen Fall irgendwelche Schuldzuweisungen! Wir benötigen noch genau 6 Punkte. 6 Punkte, um auch in der kommenden Saison wieder erstklassig zu sein. Wir alle müssen fortan alles geben, um dieses Ziel zu erreichen. Wer jetzt noch von Champions League träumt, hat den Ernst der Lage einfach nicht verstanden!!
Schlussendlich muss erwähnt werden, dass in diesem Beitrag lediglich Maat Tilo und Leutnant Seku als „Schuldige“ ausgemacht wurden. Aber das liegt einzig und allein daran, dass es ein Geheimnis bleibt, was der Rest der Besatzung heute so getrieben hat… Und Maat Tilo hat bereits angekündigt, zum nächsten Spieltag wieder in der Alten Försterei ALLES zu geben! Bleibt abzuwarten, welche Konsequenzen Herr Leutnant zieht. EISERN UNION

Heimspiel gegen Dortmund


Ernüchterung? Enttäuschung? Unverständnis über den Weggang von Herrn Kruse? Oder sogar sauer auf unsere Jungens? NEIN, niemals! Was ist denn eigentlich passiert? Wir haben jetzt am Stück mal 2 Spiele verloren. Aber wir haben bereits jetzt 34 Punkte! Und das nach dem 22. Spieltag! Bleiben also noch genügend Möglichkeiten, die magischen 40 Punkte zu erreichen! Zugegeben, die Niederlage in Augsburg tut schon sehr weh! Aber gegen einen Gegner aus Dortmund 0:3 zu verlieren, gibt nun wirklich keinen Anlass, alles bisher Erreichtes über den Haufen zu schmeißen. Zu dem Spiel ist so ziemlich alles gesagt und geschrieben worden. Auch wenn der VAR wahrscheinlich die Spannung im Titelrennen noch ein wenig am Leben erhalten wollte. Aber es ist müßig und unnötig, darüber zu diskutieren. Denn nur wir, und wir ganz allein, müssen uns an unsere eigene Nase fassen!!! Wir als Crew eines denkwürdigen U-Bootes müssen uns ernsthaft hinterfragen, ob ein jeder Marine alles getan hat, um diese Niederlage zu vermeiden! Und der nun folgende Logbucheintrag wird schonungslos offenlegen, dass nicht unser FC Wundervoll verkackt hat, sondern einzig und allein wir als U-Bootbesatzung.
Es begann bereits am Tag vor dem Spiel. Unser Kaleu hatte offenbar nichts besseres zu tun, als mit den beiden Obermaats Stefan und Marian einen lustigen Ausflug durch die Hauptstadt zu unternehmen. War ganz sicher ein gelungener Tag mit vielen lehrreichen Informationen. Aber eine konstruktive Spielvorbereitung sieht nun wirklich anders aus. Obwohl anzumerken sei, dass Obermaat Marian nach seiner schweren Erkrankung zum Glück wieder dienstfähig ist. Denn wer diesen Marsch durch Berlin überlebt, ist ein wahrer U-1966-Marine!! Ja und wer dann noch wie Smutje-Obermaat Stefan solch Essen hinzaubert, ist ein wahrer Held!! Danke Stefan!!

Doch damit nicht genug! Ein paar hundert Kilometer weiter südlich gönnte sich unser feiner Herr Leutnant ein paar freie Tage. Natürlich vom Kaleu genehmigt! Immerhin galt es, unseren Franz wieder aufzupäppeln! Und ja, seine Spielvorbereitung könnte durchaus als vorbildlich bezeichnet werden. Immerhin ging er mit seinen extra erworbenen neuen Schneeschuhen auf Expedition. Weiterhin sei ihm hoch anzurechnen, dass er befehlsmäßig in Winterkleidung seinen Dienst verrichtete.

Ja und wieder etwas weiter südlich gelangen wir zum Maat Tilo. Es ist innerhalb der Crew nicht bekannt, welche Order er vom Kaleu genau erhalten hat. Aber so ganz schlecht wird der Marschbefehl nicht gewesen sein. Wahrscheinlich wird so manch Marine ein kleines bisschen neidisch bei solch Fotos:

Dann bliebe noch unser Maat Christian. Er war wirklich sehr bemüht, den Anstoß pünktlich zu erleben. Dafür ermahnte er den Kapitän seines Fluges zur absoluten Pünktlichkeit. Was dann schlussendlich auch gelang!

Und nun bleibt noch General Seckler! Auch er fieberte am Südpol mit. Leider auch erfolglos.

Unser Freund Sam hatte schon im Vorfeld so eine Ahnung…

Seekadett Nussi hat dieses Spiel wie folgt zusammengefasst: Union Berlin News – News, Infos und Hintergründe (eiserne-unioner.de) Besser kann es nicht beschrieben werden!!

Fazit eines gebrauchten Tages: OK, wir haben eine kleine Schlacht verloren! Aber es geht weiter. Immer weiter. Ganz nach vorn… Wir alle müssen uns ernsthaft hinterfragen, ob denn all unsere sicherlich gut gemeinten Maßnahmen ausgereicht haben. Die Antwort ist sehr banal: NEIN. Es bleibt zu klären,

  • War es wirklich nötig die südliche Verteidigungslinie so dermaßen zu sichern? Vom Südpol bis Gran Canaria, weiter in das Oberallgäu. Tat das Not?
  • Warum sich Maat Tilo ohne jegliche Dienstbekleidung im Pool aalt?
  • Hat Leutnant Seku bei seiner Berginspektion den Obstler vergessen?
  • War Obermaat Marian nach den Wanderstrapazen doch noch nicht ganz fit? Oder wie ist sein Fehlen in der Alten Försterei zu erklären?
  • Ob die Aktivitäten unseres Literaten Nussi an der Mittellinie ausgereicht haben.
  • Hat Obermaat Stefan zu viel Energie in die Zubereitung der durchaus leckeren Speisen investiert?
  • Warum Maat Christian am Tage des Spieles noch im Flieger unterwegs war?

So viele Baustellen tun sich da auf! Am nun folgenden Samstag gilt es, aus all den Fehlern und diskussionswürdigen Befehlen zu lernen. Unsere Mannschaft reist nach Ostwestfahlen zur Arminia. Mit dem einzigen Ziel, weitere drei Punkte für den Klassenerhalt mitzunehmen. Und dabei ist eines ganz klar: Unser Kaleu hat wieder einen Plan…
Und wenn es auch ein Kacktag war, in der „Fußball – Übertragungs – Gaststätte“ in Köpenick wurden die weiteren Maßnahmen für das Auswärtsspiel besprochen!

Februar-Stammtisch

Unser Februarstammtisch erlangte im Vorfeld des Augsburgspieles und unseres Leseabendes eine besondere Bedeutung. Bereits Tage vorher kam die Anfrage von unserem Seekadetten Nussi, ob wir nicht wir auch Praktikant Sam begrüßen wollen. Er hätte zwar nicht viel Zeit, weil er noch mit „Opi“ ein Date hatte. Selbstverständlich hat Sam immer einen Platz an unserem Stammtisch. Sein U-1966 Bild hängt bei jedem Crewmitglied an einem exponierten Platz – verdientermaßen! Also Zusage erteilt. Etwas später direkte Anfrage bei mir. Sam hat sich überlegt, Opi gleich mitzubringen, wenn das ginge. Dann wäre sein Abend nicht so zerrissen. Alles klar und wir sind ja auch offen für gleichgesinnte Kampfgefährten. Was ich anfangs nicht wusste: Opi heißt eigentlich Norbert Szupriczynski und sein Nachname hat mit DDR und Union-Geschichte geschrieben. Sein Vater war ein Sportoffizieller in der DDR und war dabei, bei der Gründung unseres FC-Wundervoll Union. Er als Sohn durfte damals dabei sein. Mehr Geschichte geht nun wirklich nicht.
Nun zum Stammtisch. Meine geplant smarte Anreise, immer noch mit Restgrippe in den Knochen, drohte dann komplizierter zu werden. Von Ahrensfelde fährt die S-Bahn direkt zur Jannowitzbrücke in 26 Minuten. Man steigt im ersten Wagen ein und steigt direkt am Treppenabgang S-Bahnhof Jannowitzbrücke aus. Man kann so in 30 Minuten dem rettenden Meckatzer sehr nahe sein. Dann kommts. Man hört den Bordfunk des Fahrers: Polizeieinsatz am S-Bahnhof Nöldnerplatz, keine Durchfahrt möglich, Schienenersatzverkehr wird organisiert… Ich so einen Hals! Aber was soll es – man fährt erstmal los, um sich dem Ziel anzunähern. Und was passiert? Die Bahn fährt, warum auch immer, einfach durch. Ich also super pünktlich 1715 in der Basis. Dort sitzen bereits unsere Obermaats Marian und Stefan und warteten auf die Crew. Nun trudelten alle inclusive Gäste ein und der Stammtisch konnte offiziell beginnen. Der angesagte Livechat mit General Seckler wurde versucht, teilweise erfolgreich, trotz Rückkopplungen, technisch bedingten und lautstärken abhängig. Wir sind halt in einer aktiven Marinebasis und hier wird gearbeitet und gekämpft. Aber unserer Fanfreundschaft mit unserem General in Augsburg kann das nichts ändern. Wir wünschten uns abschließend ein faires kampfbetontes Spiel. Unser zweites Thema des Abends sollte unsere Leseveranstaltung sein. Auch der Hausherr der geplanten Leserei, Henri, war anwesend und wir konnten die Eckdaten festmachen. Meine Idee für eine Einladungskarte hat sofort bei Sam seine kreative Ader in Wallungen gebracht und er hat bereits den Entwurf im Kopf erzeugt, wollte dennoch nicht weiter ins Detail gehen. Unsere örtlich bedingte begrenzte Teilnehmerzahl haben wir wie folgt umgesetzt. Jedes Crewmitglied darf 2 Gäste mitbringen. Henri 4 Gäste. Wie sich mit fortschreitender Planung ergab, kommen noch Christl und Peter hinzu, die für frisches Meckatzer sorgen, wie unser Stefan für die Bockwürste mit Brötchen und Senf sorgen wird. Geplant sind dann Sitzkissen für die Zuhörer und für den Vorleser der Zahnarztstuhl. So glauben wir gut vorbereitet zu sein. Weitere Aufgabenverteilungen und finanzielle Regelungen haben wir uns für den nächsten Stammtisch aufgespart. Nach diesen erfolgreichen Aktionen hatte unser Obermaat Stefan nur eine Antwort: eine Flasche Tamnavulin, Cherry Cask! Wir konnten also den Abend angemessen fortsetzen und dann auch zu einem allseits einvernehmlichen Ende gestalten. Wir alle hatten einen wundervollen Abend, der gerade auch bei unseren Gästen Begeisterungsstürme auslöste. Wir werden wohl mit solchen Gästen zukünftig rechnen müssen. Ich selbst hatte eine störungsfreie Rückfahrt und war dann 0000 im Bett. Mein Wecker klingelte pünktlich 0530 und widererwarten war ich 0645, zum Erstaunen meines Büros auf Arbeit. Man kann sich mittlerweile auch auf die sonst so unpünktliche Bahn nicht mehr verlassen…
Verfasst von unserem Kaleu höchstpersönlich!!!
Hier nun noch ein paar Impressionen eines wundervollen Stammtisches.

DFB-Pokal Achtelfinale im Olympiastadion

… Stadtmeister, Stadtmeister – Berlins Nummer Eins…

Selten hat der Moderator dieses Textes diese Hymne so genossen und wie ein Endlosband geträllert. Was war das denn bitte schön für ein Gefühl, als Schiedsrichter Deniz Aytekin um 22:38 Uhr das Spiel Hertha BSC gegen Union Berlin beendete. Als es dann endlich soweit war, lagen 2 Stunden hinter unseren Marines, die sie so schnell nicht vergessen werden:
Im Vorfeld dieser Partie wurde so geschrieben und erzählt, dass es an dieser Stelle müßig wäre, das Alles noch einmal zu wiederholen. Konzentrieren wir uns lieber auf unsere Crew:
Nach dem genialen Schachzug unseres Kaleu´s beim Spiel gegen Hoffenheim befahl er alle Marines in den Flottenstützpunkt „Marinehaus“. Lediglich Seekadett Nussmann erhielt einen Sondereinsatzbefehl. Was dieser beinhaltete, darf auf gar keinen in die Öffentlichkeit gelangen. Nur so viel: Unser Seekadett wird beim nächsten Treffen eine Auszeichnung erhalten. In welcher Form, das stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest. Fest stand aber leider, dass Obermaat Marian noch immer als dienstuntauglich im Lazarett verweilen musste. Aber Obermaat Marian wäre niemals zum Obermaat geworden, wenn sich unsere Offiziere nicht auf ihn verlassen könnten. Denn eines ist klar wie Kloßbrühe: Marian hielt es keine 30 Sekunden im Krankenbett. Denn da rollte die erste Lawine auf das von Schwolow gehütete Herthator. Und nach dem Abpfiff, das ist aus absolut zuverlässiger Quelle berichtet, mobilisierte unser tapferer Obermaat das gesamte Lazarett zu einer Polonaise!!! Verrückt! Ja und unser Leutnant fieberte im Außenquartier „Illerschleife“ die gesamte Zeit. Aber auch ihm wurde ein sehr besonderer Befehl vom Kaleu zuteil. Dazu später mehr. Jedoch gab es zum Hoffenheimsieg eine nicht ganz unerhebliche Verstärkung in unseren Reihen: Mit Obermaat Stefan kehrte unser Smutje in die Belegschaft zurück. Somit wurde zwar anzahltechnisch keine Veränderung vorgenommen, aber Obermatt Stefan konnte in der Woche seine Kräfte dermaßen bündeln und diese dann ganz gezielt einsetzen. Man mag es glauben oder aber auch nicht: Das Gesamtpaket basiert auf akribischster Arbeit und Tüftelei unseres Kaleus!
Unsere 4 Marines trafen sich pünktlich 1900 im Stützpunkt. Gar nicht lange plappern. Obermaat Stefan erkannte sofort die Dürre in den Kehlen unserer Crew. So wurde mit Meckatzer in allen möglichen Varianten angestoßen. Der Kaleu erklärte kurz die Taktik, mit der die Jungs von U-1966 am heutigen Abend operieren werden und legte kurz dar, welche Befehle an den Rest der Mannschaft gingen. Nach kurzer Nahrungsaufnahme war also der Rahmen abgesteckt. Es konnte losgehen:
2045. Berlin. Charlottenburg. Olympiastadion. Anpfiff zum DFB Achtelfinalspiel Hertha BSC vs. 1. FC Union Berlin. Nach nur 60 Sekunden standen bereits 3 (!!!) Abschlüsse der Köpenicker auf deren Habenseite. Die Gastgeber wirkten zu diesem Zeitpunkt ein klein wenig desorientiert. Bereits in der 11. Minute gingen die Gäste, unsere rot-weißen-Fußballgötter, folgerichtig mit 1:0 in Führung! Und was für ein Tor. Eine butterweiche Flanke von Max Kruse schien zunächst seinen Empfänger meilenweit zu verfehlen. Auf einmal aber lag Andreas Voglsammer waagerecht in der Luft. Dabei das rechte Bein in einer schwindelerregenden Höhe. Einem Magneten gleich zog der Fuß das Leder an. Die nun folgende Flugkurve des Balles erinnerte irgendwie an ein Torpedo, welches von einem U-Boot abgeschossen wurde. Steil stieg das Spielgerät in die Luft, um kurze Zeit später im Tor der Herthaner zu detonieren. Also wenn das nicht zum Tor des Monats gekürt wird…
In den nächsten 20 Minuten suchte die Hertha nach Mitteln, um auch am Spiel teilzunehmen. Das gelang ihnen aber irgendwie nicht. Ab der 31. Minute entschloss sich Hertha dann doch noch, mitzumachen. Diese Tatsache war gut für das Spiel. Nur nicht für die Nerven unserer tapferen Marines. Bis zum Seitenwechsel musste der VAR sogar noch 2 Mal eingreifen. Und in beiden Fällen lag er richtig. Halbzeit. Die Stimmung im Marinehaus hätte besser nicht sein können.
Anstoß zu Halbzeit 2. Und die ersten Minuten sollten es in sich haben. In der 47. Minute Riesenchance für Hertha. Nur 3 Minuten später unterlief Stark ein Eigentor. Das war das 0:2!! Wieder grenzenloser Jubel unserer Crew. Ehe sich unser Leutnant einen nächsten Rum einschenken konnte, stand es plötzlich 1:2 (54.). Khedira wurde zwar das Tor zugeschrieben. Aber was sollte er da machen? Egal. Ein Rum in Woringen und plötzlich trifft sogar der Knoche. Praktisch mit dem Gegenzug in der 55. Minute. Nach diesen aufregenden Minuten beruhigte sich das Spiel wieder. Union hatte alles im Griff. Hertha fiel nicht viel ein. Da war dann das 2:3 in der 90+5. Minute nur noch Makulatur. Dann war es 2238. Abpfiff. Wir stehen im Viertelfinale des DFB-Pokales. Was dann auf dem neu verlegten Rasen im Olympiastadion abging, was die 200 Gästefans ablieferten war unbeschreiblich. Im Marinehaus wurde getanzt, gesungen und auch etwas getrunken. Unser Leutnant wunderte sich, warum der Rum nahezu alle war. Obermaat Marian begann mit der Polonaise, aber das hatten wir ja schon.

Fazit: Unser Kaleu hatte wieder einmal ganz tief in die Trickkiste gegriffen. Alle Marines führten ihre Befehle gehorsamst aus. Wahrscheinlich auch Seekadett Nussmann… Nun harren wir voller Spannung, welche Taktik am Samstag in Gladbach befohlen wird! Wir sind auf einem verdammt guten Weg.
EISERN



Heimsieg gegen Hoffenheim

„… und wir lieben unser´n Club und wir sind stolz auf ihn – FC Union aus Berlin…“
So schallte es noch lange nach dem Abpfiff durch ganz Köpenick und durch weitere Teile der Hauptstadt. Aber was war denn geschehen? Der Reihe nach.
Nach der steilen Vorstellung in Halbzeit 2 im Rheinländle waren wir guten Mutes, dass der heutige Gegner aus Hoffenheim vielleicht etwas geärgert werden kann. Aber Vorsicht, die Mannschaft aus der SAP-Stadt kam mit einer Serie von 7 ungeschlagenen Spielen in die Köpenicker Försterei. Wie im letzten Logbucheintrag angekündigt, hatte unser Kaleu die Feiertage genutzt, um eigens für dieses Spiel folgenden Befehl zu erlassen:
„Alle verfügbaren Marines feuern die Mannschaft von der Ehrentribüne aus an!“
Leider lag Obermaat Marian im Lazarett. Gute Besserung an dieser Stelle! Obermaat Stefan musste im Hauptquartier Dienst tun. Leutnant Seku war einmal mehr für die Verteidigung der südlichen Gebiete abkommandiert. So trafen sich dann die kampfeserprobten 4 Marines, um erstmals für einen Heimsieg gegen die Kraichgauer zu sorgen.
In der letzten Woche erreichte uns die Nachricht, dass Marvin Friedrich nach Gladbach wechseln wird. Ein herber Verlust! Aber wir wünschen Marvin alles Gute und viel Erfolg für seinen weiteren Weg. Und wir sagen ganz herzlich „DANKESCHÖN FÜR DIE TOLLE ZEIT AN DER ALTEN FÖRSTEREI!!!!“
Mit Dominique Heintz begrüßten wir einen neuen Abwehrspieler. Er kam aus Freiburg und wird sich hoffentlich sehr schnell bei uns wohlfühlen. Also „Heintzi“, willkommen und EISERN!!
Zum Spiel selbst: Insgesamt waren für dieses Spiel 3000 Zuschauer zugelassen, die vom Anpfiff an gleich alles gaben. Das übertrug sich auch sofort auf unsere Spieler. Aggressiv, giftig, voll motiviert! Aber die Hoffenheimer verstanden es immer wieder, eigene Angriffe zu kreieren. Zunächst konnte Luthe gegen Raum und Posch noch glänzend parieren, war dann jedoch chancenlos, als Baumgartl eine scharfe Hereingabe von Bebou unglücklich in das eigene Tor abfälschte. Gespielt waren da gerade einmal 16 Minuten.
Unsere Mannen zeigten sich dadurch zum Glück keineswegs geschockt und fanden nun auch besser in das Spiel. Zunächst eine Riesenchance für Prömel, die Baumann im Tor der Hoffenheimer aber noch abwehren konnte. Anders in der 22. Minute: Nach einer Flanke von Oczpika köpfte Voglsammer aus sieben Metern an die Latte, von dort sprang die Kugel Baumann an die Schulter – das Tor ging dennoch auf das Konto des Angreifers.
Sehr viel mehr passierte im ersten Durchgang dann auch nicht mehr. Unser Kaleu war in der Halbzeit nicht ganz unzufrieden. Jedoch merkte man ihm an, dass er durchaus Steigerungspotential bei den Fußballgöttern ausgemacht hatte.
Zu Beginn der 2. Halbzeit ein ähnliches Bild: Die Gäste waren weites gehend spielbestimmend und hatten durch Kramaric eine sehr große Möglichkeit, wieder in Führung zu gehen. Aber Baumgartl war zur Stelle und konnte in letzter Sekunde retten. In der 65. Minute dann der spielentscheidende Wechsel. Per Blickkontakt verständigten sich Kaleu Heller und Admiral Fischer. Beide waren sicher: Wir müssen was tun! Also Sheraldo Becker ins Spiel. Ein absoluter Geniestreich! Erst köpfte der Joker selbst knapp am rechten Pfosten vorbei (71.), kurz darauf war er maßgeblich am 2:1 beteiligt: Kruse spielte Becker wunderbar links im Strafraum frei und wurde dann von ihm wieder bedient. Kruses Schuss ging an die Latte, den Abpraller drückte Prömel mit dem Kopf aus kurzer Distanz über die Linie (73.). Bereits beim 2:2 in Leverkusen traf der Mittelfeldspieler per Abstauber. Spiel gedreht! Danke an unsere Führungsoffiziere! Von der TSG kam nun nichts mehr, was die Unioner in Verlegenheit hätte bringen können.
Nach dem Spiel zeigte sich unser Kaleu sehr erfreut und kein geringerer als Achim Sigusch kam zum Gratulieren in die Schlosserwerkstatt. Fotos siehe unten. Obermaat Marian im Lazarett knutschte alle vorbeikommenden Krankenschwestern, Obermaat Stefan genehmigte sich einen Obstler und Leutnant Seku zog in den „Schwarzen Adler“… Die 4 Helden von der Ehrentribüne zogen los, um Köpenick unsicher zu machen. Was für ein Tag…
Nun geht es am Mittwoch abermals in das Olympiastadion. Pokal. Derby. Die Aufregung kann beginnen.

Jahresauftakt in Leverkusen

Ehe ein kleiner Bericht zum Auftakt folgt, sei ein kleiner Rückblick gestattet:
Das mehr als erfolgreiche Jahr 2021 beendeten unsere Helden am 18.12. mit einem 1:0- Sieg in Bochum. Alle (Mannschaft, Betreuer, aber auch unsere Marines!!) hatten sich ein paar erholsame freie Tage mehr als verdient. Nach Platz 7 und der damit verbundenen Relegation zur Conference-League spielte der 1.FC Union dann endlich mal wieder international. Alle Skeptiker (der Autor dieses Textes voran) waren sicher, dass diese Doppelbelastung gar nicht gut ist und wir bis zum Saisonende um den Klassenerhalt zittern müssen. Nun ja, am Ende des Jahres steht Union wieder auf Platz 7. Und das mit traumhaften 27 Punkten. Ok, auf europäischer Ebene hingen die Trauben leider ein paar winzige Millimeter zu hoch. Aber in der Bundesliga überzeugte das gesamte Team. Verrückt!!!
Unsere Fußballgötter starteten nun das Jahr 2022 mit einem Auswärtsspiel in Leverkusen. Unsere Marines fieberten so dem Spiel entgegen. Mit diversen Telefonaten, Nachrichten, etc. pushten sie sich gegenseitig hoch. Von den Offizieren kam der Tagesbefehl, dass für dieses Spiel kein gemeinsames Anschauen durchzuführen ist. Jeder sollte an seinem Standort bleiben und das tun, was er zu leisten imstande ist! So sollte es geschehen. Allerdings war dazu eine klare Ansage in der Halbzeit vom Kaleu notwendig. Denn:
Leverkusen war anfangs dermaßen überlegen, dass es nur eine Frage der Zeit war, wann das 1:0 fallen würde. Hinzu kam, dass Nico Gießelmann in der 26. Minute verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste. Gute Besserung von der U-1966-Crew. Komm bald wieder!!! Union tat sich im weiteren Spielverlauf sehr schwer. Leverkusen spielte mit einem enormen Tempo. Oftmals zu schnell für unsere weiß-grünen Helden. In der 38. Spielminute fiel dann auch nicht ganz unverdient der Führungstreffer für die Bayer-Elf. Kurz vor dem Pausentee gab es noch einen Eckball für Union. Nach zwei starken Paraden von Hradecky gegen Trimmel und Behrens traf Prömel aus kurzer Distanz per Abstauber gegen den Finnen zum 1:1. Halbzeit.
Der Ausgleich war zwar etwas überraschend, aber unser Kaleu befahl dann eine Runde Alkohol. Und ein weiterer Befehl lautete: „Marines, nun reißt euch mal zusammen!!! Eure Larifari-Haltung ist einer U-Bootbesatzung mehr als unwürdig!“ Zu klären wäre noch, ob die Befehle auch in Leverkusen zu hören waren. Denn:
Nach dem Seitenwechsel ein völlig anderes Bild. Öztunali und Voglsammer kamen in die Partie. Also volle Attacke. Union spielte auf einmal mit. Und kam folgerichtig in der 49. Minute zur 2:1 Führung. Kruse ließ im Strafraum einen Gegenspieler aussteigen – und Prömel vollstreckte schließlich aus kurzer Distanz zu seinem zweiten Tor des Nachmittags. Der Kaleu zeigte sich sichtlich zufrieden und befahl einen weiteren Schnaps. Leverkusen wirkte schockiert und angeschlagen. Die beiden Volltreffer zeigten Wirkung. Max Kruse drehte auf und hatte selbst das 1:3 auf dem Schlappen. Leider endete sein Schlenzer am Quergebälk. Aber auch die „Werkself“ fand Mitte der 2. Halbzeit (leider) wieder zurück. Luthe aber hielt alles, was auf seinen Kasten kam. In der 84. Minute passierte es dann noch: Tah wuchtete einen Kopfball in die Maschen. Luthe machtlos. Ausgleich zum 2:2. Verdammte Axt. Ein sehr ungünstiger Zeitpunkt. Ging da noch was für Bayer? Nee, ganz im Gegenteil: Union drängte fortan auf die 3 Punkte. Voglsammer scheiterte erst an Hradecky (89.), verpasste dann aus guter Position (90.+2), ehe Oczipka sogar noch den rechten Pfosten traf (90.+3) – dann war Schluss.
Fazit: Eine sehr starke 2. Halbzeit warf die Frage auf, ob wir uns über die „verschenkten“ 2 Punkte ärgern sollten. Unsere Crew war jedoch der Meinung, dass wir erhobenen Hauptes das nun folgende Heimspiel gegen Hoffenheim angehen sollten. Dafür hatte der Kaleu eine sehr interessante Variante gewählt. Mehr dann im folgenden Logbucheintrag. EISERN

Treff der Marines im Flottenstützpunkt

Ja nun, der Moderator dieses Beitrages ist ein wenig unsicher, wie er den Donnerstagabend beschreiben soll. Es war ein Abend, der viele Fragen aufwarf, der geprägt war von Wiedersehensfreude und es war ein Abend, der Hunger und Durst stillen konnte.
Der Reihe nach. Unser Allgäuleutnant machte sich kurz vor 700 auf die Spur. Bis Halle/Saale verlief alles nahezu planmäßig. Doch dann sorgte ein Sturmtief für eine komplette Einstellung des Bahnverkehres. Die Zeit rann dahin. Unser Leutnant wurde dann doch etwas unruhig. Und das gleich in doppelter Hinsicht: 1. Das Bier wurde knapp!! 2. Er hatte selbst die Tagesordnung festgelegt und das Eintreffen aller Marines für 1800 befohlen. Unser Kaleu hatte kurz die Idee, mit dem Auto nach Halle zu fahren. Zum Glück entschied er sich dagegen. Unser Leutnant recherchierte, was eine Taxifahrt kosten würde. Ok, das war wohl auch eine Schnapsidee. Irgendwann setzte der Zug seine Reise fort und der Herr Leutnant war rechtzeitig im Marinestützpunkt. Hier warteten schon der Kaleu, die beiden Obermaate Stefan und Marian, sowie Maat Christian. Auch ein paar weitere Gäste waren gekommen, um im Matrosenstübchen das Spiel der EISERNEN Fußballgötter in Rotterdam zu genießen. Nach ein paar Begrüßungsworten und einigen ersten Bierrunden traf auch Maat Nussi mit Sam im Schlepptau ein. Der Rahmen war gebildet. Maat Tilo war in das Hauptquartier in Berlin Köpenick abkommandiert worden.
Nun galt es noch, mit Matrosenbrettern für eine ordentliche Essensgrundlage zu sorgen.
Zum Spiel gibt es an dieser Stelle nicht viel zu schreiben. Wir alle waren geschockt, was da in Holland abging. Es ist gar keine Frage, wir können durchaus verlieren. Haben wir früher ja oft genug… Aber was sich die Rotterdamer „Fans“ und wohl auch die Polizei geleistet hatten, verdient mindestens unser Unverständnis und unseren Unmut. Wer dazu mehr lesen mag, dem empfehle ich den Logbucheintrag von Maat Nussi.
Ein wenig gedrückt war dann die Stimmung. Aber nur sehr kurzzeitig! Unsere Marine´s wären nicht die elitäre Besatzung eines ruhmreichen U-Bootes, wenn sie nicht schnell ihre gute Laute wiedergefunden und weitergefeiert hätten. So nahm also ein wunderschöner Abend seinen Lauf und war dann leider auch irgendwann zu Ende.

Unser Torwart der heißt Matthies…

🎼„…und der hält so gut wie Croy! Doch wenn Croy mal alt und matt ist, dann ist Matthies noch wie neu!!!“🎼
Es ist ja ein absolutes NO-GO, dass ein Marine vom U-1966 sich von seiner äußerst sensiblen Seite zeigt. Wie auch, solch eine Seite ist jedem unserer Crew total fremd! Aber beim Schreiben dieser Zeilen hat der Autor durchweg ganz feuchte Augen. Warum? Dann lies nun sehr aufmerksam weiter:
Unser Seekadett Nussi hat sich einmal mehr selbst übertroffen! Nach unzähligen Tagen und noch viel mehr unzähligen Nächten der Recherchen, Interviews, Telefonate usw. ist ihm ein absoluter Meilenstein in der literarischen Welt gelungen! Dieses Buch, welches er erst vor kurzer Zeit in den Druck gab, ist ein weiterer Beweis, dass wir nicht nur ein Volk der stumpfen Seefahrer sind! Nein, wir wissen einen Denker in unseren Reihen, der Goethe, Bukowski, Wilde… wie Torhüter ohne Handschuhe aussehen lassen würde. Unserem Nussi ist es gelungen, dass wir auf den nun folgenden Feindfahrten vermehrt in Erinnerungen schwelgen können und immer wieder hören: „Mensch weeste noch, als wa damals uff de Zickenwiese die Weinroten besiegt haben?“ Aber leider auch: „Mensch weeste noch, wie wa inne Friedrischstraße von die Befzen vakloppt wurden?“ Das könnte jetzt unablässig fortgeführt werden, ist aber eher nicht zielführend. Denn:
Am 15.08.2021 gab sich unser Meister die Ehre und lud zu einer Vorstellung seines Werkes auf das Bootshausgeländes in Berlin-Grünau. Pünktlich wie zu DDR-Oberligazeiten ertönte um 1500 der Anpfiff. Zum Glück nicht durch Adolph Prokopp… Leider war ich selbst nicht vor Ort, so dass mir nur der Logbucheintrag unseres Seekadetten zum Kopieren bleibt. Nussi resümierte wie folgt:
War das eine Sause gestern – und alle waren sie gekommen: Unsere Eisernen Helden Heinz Werner, Wolfgang Matthies, Rolf Weber und Achim Sigusch hörten sich nicht nur an, was ich zu lesen hatte, sondern stellten sich anschließend den Fragen eines äußerst interessierten Publikums.
Ich war aufgeregt wie noch nie – erfüllte sich hier doch einer meiner großen Träume. Ich danke unseren Eisernen Legenden und überhaupt allen, die gestern im Bootshaus bei Petra und Ingo dabei waren.
Toll auch, dass etliche von denen dabei waren, die mir für das B Geschichten schenkten wie Ronny Nikol-Fußballgott oder Augenzeuge Norbert Pobbig.
Sämtliche Bücher, einschlich meines persönlichen lese-Exemplars, wurden wir geradezu aus der Hand gerissen, sodass ich sofort Nachschub bestellen durfte.

Ja, was soll ich da noch ergänzen? Damit ist alles gesagt! Ein Dank an dieser Stelle an Nussi und ein weiterer Dank an Herrn KaLeu für die zahlreichen Fotos! EISERN

Die Marines in Erfurt

Liebes Logbuch, am Freitag (18.06.2021) startete unser Leutnant zur See Seku um 0625 vom Memminger Hauptbahnhof. Die 1 ½ Stunden bis München hielt er tapfer bierlos durch. Das war aber auch nur möglich, da er in ständigem Kontakt mit den Berliner Marines stand und so sicher sein konnte, dass die Matrosen allesamt pünktlich den ICE 795 erreichten. Maat Christian inspizierte als Gruppenleiter den Zug vor der Abfahrt, während Obermaat Stefan einen Imbiss vorbereitete. Beide taten dieses mit äußerster Gründlichkeit, so dass für unsere Marines keine Gefahr zu drohen schien. Trotz der zeitlich aufwendigen gründlichen Inspektion konnte der Zug den Stützpunkt pünktlich um 0917 verlassen.
Am Hauptbahnhof bestieg dann Obermaat Marian den Zug. Freudiges Wiedersehen, kurze Beurteilung der Lage. Dank Maat Christians akribischer Vorarbeit konnte sehr schnell zum TOP 1 übergegangen werden: Mit „Ayinger“ wurde das Wochenende eingeleitet. Sehr schnell erreichte ein Foto mit besagtem Bier unseren Leutnant, der dann doch etwas neidisch war. Das war nur allzu sehr begründet, da er sich zu diesem Zeitpunkt (inzwischen im ICE 1600 sitzend) mit „Augustiner-Hell“ die Zugfahrt schöntrank und das „Ayinger“ die eigentliche Hausmarke vom „Schwarzen Adler“ in Woringen ist. Es ist absolut kein Geheimnis, dass der „Schwarze Adler“ ein willkommener Rückzugsort für unseren Leutnant ist und ein frischgezapftes „Ayinger-Kellerbier“ immer wieder sehr lecker schmeckt! Aber zurück zum Thema:
In Lutherstadt-Wittenberg vervollständigte Ernst dann die Reisegruppe. Wie schon in anderem Beitrag erwähnt, wurde Ernst von unserem KaLeu als Beobachter auserkoren. Die Gruppe wurde im Vorfeld darüber informiert, jedoch herrschte absolute Unkenntnis, welche strategischen Aufgaben für Ernst befohlen wurden. Unser KaLeu ist doch ein Fuchs…
Nun, da die Gruppe komplett war, kredenzte Smutje Stefan edelste Köstlichkeiten. Guten Mutes, satt und durstig erreichten die Berliner Matrosen schlussendlich den Erfurter Hauptbahnhof. Dort erwartete sie schon unser Leutnant, der kurz zuvor auf dem Gleis 9 ankam. Zügigen Schrittes ging es zum Intercity-Hotel. Das Check-in verlief ohne größere Probleme und unsere Marines machten sich auf den Weg. Natürlich war der KaLeu im Vorfeld nicht untätig, ahnte wohl, dass es ohne ihn nicht ganz reibungslos funktionieren würde. Also gab er jedem einen Flyer mit, der zumindest für den Anreisetag einen klaren Ablauf befahl. Unsere Crew war sehr dankbar! Denn so konnten Planungsunsicherheiten und auch unnötige Umwege, die nur wieder kostbarsten Zeitverlust beim Biertrinken bedeutet hätten, ausgeschlossen werden. Also auf zum „Biergarten am Dom“. Nun fiel aller Ballast ab, unsere Helden konnten endlich ein frischgezapftes „Dingslebener-Pils“ genießen. Es wurde viel gelacht, ständig Nachschub geordert. Der Auftakt war also sehr gelungen!
Da unsere Marines aber auch in der Lage sind, eigene Entscheidungen zu treffen, einigten sie sich, vom Plan kurz abzuweichen und mal in den Dom zu schauen. Unser KaLeu wird Verständnis haben.
Dieser kurze Kurswechsel war gut und mit neuen kulturellen Eindrücken ging es zum nächsten Biergarten, dem „Braugold-Treff“. Dort wurde zunächst darauf angestoßen, dass bis dahin wirklich alles völlig reibungslos und pünktlich verlaufen war. Einige unserer Marines meldeten ein kleines Hungergefühl. Also machte sich Maat Christian auf die Socken und organisierte 5 Thüringer Rostbratwürste vom Holzkohlegrill. Nur als Information: Eine Wurst kostete mit Schrippe 1,50€. Wahnsinn.
Nach diesem sehr tollen Boxenstopp ging es weiter zur „Feuerkugel“. Befehlsmäßig sollte dort das Abendessen eingenommen werden. Leider, so stellte sich im Nachhinein raus, waren nicht alle Matrosen mit dem Essen zufrieden. Aber Befehl ist Befehl. Und unter Wasser ist das Essen auch nicht immer besser.
Nächstes Ziel: Die „Krämerbrücke„. Unsere Marines trauten ihren Augen nicht: WASSER!!! Es herrschte ein kurzer Moment der inneren Ruhe. Andächtig wurden die Augen immer größer. Es wurde kurz überlegt, warum denn die Anreise nicht mit dem U-Boot erfolgte. Aber hier konnte sehr schnell aufgeklärt werden, dass die Gera wohl doch ein kleines bisschen zu flach für das Boot gewesen wäre. Die Welt war wieder in Ordnung und unsere Mannschaft zog Schuhe und Socken aus, um endlich wieder einmal kühles Nass zu genießen…
Nachdem auch noch Pittiplatsch begrüßt werden konnte, zog sich die Crew in das Pub „Molly Melone“ zurück. Der Tag war anstrengend und so konnten bei endlosen Pitcher Guiness und Cider die leeren Akkus wieder aufgeladen werden. Nachtruhe.
Für den Tag Nummer 2 hatte der KaLeu keinen Tagesbefehl ausgegeben. Somit legte der ranghöchste Offizier fest, dass punkt 0900 in der Hotellobby der Morgenappell stattfinden wird. Wie nicht anders zu erwarten, waren alle Marines pünktlich und der erste Befehl lautete Früchstücksorganisation. Hier zeigte sich die absolute Wichtigkeit, der Teilnahme von Ernst. Nur ihm war es zu verdanken, dass die Crew einen erstklassigen Bäcker aufsuchen und dort mit Eiern in allen möglichen Varianten den größten Hunger stillen konnten. Etwas Verwunderung kam auf, als sich dann doch auf dem Tisch so manch alkoholfreies Getränk untermogelte. Aber es gab ja auch kein Bier beim Bäcker…
Dann ging es endlich los: Maat Christian, der Erfurterfahrendste, navigierte die Matrosen total zielsicher durch Erfurt. Und potzblitz fanden sich die 5 Marines im „double b“. Mancher zeigte sich anfangs etwas zögerlich, aber nach den ersten Schlucke schmeckte das Bier und die Jungs waren sehr zufrieden. Doch leider ging die schöne Zeit viel zu schnell dahin und irgendwer drängelte zum Aufbruch.
Nächstes Ziel: Die „Zitadelle Petersberg“. Das Wetter zeigte sich gnadenlos und so wurde der enorme Aufstieg doch zu einer kleinen Tortur. Dennoch tat dies der guten Stimmung keinen Abbruch und Marian erklärte auf dem Berg die Funktionsweise der Wassertaschen an den Bäumen. Vom Petersberg ging es dann auch wieder hinunter und es wurde ganz kurz der Gedanke ins Leben gerufen, das BUGA-Gelände zu besichtigen. Jedoch wurde dieser Gedanke schnellstens verworfen. Denn unsere Crew erfuhr, dass der Eintritt bei 25€ liegen soll. Da kamen die mathematischen Fähigkeiten unserer Matrosen zur rechten Zeit. Denn es wurde schlagartig ausgerechnet, wie viele Biere das umgerechnet wären. Also kein Risiko und ab in den „Braugold-Treff“. Wieder gab es reichlich Bier, Bratwurst und für den Smutje Leber. Und wieder flog die Zeit nur so dahin. Die Crew stellte fest, dass eine kleine Pause ganz gut wäre. So zogen sich alle auf ihre Hotelzimmer zurück. Nach einer Stunde individueller Freizeitgestaltung zog die Jungs dann los, erneut in das „Molly Melone“… Um 1800 war Anstoß zum Länderspiel Deutschland gegen Portugal. Am Ende stand ein 4:2- Sieg auf unserer Habenseite. Ausgelassene Stimmung. Unsere Crew lernte mit Angelika und Lutz ein supernettes Ehepaar aus dem Eichsfeld kennen. Zugegeben, sie waren wohl etwas verwirrt, als unsere Crew von der Mission erzählten. Aber gut so, wenn die Ziele der U-Bootmissionen nicht für jedermann verständlich sind… Im Siegestaumel kamen Maat Christian und Ernst auf die Idee, mit der Straßenbahn in das Randgebiet von Erfurt zu fahren. Sie kannten dort eine Lokalität, die sie den bis dahin ahnungslosen Marines nicht vorenthalten wollten. Um es kurz zu machen, nach 15 Minuten Straßenbahnfahrt erreichten sie die Neubausiedlung und beschlossen, sich eine Runde Pfeffi auf den Sieg der Nationalmannschaft zu gönnen. Nach erfolgreicher Leerung aller Gläser und einigen Milieustudien (diese sind nicht für die Öffentlichkeit bestimmt…) ging es zurück ins Hotel. Dort angekommen, gab es ein leichtes Durcheinander. Unser Leutnant verschwand im Bett, nichtsahnend, dass der Rest der Truppe sich noch einen Absacker genehmigte. Der Leutnant war wohl doch recht geschafft, so dass Anrufe und Klopfen an seiner Zimmertür nichts halfen. Nachtruhe.
Tag drei, Zeit für die Heimreise. Um 0800 trafen sich die Matrosen bei der Bäckerei Heberer, ganz nahe am Bahnhof. Dort herrschte das blanke Chaos! Unsere Mannschaft tat sich schwer mit diesem Zustand, sie ist ja doch sehr an klare Regeln, Ordnung, Disziplin und Befehlsausführung gewohnt. Aber egal, die Berliner Marines unter Maat Christian nahmen dann noch einen Zug früher, während unser Leutnant den südlichen Weg pünktlich antrat. Alle sind wohlbehalten in ihren jeweiligen Standorten angekommen.
Fazit: Dieser Ausflug unserer Crew kann als durchaus gelungen bezeichnet werden. Aber es stellte sich an mancher Stelle auch durchaus heraus, dass der KaLeu mit seinen strategisch klugen Befehlen sehr fehlte!! Die Erfurtmarines wünschen sich nichts mehr, als dass der KaLeu bei der nächsten Tour wieder mit an Bord sein kann!!