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Champions-League TEIL 3 – Auswärts zu Hause gegen SSC Neapel

LOGBUCHEINTRAG 2023-10-24

Am 3. Spieltag der Champions-League trafen wir auf keinen Geringeren als den amtierenden Meister der Serie A. SSC Neapel! Und wir mussten wieder in die ungeliebte Schüssel im Westteil unserer wunderschönen Hauptstadt. Charlottenburg war abermals Ziel unserer Feindfahrt. KaLeu Heller brütete nächtelang für einen passenden Tagesbefehl. Schlussendlich sah er dann wie folgt aus:

ZUM SPIEL

Der heutige Logbucheintrag beschränkt sich auf eine Kurzfassung:
Unsere Mannschaft war nicht wiederzuerkennen im Vergleich zum Samstagspiel gegen Stuttgart. Ein RIESENAUFWAND!!! Ein JEDER motiviert bis unter die Haarspitzen. Im weiten Rund der ungeliebten Schüssel eine SUPERSTIMMUNG!!! Alles war gespannt, wie unsere Matrosen die schwierigen September- und (inzwischen auch) Oktoberniederlagen verarbeiten werden können.
Anstoß im Betonklotz um 2100. Schiedsrichter am heutigen war Irfan Peljto aus Bosnien Herzegowina. Und unsere Matrosen legten gleich mal so richtig los: In den ersten 6 Minuten kamen sie gleich zu drei gefährlichen Situationen:
– Sherrys Flanke wurde leider geklärt
– Minute 3: Kopfballablage von David und Janik hielt sofort aus der Distanz drauf – links vorbei.
– Minute 5: Trimmi fand David mit einem Steilpass auf der rechten Seite. Ein Italiener blockte die Flanke auf Kosten eines Eckballs. Dieser jedoch brachte keine Gefahr.

Spieltag 7, auswärts in Dortmund

LOGBUCHEINTRAG 2023-10-07

FUCKING SEPTEMBER

Ja, was für ein unglücklicher September lag hinter unseren Marines! Ein Monat des totalen Vergessens und des Hoffens auf wieder bessere Zeiten. Da blieb nur die Frage, ob unser heutiger Gastgeber die richtige Adresse für eine Zeitenwende war… Aber mal ganz ehrlich. Was ist denn im vermaledeiten September eigentlich passiert? Wir verloren daheim gegen Brause Leipzig. Daran anschließend in der Autostadt eine mehr als unglückliche Niederlage. Dann daheim gegen Hopfenheim 0:2 Irgendwo dazwischen das 0:1 in der gefühlt 228. Minute der Nachspielzeit in Madrid. Und dann obendrein das 0:1 in Heidenheim. Schlimmer hätte der September nicht laufen können.
Aber auch der Oktober begann nicht wirklich besser. Auswärts zu Hause kassierten wir abermals ein Gegentor in der 94. Spielminute gegen Braga.

TAGESBEFEHL

HALBZEIT 1

  • 1530 Anstoß
  • Unsere Matrosen im Auswärts-Weiss-Grau
  • Wir gewannen diesmal die Platzwahl und spielten zunächst auf die „WAND“
  • 1534 Freistoß Trimmi
  • 1535 Hammertorpedo von Beere. Klatschte an die Latte. Wäre aber auch Abseits gewesen.
  • 1536 Gegenangriff und Tor. 1:0 Shit!
  • Unser Anhang skandierte zu diesem Zeitpunkt gerade: „Vorwärts-vorwärts-Fußballclub Union- hey- Fußballclub Union-hey-Fußballclub Union…“ und vom KaLeu kam postwendend der Befehl – Vortor-Rum für ALLE
  • 1539 Ausgleich!!! Ecke von links. Klar, Trimmi flankte. Kopfballdurcheinander landete dann im hinteren Eck. Jawoll!!
  • 1546 Schiedsrichter Ittrich entschuldigte sich bei den Protagonisten, dass er Freistoß für Dortmund pfeifen MUSS… Ach du Himmel.
  • 1648 2:1 UNION!!! Freistoß Trimmi. Kopfball Alex ins lange Eck. Hammer.
  • 1648 Aber nee. Herrn Ittrich wurde signalisiert, dass da eventuell eine Abseitsposition vorlag.
  • 1652 Sage und schreibe 4 Minuten dauerte es, bis eine Entscheidung getroffen wurde. Es blieb beim1:1.
  • 1655 Tor für den BVB. Ganz klare Abseitsposition! Schiedsrichter knuddelte den Torschützen. Doch das half selbigem nicht. Dem VAR blieb nichts anderes übrig, als richtigerweise das Tor zu annulieren.
  • 1659 Ganz klares Foul an Sherry. Hummels hält voll drauf. Klarer Elfer und auch ROT!!!! Nun gut, Herr Ittrich beließ es bei GELB.
  • Leonardo schnappte sich die Kugel und schob selbige in die Maschen! FÜHRUNG!!!!
  • 1608 Wahnsinnsteckling von RobbyG. Sensationell und vor allem fair geklärt im eigenen Strafraum.
  • 1612 Sherry leider auf sich allein gestellt. Sein Solo mit anschließendem Abschluss konnte der BVB-Keeper problemlos klären.
  • 1615 6 Minuten Nachspielzeit wurden angezeigt
  • 1623 Halbzeitpfiff von Herrn Ittrich

Fazit zur Halbzeit

Unsere Matrosen traten sehr gut auf. Disziplin in allen Reihen. Unsere Marines sehr konzentriert. Ein hoffnungsvoller Auftritt. All das gab Hoffnung auf die kommenden 45 Minuten.

HALBZEIT 2

Herr Ittrich pfiff um 1635 wieder an. Unsere Matrosen nun in Richtung unserer Fans.

  • 1637 Anstoß zu Halbzeit 2
  • Zunächst keinerlei Wechsel
  • 1640 Freddy hielt Schuss von Brandt
  • 1641 Hammer vo Nico Schlotterbeck. Sein erstes Tor im Oberhaus. War das nötig?
  • 1646 Ecke Union. Ausgekontert und 3:2 für den BVB. Mist. Das ging ja mal schnell und wir lagen wieder einmal im Hintertreffen. Würde da noch was gehen?
  • 1647 Admiral Fischer wechselte. Danke an Aissa. Für ihn kam Brenden.
  • 1656 GELB für RobbyG.
  • 1700 Dreierwechsel: Trimmi raus, Jerome rein. Kevin für Beere und für Sherry kam David.
  • 1703 Das 4:2 für die Borussen. Ein Schuss von Ex-Unioner Julian Ryerson wurde so blöd abgefälscht, dass Freddy am Ende das Nachsehen hatte.

Wer zu diesem Zeitpunkt dachte unsere Mannen würden sich nun kampflos ergeben, der sah sich getäuscht. Aber egal, was alle auch versuchten, die Murmel wollte einfach nicht mehr in das Tor der Gastgeber. Nach fünf Minuten Nachspielzeit pfiff Schiedsrichter Ittrich ab.

Fazit

Am Ende eine 2:4- Niederlage. Aber in Halbzeit waren wir bärenstark und führten nach 45 Minuten mit 2:1. Schade, dass es ausgerechnet zwei Ex-Unioner waren, die gegen uns trafen. Weiter geht es nun nach der Länderspielpause am 21.10.2023 gegen den VFB aus Stuttgart.

Champions-League Part II

LOGBUCHEINTRAG 2023-10-03

VORSPIEL I

Das Auswärtsspiel in Heidenheim sorgte dafür, dass wir den September punktlos abhaken mussten. KaLeu Heller befahl daher, besagten Monat aus allen künftigen Kalendern zu verbannen. Stattdessen den Oktober mit einem Sieg anzugehen. Guter Plan! KaLeu Heller hatte scheinbar auch eine schlaflose Nacht hinter sich und schickte in aller Frühe (0530!!!) folgenden Tagesbefehl an unsere Crew:

DIE ANREISE MIT DER VIKTORIA

Manchmal sagen Fotos mehr als Worte… Und bevor es so richtig losgehen konnte, folgend noch ein paar emotionale fotographische Eindrücke von der Schüssel und von der Illerschleifen-Kommandobrücke:

VORSPIEL II


Der erste Champions-League-Heimauftritt in der Geschichte von unseren Fußballgöttern stand an. Vor 73.445 Zuschauern im Olympiastadion empfingen wir den Gast aus Portugal. Sporting Braga war unser heutiger Gegner. So ziemlich genau vor einem Jahr (15.09.2022) trafen wir aufeinander. Beim Auswärtsspiel kassierten wir eine dämliche 0:1- Niederlage in der EUROPA-LEAGUE. Doch das nur am Rande. Denn am heutigen Tage waren die Würfel neu gemischt. Heute stand UNSER ERSTES CHAMPIONS-LEAGUE-SPIEL in heimischen Gefilden statt. Ein Heimspiel, welches aber irgendwie auswärts ausgetragen wurde. Ja, die Betonschüssel in Berlin-Charlottenburg ist nun einmal nicht unser Wohnzimmer. Aber Auflagen der UEFA zwangen unseren Verein diesen Schritt zu gehen. Doch nicht nur das. Auch seitens unserer Vereinsführung war zu entnehmen, dass das oberste Ziel war, so ziemlich ALLEN UNIONERN dieses absolute Vereinshighlight zu ermöglichen. Auch unsere Marines waren dieser Meinung. Obwohl so ein Spiel in der Alten Försterei… What ever, unser Flottenverband war bestens instruiert und mit KaLeu Heller, Maat Wieck, Maat Ziegra und Seekadett Nussbücker waren schlagkräftige Seemänner unterwegs, die sich natürlich ihrer enorm wichtigen Verantwortung bewusst waren! Aber auch die RÜCKWÄRTIGEN DIENSTE um Smutje Pfannschmidt und Obermaat Kala wussten, was heute auf sie zukommen werden würde. Also allerhöchste Konzentration. Strategische Verteilung im Stadion. Absolute Wachsamkeit auf den Außenposten. Da konnte doch nichts mehr schiefgehen…

HALBZEIT EINS

Vom starken Regen in Berlin unbeeindruckt sorgten die unsrigen Fans auf den Rängen des ausverkauften Olympiastadions bereits vor Anpfiff für eine würdige Atmosphäre vor dem historischen Spiel unserer Eisernen Fußballgötter! Anstoß dann um 1845!
Leutnant Sekulla teilte dem KaLeu unmittelbar schriftlich mit, dass er sofort OHNE BEFEHL (!!!!) zum Vor-Tor-Rum übergehe. Und siehe da! Diese Eigenmächtigkeit wurde umgehend belohnt!! Nach nur 4 Spielminuten führte unsere Mannschaft mit 1:0!!! Nach einem Konter über die rechte Seite und Becker bekamen die Portugiesen den Ball nicht geklärt. RobbyG kam so frei im Fünfmeterraum an den Ball und zimmerte diesen aus kurzer Distanz mit links unter die Latte. Das Olympiastadion bebte. Im Marinehaus lagen sich die Marines in den Armen. Im Unterallgäu fühlte sich unser Leutnant mehr als nur bestätigt. TOR NUMMER EINS IN DER CHAMPIONS-LEAGUE!!! Wahnsinn. Doch dann bekam Schiedsrichter Srdjan Jovanovic einen Hinweis aus dem „KÖLNER KELLER“. Und siehe da, Sherry stand vor seiner butterweichen hauchdünn im ABSEITS. Sofort schallte es aus allen Ecken des Stadions: „Ihr macht unsern Sport kaputt! Ihr macht unsern Sport kaputt! Ihr macht unsern Sport kaputt! Ihr Wich…“ Egal. Weiter ging es. Unsere Matrosen waren gut im Spiel. Und wie. Unsere Mannen waren motiviert bis unter die Haarspitzen. Immer wieder versuchten sie, das Aufbauspiel der Portugiesen zu unterbinden, um daran anschließend gefährliche Konter zu kreieren. Und diese Taktik machte sich in Minute 30 bezahlt: Josip antizipierte einen Pass einen gegnerischen Pass. Spielte weiter auf Alex. Er wiederum spielte den Ball klasse per Steckpass in die Tiefe auf den durchstartenden Sherry. Er zog von rechts in den Strafraum. Nun boten sich ihm zwei Optionen: Abspiel zum mitgelaufenen Mitspieler, oder aber selbst den Abschluss suchen. Er wählte Variante zwei und schob die Kugel durch die Hosenträger von Gästekeeper Matheus zur verdienten Führung in die Maschen! Nicht nur Matheus, nein, selbst der VAR waren diesmal chancenlos! Sherry-Sheraldo Becker war unser ERSTER TORSCHÜTZE IN DER KÖNIGSKLASSE!! HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH von unserer Crew! Das wird mit Sicherheit in die Geschichtsbücher unseres Vereines eingehen!
Doch dem noch lange nicht genug: Es dauerte keine weiter sieben Minuten, ehe unser Sherry abermals die Torpedorohre füllte und dann selbige abfeuerte. Sensationell sein Abschluss aus gut 16 Metern. Mit der linken Innenseite halbhoch ins Eck. Besser hätte man es nicht machen können! Also nach 37 Minuten führten wir mit 2:0. Und das völlig verdient!!! Nun diesen komfortablen Vorsprung in die Pause mitnehmen.
Aber nee verdammt. Unsere „sturen“ Gäste hatten was dagegen: Minute 41. Ecke Braga. Unsere Abwehr konnte zunächst klären. Jedoch blieb der Rückraum sträflichst ungedeckt. Ein Schuss auf Freddys Gehäuse. Er konnte klären. Leider aber nur vor die Füße eines Portugiesen. Dieser staubte ab und es stand nur noch 2:1. So war auch der Spielstand, als der Schiedsrichter zum wohlverdienten Pausentee abpfiff.

Halbzeit 2

Unsere Matrosen kamen ohne personelle Veränderung auf das nasse Berliner Geläuf zurück. Warum auch hätte Admiral Fischer wechseln sollen? Ein bärenstarker Auftritt seiner „Schützlinge“!!! Und sie machten weiter. Immer weiter! Beere, Sherry, RobbyG, Josip… Ein ganz starker Auftritt unserer Mannschaft!! Doch nicht nur das: In den Weiten der Schüsselarena war eine unfassbare Stimmung! Wahnsinn, was unser Anhang für eine Atmosphäre hinbekam.
Diese übertrug sich natürlich auch auf unsere Matrosen. Egal ob Beere, Sherry, Josip. Sie versuchten wirklich alles. Aber es kam genau so, wie es kommen musste: Nach einer Ecke schlenzte ein portugiesischer Spieler mit der Innenseite perfekt ins Dreiangel. Keinerlei Abwehrchance für Freddy. GELB dann für Diogo in Minute 54. Doppelter Wechsel in der 63. Minute: Aissa für Lucas und Kevin für Beere. Dann Minute 70: Bei Sherrys Flanke von links stand unser Stürmer weil ein Gegenspieler wegrutschte. Doch aus zentraler Position kam der Schuss zu unplatziert und ging direkt auf den regungslosen Torhüter. Mist!!!
Nur 5 Minuten später: SHERRY!!!!! Aissa mit perfekter Ballmitnahme. Spielte auf Sheraldo, der aus spitzem Winkel allerdings unter Bedrängnis nur das Außennetz traf. Eine erneute Führung wäre zu diesem Zeitpunkt sowas von verdient. Aber es sollte bis dato einfach nicht sein.
Minute 81. Wechsel. Für Janik kam Brenden. Und der gleich mittendrin im Gewimmel: Der Joker kam nach einem Doppelpass mit Sherry auf der linken Seite durch und suchte den Doppelpacker mit einer scharfen Hereingabe. Braga klärte jedoch in höchster Not zur Ecke. Nach 86 Minuten kam Jerome für RobbyG.
Angezeigt dann noch 4 Minuten Nachspielzeit. In Minute 90+3 dann der nächste Aufreger: Kevins Kopfballablage misslang, doch Alex setzte nach und per Direktabnahme aus 20 Metern versuchte er sein Glück. Der Gästekeeper aber machte sich lang und länger und klärte zur Ecke.
Nun sollte es aber zum ersten Pünktchen in der Champions-League reichen. Der Schiedsrichter schaute auf die Uhr, als urplötzlich nach einem strammen Schuss der Ball in unserem Netz zappelte. Das durfte doch alles nicht wahr sein. Was haben wir denn derzeit nur verbrochen?

Fazit aus Ausblick

Brutal, anders kann es nicht beschrieben werden. Wie schon in Madrid konnte sich unsere Mannschaft für ein sehr mutiges und engagiertes Spiel nicht belohnen. Aber Danke an alle. An unser Team, an die Fans. Ein Abend, der definitiv in die Geschichtsbücher eingehen wird!
Am nächsten Samstag dann wieder Alltag. Auswärts in Dortmund. Anstoß ist um 1530. Es gilt, an die heutige Leistung anzuknüpfen. Irgendwann muss doch unser Spiel belohnt werden.
EISERN UNION

Spieltag 6, auswärts in Heidenheim

LOGBUCHEINTRAG 2023-09-30

Vorbetrachtung und Tagesbefehl

Heute nun auswärts in Heidenheim. Nach einer kleinen Durststrecke von vier Niederlagen am Stück sollte es heute nun endlich mal wieder mit einem Dreier klappen. KaLeu Heller sah sich zu einer besonderen Maßnahme gezwungen und befahl unserem Leutnant, die Illerschleife zu opfern und vor Ort im Osten Baden-Württembergs Stellung zu beziehen. Der Rest der Crew erhielt jeweils mündlich ihren Einsatzort. Und so sah dann der Tagesbefehl aus:

Die Anreise

Als unser Leutnant den württembergischen Boden betrat, keimten erste Erinnerungen. Erinnerungen an den 15.03.2019. Damals Zweitligapartie Heidenheim vs. FCU.
Nach 23 Minuten brachte uns Robert Zulj in Führung. Doch gleich nach dem Seitenwechsel glichen die Gastgeber aus, ehe ein gewisser Herr Schnatterer in der 58. Minute das 2:1 markierte. Von besagtem Spieler konnte heute keinerlei Gefahr ausgehen, da er nicht mehr für die Heidenheimer spielt.
Unser Leutnant machte sich also auf den Weg vom Bahnhof zur Voith-Arena. Sehr romantisch durch eine Fußgängerzone, dann hinauf zum Schloss Hellenstein. Dann durch eine ruhiges Waldstück gelangter er zum Schauplatz des heutigen Kräftemessens. Und von da an war alle Romantik vergessen. Ein riesiger Parkplatz umsäumte einen hässlichen Betonklotz. Doch dann ein Lichtblick: Unser Leutnant traf eine gute Freundin aus seiner Berliner Vergangenheit. Gemeinsam begaben sie sich in den Gästeblock. Es gab unendlich viel zu erzählen.
Mitten in diese wunderbare Konversation platzte dann ein vollgedröhnter Stadionsprecher. In dieser hässlichen Betonschüssel mussten ein paar arme Kinder als Bespaßungsmittel herhalten. Der Stadionsprecher ließ diese armen Kinder zur Westtribüne latschen. Dort dann befehlsmäßig LAOLA. Und schon ging es rüber zur Sparkassen-Haupttribüne. Das gleiche Spiel. An der Ehrentribüne vorbei landeten die Schutzbefohlenen (!!!!!) vor dem Block der Heidenheimer Ultras🤣🤪… Und alle machten mit. Selbst, als besagter Sprecherclown allen Heidenheimern befahl: „Un jetze glatsche mer alle!!!“ Und sie klatschten. ALLE!!! Wie die Blöden. Leutnant Sekulla ballte die Fäuste in seinen Hosentaschen!
Da tat es dann gut, als unsere Szene eintraf, Zaunfahnen aufbammelte und die riesigen Schwenkfahnen vorbereitete. Als sich dann einige mit Sturmhauben ausstatteten war klar, worauf das hinauslaufen würde. Immerhin geriet somit das unsägliche Programm auf dem Rasen in den Hintergrund.

Das Spiel

Folgend ein paar Eindrücke vom Leutnant:

„Und dann war es auch soweit: Anstoß. Wir hatten zwar wieder die Platzwahl verloren, aber unsere Helden spielten zunächst auf das HDH-Publikum. Also gar nicht so schlimm.
Was nun folgte war ein Potpourri unseres reichhaltigen Gesangsrepertoires… Zum Glück für mich, dass da nichts Neues dazukam. Also sang ich freudestrahlend und lautstark mit. Was sollte ich auch sonst tun? Dank brennender Fackeln und wehender Fahnen war vom Spiel nichts zu sehen. Aber ganz ehrlich, mich störte das gar nicht so. Mein letztes Unionspiel war am 26.02.2023 auswärts in München. Also schon n bissel her. Und da tat es heute mal so richtig gut, die Stimmung aufzusaugen, die Mannschaft nach vorne zu peitschen. Meine Begleitung entschuldigte sich ab und an, sie habe eine Mädchenblase. Ich fands gar nicht schlimm! Denn immer, wenn sie erleichtert zurückkam, hatte sie ein Bier für mich im Gepäck… Ja und dann war auch schon Halbzeit.
Anzumerken sei: Genau neben uns befand sich die Anzeigetafel. Bei jedem Foul blinkte die elektronische Anzeige und präsentierte irgendeinen Pillenhersteller, der dem Gefoulten „GUTE BESSERUNG“ wünschte
. Ohje, wie dämlich…
In der Pause dann weiter „lustige“ Spiele der Heidenheimer. Der Junkiesprecher wurde nicht müde und erwähnte Sponsor an Sponsor. Au man
Wie verzweifelt müssen die sein???“

Halbzeit 2

Noch einmal unser Leutnant:
Halbzeit 2. Ähnliches Bild. Obwohl zunächst keine Nebelschwaden unsere Sicht behinderten. Aber eine einmalige Stimmung in unserem Block. Wir sangen unsere Mannen lautstark nach vorne. Egal ob: „Wo du auch spielst, ja wir folgen dir…“. Oder „F-C-U-Fußballclub Union Berlin – F-C-U-Fußballclub Union Berlin…“ Natürlich auch: „Dem Morgengrauen entgegen, ziehn wir gegen den Wind. Wir werden alles zerlegen, bis wir DEUTSCHER MEISTER sind!“ Ali, schon lange oberkörperfrei, kannte keine Gnade. Immer wieder peitschte er unseren Block an. Und alle machten mit. Auch, als die Gastgeber den Führungstreffer erzielten. Da war ja noch immerhin eine halbe Stunde zu spielen. Nach einem kurzen Schockmoment ging es aber in unserem Block gleich weiter. Und unserer Reisekader gab niemals auf. Es ging immer weiter. Aber es wollte dann schlussendlich kein Ausgleich mehr fallen. Bemerkenswert, nach dem Spiel war Beere sowas von sauer In gewohnter Manie kamen unsere Matrosen noch zum Gästeblock und mit einem abschließenden (ALLE FÄUSTE NACH OBEN!!) „EISERN UNION – EISERN UNION – EISERN UNION!!!“ durfte die Mannschaft zum Duschen. Ich machte mich dann auch auf den Weg und freute mich riesig auf die meinige Dusche. Das Pyrozeugs macht schon ganz schönen Dreck… Aber geil wars trotzdem!!!

Anmerkung

Heute mal ein etwas anderer Logbucheintrag. Aber ein interessanter Ansatz. Die Idee, es einmal so zu probieren, stammt vom Seekadett Nussbücker. Er wollte für seine Kolumne mal die Eindrücke vom Leutnant erfahren.

Abschluss

Ja nun, eine weitere Schlacht verloren. Auch wenn die heutige Taktik unserer Marines nicht ganz aufging, ein großes DANKESCHÖN an alle! Auch an den Leutnant. Mit seiner Präsenz im Rücken kamen die Heidenheimer in Halbzeit 1 kaum gefährlich vor unser Tor. Und die Pyrofackeln in Halbzeit 2 sollten unseren Stürmern eigentlich den Weg zum Tor weisen. Aber es sollte nicht sein.
Weiter geht es schon wieder am Dienstag. Dann gegen Braga in der Oly-Schüssel. Wir dürfen gespannt sein, welche Taktik unser Führungsstab diesmal ausbaldowert und natürlich berichten.
EISERN UNION

Spieltag 5 – Daheim gegen Hoffenheim

LOGBUCHEINTRAG 2023-09-23

Rück- und Vorschau:

Nun, wenn wir die vergangenen Wochen einmal Revue passieren lassen, so müssen wir feststellen, dass eine kleine „Durststrecke“ hinter uns liegt! Die Saison begann mit 2 Siegen furios. Dann ein erster Dämpfer gegen die doofen Sachsenköppe, eine unnötige Niederlage in Wolfsburg. Dann kam das Spiel in Madrid! Wie oft mussten unsere tapferen Marines in den wenigen Tagen nach dem Match die Frage beantworten, wie sich diese Niederlage so anfühlt. Und ja, sicher war das ganz bitterer Moment als nach 94 Minuten eben diese vermaledeite Tor fiel. Aber allein zu sehen, wie sich unsere Helden verkauft hatten, das war einzigartig! Also satte 3 Spiele nacheinander verloren. Da galt es nun heute, gegen die Hoffenheimer SAP-Truppe den Schalter wieder umzulegen und in das richtige Fahrwasser zu gelangen. Unser KaLeu genehmigte sich eine kleine Auszeit. Er war zu einem Treffen allerhöchster (Vermessungs-) Offiziere geladen. Warum dieses ausgerechnet in Braunschweig abgehalten werden musste, wir werden es wohl nie erfahren. Dennoch schaffte er es natürlich, pünktlich am Spieltag Tagesbefehl 35/2023 zu verkünden:

Kurz vor dem Anstoß:

Seekadett Nussbücker war natürlich vor Ort und beschrieb die Minuten vor dem Spiel wie folgt:

„Drei Tage nach unserem ersten Schampusliga-Auftritt, am Morgen lag Christophs Karte aus Madrid in unserem Briefkasten, hieß es: Auf ins Wohnzimmer, 800 Hoffenheimer kommen, dazu deren Mannschaft samt Stab. Da ich zuvor gemeinsam mit meinem Autorenkollegen Mikis Wesensbitter am Barkas zu tun haben durfte, kam ich erst eine knappe Stunde vor Anpfiff im Block an. Eiserner Dank an meine Nachbarn, die sich dick genug gemacht hatten, dass ich und nach mir sogar noch Lieblings-Italiener Helmut hineinpasste.

Die Steinis mit Senior, Onkel Wolfgang und André fast vollzählig! Danke nochmal, dass Ihr mich einst hier willkommen hießet! Inzwischen sei es auf weiten Teilen unserer Ränge schwer geworden, einen freien Platz zu finden, hörte ich. Als die Hoffenheimer einlaufen, empfangen wir sie gebührend, zwei von ihnen, die nachher das Gros von uns als „Fußballgott“ begrüßt, erhalten Szenenapplaus, als sie auf uns zu laufen, Marius Bülter ebenso wie der andere.

Wir lieben sie, weil sie kämpfen

„Eisern kämpft Union!“, heißt es am Ende von Achim Mentzels Liedbeitrag. Das singe ich heute besonders innig mit und wünsche mir, dass unsere Neu-Unioner es auch hören. Denn das ist es, wofür wir unsere Mannschaft am Ende feiern, unabhängig vom Spielausgang. An den mochte ich an diesem 5. Spieltag ohnehin nicht denken, drei Tage nach Madrid. Oh, Herr Aytekin pfeift, das fand ich zunächst mal gut …

Bei „Rot und Weiß sind die Farben von Berlin“ kam mir ein Tränchen, so glücklich war ich, hier im Wohnzimmer bei all den anderen zu sein, um unsere gemeinsame Beklopptheit auszuleben – noch dazu, wo mir der Lange genau in diesem Augenblick ein Bier kredenzte, mein erstes seit Mittwoch, Magen sei Undank. Ich hatte zum Glück schon etwas abgetrunken, als mich bei „Eisernet Lied“ Torsten Eisenbeiser von hinten antanzt. Nee, er wollte nicht an mein leeres Portemonnaie, sondern mir von seiner Energie abgeben, danke!

Eiserner Beginn

Wunderbar, als Christian bemerkt, wir dürfen mittlerweile sonst wohin fahren, aber nirgendwo fühlt es sich so an wie hier, AdAF! Zur Hymne erreicht mich das Ende von Jos Riesenschal, obgleich Dana und er heute nahezu unendlich weit weg von mir stehen. Vor mir der nicht von allen hier geliebte Kohorte-Mittellinie-Doppelhalter, hinter mir die drei Lothars, wie ich seit heute weiß. Hymne! Zwischendrin hieß es, heute ernst gemeint: „Schals runter!“ Offenbar ein Arzt-Einsatz, auch DAS gehört zum Fußball für Menschen: Menschenleben sind wichtiger als alles andere!Applaus links von mir verrät: Alles wieder gut, kann volle Pulle los- und weitergehen. Mit dem Anpfiff brandet das erste „Eisern!“ von der Waldseite herüber. „Union!“ brüllen wir zurück, die beste Eröffnung von den Rängen!“
Danke an unseren treuen Seekadetten für seinen Einblick in die Tiefen seiner UNIONER-SEELE!!!

Zum Spiel

Schiedsrichter der Partie war (wie bereits erwähnt) Deniz Aytekin. Anstoß pünktlich 1530. Unser heutiger Kapitän gewann endlich einmal die Seitenwahl und so stürmten unsere Matrosen volle Pulle auf die Wuhleseite. Ein gutes Omen!!!
Die ersten Minuten gingen ganz klar an uns. Auch wenn keine wirkliche Torgefahr herausspringen wollte. Aber es war klar zu erkennen, dass Admiral Fischer den richtigen Ton fand, um seine Mannen nach dem Erlebnis Bernabeu wieder aufzubauen. Doch die Minuten rannen so dahin und unsere Gäste begannen nach ca. 10 Minuten auch mitzuspielen.
Nach 15 Minuten dann der erste Abschluss: Ein Hoffenheimer Flachschuss aus 16 Metern. Für Freddy natürlich gar kein Problem! Dann wir! Minute 19: Janik fand Brenden in zentraler Position, dessen Schlenzer aus 25 Metern misslang ihm jedoch leider völlig. Shit. Großes Unheil im Minute 21: Ein leichtes Zupfen von Leonardo reichte, dass ein Hoffenheimer wie von einer V1 getroffen zu Boden sank. Herr Aytekin zeigte ganz unaufgeregt auf den Punkt. Und nach zig Wiederholen war es dann wohl auch so, dass es keine Fehlentscheidung war! Und schlussendlich können wir uns auch bedanken, dass der Schiedsrichter keine weitere Sanktion gegen unseren Verteidiger verhängte. Blöd an der ganzen Situation war nur, dass die Gäste den Strafstoß zu ihrer Führung nutzen konnten.
Unser Team zunächst weiter um Ordnung und Disziplin bemüht. Sie kombinierten sehr sehenswert. Jedoch diese Tatsache allein reichte nicht aus, um gefährlich das Tor der Gäste zu erreichen. Und mitten in einer Mittelfeldkombination stahl uns irgendein SAP-Mitarbeiter die Kugel. Dann ging es auch sehr schnell: Konter, Flanke (Grischa Prömel – Fußballgott), Tor. 0:2. Hui, das musste erstmal verdaut werden.
Aber es hätte kurz vor der Pause noch schlimmer kommen können: Schiedsrichter Aytekin zeigte nach 42 abermals auf den Punkt. Er wollte dabei ein Foul von Danilho gesehen haben. Aber der VAR sah es zum Glück anders und es gab nur einen Freistoß außerhalb unseres 16-ers.
Dann wollten es unsere Matrosen aber noch einmal wissen: Drangphase vor der Pause. Aber es half alles nichts. Selbst drei Eckbälle kurz nacheinander brachten nicht den gewünschten Erfolg. Pause.

Halbzeit 2

Weiter ging es um 1637. Ein erster Wechsel: David kam für Brenden, der uns eigentlich ganz gut gefallen hatte. Aber unser Admiral hatte ganz sicher einen klaren Schlachtplan für die Aufholjagd. Unsere Mannen investierten weiter sehr viel. Aber noch fehlte die letzte Präzision bei den finalen Pässen. So um die 60. Spielminute eine Druckwelle von den Unsrigen. Ein Torpedo nach dem anderen. Ziel: Das Tor von Gästekeeper Baumann. Aber egal, was Urs´ Spieler auch unternahmen, die Zielfernrohre waren irgendwie dejustiert. Dann die Minute 68 zum Zungeschnalzen: David im Maradona-Fieber… Tanzte sich durch die staunenden Hoffenheimer. Leider kam doch noch irgendwie ein Abwehrfuß dazwischen. Aber das war technisch ganz fein!!! Eine Minute weiter nächster Wechsel: Für Sherry kam Bene. Zur kurzen Erklärung: Bene ist hier im Illerumkreis der gebräuchliche Spitzname für Benedict. Also Bene rein und weiter. Wir wollten ja noch mindestens 2 Torpedos im Hoffenheimer Netz einschlagen sehen. In der 72. Minute GELB für Lucas. Da gab es keine 2 Meinungen. Besagter Lucas (sein Auftritt war auch sehr gut) machte in Minute 75 Platz für Aissa. Unsere Angriffe wurden nun etwas wütender. Gleich 2x kurz nacheinander sorgte Josip für Gefahr. Aber es wollte einfach kein Tor fallen.
Nächster Wechsel nach 81 Minuten: Jerome für RobbyG. Auch Robin machte seine Sache für uns harte Kritiker sehr gut. Ja und für den beinharten Leonardo kam Mikkel. Damit war klar: VOLLE ATTACKE!!! Der vorgegebene Kurs vom Admiral kannte nur noch ein Ziel: Zerstörung des feindlichen Tornetzes. Ununterbrochen nun eine Angriffswelle nach der anderen. Es blieb nichts unversucht. Aber egal ob Janik, David, Diogo,… Es war wie verhext. Und nach 6 Minuten Nachspielzeit war es dann auch vorbei. Wir haben die Schlacht gegen die Kraichgauer-Computer-Heinis verloren.

Fazit und Vorschau

Zugegeben, die letzten drei Bundesligaspiele liefen nicht ganz so, wie wir alle es uns vorgestellt hatten. Niederlagen gegen drei konzerngesteuerte Konstrukte tun uns besonders weh. Zum heutigen Spiel müssen wir noch eines schreiben: Herr Aytekin machte seine Sache richtig gut! An ihm hat es nun wirklich nicht gelegen!
In einer Woche treten wir beim Aufsteiger aus Heidenheim an. Es ist kein Geheimnis, dass unser KaLeu, der natürlich in Braunschweig über alles informiert wurde, unseren Leutnant gleich nach Ende des Hoffenheimspieles zu diesem wichtigen Match „delegierte“. Das heißt in diesem Falle ganz konkret, Stützpunkt Illerschleife aufgeben und vor Ort die Fäden ziehen. Wir bleiben gespannt! Und eine alte Seemannsweise hat der Seebär noch mit auf den Weg durch die kommende Woche gegeben: „SOLANGE NOCH ETWAS RUM IN DER FLASCHE IST UND EIN PAAR ÄPFEL IM FASS SIND, KANN DIE REISE WEITERGEHEN„!!!
EISERN UNION
Nun noch ein paar Fotos von heute:

Unser erster Auftritt auf der ganz großen europäischen Bühne!

LOGBUCHEINTRAG 2023-09-20

Bevor hier gleich ein irre guter Spielbericht vom Seekadett Nussimann nachzulesen sein wird, muss natürlich die Form gewahrt werden und die Chronologie der Geschehnisse gehören nun unweigerlich dazu. Daher zunächst der Tagesbefehl 34/2023 vom KaLeu. Verkündet am Spieltag in aller Frühe um 0518:

Klare Ansagen und Befehle. Die Crew war bestens eingewiesen. Es konnte endlich losgehen. Nun das Geschehen im Rückblick von Seekadett Nussimann:

Union ganz real bei Real – Später Treffer & knappe Pleite

Nee, nee und nochmals nee, ich mag weder die korrupte FIFA noch die sicher ebensolche UEFA samt ihrer immer mehr aufgeblähten Wettbewerbe – aber was zählte das an diesem 20. September 2023? Nix, nix und nochmals nix – das ist einerseits meiner persönlichen Doppelmoral geschuldet, andererseits dem Fakt, dass Fußball trotz allem ein Sport ist, den ich liebe, dem ich verfallen bin – und ja, sehr gern auch hin und wieder mal die Besten sehen will.

Gut, den besten Verein, also jenen, den ich in meinem Herzen trage, sehe ich ja jedes Mal, wenn ich Union kieke – aber nun sollte unsere 1. Herren tatsächlich in einem Pflichtspiel auf die in dieser Schampusliga mit Abstand erfolgreichste Mannschaft treffen?! Iss nich real, oder? Doch, iss real, sogar Real persönlich! Wie viele Trophäen haben die in ihren Vitrinen zu stehen? Egal, bei uns heißen all diese galaktischen Superverdiener am Ende doch alle Na und!

Unions Reisekader rocken Europas Fluglinien und Madrids Destillen

Es waren all die Unonerinnen und Unioner, die mich seit Tagen mit Bildern, Texten und Filmchen ihrer oft abenteuerlichen Anreisen in die spanische Hauptstadt erfreuten. All jene, die uns Daheimgebliebene irgendwie dabei sein ließen, wie sie in Madrid unsere Lieder singen. Auf diversen Plätzen, in Kneipen oder gar dem Schinkenmuseum, vorm Stadion – überall Eiserne, die es offenbar selbst direkt vor der sprichwörtlichen Höhle des Löwen nicht fassen konnten, was da gleich abgehen würde.

Union gegen Real, wir leider ohne unseren Abwehrchef, dazu mit zwei Niederlagen im Rücken. Das kann aufputschen, Spieler und Stab das Letzte aus sich rausholen lassen, aber schlimmstenfalls auch lähmen. Würden unsere Fußballgötter schön mitspielen, um am Ende halt standesgemäß zu verlieren. „Ich drücke euch die Daumen, dass es einstellig bleibt!“, unkte so mancher … Neider? Egal, Union spielt Schampusliga gegen deren unangefochtenen Primus der letzten … Jahrzehnte? Na und!

Frühes Gelb und Druck von Real

Endlich mit meinem Zwilling in Freund Roberts juter Stube: Auf dem großen Bildschirm erklärt Ranis Bruder Urs Fischer, wie er vorgehen muss. Urs grient sich eins, entscheidend für mich einer seiner Sätze im Vorfeld der Partie: „Aber Du musst es Dir zutrauen!“ Der Kommentator spricht von 6-10.000 Unionern im Bernabeu, von „bombastisches Madrid gegen bodenständiges Union.“ Nette Folklore, aber es seien noch Hunderte unserer Auswärtsfahrer noch nicht ins Stadion gelassen worden.

Kurz nach Anpfiff die erste Gelbe für uns. Taktisches Foul fernab echter Gefahr – wie auch immer, das war ein Zeichen, kein Gutes für uns. Real greift an – Rønnow! Attacke Union, der Keeper hat ihn. Wieder Real, der Abschluss dicht nebens Tor, aber Mist, die Flanke kam an! Gut, das wird sich gerade heute nicht stetig verhindern lassen. Angriff Union, Gegenzug Real, Ecke. Die klären wir zur nächsten Ecke, sah schon wieder gefährlich aus. „Eisern Union!“, vernehme ich laut und deutlich die Unseren.

Bannerverbote und erste Attacken

Weitere Angriffe der Heimmannschaft, immer wieder von den Unseren abgewehrt. „Union, Union!“, höre ich, obgleich unsere Ultras nach wie vor aus Protest streiken sollen. Ein Doppelhalter und mehrere Blockfahnen durften nicht mit rein, später schreiben dafür bekannte Medien von „gewaltverherrlichenden Bannern“. Derweil kegelt sich Real vor unser Tor, doch das hütet ein dänischer Nationalkeeper, danke Freddy!

„Wir singen Rot, wir singen Weiß…“ – „Wir singen Rot-Weiß FCU!“, stimmen wir mit ein, während Unsere sich mal nach vorn wagen – schade, Gosens kam nicht ran. Freistoß Real für ein „Foul“ ohne Kontakt, dafür aus bester Position! Zum Glück satt drüber, das wäre ein klares Schiri-Geschenk gewesen. Minute 25: „Eisern!“ „Union!“ erschallt es nun deutlich lauter als bis dato. Sind jetzt doch alle drin?, hoffe ich – vergeblich. Jetzt aber: Union tankt sich vors Tor, gar ein Fallrückzieher, bis auf den Abschluss steile Aktion!

Trotz alledem: Union stabil!

Der nächste Madrilene liegt darnieder. „Das machen sie wirklich gut!“, hatte Ranis Bruder Sami anfangs erklärt, „sich immer wieder fallenlassen!“ Hatte er das so gemeint? Natürlich Freistoß, natürlich weit drüber. Ohne ganz große Not schenken wir denen eine weitere Ecke, wer will unseren Spielern die Aufregung verdenken? Das Spiel verflacht, wollen sie uns einschläfern? Oder gar wir die? Sie nageln uns in der eigenen Hälfte fest, holen Ecke auf Ecke, zumeist jedoch ohne wirkliche Gefahr.

Rüdes Foul eines Weißen, der Schiri zückt Gelb. Hätten wir hier Rot gesehen? Endlich wieder unser Schlachtruf, und Union über rechts – schade, zu zögerlich zu Ende gespielt, was sich vor einem Fernseher leicht dahinsagt. Sami wirft ein, dass uns mit seinem Bruder und Robin Knoche eine wichtige Achse fehlt – dafür machen sie es wie ich finde wirklich gut. Und Bonucci ackert stabil in der Innenverteidigung. Von den Rängen unser Mantra, die 1. Halbzeit ist herum: 14:3 Torschüsse bei 73% Ballbesitz Real – Union stabil, lautet mein Fazit!

Laues Heimpublikum, aufm Platz aber wird’s heißer

Weiter geht’s, Attacke der Unseren – immerhin Außennetz, aufm Fuße gefolgt von: „Union, Union!“ Schon wieder wir, Laïdouni gegen zwei, der dritte ist einer zu viel. Gegenangriff Real, Freddy rettet spektakulär, beim zweiten Ball assistiert ihm der Pfosten, der dritte Schuss geht weit vorbei, aufatmen! Real will es jetzt weit heftiger als in Hälfte 1, aber stetig rettet unser Keeper oder seine Vorderleute. Endlich mal wieder wir, Becker auf rechts, wird leider weggegrätscht, „Eisern Union!“

Jetzt bringen unsere Auswärtsfahrer gar das rhythmisch anspruchsvolle „F-C-U-Fußballclub Union Berlin!“ Rüdiger gegen Becker, der legt sich auf den Ball, ersterer geht ihn dafür rüde an, hätte unser Mann womöglich nicht gedurft. „Auf die Fresse!“, die passende Antwort von den Rängen. Ist das hier doch ein Heimspiel? Dann fast das Tor für Real, doch Frederik Rønnow mal wieder gerade noch dran, faustet den Ball in höchster Not an den Pfosten, den zweiten Ball fängt er sicher.

Irre spät, aber dann doch …

Jedem Unioner Angriff folgt der weit gefährlichere Gegenangriff. Ja verdammt, die sind tatsächlich besser als wir – die Murmel kriegen sie dennoch nicht über unsere Torlinie. Einer, der immer wieder eben dafür sorgte, heißt Leonardo Bonucci – es wird seine Gründe haben, dass Urs ihn in Minute 80 ersetzt, mir schwante dennoch nichts Gutes. Zuvor aber „Dem Morgengrauen entgegen“, und weiter verpuffen die Angriffe des Primus.

Ein Realer lässt sich fallen, der Schiri lässt ihn unbehelligt liegen, Unsere greifen an, kommen fast vors Tor. Beim nächsten Gegenangriff wollen die Superstars einen Hand-Elfmeter, nix da! „Kämpfen und siegen!“, das wäre jetzt echt DER Hammer. Schon beginnt die Nachspielzeit – 5 Minuten! Die ziehen sich wie Kaugummi, und doch haben wir fast deren Ende erreicht. Freistoß Real, Jaeckel klärt zur Ecke. Die kommt rein, Gestocher im Strafraum – da ist es passiert.

Stolz und Wut

Verdammt bitter ist es, derart kurz vor Schluss derart abgefangen zu werden – und doch überwiegt von der ersten Sekunde an mein Stolz auf diese Leistung auf Platz und Rängen. 32:4 Torschüsse und auch der Spielverlauf verraten: Das hätte hier auch so kommen können, wie es uns so mancher genüsslich voraussagte! Ich verstehe jeden normalen Fußball-Freund, dem Unions Spielweise nicht behagt – und der sich gerade gestern, sich dabei an den Kopf fassend, fragte: „Warum feiert ihr dennoch euer Team!?

Weil wir stolz wie Bolle sind, dass wir nach Jahren harter Arbeit bei „die Größten, die Besten“ mitspielen. Weil wir es geil finden, dass unsere Mannschaft kämpfte und ackerte und es ihr nicht übelnehmen, wenn der Gegner besser ist – weil wir Unioner sind! Wir unter uns können uns gern darüber streiten, ob es richtig war, dass unsere Ultras nach Einlass-Schikanen nebst plötzlichem Fahnenverbot in den Streik gingen.

Großer Name, dilettantisch brutal

Nicht wegzudiskutieren ist aus meiner Sicht das leider immer wieder von prominenten Hausherren praktizierte Unding, zum Anpfiff mehreren Hundert Gästefans den Stadionzutritt zu versauern, hier gar gänzlich zu versauen. Auch, dass die Polizei den womöglich beabsichtigen Dilettantismus am Einlass schließlich mit „Amtsgewalt nach Vorschrift“ komplettierte, ist offenbar eine längst normale Begleiterscheinung des modernen Hochglanz-Fussis. Vielen Dank an alle Eisernen, die bei diesem miesen Spiel Ruhe und Besonnenheit bewahrten.

Ich kenne es aus eigener Erfahrung, wie es sich anfühlt, vor einem dieser Event-Tempel einerseits mit 0815-Werbung beballert und andererseits am Betreten desselben gehindert zu werden. In dieser Beziehung: Danke für nichts, Real & Police! Was mir bleibt, ist der Stolz auf Kampf wie Einsatz unserer Mannschaft wie derer, die sie im „Madrider Oly“ mit aller Kraft unterstützten. Dazu kommt der Wunsch, dass sich unsere Fußballgötter samt Stab immer wieder die ersten gut 93 Spielminuten dieses Abends vor Augen führen, um beim nächsten Mal den oder die Punkte zu ergattern.

Ausm Gästeblock nach vorn geblickt

Wie auch immer, wir werden sie bei alledem weiterhin so unterstützen, wie wir es vor jedem Heimspiel lautstark bekunden: „Doch die Mannschaft weiß, dass wir hinter ihr stehn, und wer dit nich kapiert…!“, der soll sich von mir aus freuen, dass er nicht vom Eisernen Virus befallen ist. Mir imponierte, wie beherzt die Unioner aufm Platz ackerten. Aller Anfang ist schwer, und Augenpaare wie Mienen etlicher Real-Stars verrieten mir, wie glücklich sie sich schätzten, dass sie am Ende dann doch gegen diesen 1. FCU gewannen.

„Haben wir das also auch einmal erlebt!“, berichtet Freund & Allesfahrer Christoph vom Ort des Geschehens. „Wobei die Begleiterscheinungen im Gästeblock mein Vergnügen ziemlich trübten. Hier hat der Zuschauer vor allem eins zu sein: Konsument. Für Fans, erst recht für Gästefans wird Fußball hier nicht gespielt. Ansonsten war es dein ziemlich starker und mutiger Auftritt. Die Leblosigkeit des Heimpublikums wird mir als Mahnung in Erinnerung bleiben. Reals Ehrenrunde am Schluss, vor halbleeren Rängen: Hoffentlich bleiben uns Wachstumsschmerzen dieser Art erspart.“ In diesem Sinne: Eisern Union!

Vielen Dank an unseren Literaten. Bleiben nun noch ein paar wenige Fotos:

Spieltag 4 führte uns nach Wolfsburg

LOGBUCHEINTRAG 2023-09-16

Es gibt halt so Spiele, die eigentlich den Adrenalinspiegel nicht wirklich in die Höhe treiben. Und so ging es unserer Crew am heutigen Spieltag. Auswärts in Wolfsburg. Als sich ein kleiner Schlendrian in den Köpfen der Marines Einzug festsetzen wollte, mahnte unser KaLeu zur absoluten Vorsicht und befahl unmissverständlich, den Tagesbefehl zu studieren und dann auch entsprechend umzusetzen. Besagter Tagesbefehl sah dann wie folgt aus:

Nun zum Spielverlauf. Wie anfangs erwähnt, bereits vor dem Spiel stand fest, dass es NOTWENDIGES ÜBEL werden würde: Und so kam es dann auch. Daher heute nur ein Rückblick im Tickerstandard:

  • Schiedsrichter der Partie Dr. Felix Brych
  • Anstoß 1530
  • Fazit nach 10 Minuten: Unsere Matrosen waren voll dabei. Sie ließen die Wölfe nicht zur Entfaltung kommen.
  • Doch dann Minute 12: 1:0 für die Gastgeber nach einem kapitalen Schnitzer im Mittelfeld.
  • Nach 20 Minuten mussten wir leider feststellen, dass das Tor für unser Spiel alles andere als produktiv war.
  • Minute 28: TOOOOOR für unsere Matrosen. RobbyG köpfte das so wichtige und viel umjubelte 1:1!
  • Der grenzenlose Jubel erstarrte nur zwei Minuten später. Die Wolfsburger gingen wieder in Führung. Verdammt.
  • Unsere Mannen wurden nun „giftiger“. Zunächst RobinG, auf Aissa. Sein Abschluss jedoch ging über das Tor.
  • Minute 40: Trimmis Freistoß von links segelte mit Zug zum Tor in den Wolfsburger Strafraum, wurde von Wolfsburg aber erst einmal geklärt – final aber nicht! So kam Aissa rechts im Strafraum mit Anlauf noch zum Abschluss, donnerte die Kugel aber deutlich rechts neben den Kasten.
  • Ja und dann war auch schon Halbzeit.
  • Weiter um 1634
  • Unser Admiral schien in der Kabine die richtigen Worte gefunden zu haben. Es gab sofort nur eine Richtung: Das Tor der Gastgeber.
  • Minute 50: David kam nach Beeres Verlängerung links am Strafraum nicht zum Abschluss und musste nach rechts abspielen. Dort blieb Aissa mit seinem Flankenversuch hängen, Trimmi schlug den Ball im Anschluss an den zweiten Pfosten, wo David zwei Schritte zu spät kam. Fuck…
  • Doppelwechsel nach 61 Minuten: Danke an Aissa und David für ihren aufopferungsvollen Einsatz!! Für sie kamen Lucas (Tousart) und Sherry.
  • Nach weitern 10 Minuten abermals ein Doppelwechsel: Josip für Trimmi und Brenden für Janik.
  • Minute 85: Letzter Wechsel. Für RobinK kam Mikkel.
  • Und dann eine Minute später: Die dickste Chance des zweiten Durchgangs! Sherry köpfte eine Flanke von links kurz hinter Arnold knapp neben den Kasten.
  • Nach 7 Minuten Nachspielzeit war es dann gegessen. Abpfiff, abhaken und auf Mittwoch vorbereiten!!!

Am kommenden Mittwoch spielen unsere Matrosen in Madrid, ja, bei REAL. Champions-League Spieltag 1!!!! Ohje, was für ein Traum… Wir werden natürlich berichten und unser LOGBUCH laufend haltend.

EISERN UNION

Spieltag 3 – zu Hause gegen Büchsenbrause Salzburg

LOGBUCHEINTRAG 2023-09-03

Der heutige Tag begann bereits 0600 mit dem schriftlichen Tagesbefehl von KaLeu Heller. Diesem war absolut nichts hinzuzufügen und sah dann wie folgt aus:

Also unsere Marines hoch motiviert. Jeder auf seinem ihm zugeteilten Posten. Unser heutiger Gegner verdient es wirklich nicht, dass wir ihm hier noch irgendeine schriftliche Zeile widmen. Daher nun gleich zum Spielverlauf:
Auch beim heutigen zweiten Saisonheimspiel verloren wir die Platzwahl. Der Kapitän der Blechbüchsen zeigte an, dass wir abermals in Richtung Waldseite anstoßen werden. So geschah es dann auch um exakt 1730. Schiedsrichter war Daniel Schlager. Gleich zeigte unser Stürmer David sein Engagement und ging mit einem gegnerischen Abwehrspieler in den Zweikampf. Schiedsrichter Schlager entschied natürlich auf Stürmerfoul. Nun ja… Alarmsignal jedoch für unsere Mannschaft. Mit Volldampf voraus! In Minute 8 wurde RobbyG an der Außenlinie sowas von umgegrätscht. Nun darf geraten werden, was der Schieri entschied. Richtig, sehr fairer Zweikampf und nix Freistoß. Spätestens da war klar, dass wir heute mal wieder nicht mit einer unparteiischen Hilfeleistung rechnen durften. Bis zur Minute 12 hatten wir Ball und Gegner weites gehend unter Kontrolle. Aber eine echte Torchance ergab sich leider auch nicht. Doch das änderte sich schlagartig in Minute 13: Alex mit einem traumhaften Schlenzer genau in den Lauf von Volle. Der sprintete wuchtvoll heran. Konnte aber all die Power nicht ausreichend hinter den Ball bringen, so dass der Gästekeeper recht entspannt klären konnte. Schade, da war mehr drin. Wir nun aber angekommen in der Partie. Doch auch die Markranstädter Bullen schickten sich an, hier nicht kampflos unterzugehen. So entwickelte sich eine ganz ansehnliche Partie, ohne aber wirkliche Torraumszenen. GELB für Alex nach 27 Minuten. „Taktisches Foul“ hieß es. Und bis zur Pause passierte vor den Toren auch nicht wirklich viel. Es fehlte beiden Teams an der nötigen Präzision. Somit ertönte um 1816 der Pausenpfiff.
Weiter dann um 1834. Nach nur sechs gespielten Minuten dann die erste bittere Pille: Mit einem Traumtor (das muss man als Fußballästhet durchaus anerkennen) hämmerte ein Spieler der Gäste die Kugel unhaltbar in unser Tor. Keine Chance für Freddy. Verdammt, das war echt bitter. In Minute 52 stieg ein Abwehrspieler der Sachsenköppe unserem Volle aber so was von auf die Socken. Da sahen andere Spieler schon mal mehr als nur GELB. Aber heute gab es lediglich eine kurze Ermahnung. Nach 61 Minuten der erste Wechsel: Bene für David. Drei Minuten später kam Volle etwas zu spät in einen Zweikampf. Der Bullenspieler bekam plötzlich Flügel und versank auf dem Köpenicker Rasen. Es schien, als würde er jeden Moment sterben. Dies nahm Schiedsrichter Schlager zum Anlass und zeigte Volle glatt ROT. Aber potzblitz, die sächsischen Schwingen erholten sich wie von Zauberhand und Herrn Simakan ging es schlagartig besser. Sein vorgetäuschtes Humpeln erzürnte nicht nur unsere Marines. Auch unsere treuen 20000 Fans im Stadion bedachten ihn fortan mit Unmutsäußerungen. Was sei denn nun zu tun? Eine Frage, die sich nicht nur Admiral Fischer stellte. Auch KaLeu Heller befahl nun endlich den ersten Rum. Doppelwechsel nach 71 Minuten: Janik kam für Aissa und für Josip betrat Trimmi den Rasen. In der 81. Minute DoppelGELB. Natürlich gegen uns! Erst RobbyG, dann auch noch Janik nach einer „Rudelbildung“. Warum die Bullen unverschont davonkamen, das weiß nur der DFB. In der 85. Minute fiel dann das 0:2. Admiral Fischer sah aber absolut keinen Grund, die weiße Fahne zu schwenken. Gleich noch einmal ein Doppelwechsel: Jerome für Beere und Mikkel für RobbyG. Aber es änderte nichts mehr. Nur eine Minute später machten die Bullen den Deckel drauf. 0:3. Das war es dann. Abpfiff.
Fazit: Wir haben nach einer Serie von 22 Heimsiegen heute eine bittere Niederlage erlitten. Unsere brutale Stärke, das eiskalte Nutzen von Torchancen, praktizierten die Nordsalzburger heute. So richtige Torchancen konnten sich unsere Matrosen leider über die gesamte Spielzeit nicht erarbeiten.
Und noch eine persönliche Anmerkung: Ich habe letztens eine 5-teilige Doku über unsere Eliteschiedsrichter gesehen. Sie verrichten einen unglaublich schwierigen Job!!! Aber GELB im Darmstadtspiel wegen „Ballwegschlagens“… Heute GLATT ROT für ein Allerweltsfoul im Mittelfeld nach dem der sterbende Brauseheini einfach weitermachen kann. Puh, wahrscheinlich klingt das hier alles nach schlechten Verlierern. Und wahrscheinlich stimmt das auch. Denn eine Niederlage gegen „DIE DA“* schmerzt doppelt und dreifach! „
* „ANMERKUNG: DER BEGRIFF DIE DA STAMMT AUS DER FEDER VOM SEEKADETT NUSSIMANN UND WURDE IN IRGENDEINEM DER SOZIALEN NETZWERKE SEINERSEITS VERBREITET!!!
Gut, Mund abputzen, das spielfreie Wochenende nutzen für Familie, Krafttanken und GETRÄNKENACHLACHLADUNG. Nach der Länderspielpause geht es am 16.09.2023 in Golfsburg weiter. Anstoß ist um 1530. Und nur 3 Tage später dann im Santiago Bernabeu… Die Aufgaben werden nicht leichter!
Abschließend noch ein paar Fotodokumentationen, beginnend in der Garage vom Leutnant, weiter mit Birgut auf der MEERZEIT, der KaLeu bei der Anreise, Impressionen aus dem Stadion und Frustbewältigung im COE2.0.

Spieltag 2 – auswärts beim Aufsteiger aus Darmstadt

LOGBUCHEINTRAG 2023-08-26

Nach dem fulminanten Auftaktsieg am letzten Samstag gegen Mainz 05 war das Hauptaugenmerk der letzten Tage ganz klar definiert: In erster Linie Regeneration, Auffüllen der Getränkevorräte und vor allem aber wieder für die Spieltage den richtigen Rhythmus zu finden. Eine der größten Herausforderungen. Denn was zum Ende der vergangenen Saison problemlos funktionierte, geriet in den verdienten Urlauben ein wenig in Vergessenheit. Besonders gefordert war dabei unser KaLeu, da er ja bekanntlich immer ein feines Näschen für die punktgenaue Zeitpunktwahl für die entsprechenden Vor-, Zwischen-, Nachtor-Rums/Whiskys beweisen konnte. Doch hatte er sein Gespür wiedererlangt? Bedurfte es überhaupt heute unserer alkoholischen Unterstützung? Bevor es einen kleinen Rückblick auf das Spiel in Darmstadt gibt, brandaktuell der heutige Tagesbefehl vom KaLeu. Herausgegeben am 26.08.2023 punkt 0540:

Ja, zugegeben, 0540 ist schon mal ne Hausnummer! So mancher Marine war noch gar nicht so recht gefechtsbereit! Und der Tagesbefehl war ja doch wieder einmal leicht verschlüsselt. Konkrete Einsatzorte wurden bewusst verschwiegen! Jedoch verschlüsselt über digitale Wege versendet, die hier natürlich nicht verraten werden dürfen! Der Klassenfeind lauert schließlich überall…
So weit, so gut. Nun wie bereits angekündigt zum Spiel. Anstoß im Darmstädter Merck-Stadion am Böllenfalltor exakt 1530. Schiedsrichter der heutigen Partie war Patrick Ittrich. Der Gästefanblock natürlich ausverkauft. „Auf geht´s Union KÄMPFEN UND SIEGEN“ schallte es durch Hessens „Metropole“. Und unsere Mannen schalteten gleich wieder den Turbo ein! Zu erwähnen sei, dass RobbyG sein Startelfdebüt in unserem Trikot gab. Und es dauerte keine vier Zeigerumdrehungen, da war er schon im siebtem Himmel: Eine Kopfballverlängerung von Aissa nahm er sensationell mit, setzte sich vorm Strafraum dann robust durch, schlug einen Haken und schoss die Kugel aus rund 18 Metern durch die Beine von Klarer. Der stramme Schuss explodierte förmlich flach im linken Toreck, Schuhen absolut machtlos. Ja wieder eine sehr frühe Führung. Das ließ unsere Crew ein wenig zur Entspannung gleiten. Unsere Marines waren dann aber in Minute 5 sowas von hellwach! Der Hamburger Schiedsrichter gab GELB wegen Ballwegschlagens gegen Brendon. Also mal ganz ehrlich, wenn ditt ne JELBE war… Durchatmen. Bier nachtanken. War das wieder aufregend!! Das Spiel nun ausgeglichen. Ohne große Chancen. In Minute 17 dann aber allgemeine Schnappatmung: Beere stieg nach einer Ecke am höchsten. Sein Kopfball jedoch ging über die Querlatte. Dann Minute 21: Brendon sah GELB-ROT. Hui… Und nur drei Minuten später schepperte es in unserem Gehäuse. Verflixt, bescheuerter Ausgleich. Obendrein dann noch über 70 Minuten in Unterzahl. Na das konnte ja heiter werden… Admiral Fischer sah auch schon den richtigen Zeitpunkt für einen strategischen Spielerwechsel: Für Wesley kam Sherry. Wir hoffen nur, dass es wirklich nur ein strategischer Feldzug vom Admiral war, oder aber ob Wesley tatsächlich verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste. Aber auch unser KaLeu sah sich nun endlich gemüßigt, einen Vor-Tor-Rum zu befehlen. Die Crew nahm diesen dankend an und siehe da!!!! Nach all den Aufregungen der Anfangsphase die Minute 34: Nach Josips Freistoß von rechts stand RobbyG im Strafraum völlig frei und bedankte sich für das Geschenk, aus gut 8 Metern köpfte er entschlossen links unten ein. Wir waren wieder da! Ja und wie! Die befohlenen Nacht-Tor-Rumse waren noch gar nicht die durstigen Kehlen heruntergeflossen, da köpfte Beere das 1:3! Ja weil steil war das denn bitte sehr??? Tor number four für unseren Fußballgott. Zum Glück für unsere Marines war nach 4 Minuten Nachspielzeit die erste Halbzeit um 1619 beendet. Ja was für eine erste Halbzeit! Aber wir führten trotz Platzverweis mit 3:1.
Weiter ging es dann um 1636. Und abermals ein fulminanter Beginn unserer Mannschaft: Das Aluminium zitterte in Minute 46! Josips Hereingabe von links ging auf den ersten Pfosten, Diogo setzte sich durch und köpfte aus vier Metern auf das Tor. Ein Spieler der Gastgeber fälschte noch ab und so ging die Kugel an den Pfosten. Die Lilien hatten bei dieser Szene aber so was von Massel!!! Das Spiel beruhigte sich nun wieder. Auch unsere Marines sahen keinen zwingenden Grund, irgendetwas an ihrer bisherigen Strategie zu verändern. Unser Admiral jedoch setzte ein deutliches Zeichen: Minute 64: Dreierwechsel. Jordan für Beere. KevinV für Sherry. Und Aljosha für Aissa. Nur eine Minute später. Ecke Union. Josips Hereingabe versenkte Danilho per Kopf. Ja wie verrückt. 35 Minuten vor dem Ende führten wir sage und schreibe 4:1! Scheinbar war durch diesen Treffer den Gastgebern der Zahn gezogen. Es gab kaum noch wütende Angriffe auf unser Tor. In der 84. Minute gönnte Admiral Fischer dem Matrosen Gosens den verdienten Abgang! Unter standing ovations durfte er unter die Dusche. Auch die 5-minütige Nachspielzeit brachte unsere Mannschaft in keine ernste Gefahr. Als Schiedsrichter Ittrich um 1721 abpfiff waren wir Tabellenführer. Unglaublich.!!!! Danke von unserer Marinebasis an unsere Mannschaft, an alle, die vor Ort ALLES gegeben haben!
Am kommenden Sonntag nimmt der Wahnsinn seinen Lauf! Um 1730 empfangen wir die Salzburger Nordsachsen. Wir sind dann natürlich wieder dabei!
EISERN UNION

Ein Heimspiel zum Auftakt für unsere inzwischen 5. Bundesliga-Saison

LOGBUCHEINTRAG 2023-08-20

Herrschaftszeiten, war ditt ne lange Zeit ohne unsere Fußballgötter! Unsere Marines konnten den heutigen Tag kaum erwarten. Die Gedanken kreisten immer wieder um den heutigen Tag. Diverse See- und Landurlaube (Graal-Müritz, Bornholm, MeerZeit, Oberallgäu…) dienten lediglich der Ablenkung. Natürlich auch, um frische Kräfte zu tanken. Die Saison wird schwer und hart genug! Wir werden abermals alles geben müssen, um unsere vom KaLeu befohlenen Ziele zu erreichen. Jedenfalls begann der heutige Tag bereits gestern um 1935 mit der Herausgabe des inzwischen 30-sten (!!!!!!!) Tagesbefehles des Kalenderjahres durch KaLeu Heller:

An dieser Stelle könnte alles aufgezählt werden, was in den letzten Monaten so alles passierte. Aber das würde mit Sicherheit den Rahmen sprengen. Daher nur 2 gewaltige Neuigkeiten:
– Mit Robin Gosens und Kevin Volland wurden kurz vor Saisonstart namhafte Spieler verpflichtet.
– Admiral Fischer wurde von den deutschen Sportjournalisten zum Trainer des Jahres gewählt!
So, nun konnte es aber endlich losgehen, 1530: Ein erster kleinerer Dämpfer unserer Euphorie: Capt´n Trimmi verlor die Seitenwahl gegen den Mainzer Keeper Zentner. Wir also zunächst auf die Waldseite. UND WIE!!!! Volle Attacke. Brenden und Jerome im Zusammenspiel, Ablage mit der Hacke von Brenden, Jerome flankte butterweich auf den Schädel von Kevin. Unhaltbar schlug sein Kopfball im langen Eck der Gäste ein. Tja Herr Zentner, Pech gehabt mit der Platzwahl… Gespielt gerade 52 Sekunden. So könnte es weitergehen. Tat es auch. Zunächst ein munterer Auftakt beider Teams. Sie schenkten sich nichts. Aber große Chancen taten sich nicht auf. Dann Spielminute 9: Mit vielen Kurzpässen kam unsere Mannschaft tief in des Gegners Hälfte. Aissa hatte dann alle Zeit der Welt zum Flanken. Der Ball punktgenau auf Kevin´s Stirn. Und wieder zappelte die Murmel im Netz! Unser Wohnzimmer verwandelte sich immer mehr in das altbekannte Tollhaus! Und Kevin war anzumerken, dass er bis unter die Haarspitzen motiviert war! Nach 11 Minute kassierte er blöderweise GELB. Das Spiel aber ging turbulent weiter. Beide Mannschaften versuchten es mit zahlreichen Flanken. Aber die Abwehrbollwerke hielten stand, oder aber die Torhüter waren zur Stelle. Dann wurden 5 Minuten Nachspielzeit angezeigt. Und in der 45+2. Minute beinahe das 3:0. Zunächst versuchten sich Jerome und Trimmi mit Flanken. Die Mainzer konnten nicht entscheidend klären und so kam der Ball zu Diogo. Der zog links im Strafraum volle Kanone ab. Aber Zentner ließ sich nicht überraschen und segelte quer durch die Köpenicker Waldluft. Er klärte das Geschoss zur Ecke, die dann aber keine Gefahr erzeugen konnte. Halbzeit.
Weiter dann um 1638. Die zweite Halbzeit begann dann nicht ganz so fulminant. Unser Admiral sah noch keinen Grund, irgendwelche Personaländerungen vorzunehmen. Die erste aufregende Situation in Minute 61: Der gerade eingewechselte Mainzer Gruda sank im Strafraum zu Boden. Schiedsrichter Stieler entschied sofort auf Strafstoß. Ajorque lief an. Freddy hechtete nach links und hatte das Spielgerät fest in seinen Händen! Jawollo! SUPERFREDDY!!!! Anschlusstor vereitelt. Doch es dauerte nicht lange, da war es dann doch geschehen: Trimmi köpfte eine Mainzer Flanke hinter sich. Da stand aber dummerweise Caci, der mit unhaltbarem Rechtsschuss den Ball volley nahm. Zugegeben, ein sehenswerter Treffer. Leider auf der falschen Seite. Dann die ersten Wechsel in unserer Mannschaft: Für Wesley kam Sherry und für Jerome Robin. Dank an unsere beiden Spieler. Gespielt waren 66 Minuten und vom Ergebnis nun alles wieder offen. Das dachte sich Sherry offenbar auch. Aissa schickte ihn auf der rechten Außenbahn. Ein kurzer Blick, gefühlvolle Flanke auf… Na logo, auf den Kopf von Beere! Zum Glück hatte er seine Haare streng nach hinten gekämmt, so dass er abermals zum Kopfball ansetzen konnte. Zentner wieder geschlagen. 3:1 nach 70 Minuten. Aber würde das reichen?
Die Mainzer dachten nicht im Traum daran und wollten partout nicht aufgeben. Ajorque (der mit dem verschossenen Elfer) köpfte in Minute 74 den Ball gegen die Latte. War sauknapp!!! Admiral Fischer mit dem nächsten Wechsel: Brenden (ganz starker Auftritt!) verließ den Rasen, für ihn kam Milos. Union nahm nun etwas das Tempo raus, suchte aber immer wieder Sherry. Die Gäste gaben aber einfach immer noch nicht auf. Und so kam es, wie es kommen musste: Minute 87. Videobeweis! Entscheidung: Handelfmeter für die Nullfünfer. Danke an Herrn Welz, VAR. Er hätte auch durchaus auf Stürmerfoul entscheiden können. Aber nee. Wir alle rieben uns etwas verdutzt die Augen, als sich abermals Ajorque das Leder schnappte und anlief. Unser Freddy eiskalt wie eine Hundeschnauze. Tauchte diesmal nach rechts und hatte den Ball wieder sicher unter sich begraben. Was für ein Teufelskerl!!! Damit sicherte er den Vorsprung. Nur eine Minute später der nächste Doppelwechsel: Aljoscha für Aissa (genauso stark wie letzte Saison) und Kevin für Beere (Dreierpack, mehr braucht hier nicht geschrieben zu werden). Die Nachspielzeit wurde mit 5 Minuten angezeigt. Nochmal zittern? Nö, in der 96. Minute war es dann der eingewechselte Milos, der Zentner umkurvte und dann zum entscheidenden 4:1 einschob. Deckel drauf, Abpfiff. Grenzenloser Jubel unserer Helden. Aber auch unsere Marines zeigten sich erleichtert. Das entschuldigte Fehlen von Seekadett Nussmann (VKU, genehmigt vom Spieß, abgesegnet vom KaLeu) konnten die restlichen Marines in vorbildlicher Art und Weise kompensieren!
Fazit: Am Ende ein verdienter Sieg. Vielleicht n Tacken zu hoch. Aber wer fragt schon danach? Die Mainzer ergaben sich in keiner Phase des Spieles. Jedoch verschossen sie zwei Elfmeter. Das ist auch nicht alltäglich.
Eigentlich tun wir es nicht. Aber heute müssen zwei Spieler ganz klar hervorgehoben werden: Unser Keeper Freddy. Hielt besagte Elfer und war ein ganz sicherer Rückhalt! Er schaffte es damit in die kicker-Elf des Tages. Dies wiederum gelang auch Beere. Ja und mit gleich drei Treffern war er sowieso der Matchwinner.
Nun gilt es regenerieren und auf das schwierige Auswärtsspiel in Darmstadt vorbereiten. Auch bei unseren Marines müssen sich die Automatismen erst wieder einspielen. Anstoß ist am Samstag (26.08.2023) um 1530.
Hier noch ein paar fotographische Erinnerungen: