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September-Stammtisch

 Nach dem äußerst materialintensiven Pauli-Gefecht waren einige Reparaturen notwendig geworden. So konnten meinem Aufruf folgend neben mir 3 Besatzungsmitglieder mit den Arbeiten beginnen. Ab 1700 im Marinestützpunkt lautete die Order und wir konnten erste Abstimmungen letztlich ab 1800 angehen. Neben unserem immer zuverlässigen Seekadetten, waren Maat Christian und Obermaat Stefan angetreten und wir wurden durch unseren Eddyline-Praktikanten Sam verstärkt, der sichtlich seine letzten kampfbedingten Verwundungen gut überstanden hatte. So ging mit ein paar flotten Meckatzern die Arbeit leicht von der Hand und wir konnten noch weitere Aktivitäten in unsere Jahresplanung aufnehmen. Unsere nächste Feindfahrt zwingt uns in den unsäglichen Kampf gegen die Rattenballer. Dazu dann später mehr. Was uns aber im besonderen gelungen sein sollte ist die geplante Unterstützung unseres Kampfverbundes mit der Viktoria. Unsere Crew wird mehrheitlich zum Hoffenheimduell in die AF auf dem Wasserweg anrücken. Auch Fernziele konnten an dem langen Abend im Haus der Marines ausgemacht werden. Ein weiterer Höhepunkt des Jahres wird unsere Weihnachtsfeier sein, zu der die gesamte Crew pflichtgemäß antreten wird. Ort und Zeit unterliegen noch der strengsten Geheimhaltung und werden auf den bekannten Kommunikationswegen kurzfristig verschlüsselt bekanntgegeben. Weiterhin konnte weitestgehende Einigung für eine Inspektionsfahrt in das Adriatische Meer erzielt werden. Unsere Crew wird hierbei auf unseren Seekadetten verzichten müssen. Sein Antrag auf Befreiung aus persönlich-familiären Gründen wurde bereits stattgegeben. Diese Gefechtsübung wird uns wertvolle Erfahrungen vermitteln, die wir sicherlich zum Saisonende gut gebrauchen können. Termine und weitere Informationen werden später folgen.

Dank der hervorragenden Verpflegung in der Marinebasis durch Elvis und seine Mannen, wurde der Abend etwas länger. Länger als geplant. Dennoch konnte keine abschließende Einigung zu Fragen der optisch-elektronischen Kiegsführung erzielt werden. Fragen zu den geodätisch-physikalischen Grundlagen bedürfen weiterführender Forschungsprogramme. Die Bedeutung war aber den Beteiligten im besonderen Maße sofort klar. Hier gilt es unseren technisch-taktischen Vorsprung in der dampfbetriebenen Unterwasserfahrzeugtechnik aufrecht zu halten. Ein denn so erfolgreicher Abend endete folgerichtig irgendwie nach 2300 mit einigen sehr guten Grappa in viel zu großen überfüllten Gläsern. Als KaLeu bedanke ich mich ausdrücklich bei Seekadett Nussbücker, Obermaat Pfannschmidt, Maat Wieck, Praktikant der Viktoria Paff, Zivilist Eglantin Hushi (Tarnname „Elvis“) und im besonderen den noch namenlos bleibenden albanisch-mazedonischen Chef de Cuisine. Protokollant KaLeu Heller

Mit der MeerZeit auf Manöver zur Saisonvorbereitung

Mit den Bildern zur Erinnerung beitragen… Es war einfach ein gelungener Tag auf der MeerZeit mit mehr Zeit… Der uneingeschränkte Dank gilt unserem Super-Maat Tilo, dem eine gute Route eingefallen ist. Auch das knapp gewordene Bier an Bord konnte uns den Spass nicht verderben. Da gelobe ich Besserung und werde zukünftig 2 Kisten einplanen. Hier auch nochmal mein Dankeschön an Biergut und ihrem Aushilfssmutje Stefan. Mettbrötchen, Schmalzbemmen, Bockwurst, Gürkchen, einfach, gut und mehr braucht es nicht. Den Abend mit Bratwurst und echt leckerem Kartoffelsalat verdanken wir Marian und Stefan. So stellt sich der Tag im nachhinein dar und kann von uns allen als gelungene Veranstaltung im Gedächtnis abgespeichert werden. Dank Euch allen, war es einfach nur schön!!!

65 Jahre Marian – Happy Birthday

Marian hatte uns ab 16 Uhr einbestellt. Ich konnte erst ca. 18:30 Uhr erscheinen, da ich vorher mit Gabi zum Geburtstag der Schwägerin in Köpenick war. Dort dann 16:30 verabschiedet, Gabi nach Zeuthen gefahren und ab zu Marian. Dort war die Crew nebst Gästen bereits am feiern. Unser Geschenk wurde erst nach meiner Ankunft so richtig in Betrieb genommen. Wie mit jeder neuen Technik, gab es anfänglich unvorhersehbare Schwierigkeiten zu überwinden. Die Zapfmaschine benötigt 12 Stunden für die optimale Kühlung eines Fässchen. Da ist eine Vorkühlung im Kühlschrank äußerst zeitsparend. Dann sind nur bestimmte Fässer für die Anlage geeignet. Dazu findet man auf dem Fass Piktogramme. BERNARDI hat sich diesem Zwang nicht unterworfen. Wir werden Seku´s Fass erst nach der MeerZeit Tour verkosten… Dann auch optimal kühlschrankkalt.
Zurück zum gemütlichen Teil. Wie immer gab es hervorragende Köstlichkeiten, die Marian mit Stefan seit dem frühen Morgen vorbereitet hatten. Da gab es eine super Gulaschsuppe. Zaziki und Nudelsalat von bestem Geschmack. Die Bratwürste, die „Maurer-Tom“ grillte, waren aus der Metro und ich musste mir die Packung zeigen lassen … für kommende Feierlichkeiten. Das alles war sehr lecker und viel zu viel. So konnten einige ihr Wochenende essentechnisch absichern.
Der Abend wurde per BoomBox musikalisch unterstützt. Dieter Thomas Kuhn bestimmte die Musikszene, was den Beteiligten geradezu Flügel verlieh. Maat Christian lies sich dazu hinreißen, sein Konzertoutfit zu präsentieren. Stefan und Christian wollen dort unbedingt hin. Auch das sorgte am Abend für hinreichend Gesprächsstoff. Ich denke, wir werden noch davon zu hören bekommen.
Nachdem Christian und Ernst um 22 Uhr zum Bus gehechtet waren, übernahm Marians Freundin Nr.1 das musikalische Ruder und weiter ging es mit gleicher Stimmungsmugge. Ich halte mich an dieser Stelle mit Kritik zurück, da offensichtlich mein Alter im krassen Widerspruch zum derzeitigen mehrheitlichen Musikgeschmack steht. Aber dem Spaß und den anregenden Gesprächen tat das keinen Abbruch. Als nach Mitternacht die letzten Heimgänger abgedüst waren, konnten wir noch einen ruhigen tamnavulischen Absacker genießen. So wurde es 02:00 Uhr bis wir aufs Laken kamen, was dann auch früh genug war. Morgens um 08:30 Uhr gab es Frühstück und so ab 10 Uhr noch ein bis 3 Reparaturbiere, die uns die Heimfahrt ermöglichten. Rundum ein gelungener 65-er Geburtstag, dank toller Vorbereitung von Marian und Stefan und den angenehmen Gästen … Das macht Lust auf die nächsten Feiern!

KaLeu Heller 07.07.2024

Auf freundschaftlicher (Feind-) Fahrt über/durch den Lech nach Augschburg

Ja, da waren wir nun, als zum bereits 15. (!!!!) Male die Stadt Augschburg RIEF!! Aber warum RIEF denn die Stadt Augsburg überhaupt? Unter der Webseite von AUGSBURG CALLING findest du mit Sicherheit alle Informationen, die wissenswert sind. Wir brauchen das hier nicht auch noch zu erörtern. Denn unsere Hauptaufgabe bestand eigentlich nur darin, unseren Fußballgöttern die vollste Unterstützung im Abstiegskampf zuteil werden zu lassen. Dies sah dann in etwa so aus:
KaLeu Heller bastelte nächtelang an einem Plan. An einem Plan, bei dem absolut nichts schiefgehen konnte! Unsere Marines wurden zahlenmäßig aufgestockt. Und dies mit Ernst W. und Stephan M. Diese Zusammenstellung des Kaders war keineswegs neu! Erstmals versuchte sich dieser zusammengewürfelte Haufen im Dezember 2019 gleich mit einem ganz harten Brocken: FC MOTHERWELL daheim gegen HIBERNIAN EDINBURGH. Natürlich kein leichtes Unterfangen! Da es für alle absolutes Neuland war, gab es hier und da leichte Kursschwankungen zu beobachten. Es war kein klares Konzept erkennbar. Immer wieder stand irgendwelcher Schottischer Whisky an Stelle Nummer 1, wenn es galt, wichtige Entscheidungen zu treffen. Somit endete die erste Mission mit einer 0:3-Klatsche. Was solls, Spaß hatten unsere Jungs allemal!
Aus den Fehlern gelernt, starteten sie abermals einen neuen Versuch. Ziel am 10.03.2020 diesmal: PRAG!!! Es muss hier nicht expliziert erwähnt werden, dass Prag nun nicht wirklich als Hochburg SCHOTTISCHEN WHISKYS bekannt ist. Dafür jedoch für ihre einzigartigen Biere! Ja und diese Tour stand unter einem ganz besonderen Blickpunkt: Während der Schottlandreise wenige Monate zuvor beschlossen alle Mitreisenden, unserem KaLeu anlässlich seines 65. Geburtstages eine Fahrt mit seinen Untergebenen zu schenken. So geschah es am 09.12.2019, dass KaLeu Heller von dieser Feindfahrt erfahren sollte. Diese Tage in Prag jetzt hier noch einmal zu beschreiben, würde den Rahmen dieses Beitrages sprengen! Daher nun in aller Kürze das absolute Highlight:
Reiseleiter war kein geringerer als Maat Wieck. Und er war absolut topp vorbereitet! Gleich für den Tag der Anreise hatte er Karten für das Eishockeyspiel SPARTA PRAG vs. HC OLOMOUC organisiert! Unser verstärkter Truppenverband war nicht „schuldlos“ an einem 3:2- Sieg der Eishockeycracks von SPARTA PRAG (3:2) durch Penalty. Ohne die großartige Unterstützung wäre SPARTA seinerzeit gegen HC OLOMOUC MIT absoluter Sicherheit sang- und klanglos untergegangen!!!!
Soweit zur Vergangenheit. Ab dem 11.04.2024 hatte uns die Realität fest im Griff. KaLeu Heller reiste mit der Bahn zu unserem Leutnant in das Allgäuer „Vorland“. Im Wirtshaus „SCHWARZER ADLER“ galt es zunächst das Wiedersehen zu feiern. Wirt Kessi trug mit Willi und Kirsch vom Bodensee nicht unwesentlich dazu bei. Wie bei uns Seefahrern üblich, stellten die beiden Offiziere schlussendlich die Stühle hoch…
Der Freitag (12.04.2024) stand ganz im Zeichen von Franz, unserem langjährigen Vermieter, aber in aller erster Linie FREUND, in Hochweiler im Oberallgäu, der urplötzlich und völlig unerwartet am 04.04.2024 verstarb. An besagtem Freitag war dann die Beisetzung auf dem Friedhof in Altstädten.
Die restliche Reisegruppe um Maat Wieck hatte zu diesem Zeitpunkt bereits eine lustige Zugfahrt hinter sich und warteten im IBIS-Hotel an der Bar auf die beiden Allgäu-Fahrer. Gegen 1800 war es dann soweit: Vereinigung der Truppenverbände und Begrüßung von General Seckler. Ab zum Stadion. Da der General ja Heimvorteil hatte, brachte er uns über Schleichwege und Bierboxenstopp an einem Kiosk sicher zum Stadion.
Zum Spiel gibt es eigentlich viel zu schreiben. Wir verloren völlig verdient mit 0:2 Bitter, dass ausgerechnet Svenne Michel als Fußballgott mit seinem knallharten Schuss unsere Niederlage besiegelte. Etwas bedröppelt machte sich unsere Crew auf den Weg zum „SPUTNIK“. Dort Treff mit bekannten Unionfreunden. Um 0230 dann alle Mann ab in die Kojen. Der Samstag wartete mit einem straffen Programm:
Nach dem gemeinsamen Frühstück und einem kleinen vorgezogenen Schäferstündchen, machte sich unsere Truppe auf den Weg zum Stadtkaffee. Dort war Trubel ohne Ende. Die Ausgangsuniform unserer Marines wirkten wie Magnete. Es wurden Fotos geschossen ohne Ablass. Es blieb kaum Zeit, um Bier zu trinken!!! Und obendrein gab der Kneiper noch ne Runde Jägermeister aus: „Das ist doch wohl absolute Ehrensache!!!“, seine Worte. Nun aber galt es, die Füße in die Hände zu nehmen. Denn immerhin wollten wir die Oberbürgermeisterin Frau Eva Weber nicht warten lassen! Denn immerhin ist es lediglich uns EISERNEN vorbehalten, im Rahmen von Augschburg-Calling eine Audienz beim Städteoberhaupt zu erhalten!! Bei einem kühlen Bierchen, Kuchen und anderen Leckerlies lauschten wir andächtig ihren Worten! Sehr unaufgeregt, sympathisch, sehr angenehm! Dann übergab sie das Wort an Götz Beck, Touristdirektor Regio Augsburg Touristik. Mit einem Unionschal rief er immer wieder unseren Schlachtruf: „EISERN UNION – EISERN UNION – EISERN UNION!!!“ Er war voll in seinem Element! Als nächstes überraschte uns Markus Wiesmeier, FCA Leitung Fanbeauftragte mit einer hübschen Geschichte. Seine Einleitung war in etwa so: „Wenn man zwei Vorredner hat, die im Grunde schon alles erzählt haben, ist es schwer, noch was neues beizusteuern!“ Leider muss der Autor dieses Textes zugeben, dass er nicht mehr ganz so genau weiß, was der Inhalt seiner Story war. Sehr peinlich. Wenn jemand noch etwas Wissen beisteuern kann, wird der Text umgehend überarbeitet!!! Ja und dann durfte natürlich Christian Arbeit nicht fehlen. Ein Profi durch und durch! Die Zeit rann dahin. Immer wieder DANKESWORTE in Richtung General Seckler!
Das nächste Highlight begann dann im „GOLDENEN SAAL“ im Rathaus. Wir begrüßten unseren Guide Bernd! Schnell war festzustellen, dass die Chemie funktionierte! Bernd war absolut locker drauf und verstand auch die Berliner Witze. Unsere Marines lauschten gespannt seinen Ausführungen. Jedoch war es unmöglich, alles irgendwie zu speichern. Unser KaLeu steuerte die nun folgenden Passagen aus seinem Gedächtnisprotokoll bei:
Die Lechkanäle, die für die Industrialisierung äußerst wichtig waren und noch heute teilweise zur Stromerzeugung genutzt werden, waren von vielen gastronomischen Einrichtungen gesäumt, die wir leider nur äußerst flüchtig wahrnehmen konnten. Abschluss war auf dem Marktplatz vor dem Rathaus. Wir bedankten uns mit einem Obolus beim Stadtführer für die sonst kostenneutrale Veranstaltung, was auch andere als wegweisendes Signal erkannten. So gingen wir moralisch schuldenfrei zum nächsten Höhepunkt, Ziel Fuggermuseum. Auf dem Weg einfach kein Biergarten als Zwischenlösung. Fuggermuseum dann mit Wartezeit – aber dafür auf einer wunderschönen Terrasse mit köstlichem Riegeler mit „3 Gaben Aromahopfen“. War so gut dass wir etwas länger saßen und die Führung mit uns abgestimmt etwas warten musste. Museum dann wie immer, interessant und kurzweilig, zum Plattfüße holen. Aber diese Fugger waren schon eine Nummer … Nach dem Museum ging es dann weiter.
Etwas weiterer Weg zum Thorbräu Bräustüberl. 80 Plätze waren bestellt. Gefühlt 150 kamen und wir wollten Tisch für 8 Personen… Wir bekamen auch das hin. Nette völlig übertrainierte Sächsin mußte den Laden schmeißen und wir gaben unser bestes. Zum Beginn der Musi, Plattenaufleger Seckler am Start, waren wir dann am bezahlen. Musik war an dem Abend nicht unser Ding. Kellnerin hatte uns in ihr Herz geschlossen und so gab es einen guten Obstler zum Abschied auf Kosten des Hauses, was nicht ohne Folgebestellungen blieb. Irgendwann sind wir dann raus und wurden auf der Straße genötigt ins Prager Stübel zu folgen, um dort noch den notwendigen Pegel aufzufrischen. Das Ding war dann richtig voll und angeblich zum Tanzen, was auf Grund der totalen Überfüllung keine großen Körperbewegungen zuließ. Weitere Verbrüderungen mit Augsburgern und Zugereisten incl. Irgendwann war das dann auch genug und wir traten den Heimweg an. Im ibis angekommen, ran an die Bar und den Tag Revue passieren lassen. ca. 02:00 Uhr die letzten im Bett.
Sonntag früh. 09:00 Uhr Frühstück wie gehabt beim Türken. So gestärkt gings zum größten Volksfest Frankens dem Augsburger Plärrer. Tisch im Schallerzelt war reserviert. Treff mit Unionern, die aber noch an dem Tag abreisen wollten. General Seckler und Kathie mit dabei. Verabschiedung dauerte dann per BlaMu und einigen hochprozentigen in der knalligen Sonne etwas länger. Die Union-Pfeffis konnten wir nicht zum Plärrer mitnehmen wegen der Eingangskontrollen. Die wurden im ibis deponiert zur Abholung für den General, was auch am Montag abgewickelt wurde. Auf dem Plärrer zeigte uns der General noch eine historische Orgel, die dann auch noch für uns angeschmissen wurde. Eben ein echtes Original. Vom Plärrer ging es dann nochmal zum Riegeler Brauhaus, wo wir uns vor Ort direkt vom Erzeuger von der Qualität des Bieres überzeugen konnten. So ging der Tag auf kurzem Weg zum Hotel relativ zeitig zu Ende. Auf dem Weg wollte uns noch ein missgestimmter Radfahrer in Bierpullenbegleitung anmachen, was bei mir einen kleinen Gefühlsausbruch auslöste und ihn in die Ferne trieb. Der obligatorische Absacker an der Hotelbar war dann eher eine Pflichtübung und wenig Genuss. Wir waren einfach geschafft! Montag gab es dann ein Abschiedsfrühstück im Hotel und 10:10 Uhr sollte die Abfahrt unseres ICE sein. Bahntypisch klappte das nicht. Wir erreichten so einen anderen ICE in München, den wir bei 2 min Umstiegszeit punktgenau erreichten. So kamen wir gut in der Hauptstadt an. Ich bin mit Marian in Südkreuz ausgestiegen. Mangels gastronomischer Versorgung ging es auf direktem Weg nach Hause. Das war auch gut so. Auch eine Woche nach Augsburg sind wir immer noch begeistert von der Gastfreundschaft, von den wirklich zuvorkommenden Augsburgern, den nicht minder freundlichen Gästen. Augsburg Calling zeigt seine Wirkung bei allen Beteiligten und ich habe schon heute Angst vor dem nächsten Treffen, mit noch mehr Verrückten und immer Gleichgesinnten.

Hier nun eine klitzekleine Auswahl an Fotos. Es ist unmöglich, alle Bilder zu veröffentlichen. Das Internetz würde überlaufen…

Spiel 1 nach Admiral Fischer

LOGBUCHEINTRAG 2023-11-25

Wieder einmal eine besondere Gefechtssituation: General Seckler rückte mit seinen Truppen auf Berlin vor. Schnell war die Taktik klar: Die Augschburger Verbände in zahlreiche Gefechte verwickeln, um ihnen früher oder später die Orientierung zu nehmen.

Admiral a.D. Fischers Befehlen folgend, stellte sich Seekadett Nussi den Secklerschen Truppen im Nordosten der Stadt entgegen. Über Stunden, in denen er den Heldinnen und Helden vom Lech gehörig die Leviten las, verwickelte er sie zusammen mit einem Berliner Freiwilligenheer in langwierige Scharmützel …

… die nur ein Vorgeschmack auf den folgenden Tag darstellten. Auf dem Wasser, also ganz nahe an der uns gemäßen Unterwasserwelt, folgte am Morgen darauf eine mehrstündige Spreeschlacht, in der beide Seiten alles an Munition ehrausschossen, was irgend verfügbar war. Maat Tilo und Seekadett Nussi verloren dabei keinen Arm, wohl aber zeitweise ihre Stimmen.

Es folgte die eigentliche Auseinandersetzung AdAF, gefolgt von erbarmungslosen Gefechten an den Zapfhähnen des Deftig. Unter dem Motto: „Augschburg und der FCU – geben heute keine Ruh!“, erfochten beide Seiten ein leistungsgerechtes Unentschieden, gewürzt von der beiderseitigen Vorfreude auf das nächste Aufeinandertreffen. KaLeu Heller und Leutnant zur See Seku sicherten und koordinierten derweil sämtliche Kampfhandlungen von Süden und Südwesten.

Anbei der Bericht des Hauptgesfechts:

Der 1. FCU erkämpft einen Punkt gegen den FCA

Frank „Nussi“ Nussbücker

Die kleine Union-Auszeit tat mir gut. Die PK vorm Spiel sah ich erst einen Tag vor Anpfiff jener Begegnung, auf die ich mich schon sehr lange gefreut hatte. Seit unserem ersten Bundesliga-Punktspiel gegen den FCA am 24. August 2019, welches ich inmitten eines für mich leider nur zweitägigen Festival der Fußball-Bekloppten beider Lager erlebte, hab ich mein Herz an die Fuggerstadt verloren. Am Abend vor Anpfiff traf ich erstmals Friedens-General Gerhard Seckler, maß ich mich im Lese-Duell mit dem heutigen FCA-Präsidenten Markus Krapf.

Was ich dort unten an Gastfreundschaft erlebte, prägt mich bis heute und macht mir jedes Spiel gegen die Augschburger, so mies diese auch immer wieder für uns endeten, zu etwas ganz besonders Besonderem. Dass dieses Mal auch mal wieder wir ein dreitägiges Rahmenprogramm hinbekamen, machte mich dazu ordentlich stolz auf diejenigen von uns, die dies unter der Federführung des TAZ-Unioners Olaf Forner möglich machten. Damit zum Sport:

Mit Hoffi AdAF

Auf der PK mit unserem Trainer Markus Groth hörte ich an dessen Stimme, dass er Norddeutscher ist – aber für mich stand da „einfach nur“ ein Unioner, was ich ausschließlich anerkennend meine. Kein aufgeblasenes Gefasel, dafür am Ende der Appell an uns alle, bei diesem Spiel alles reinzuhauen, was irgend geht. Und plötzlich musste ich doch nochmal heftigst an Urs Fischer denken. „Durchbrecht diese Negativspirale!“, lautete sein Appell, und allein schon unserem neuen Trainerteam wünschte ich von Herzen, dass genau das bereits an diesem 25. November geschehen würde.

Natürlich wünschte ich das ebenso heftig unserer Mannschaft, unserem Verein – uns allen! Nach langer, fröhlicher Anreise mit den Augschburgern auf der Spree bedankten wir uns im Stadion bei unserem alten Trainer in einer Choreo, die unter anderem aus vielen Tapeten bestand, die wir auf der Gegengerade hochhielten. Unter ihnen sah ich nichts mehr vom Spielfeld, aber Urs und Hoffi möglicherweise live, was vorn draufstand. Einem bestätigten Gerücht zufolge waren sie gar im Stadion und nicht, wie angekündigt, vorm Fernseher …

Fröhliche Anreise, verunsicherter Beginn

Auch Böni wurde mit einem Banner gegrüßt, genau wie einige Unioner, die uns leider für immer Richtung Block H verließen. Aufm Platz Jaeckel und Volland in der Startelf und András war endlich wieder dabei. Zunächst nahm er auf der Bank Platz, genau wie Jossip Juranovic. Im gegnerischen Aufgebot fand sich unser Kämpfer Sven Michel. „Der wird uns schon zeigen, wies geht!“, brummte mein Nachbar Jürgen das Nordlicht.

Mit „Kämpfen und Siegen“ begann das Spiel, gefolgt von einem donnernden „He FC Union!“ Die Gäste führten sich mit einem Foul ein, für das uns der Herr Schiedsrichter immerhin einen Freistoß zusprach. Augsburg über links, der Ball landet im Aus, aber das hätte gefährlich werden können. Unsere taten sich schwer, das Spielgerät hinten raus zu bekommen, sie schenkten dem Gegner eine Ecke. Unserer Mannschaft war ihre Verunsicherung anzumerken wie nur irgendwas.

Unser Tor war blank!

Unsere im Angriff, sofort erschallt das „Eisern Union!“ Dann wieder Augschburg, der gesamte Gästeblock hüpft und singt. Auch wir intonieren unser Liedgut, möge etwas davon unseren Spielern mehr Zutrauen geben! Die gegnerischen Spieler üben sich derweil im Hinfallen. „Beim Foulen verletzt!“, bemerkt Jürgen, als mal wieder einer von ihnen unseren Rasen beliegt. Immerhin sind sie anschließend schnellstens wieder bereit wie willig, aufs Feld zurückzukehren.

Konter Augschburg, der Ball streicht vorbei. „Unser Tor war blank!“, spricht Torsten Eisenbeiser aus, was ich gehofft hatte, nicht wirklich gesehen zu haben. Unsere kommen weiterhin kaum vors gegnerische Gehäuse und tun sich schwer, aus der eigenen Hälfte herauszukommen. Ich hoffe so sehr, dass dieses Spiel bald herum ist. Sie holen eine Ecke, Behrens schraubt sich hoch, köpft leider genau in die Arme des Keepers – immerhin ein Angriff!

Erschreckende erste Hälfte

Augsburg weiter im geruhsamen Vorwärtsgang, einmal muss Freddy weit aus dem Tor heraus, um zu helfen. Kurz nach einer Augsburger Ecke zeigt der Schiri auf den Punkt. War das im Strafraum, das Ganze überhaupt ein Foul? Der VAR schaltet sich ein, der Schiri geht TV gucken. Anders als einige mir bekannte Fernsehzuschauer und etliche Kommentatoren beantwortet der Herr in Gelb beide Fragen mit Ja, schenkt den Gästen den Elfer und die Führung. Die war vom Spielverlauf her berechtigt, aber doch bitte nicht so!

„Hier regiert der FCU!“ und „Kämpfen und siegen!“, reagieren die Ränge. Aufm Platz geht es hin und her, leider weitaus gefährlicher, verlagert sich das Spiel in unsere Hälfte. Endlich wieder ein Angriff der Unseren, der Ball kommt dicht vorm Gehäuse auf Fofana, doch der Keeper rettet in letzter Sekunde. Der wäre letztes Jahr klar drin gewesen, durchzuckt es mein Hirn. Wir kommen irgendwie in die Pause. Viel Mut machte mir das bislang nicht, und nun müssen wir uns erst einmal von mehreren Unionerinnen und Unionern verabschieden …

Ein längst fälliger Strafstoß

Unter ihnen befinden sich Nick und Fio, die es Jahrzehnte zu früh erwischt hatte. Für Nicks Familie hatte ich im Namen der Stiftung am Vorabend und auf der Viktoria Geld gesammelt, immerhin das konnten wir tun. Alle Kraft den Hinterbliebenen! Zurecht mahnt uns Stadionsprecher Christian, dass wir hier unten gut zueinander sind, auf die Menschen neben uns achten. Wie schnell kann dieses Leben vorbei sein.

„Auf geht’s Union, kämpfen und Siegen!“, beginnt die zweite Halbzeit. Den eher getragenen Gesang „Fußballclub Union Berlin in Weiß und Rot“ überschreien wir mit „Union, Union, Union!“ Die Augschburger foulen Käpten Trimmel im Strafraum, doch den Schiri interessiert das offenbar nicht. Es ist bereits das zweite Mal in wenigen Minuten, doch jetzt bittet man ihn erneut vor den Fernseh-Bildschirm. Die Angelegenheit ist offenbar zu klar, er gibt den längst fälligen Elfer tatsächlich! Damit beginnt das zweite Problem: Wer um alles in der Welt soll ihn schießen?

Fehlschuss – und weiter!

Robin nimmt sich der Sache an. Das klappte dereinst mal recht gut, aber nicht an diesem Tag der allgemeinen Verunsicherung. Völlig schwach geschossen, rettet der in die richtige Ecke gesprungene Keeper für seine Mannschaft. Robin Knoche, unser mit allen Wassern gewaschener Abwehrchef, stand gestern für mich komplett neben sich. „Die tun mir einfach nur leid!“, bringt es die Frau hinter mir auf den Punkt. Ähnlich glücklos agierte weiter vorn Fofana.

Jubel bricht aus, als in Minute 67 András Schäfer den Rasen betritt. Sofort bekommt unser Spiel mehr Biss, geht es konsequenter in die richtige Richtung. Schon reißen wir jubelnd die Arme hoch, weil des Gegners Tornetz zappelt, aber noch vorm Abklatschen gewahren wir die Abseitsentscheidung. Schon einmal hatte der Ball hinter der richtigen Torlinie gelegen, nur leider hatte das Ding beim zu schnell ausgeführten Freistoß noch nicht geruht. „Wir sind dran!“, ruft die Frau in meinem Rücken.

Und es zappelt doch!

Doch weiterhin geht das Ding vorne aus vielleicht nicht nur irdischen Gründen nicht rein. Unser Trainerteam wechselt dreifach, bringt Kaufmann für Fofana, Roussilon für Gosens und Juranovic für Trimmel. Augsburg agiert verstärkt durch permanentes Hinfallen und sonstige Spielverzögerungen, schließlich sieht ihr Keeper sogar die Gelbe dafür. András schoss derweil schon zweimal aufs Tor – ich freue mich mittlerweile über jeden Schuss!

Die offizielle Spielzeit ist fast herum, als der Schiri nicht anders kann, als uns einen Freistoß zuzusprechen. Juranovic flankt gekonnt nach vorn zu Robin Knoche, der auf Volland weiterleitet. Der zieht beherzt ab, der Spielverzögerer von eben hat keine Chance! Die richtigen Tormaschen zappeln, wir liegen einander in den Armen, wie lange ist das her?! „Vielleicht sah der ein Foul!“, bremst Jürgen kurz die Euphorie, doch der Schiri und seine Assistenten scheinen machtlos, unser drittes Tor des Abends zählt tatsächlich!

Eine vierte Halbzeit, für die ich zum Fußball gehe

Unsere bleiben am Drücker, aber es bleibt beim 1:1. Immerhin ein Punkt, immerhin eine klare Steigerung in Hälfte zwei, immerhin leben wir noch. Lasst uns diese Energie mitnehmen für die kommenden beiden Auswärtsspiele und dann unser nächstes Heimspiel. Möge diese zweite Hälfte unserer Mannschaft zumindest ein Stück weit etwas von dem wiedergegeben haben, was es braucht, um für jeden Gegner wieder „eklik“ zu sein, wie Urs diese Eiserne Wahrheit so vollendet aussprach.

Die vierte Halbzeit dieses Spieltags erlebe ich mit vielen Augschburgern und mir sehr lieben Unionern im Deftig am Mandrellaplatz. Bis tief in die Nacht singen wir zusammen unsere Lieder, lerne ich ein wunderbares Pärchen aus England kennen, mit dem mich nicht nur musikalisch eine große gemeinsame Vergangenheit verbindet. Dazu mindestens zwei Augschburger, die wie ich aus Thüringen kommen und, und, und. Zusammen mit dem General und seiner Daggi, den Schnuppingers aus Gosen, Zwilling Sam… – immerhin bin ich jetzt in der Lage, diese Zeilen zu tippen,

Eisern heißt dit!

Spieltag 10, daheim gegen Eintracht Frankfurt

LOGBUCHEINTRAG 2023-11-04

Zugegeben, nicht ganz einfache Wochen liegen hinter uns. Zunächst waren wir alle heilfroh, als der punktlose September zu Ende ging. Dass es im Oktober ebenfalls kein einziges Pünktchen gab, ahnten wir da noch nicht. Nun bleibt die Hoffnung auf einen erfolgreicheren November. Dieser begann am heutigen Tage mit dem Heimspiel gegen die Hessen aus Frankfurt. Schon am gestrigen Abend stellte KaLeu Heller folgenden Tagesbefehl in die sozialen Netzwerke:

Von Süden her bestens gesichert – nie war die Illerschleife so sicher wie gestern und heute – operierten KaLau Heller, Maat Tilo und Seekadett Nussmann direkt im Stadion, diesmal mit geballter Schlagkraft von der in der Haupttribüne gelegenen Schlosserei aus.

Die feindlichen Versorgungs-Linien mit Bier störten sie durch konsequentes Wegtrinken desselbigen, was sich durch dessen mindere Qualität als immer selbstloser werdendes Unterfangen erwies.

Nun, unser Erfolg könnte ich sehen lassen, würden wir denn nicht unter strengster Geheimhaltung operieren. Nur so viel dürfen wir an dieser Stelle verraten: Der zukünftige Erfolg unseres Vereins unter Admiral Fischer wurde gestern erfolgreich gegrundsteinigt oder wie auch immer das im zivilen Sektor ausgedrückt wird.

Weiterhin für Frieden, Sicherheit und auf den zukünftigen Erfolg des 1. FCU allseits am Ball: Die Crew von U-1966, integraler Bestandteil des FCU-Marine-Korps unter Flottenadmiral Fischer

Union rannte vergeblich gegen die Frankfurter Eintracht an

Frank „Nussi“ Nussbücker

Wieder so ein Sonntag, an dem die Aussicht, eine Kolumne über das gestrige Spiel meines geliebten Fußballclubs zu schreiben, mich nicht gerade aus dem Bett hochschießen ließ. Immerhin schien gestern die Sonne, was ich in den letzten Jahren immer mehr als gutes Omen für ein zu erwartendes gutes Spielergebnis meines FCU nahm. Immerhin würde ich das Spiel nach einer Stunde am Barkas zusammen mit meinem U-1966-Kapitän Christian und Maat Tilo in der Schlosserei verfolgen. Ja, auch hier kieken echte Unioner Fußball!

Und immerhin hatte unser Präsident in seinen zuvor bereits zigfach verbreiteten Begrüßungsworten im Unionprogramm ein klares Bekenntnis zu unserem Trainer – und damit auch zu dessen Team abgeliefert. Somit konnte zumindest in Ruhe gearbeitet werden, hoffte ich zumindest. So ruhig das eben geht mit der Bürde all der nicht gewonnen Spiele samt aller Begleiterscheinungen auf den Schultern. Der Druck dürfte mittlerweile für jeden unserer Spieler ein solcher sein, den ich bei meiner Arbeit so gar nicht gern hätte.

Unser Trainer heißt Urs Fischer …

Der Gästeblock war prall gefüllt und zeigte eine martialische Choreo in Schwarz und mit zwei Boxern, von denen allerdings keiner wie Willi „de Ox“ Fischer aussah, der ja ein Frankfurter Junge ist. Bei der Nennung unseres Torwarts ertönten dort Pfiffe – etwa, weil sie Frederik bei ihnen nicht durchsetzte und nach einem Jahr Leihe unsere Nummer 1 wurde? Der handelsübliche Umgang also. Schade, Frankfurter, von euch hätte ich besseres erwartet.

Vor der Nennung unseres Trainers ließ Stadionsprecher Christian eine Pause folgen, auf dass wir diese mit Jubel und Applaus füllten, bevor es laut donnernd „Urs Fischer!“ über den Stadionrasen schallte. Gleich hinterdrein unsere Hymne und mit dem Anpfiff der Wechselgesang „Eisern!“ „Union!“ Somit war der Anfang zumindest auf den Rängen eine klare Sache, die mir Mut machte für das, was wir da heute zusammen zu bewerkstelligen hatten. Aufm Platz war leider auch sehr schnell einiges klar …

… und Fußballgott noch immer stinkig auf uns

1.18 Minuten von der Uhr, da bekamen die Gäste einen Freistoß geschenkt. Die Frankfurter sagten danke und nagelten die Pille nach kurzem Antäuschen schnörkellos links in unser Tornetz. Jubel und Gesang im Gästeblock, für uns hieß es nach eins, zwei Schrecksekunden: „Wir singen Rot, wir singen Weiß…!“, Ecke Union von Becker, sie kommt flach rein – schade. Nächste Ecke, jetzt getreten von Käpten Trimmel – wieder nichts. Angriff der Frankfurter, Becker klärte zum gerade eben machtlosen Frederik Rønnow.

Klar tat es gut, einfach weiter zu singen. Was willst du sonst auch machen gegen diese brutale Machtlosigkeit, gegen dieses tief gefühlte Wissen: Nee, oder, geht dieser Sch… schon wieder los und gnadenlos weiter!? Die Frankfurter kombinierten sich lässig vor unseren Sechzehner. Endlich wieder ein Angriff der Unseren, Trimmis Abschluss leider direkt auf den Keeper gezogen. Auf den Rängen kämpfte „Alléz-alléz SGE“ gegen „Wo du auch spielst, ja wir folgen dir, und ist der Sieg auch noch so fern – SO FERN!“

Union bemüht, Frankfurt eiskalt

Ecke Union – stattdessen Freistoß Frankfurt! Gerade eben waren wir auf links nahezu durch gewesen. Statt unserem Jubel über endlich mal wieder ein Union-Tor jubelten kurz darauf erneut die Gäste. Keine 14 Minuten herum, wir liegen 0:2 hinten, „Wo du auch spielst…!“ Urs und Hofi sitzen einige Meter vor uns am Rand des Spielfelds. Von nun an waren beide vor allem stehend und eindrücklich gestikulierend zu sehen. Hollerbach läuft sich gegen zwei Gegner fest – wo wollte er da hin?

Angriff Frankfurt, Knoche haut den Ball raus, doch sie sind schon wieder da, setzen zum Glück keinen weiteren Nadelstich. „Dieser Becker!“ schimpft ein Alter links von mir. „Hat der schon jemals irgendein Tor geschossen?“, bringe ich zumindest meinen Kaleu zum Grinsen. Aber es sieht in der Tat gerade so gar kein bisschen gut aus. Vielleicht jetzt mal: Union über links, gestoppt durch ein Foul. Gelbe Karte und Freistoß, das war doch mal genau unser Ding!

Das Ufer so fern!

Schuss aufs Tor, der Keeper kann zur Seite abwehren – aber endlich mal wieder ein Abschluss, „Eisern Union!“ Laidouni gegen drei, das war dann einer zu viel. Ein Pass in den Sechzehner kommt leider nur beim Gegner gut an. Der Vorwärts-Gesang erklingt, Ecke Union, ebenfalls eine unserer Spezialitäten – leider vor allem in einer Vergangenheit, die gerade von Spiel zu Spiel weiter wegrückt. Erst mal Pause – und dann?

„1. FC Union Berlin – und alle!“, dazu zwei Union-Ecken hintereinander! Leider brauche ich ihrem Ergebnis keinen Satz zu widmen. Ich singe an gegen das Gefühl der Ohnmacht, um mich herum singt der eine oder die andere ebenfalls – was willst du machen, wenn meckern genauso wenig dein Ding ist wie stummes in-sich-rein-Fressen? Union hintenrum, dann über links in den Sechzehner – abgewehrt. Wie sollen wir hier jemals ein Tor erzielen? Egal, eines Tages werden wir das, ganz sicher – und bitte noch vor Weihnachten! Angriff Union, der Keeper klärt per Kopf vor dem heranstürmenden Behrens, der seit ein paar Minuten im Spiel ist.

Beste Chancen – dicht vorbei

Jetzt aber! Becker tankt sich durch, passt auf Behre – der das Ding knapp nebens Tor setzt! Verdammte Axt, das hätte es doch sein müssen, oder etwa nicht!? Klasse Angriff, direkter Abschluss, warum um alles in der Welt zappelt das verdammte Tornetz nicht! Ich weiß die Antwort selbst, meine Frage war an olle Fußballgott gerichtet. Bald drauf geht das Ding erneut aufreizend knapp links vorbei, von links höre ich: „Dit könnte jetzt jut und jerne 2:2 stehen!“

Oh ja, das könnte es – wie ich an meiner geliebten Sprache gerade die Möglichkeitsform hasse! Unsere machen weiter unablässig Druck – und ja, sie kommen dabei auch vors gegnerische Tor, aber der Ball will eben partout nicht in selbiges hinein. 68. Minute, ein Kopfball ganz dicht links neben das Tor. Frankfurts Keeper ist sauer, dass einer der unseren da so frei zum Kopfball kam. Dazu bekommen die Hessen mal nen Freistoß für nix, während sie Laidouni ungesühnt von den Beinen holen dürfen.

„Und irgendwann, irgendwann einmal…“ werden wir wieder jubeln

Als es irgendwann das nächste Tor zu bejubeln gibt, sind es erneut die Gäste, die dies tun, das Ganze kurz vor unserem finalen Dreifach-Wechsel. Dann jedoch zappelt der Ball endlich doch einmal in des Gegners Tornetz, doch wir haben die Arme noch nicht ganz oben, als klar ist: Aberkannt, kein Tor, warum auch, wo wir doch gerade so tief drinnen sind im vielbesungenen Tal der Tränen. „… Wir standen alle mit dem Rücken zur Wand! Wir warn am Ende, gib mal ne Spende …“

Das Singen tröstete mich auch gestern ein wenig, und natürlich bekam unsere Mannschaft samt Trainerteam und Stab ihren Applaus. Was sollen wir anderes tun? Wie um alles in der Welt auch immer, am Ende kommen wir nur zusammen raus aus diesem vermaledeiten Mist. Bereits gegen Braga schien der Fluch gebannt – und eines Tages wird er es wirklich sein. Bis dahin heißt es ganz klar: Alles hinterfragen, jede Stellschraube prüfen, arbeiten und bei alledem: Eisern bleiben! Was wir hier gerade gemeinsam erleben, werden wir dereinst unseren Nachfahren berichten, Eisern heißt dit!

Klare Sache: Es tut mir weh, von Spiel zu Spiel mehr – und doch lege ich passionierter Profi-Pessimist mich fest: Eines Tages werden wir unseren Nachfahren davon zu erzählen haben, wie wir auch diese sportliche Krise überwanden – durch konsequentes Umsetzen unserer Tugenden! Dein Nussi, Eisern heißt dit!

Stammtisch

LOGBUCHEINTRAG 2023-11-02

Am heutigen Abende war es an der Zeit für den November Stammtisch unserer Marines. Leider war es 3 Crewmitgliedern nicht möglich, diesem beizuwohnen. Denn für die anwesenden Seemänner hatte sich die Zusammenkunft im Headquarter mehr als gelohnt! KaLeu Heller hatte sie mit – unsere DAUERKARTEN für die „ALTE FÖERSTERE 2“!!!! Vielleicht sollte es zu diesem Thema mal einen gesonderten Logbucheintrag geben. Dann so mit Interviews einzelner Marines zu ihren Beweggründen, diese Karte zu erwerben.
Der Abend verlief in gewohnten Bahnen. Es wurde natürlich auch die aktuelle Situation unseres geliebten Vereines analysiert. KaLeu Heller betonte sehr deutlich, dass für die kommenden Aufgaben unsere Crew mehr als gebraucht werden wird.
Denn schon übermorgen geht es weiter. Zu Gast sind die Frankfurter. Derzeit Tabellenplatz 7. Wir sind auf den Tagesbefehl mehr als gespannt!

DFB-Pokal 2. Runde

LOGBUCHEINTRAG 2023-10-31

Nun, die Auslosung hätte uns kaum undankbarer treffen können: Am letzten Tag des Oktobers mussten wir ins allertiefste Schwabenländle reisen. KaLeu Heller zeigte sich zuversichtlich und gab sehr früh am Tage folgenden Tagesbefehl heraus:

Die erste Halbzeit

Admiral Fischer hatte sich eine kleine Rotation überlegt: Freddy sollte mal eine kleine Pause einlegen. Alex sollte an seiner statt das Tor hüten. Doch manchmal ist es wie verhext: Alex verletzte sich beim Aufwärmen. Nahm dennoch auf der Bank platz. Die Ausrichtung sah ganz nach einem 4-3-3 aus. Also etwas defensiver als in Bremen.
Anstoß in der Stuttgarter MHPArena um 1800. Schiedsrichter Sascha Stegemann. Nach 10 Minuten ein erstes Fazit: Wenig Arbeit für die letzten Abwehrreihen. Der Abschluss von Benedict nach 8 Minuten landete leider im Toraus. Aber sein Dribbling war schön anzusehen.
Weitere 10 Minuten war es dann so, dass der VFB deutlich mehr Spielanteile hatte. Jedoch funktionierte das ungewohnte System unserer Matrosen sehr gut. Weiter keine nennenswerte Abschlüsse.
Und dann Minute 28: Aissa schnappte sich Kugel und stiefelte Richtung 16-er. Ein Torpedo aus dem Fußgelenk. Der Torwart der Gastgeber machte sich lang und länger. Aber er kam nicht mehr ran. Wir hatten alle schon den Torschrei auf den Lippen. Aber die Querstange des Gehäuses war wahrscheinlich 5cm zu tief. Nur sie war im Stande, unsere Führung zu verhindern. Mist, das wäre es gewesen!
Das Glück war dann aber auch auf unserer Seite, als in Minute 33 das Leder gegen unseren Pfosten klatschte. In den Folgeminuten wurden unsere Jungs immer mutiger. Der VFB wiederum ließ sich nicht locken und versuchte sich seinerseits mit viel Ballbesitz vor unser Tor zu kombinieren. Aber unser Abwehrverband hielt tapfer dagegen. Als sich der Pausenpfiff näherte geschah dies: Steiler Pass auf einen Stuttgarter Mittelfeldspieler. Dieser rannte wie um sein Leben. Seine Flanke landete halbrechts im Strafraum bei Jamie (seltsam, ihn ihm VFB-Trikot zu sehen), der die Kugel ins lange Eck schieben wollte. Freddy blitzschnell unten und parierte. Der Abpraller landete aber beim Stürmer der Gastgeber, der von der Fünferlinie eiskalt einschieben konnte. Es war unfassbar. So kurz vor der Pause. Denn Herr Stegemann beendete kurz darauf den ersten Durchgang.

Die zweite Halbzeit

Admiral Fischer sah noch keinen Grund für Wechsel. Seine Mannen legten auch gleich mal los. Aber so richtig brenzlig wurde es nicht. Nach 59 Minuten dann doch der erste Wechsel: Behre verließ den Rasen, für ihn kam Mikkel.
Nächster Wechsel in Minute 72: Brenden für KevinV. Das Spiel behielt seinen Charakter. Stuttgart mit sehr viel Ballbesitz. Unsere Mannschaft ackerte wie blöde. Jedoch vorne viel zu harmlos.
Doppelwechsel nach 80 Minuten: RobbyG kam für Trimmi und für Benedict kam Lucas. Alle Wechsel bisher auch positionsgetreu. Doch es sollte einfach nicht besser werden. Die Ecken verpufften irgendwo und so richtig Gefahr kam auch nicht mehr auf. Somit war das Spiel um 1953 beendet. Zumindest für unsere Matrosen. Warum Herr Stegemann dann die Nerven verlor und unserem Admiral die ROTE KARTE zeigte bleibt wohl sein Geheimnis. Denn er beteuerte im Anschluss, dass Admiral Fischer ihn nicht beleidigt habe.
Somit bleibt eigentlich nur noch die Hoffnung, dass es am kommenden Samstag gegen die Eintracht aus Frankfurt besser wird.

EISERN UNION

Spieltag 9, auswärts in Bremen

LOGBUCHEINTRAG 2023-10-28

Irgendwie ist derzeit der Wurm drin… Eine klitzekleine Halbchance reichte dem SSC Neapel, um als Sieger das Olympiastadion zu verlassen. Wie würde unser Team das heute wegstecken? Mit Bremen wartete ein unangenehmer Gegner auf uns. Haben die 3 Tage Regeneration gereicht und würde es unserem Admiral gelingen, die Köpfe wieder aufzurichten?
Unserem unermüdlichen KaLeu fiel der heutige Tagesbefehl recht schwer. Dennoch brachte er folgendes Pamphlet an seine Mannschaft:

Halbzeit 1

Anstoß im Bremer Wohninvest Weserstadion um 1530. Tobias Stieler war der Leiter der Partie. Nach nur 50 Sekunden auch schon ein erster Aufreger: Sherry setzte sich auf der rechten Seite durch und legte den Ball quer zu Trimmi. Leider fehlte seinem Abschluss etwas an Power, so dass der Bremenkeeper problemlos halten konnte. Aber immerhin. Ein erster Anfang!
Und es ging so weiter. Erst RobbyG, dann Behre auf Sherry. Leider warf sich ein Bremer Verteidiger dazwischen. Gespielt noch keine 5 Minuten. Ein sehr verheißungsvoller Auftakt! Bis zur 10. Minute beruhigte sich das Spiel wieder. Es kamen immer wieder technische Defizite zutage. Folglich blieben Torchancen absolute Mangelware.
In der 38. Spielminute dann blankes Entsetzen bei uns allen: Freistoß der Stadtmusikanten im rechten Halbfeld. RobbyG sieg hoch und verlängerte den Ball unhaltbar ins eigene Tor. Auch das noch. Aber noch viel schlimmer: Wieder im Hintertreffen.
Von diesem Schock erholte sich unsere Mannschaft zunächst nicht mehr. Herr Stieler pfiff um 1617 zur Pause.

Halbzeit 2

Das Niveau des Spieles wurde nicht viel besser. GELB in Minute 55 für RobbyG. Weitere 5 Minuten später wechselte Admiral Fischer. Für Brenden kam Aissa. Und in der gleichen Minute zeigte Herr Stieler glatt ROT gegen Rany. Also noch gut eine halbe Stunde in Unterzahl. Alex für Janik, das war der nächste Wechsel in unseren Reihen in Minute 65. Also etwas defensiver.
Und es kam noch dicker: Die Hansestädter erhöhten durch Duksch auf 2:0 in der 75. Minute. Also noch 15 Minuten. Das erkannte auch unser Admiral und wechselte 3 frische Kräfte ein: Mikkel für Behre, Benedict für Sherry und Jerome für RobbyG. Noch einmal hieß es: Alle Kräfte bündeln. Alles was an Vortor-Rums da stand sollte umgehend vernichtet werden. Aber es half am Ende alles nichts: Nach 7 Minuten Nachspielzeit war die Partie beendet. Mit gesenkten Häuptern bedankte sich die Mannschaft für den abermals sensationellen Support.
Weiter nun bereits am Dienstag. In der 2. Runde des DFB-Pokales reist unser Tross in die Schwäbische Metropole Stuttgart. Also an Verschnaufen ist nicht zu denken.


EISERN UNION