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Derbytime im Olympiastadion

LOGBUCHEINTRAG 2023-01-28

Puh, was war das für ein Auftakt in das Jahr 2023? Hoffenheim 3:1 besiegt, in Bremen mit einem 2:1 Auswärtssieg weitere 3 Punkte eingefahren. Beide Spiele nach einem 0:1- Rückstand mit einer sensationellen Leistung gedreht. Und da das Bremenspiel die Hinrunde zum Abschluss brachte, können wir uns nicht ganz zu unrecht auf die Schultern klopfen und den derzeitigen Tabellenplatz 2 als Momentaufnahme genießen. Auch wenn die blöden brausesaufenden Sachsenköppe gestern temporär an uns vorbeizogen. Genug in den kurzen Erinnerungen geschwelgt. Heute nun war Derbytime! Im Olympiastadion in Charlottenburg galt es für unsere Mannschaft, die Siegesserie (4 Siege in Folge) gegen die „ALTE DAME“ fortzusetzen. Ich bin ganz ehrlich, bereits nach Veröffentlichung des Berichtes von der Weser begannen erste Anzeichen von Nervosität! Diese übertrug sich scheinbar auch auf unseren Kaleu, der völlig ungewohnt bereits gestern am späten Abend folgenden Tagesbefehl bekanntgab:

Wie immer deutlich, kämpferisch und sportlich fair! Was aber auffiel, bis auf die Illerschleife wurden keine Einsatzorte unserer Marines verraten! Absolute Geheimhaltung. Das jedoch änderte sich im Laufe des Vormittags: Zunächst Videokonferenz zwischen Kaleu (zusammen mit Obermaat Marian) und mir. Feinjustierung des Tagesbefehls, kurze Kritik an der Anzugsordnung eines Marines (kein Name-Datenschutz), Frage, ob Kaffee und Marmeladenbrötchen wirklich als Grundlage für eine solide Spielvorbereitung dienen (Oder doch eher „KÄFERS“ Pinot Grigio?). Und so weiter und so fort. In weiteren Telefonkonferenzen stellte sich alsbald heraus, dass Seekadett Nussmann ins tiefste Erzgebirge „delegiert“ wurde. Ach du meine Nase, was hatte er denn angestellt? Oder witterte der Kaleu extreme Feindbewegungen aus der südlichen Richtung? Denn auch Maat Christian wurde ca. 400km südlich eingeteilt. Als familiärer Skiausflug im Fichtelgebirge sollte er mögliche Feindbewegungen eruieren. Leutnant Seku an der Iller, Seekadett Nussi im Erzgebirge. Kaleu Christian mit Obermaat Marian in Zeuthen. Maat Christian in der Oberpfalz… Irgendwie auffallend sehr „südlastig“ unsere heutige Ausrichtung. Aber halt, so ganz stimmte das auch nicht. Denn Smutje Maat Stephan war im Marinehaus eingeteilt. Etwaige blau-weiße „Feinde“ zunächst in Sicherheit wiegen, um dann gnadenlos zuzuschlagen. Bliebe noch Maat Tilo. Ihm allein war es heute vorbehalten, in der potthässlichen Charlottenburg-Schüssel unsere Mannschaft nach Leibeskräften anzufeuern und die gebündelten Meldungen von Iller, Erzgebirge, Fichtelgebirge, Zeuthen, Berlin-Mitte, zu verarbeiten und unserem Flottenadmiral mitzuteilen. Eine immens wichtige Aufgabe, die ihm da zuteil wurde. Und er schien seine besondere Aufgabe auch besonders ernst zu nehmen. Denn bereits um 0800 war er uniformiert. Hier nun ein paar Fotos zur Beweissicherung des bisher Geschriebenen:

Nun, soweit, so gut! Unsere Crew schien gut gerüstet für dieses wichtige Derby. Um 1530 pfiff Schiedsrichter Dr. Felix Brych die Partie an. Der Charlottenburger Gastgeber begann auch schon recht forsch. Bereits nach 2 Minuten ein kleiner Abstimmungsfehler in unserer Defensivabteilung. Die Herthaner rannten an und kamen an den Sechzehner. Serdars Heber für Boetius kam dann aber zum Glück nicht durch. Puh. Erster kleiner Aufreger. Die nächsten Spielminuten entwickelten sich zu einem typischen Derby: Viel Kampf, kaum Torchanchen. Aber wenn auch körperlich robust, war es dennoch in keinster Weise unfair! In den Minuten 18 und 19 war es jeweils Jerome, der Sherry suchte, aber beide Aktionen verpufften. Zu diesem Zeitpunkt immer wieder Union Gesänge von den Rängen. Und das, obwohl die Union-Ultras am Ostkreuz abgefangen worden sein sollen und keinen Zutritt in das Stadion hatten. Diese Info steht auf sehr wackligen Füßen. Insiderinfo von anwesenden Gesandten. Genaues weiß man nicht genau… Bis zur 30. Minuten schien Hertha etwas überlegener, aber so richtig zwingende Chancen gab es bis dato nicht.
In der 34. Minute dann doch etwas Gefahr: Die Hertha kombinierte sich über rechts fein nach vorne, nach Lukebakios Hacken-Ablage durfte Serdar aus 17 Metern schießen – knapp drüber. Unsere Jungs aber ehrlicherweise noch ohne echten Torabschluss. Bis zur Minute 39. Da geschah dies: Trimmi flankte einen weiteren Freistoß von rechts auf Danilho, der dann aber am Fünfmeterraum gegen Christensen das Nachsehen hatte. Weil der Schlussmann die Kugel jedoch nicht sicher halten konnte, musste Kempf zur Ecke klären. Es sah alles nach einem Unentschieden zur Halbzeit aus. Aber Pustekuchen: 45 Minuten waren absolviert, als Jerome an der Seitenlinie von Boetius gefoult wurde. Freistoß Trimmi. Butterweich weich wie eh und je. Danilho rauschte heran. Mit einer enormen Geschwindigkeit. Nur den Ball im Visier. Dieser suchte anscheinend auch einzig und allein die Stirn unseres Abwehrrecken. Als sich beide trafen war klar, der Ball kannte nur noch eine einzige Richtung: Die Maschen von Herthas Keeper Christensen. Dieses Tor war so was von wichtig. Zum absolut perfekten Zeitpunkt. Denn bis zum Pausen-RUM passierte nun nichts mehr. Halbzeit.
Weiter ging es um 1634. Admiral Fischer erachtete einen ersten Wechsel für notwendig. Natürlich in Absprache mit Maat Tilo! Paule durfte nun ran. Danke an Andras, der etwas unauffällig agierte, dennoch viele Bemühungen der Hertha vereiteln konnte. Wahrscheinlich war auch das seine vordergründige Aufgabe? Admiral Fischer wird schon gewusst haben warum. Mit zunehmendem Spielverlauf übernahmen unsere Matrosen zusehends die Kontrolle über das Spiel. GELBE KARTE für Rani in Minute 50. Die nächsten Minuten rannen nun dahin, ohne nennenswerte aufregende Szenen. Unsere Abwehr (beginnend im Mittelfeld, aber auch Kevin und Sherry wirbelten ohne Ende) machte ihre Sache sehr gut. Die Marines gaben in allen Teilen der Republik weiterhin natürlich alles. Hertha wechselte in Minute 61. Dies jedoch ohne wirkliche gravierende Wirkung. Das Spiel war zwar weiterhin intensiv, aber jederzeit fair! Und dann kam die 67. Spielminute. Rani leitete einen Konter ein. Seine Abwehraktion im eigenen Strafraum erreichte zunächst Janik. Mit vollem Einsatz bediente dieser Sherry, der aber mal so richtig Fahrt aufnahm. Und diese coole Socke behielt sowas von Übersicht. Legte quer auf Paule, der dann ganz easypeasy zum 0:2 einschieben konnte. Jubel-Trubel-Heiterkeit. Dachten wir. Denn Herr Dr. Brych bekam einen Hinweis aus dem Kölner Keller. War die Aktion von Rani vorher im Strafraum etwa ein Foul? Die Konsequenz wäre dann GELB-ROT für Rani und anschließend Elfmeter für Hertha. Obendrein das eventuelle 1:1. Verdammt knifflige Sekunden. Herr Brych bemühte den Fernseher. Zum Glück erkannte er sehr schnell, dass Rani erst den Ball gespielt hatte, bevor er Kempf am Fuß erwischte. Puh, bange Sekunden zwischen Hoffnung oder Ernüchterung. Also stand es nun 0:2. Eine Vorentscheidung? Zu spielen waren ja immerhin noch ca. 25 Minuten.
Doppelwechsel in Minute 69: Jordan für Kevin und Nico für Jerome. Die beiden waren platt. Kein Wunder bei dem Pensum. Danke an Kevin und Jerome. Auch der Gastgeber wechselte. In die Partie kam ein gewisser Herr Niederlechner. Dieser bewies schon in einigen Spielen, dass er sehr gerne gegen unsere Mannschaft trifft. Für die Hertha war diese Neuverpflichtung perspektivisch wahrscheinlich nicht die Schlechteste. Zurück zum Spiel. Nach 74 Minuten dicke Chance für die Charlottenburger. Plattenhardt bringt die Ecke scharf an den kurzen Pfosten, wo sich der Franzose in die Luft legte und per Kopf Freddy prüfte. Unser Keeper reagierte Klasse und fischte den Ball von der Linie. Zwei Minuten später der nächste Aufreger. Diesmal im Strafraum von Hertha. Nico´s Schuss wehrte Pekarik ganz klar mit der Hand ab. Für mich eine ganz klare Elfmetersituation. Der sky-Kommentator im Zwiespalt. Er war der Meinung, dass „… beide Kriterien“ erfüllt waren. Sehr seltsam. Entweder Hand, oder nicht Hand. Da gibt es für mich keine 2 Meinungen! Der Regel unkundig mussten wir uns schlussendlich auf das Urteil des Schiedsrichtergespannes verlassen. Und dieses entschied auf KEIN strafbares Handspiel. Gut, mit einem 2:0 im Rücken durchaus verschmerzbar.
In den Folgeminuten wurde Hertha immer offensiver. Unsere Mannen beschränkten sich auf die Verteidigung. Und so kam die ALTE DAME in der 83. Minute zu folgender Situation: Richter schoss aus der Distanz aufs Tor, sein Schuss wurde von Nico abgefälscht und so richtig gefährlich. Aber Freddy war zur Stelle und hechtete den Ball zur Ecke. Eine Minute später wechselte unser Admiral abermals: Svenne kam für Sherry. Also ein weiterer positionsgetreuer Wechsel. Hertha versuchte in der Folgezeit zwar einiges, aber so wirklich gefährlich wurde es nicht. Dann kam Genki für Janik. Wahnsinn, was er wieder gelaufen ist, gekämpft hat, … Paule kassierte dann in der 90. Minute noch den gelben Karton. Angezeigt wurden 4 Minuten Nachspielzeit. Ich brauche es hier gar nicht groß zu dramatisieren, unsere Götter überstanden diese Zeit sehr souverän und konnten erhobenen Hauptes vor und vor allem mit den eigenen Fans die Siegesfeier zelebrieren.
Fazit für das Logbuch: Das Jahr 2023 begann mit 3 Siegen in 3 Spielen. Besser geht es wohl nicht. Wir haben nun 36 Punkte. Von Bayernjägern Nummer 1 spricht in unserer Crew niemand. Da wird eher der Begriff des „STADTMEISTERS“ favorisiert… Auch Admiral Fischer bleibt sich treu. Noch 4 Punkte bis zum Klassenerhalt. Wir sind auf einem sehr-sehr-sehr guten Weg! EISERN

Auswärtsspiel und Sieg in Bremen

LOGBUCHEINTRAG 2021-01-25

Noch immer schwer beeindruckt und in Trance von den Geschehnissen des letzten Samstages galt es nun heute, den Fokus auf das Spiel in Bremen zu legen. Nach dem Sieg gegen die Hoffenheimer erkannte Admiral Fischer sehr wohl, dass erst „… nach der Halbzeit der Aha-Effekt“ einsetzte. Aber ein Fußballspiel beginnt ja normalerweise mit Minute 1, nicht erst in der 46. Minute. Welch Binsenweisheit… Aber ja, genauso ist es. Und ganz ehrlich, nach Halbzeit eins gegen die BSG Dietmar war unserer Crew klar, es muss sich was ändern! Das taten unsere Mannen dann auch und spielten eine unglaubliche zweite Halbzeit. Dank dieser enormen Leistungssteigerung stehen „WIR“ nun auf Platz 3 in der Tabelle. Mit 30 Punkten. Damit 15 Punkte für den Augsburgern. Also der Klassenerhalt ist nicht mehr unerreichbar. So viel zum Vorgeplänkel. Nun zum Tagesgeschäft:
Auch unter der Woche galt es für alle Marines „STRAMMSTEHEN„. Heute schon um 0800. Mit dem Tagesbefehl 02/2023 wurden unsere Marines abermals auf ein unheimlich wichtiges Auswärtsspiel instruiert. Dieser sah folgendermaßen aus:

Alles klar! Alles gesagt, alles geschrieben, alles befohlen! Wieder einmal ganz klare Befehle, die unsere Crew ereilten. Befehle, die ein jeder verstand und guten Willens war, diese zu befolgen! Doch das war noch lange nicht das Ende der Fahnenstange! Maat Tilo wurde eine ganz besondere Ehre zuteil: Im Tagesbefehl mit äußerster Bedacht ignoriert, war er höchstpersönlich vor Ort. Doch damit nicht genug. Unserem Leutnant (also mir) war es vorbehalten, zu 6 Berliner Freunden im Weserstadion Kontakt zu halten. Somit war ich stets und ständig informiert und konnte gewisse Korrekturen (natürlich nur in Absprache mit dem Kaleu) vornehmen.

Und nun konnte es endlich losgehen: Anpfiff pünktlich 2030. Unser Team in Schwarz. Das Spiel begann alles andere als optimal. Bereits in der 13. Spielminute zappelte das Leder in unseren Maschen: Freistoß Werder, Flanke, Kopfball Pieper, Tor. Mist. 0:1 Rückstand. Puh, durchatmen und UNION-RUM rausholen. Noch waren ja 77 Minuten Zeit das Ding zu drehen. Und befehlsmäßig gab es den Vortorrum! Nur 5 Minute später glichen unsere Götter aus. Janik nutzte die Gunst der Stunde und schob eiskalt den Ball in das Tor der Stadtmusikanten. Riesendusel dann in der 21. Minute: Blankes Durcheinander in unserem Strafraum. Am Ende trudelte der Ball gegen den Pfosten. Die Gastgeber machten zu diesem Zeitpunkt aber mal so richtig Alarm. Schwerstarbeit für unsere Abwehr! Zum Glück beruhigte sich das Spiel und nach 30 Minuten plätscherte die Partie nur so vor sich hin. Zu hören waren bis dato nur die UNION-FANS im Stadion: „Schallallallalla-Schallallallalla-EISERN UNION“ hallte es durch das kühle Weserland. 36 Minuten waren absolviert, als im TV unsere Auswärtsfahrer abermals das heimische Publikum übertönte: „Wir singen rot, wir singen weiß, wir singen rot-weiß-FCU, wir singen rot-weiß FC Union, wir singen rot-weiß FCU-FCU“!!!! Kurz vor dem Halbzeitpfiff mutmaßte der Kommentator, wem dieses Unentschieden mehr nutzen würde. Nun ja, dann kam Minute 41. Abstoß Pavlenka. Kevin stellte ihn zu. Der Ball kam zu Sherry. HAMMERSCHUSS!!! in den Winkel. Aber Herr Dankert bekam einen Tipp aus dem Kölner Keller. Da war offensichtlich ein Handspiel. Herr Dankert sah sich die Situation auf Video an und entschied auf „HAND“ Hört auf, wenn das Hand war, dann weiß ich auch nicht weiter. So ein Scheiß. Ich bin echt ziemlich angefressen. Halbzeitpfiff um 2121. Bier holen, pinkeln,…
So, um 2138 ging es dann endlich weiter. Und dann gleich der erste Aufreger: Ecke Josip, Kopfball Kevin. Ball im Tor!!! 1:2. Ja Wahnsinn. Das begann ja schon mal ganz gut. Zu diesem Zeitpunkt waren wir auf Platz 2, lediglich 3 Punkte hinter den Bayern. Aber noch waren 40 Minuten zu spielen. Und Werder machte weiter Dampf. In Minute 55 Gesang aus unserem Block: „…. die erste Bundesliga ist für uns nun endlich da…“ Hammer. „Ohle-ohle-ohle-ohle-ohle-ohle-ohle-ohle-ohle-ohle-ohle-ohle-Wir sind Unioner, wir sind die Kranken, wir durbrechen alle Schranken…“ schallte es dann minutenlang im Weserstadion. In der 64. Minute Riesenchance für die Fischer-Matrosen. Flanke Scherry, Kevin kam leider nicht entscheidend zum Abschluss. Immerhin Ecke. Aber diese verpuffte. Weiter hoffen und zittern. Bremen investierte nun etwas mehr. So richtig gefährlich aber kamen sie nicht in die Nähe von Freddys Tor. Gespielt waren nun 72 Minuten. Wechsel in unserem Team: Kevin macht Platz für Jordan und Paule kam für Genki. Inzwischen Wechselgesang auf unseren Tribünen: „Schalala-schalala-hey-hey-Union“. Jetzt noch 15 Minuten. Manno, war das wieder anstrengend… 82 Minuten waren absolviert. Das Urs-Team nahm das Heft des Handelns in die Hand. Doppelwechsel in der 84. Spielminute: Andras für Janik und Jamie für Sherry. Kurze Aufregung in der 87. Minute als Nico einen Kopfstoß abbekam. Dieser blieb zum Glück ohne große Folgen. Dennoch tauschte Admiral Fischer vorsichtshalber Jerome gegen Nico. Nachspielzeit nun satte 5 Minuten. „FC Union-unsre Liebe. Unsre Mannschaft, unser Stolz. Unser Verein, Union Berlin Union Berlin“… Unsere Auswärtsfahrer gaben einfach alles. Und um 2229 konnte selbst Herr Dankert unserem Auswärtsdreier nicht mehr im Wege stehen. Leute, was für ein Mittwochabend! Nun gilt es am Samstag gegen die Alte Dame diesen unwahrscheinlichen Jahresauftakt zu VERGOLDEN. EISERN

Jahresauftakt gegen die BSG Hoppenheim

LOGBUCHEINTRAG 2023-01-23

Nach einer scheinbar nie enden wollenden Winterpause war es nun heute endlich soweit: Auftakt in das Jahr 2023. Was wurde da nicht alles im Vorfeld diskutiert, geschrieben, gemutmaßt, … Und obendrein der diskussionswürdige Abgang von Jule. Unsere Crew ist in diesem Punkt einer ganz klaren eindeutigen Meinung: Winterwechsel gehören sich nicht! Mannschaften wie der BVB verstärken sich mit Neuzugängen und schwächen somit potentielle Mitkonkurenten. Und ja, auch wenn wir uns stets und ständig den Nichtabstieg als Ziel ausgeben, so müssen wir nach der heutigen zweiten Halbzeit schon zugeben, dass unsere Fußballgötter nicht ganz zu Unrecht da oben stehen. Gleich mehr dazu. Denn wie wichtig dieser heutige Spieltag war, sieht man unter anderem daran, unser Kaleu bereits am Montag mit Admiral Fischer die Eckdaten abgestimmt hatte.

Die geballte Kompetenz…

Der Tag begann pünktlich um 0830 mit der Dienstausgabe. Strammstehen in allen Teilen der Republik. Unser Kaleu erließ folgenden Tagesbefehl:

Ganz klare Ansagen, völlig verständliche Befehle, deutliche Angaben zu den Einsatzorten. Gewohnt wurden die Befehle ausgegeben und jeder Marine war sich seiner Aufgabe bewusst! Denn nach nunmehr vier Jahren Dienstzugehörigkeit kennen die Marines einander und es bedarf eigentlich nicht vieler Worte. Dennoch verleiht solch Tagesbefehl immer eine Art Sicherheit! Genug der Vorrede. Kommen wir nun zum Tagesgeschäft: Beginnen wir im Süden. Leutnant Seku hatte die Illerschleife natürlich kontrolliert. Keine Gefahr. Obermaat Marian im Süden der Hauptstadt war wie gewohnt auf dem Posten und meldete ebenfalls keine feindlichen Bewegungen. Obermaat Stefan war abermals für die rückwärtigen Dienste verantwortlich. Auch dort herrschte absolute Friedlichkeit. Nun galt es für die restlichen Marines! Sie waren gefordert. Auf sie kam es nun an. Sie sollten es richten. Und so sahen die Spielvorbereitungen schlussendlich aus:

Ja, selbst in den tiefsten unter-allgäu-rischsten Garagen wurde dem heutigen Spiel gehuldigt. Und dann ging es los. Pünktlich um 1530 pfiff Referee Robert Hartmann die Partie an. Zunächst verhielten sich beide Mannschaften recht zurückhaltend. In der 8. Minute der erste Aufreger: Angelino legt nach einem Steckpass quer auf den völlig freien Bischof, der am Elfmeterpunkt den Ball nicht richtig trifft und links vorbeischießt. Puh, durchatmen! Optisch hatten die Gäste mehr vom Spiel, jedoch wirklich gefährlich kamen sie noch nicht vor das Tor von Freddy. Dann gab es einen Handelfmeter für unsere Matrosen: Freistoß Nico von lins und ein glasklares Handspiel von Bebou. Wir haben echt keine Ahnung, warum vier Spieler der Gastmannschaft den Schiedsrichter „belagerten“. Klarer geht es nicht! Jedenfalls trat Jordan an und zielte zu genau. Der Ball klatschte gegen den Pfosten und trudelte anschließend ins Aus. Verdammt, eine Riesenchance vertan! Als wir uns alle auf die Halbzeit vorbereiteten, spielten die BSG-Gäste einen wirklich sensationellen Konter. Am Ende zirkelte Bebou das Spielgerät in die Maschen von Freddy. Fuck. Rückstand. Halbzeit. Durchatmen, pinkeln und Bier holen.,
Und schon ging es weiter. Unsere Jungs kamen wie ausgewechselt aus der Kabine. 2mal Genki, dann Jannik, es folgten 5 Ecken nacheinander… Das Spiel war noch lange nicht verloren. Und es ging immer so weiter. In der 55. Minute flankte Sherry von der linken Seite. Trimmi nahm all seinen Mut zusammen und hämmerte den Ball mit vollem Risiko auf das Tor. Also nicht ganz auf das Tor. Der Ball flog ziemlich deutlich über das Gebälk. Nach gut einer Stunde Doppelwechsel auf beiden Seiten. Admiral Fischer schickte mit Kevin und Paule positionstreu 2 frische Kräfte auf den inzwischen aufgematschten Rasen. Jordan und Genki waren ausgepowert. Wenn hier alles geschrieben werden soll was sich unsere Götter in den nun folgenden Spielminuten für Chancen erarbeiteten, das Internet wäre wahrscheinlich voll… Daher nun direkt zum Ausgleich in der 73. Spielminute: Wieder eine Ecke, wieder Trimmi. Danilho steigt hoch und nickt halb per Kopf, halb mit der Schulter ins rechte Eck ein. Und es ging immer so weiter. Angriff auf Angriff. Die Gäste befreiten sich nur noch mit langen Bällen. Nochmaliger Doppelwechsel in der 88. Minute: Jamie und Levin sollten es noch einmal versuchen. Danke an Jannik und Sherry. Ja und in der Tat, nur eine Zeigerumdrehung weiter belohnte sich das Team von Admiral Fischer mit dem 2:1. Abermals durch Danilho. Abermals per Kopf. Abermals nach einer Trimmi-Ecke. Es war kaum zu glauben. Spiel gedreht. Wahnsinn. Aber noch war ja nicht Schluss. Zu der regulären einen Spielminute kämen ganz sicher mindestens noch 3-4 obendrauf. Also Konzentration hochhalten und die völlig verdiente Führung sichern. Das taten unsere Mannen mit absoluter Bravour! Und nicht nur das: In der 6. (!!!) Minute der Nachspielzeit machte Jamie den Deckel drauf. Ein eiskalter Konter, eiskalt vollendet. Nun war klar, die digital-gestützten-SAP-Balltreter (siehe Tagesbefehl) würden nun nicht mehr zurückkommen. Und dann war auch endlich Feierabend. Grenzenloser Jubel im Schneegestöber in der Alten Försterei. Der Kaleu bedankte sich mit einer kurzen Whats-App bei den Marines. Natürlich mit erhobenem Zeigefinger. Denn bereits am Mittwoch geht es weiter. Unsere Mannschaft fährt an die Weser zum Spiel bei Werder. Wir werden auch von diesem Spiel berichten! EISERN


Auf Wiedersehen 2022

Ein unglaublich erfolgreiches Jahr 2022 neigte sich dem Ende. Unsere Marines schafften abschließend noch einen kleinen Abschluss. Natürlich im Stützpunkt Marinehaus. Hier nun ein kleiner Rückblick durch unseren Kaleu:

Alles begann mit folgendem Tagesbefehl:

Ich versuche mal den gestrigen Abend zusammenzufassen: Ich war schwer bepackt nur 1 bis 2 Minuten nach 1700 im Marinehaus angekommen. Selbstverständlich waren Stefan und Marian bereits am trinken. Marinehaus ansonsten total leer. Ungewöhnlich. Aber nur eine Stunde später sollte es brechend voll werden. Jedenfalls trudelte die Mannschaft so nach und nach ein. Tilo in Begleitung seiner Frau, auch Kptn. Guido und unser Marian hatte wohl einigen Bekannten den Tipp unseres Treffens gegeben. Also etwas größer die Runde.
Zunächst konnten wir unserem Wirt nachträglich die Hände anlässlich seines Geburtstags schütteln. Sein Geburtstagsgeschenk hatten wir incl. Sam zuvor signiert und somit ein unverwechselbares Unikat geschaffen. Stefan wird einen angemessenen Ehrenplatz finden. Nach einer Runde Obstler (Apfler und Mirabelle) konnte ich mit den Überraschungen fortfahren:
Die Kalender 2023 sind gut angekommen, wie ich glaube verstanden zu haben. Wer nun dachte, das war`s, der war einfach auf dem Holzweg. Die Idee unsere Dienstbekleidung zu vervollständigen, kam mir in einer Mußestunde beim durchblättern der outdoorfan – Internetseite. Kurzum, wir besitzen nunmehr Schutzbrillen gegen die klimawandelbedingte verstärkte Sonneneinstrahlung. Spätestens auf der MeerZeit werden sie unerlässlich sein.
Unserem Wirt konnte ich noch ein neues Portemonnaie überreichen. Sein altes war einfach durch zu hohen Geldfluss zerschlissen.
Als ich nun dachte, dass es sich mit den nachweihnachtlichen Geschenken erledigt hatte, bekamen wir es mit Sams Einfallsreichtum zu tun. Der hatte ein neues Bild mit unserer Crew gestaltet und jedem eins hochwertig laminiert. Nun war ich richtig platt.
Wie zu erwarten, ging es nach diversen Getränken und einer grundsoliden Portion Schichtkohl an die frische Luft, um Gruppenbilder zu machen. Freundliche Passanten waren uns behilflich. So nahm der Abend mit vielen anregenden Gesprächen und Planungsideen für das kommende Jahr seinen feuchtfröhlichen Fortgang. Ein wahrlicher Höhepunkt unserer Crew-Historie fand ein spätes Ende und ein Bezahlen unserer Zeche wurde uns zu guter Letzt auch noch verwehrt. Mir blieb nur die Sprachlosigkeit, gepaart mit Dankbarkeit und der Hoffnung eines regulären S-Bahnverkehrs. So bin ich erst heute in Zeuthen angekommen, etliche Minuten nach Mitternacht. Dieser Abend im Kreis der fast vollständig anwesenden Crew wurde zum wahrlichen Höhepunkt des Jahres und macht Lust auf mehr … So bleibt dem KaLeu nur der uneingeschränkte Dank an seine hervorragende Crew.

Geburtstag vom Leutnant

LOGBUCHEINTRAG 2022-11-22

Dieser heutige Logbucheintrag ist ein ganz besonderer!! Ein Logbucheintrag, fernab von unserem Wohnzimmer in der Alten Försterei. Ein Logbucheintrag, von dem folgende Generationen U-Bootfahrer ihren Kindern, Enkeln, … erzählen werden. Mir als Leutnant zur See ist es eine absolute Ehre, diesen Logbucheintrag verfassen zu dürfen und somit das, was da passiert ist, als Schriftstück der Menschheit zur Verfügung stellen zu können. Ja was ist denn nun eigentlich passiert???

Alles begann am letzten Freitag (18.11.2022). Ich saß am PC und wollte ein paar Fotos bearbeiten. Es war gegen 1820. Mein Telefon vermeldete innerhalb kürzester Zeit 3 Whats-Apps. Diese waren vom Kaleu Christian, Obermaat Marian und Obermaat Stefan (Smutje) mit Bildern versehen. Bilder, die mir sehr vertraut schienen. Die ich jedoch zunächst nicht richtig einzuordnen wusste. Erst nach genauerer Betrachtung kam die Erleuchtung, warum mir die Bilder bekannt vorkamen: Im Normalfall findet freitags im Wirtshaus „Schwarzer Adler“ der Stammtisch des Sportzentrums Woringen statt. Da ich für Samstag einen Tisch gebucht hatte, fiel der Freitag für mich aus. Dachte ich. Denn die besagten Bilder stammten eindeutig vom „Alten Tresen“ im Adler. Mir schossen 1000 Gedanken durch den Kopf. Ich konnte das Alles nicht wirklich einordnen. Als auch meine Frau Gemahlin kopfschüttelnd ihr Nichtwissen signalisierte, sah ich keinen anderen Ausweg, als eine Inspektionsrunde durchzuführen. Da ich dem Braten jedoch nicht traute, verzichtete ich auf die Dienstuniform und machte mich auf den Weg. Ein erster Blick verriet mir, dass der Adler aus allen Nähten zu platzen drohte. Und schon erspähte ich die drei Marines. Natürlich mit unseren Dienstpullovern. Ich konnte es einfach nicht glauben. Fragte Gitti (Diensthabende Chefserviererin), ob ich mir einen Stuhl an den (eigentlich 2er-Tisch) stellen dürfe. Sie gab „Grünes Licht“ und ich war sprachlos. Natürlich zunächst eine herzliche Begrüßung. Und, ganz klar, der angemessene Tadel vom Kaleu bezüglich meiner Anzugsordnung. Zum Glück beließ es der Kaleu bei einer mündlichen Ermahnung. So nahm dann ein wundervoller Abend seinen Lauf! Mehr gehört hier aber nicht hin… Als dann der Abschied drohte, begleitete ich unsere Marines zum Gästehaus Susanne in Woringen, wo sie wundervolle Kojen beziehen konnten.

Am Samstag begab ich mich zu eben erwähnter Unterkunft. Die drei Helden waren gerade beim Frühstück. Anschließend Anzugsordnung herstellen (Melone, Pullover und Mantel), ab ins Auto und Ausflug nach Memmingen. Dort konnte ich an so manchem Ort als Stadtführer meine inzwischen erworbenen Kenntnisse in die Runde streuen. Die Marines staunten hier und da, was Memmingen so alles zu bieten hat. Aber irgendwann wurden wir alle fußlahm (wir sind halt Seefahrer, keine Mucker) und beschlossen den Rückweg. Ziel: Der „Schwarze Adler“ in Woringen… Ich wurde als Vorhut auserkoren und sollte für die hungrige Bande einen Tisch belagern. Was dem Käpten am Abend zuvor noch gelang, stellte sich für mich als zu große Aufgabe dar. Der Adler wieder bis auf den letzten Platz besetzt. Lisa (Juniorchefin) bat mich, in einer halben Stunde wiederzukommen. Plan B musste her. Ab in die Tiefgarage. Ein Überbrückungsbier. Der Kaleu war sichtlich zufrieden, dass wenigstens das geklappt hatte. Punkt EIN Uhr Einkehr in besagter Lokalität. Es gab Schweinebraten mit Knödel. Befehl vom KaLeu: ALLE HABEN DIES ZU BESTELLEN!! Logo. War auch eine super Wahl! Hammer!!! Natürlich gab es auch etwas Bier und auch ein paar Obstler gehörten dazu. Da einer unserer Mannschaft etwas schwächelte, erklärte sich die absolut freundliche Bedienung bereit, ihn zu vertreten und trank seiner statt mit uns. Unglaublich!!! So cool!!! Nach Speis und Trank wurde beschlossen, etwas Mittagsruhe abzuhalten. Immerhin lag ja noch ein langer Abend vor uns.

Dieser begann 1900. Ich nun mit familiärer Verstärkung. Zusammen waren wir zählten wir sieben Personen. Diesmal kein Dienstbefehl bezüglich der Speisenauswahl. Jeder wählte ein Essen nach seinem Geschmack. Gegen 2200 verließen uns meine Familienmitglieder. Wir Marines nun wieder ganz unter uns. Nach kurzer Zeit gesellte sich Kessi (der Chef persönlich) zu uns. Bewaffnet mit einem Tablett voller Schnapsgläser. Er verteilte diese und bat uns zu kosten. Wir taten natürlich wie uns befohlen. Kennen wir ja vom U-Boot. Doch damit nicht genug. Wir sollten nun erschmecken (oder besser erraten), was wir da gerade unsere Kehlen haben runterlaufen lassen. Schnell herrschte Einigkeit darin, dass es auf gar keinen der Union-Vor-Rum war. Lediglich die Richtung war klar: Irgendein Kräuter. Kessi merkte unsere Unsicherheit und klärte auf, dass es sich um „Bärwurz“ handelte. Ok, da hätten wir lange raten können. Da wären wir nie drauf gekommen. Punkt 0000 oblag es meiner Organisation, dass ein jeder mit einem Glas OBSCHTLER bewaffnet war und wir gemeinsam auf meinen Geburtstag anstoßen konnten. Die Marinehaus-Marines hatten auch zwei Geschenke im Gepäck: Eine Flasche Tamnavulin und einen Union-Rucksack. Wahnsinn. Um es kurz zu machen, gegen 0130 strichen wir die Segel und taumelten in unsere Kojen.
Am nächsten Morgen besuchte ich die drei Helden noch beim Frühstück, ehe sie sich wieder auf den Heimweg machten. Kurzes Fazit: Die Überraschung ist echt gelungen. Ich hatte keine Ahnung, auch meine Frau war nicht involviert. Verrückt. Ich habe mich total gefreut!!! DANKE FÜR DIE SCHÖNEN STUNDEN!!!!
EISERN UNION

Hinrunden-Abschluss in Freiburg

LOGBUCHEINTRAG 2022-11-13

Bevor wir uns dem gestrigen Auswärtsspiel im wunderschönen Breisgau widmen, sei es dem Moderator gestattet, allen Marines vom U-1966 ein ganz dickes DANKESCHÖN für ein sensationelles Jahr 2022 zu sagen!!! Von der Admiralität, über unsere Führungsoffiziere, Obermaate, Seekadetten und natürlich unsere Maate. Nicht zu vergessen die ganzen ROT-WEISSEN-MATROSEN, die Woche für Woche, Spiel für Spiel alles raushauten, was möglich war. Und so erlebten wir ein fußballerisches Jahr, welches sich wie ein Traum darstellte. Ständig dieser Luxus, sich montags bei neidischen Kollegen rechtfertigen zu müssen, dass wir trotz Platz 1 noch lange nicht Deutscher Meister sind und jeden Punkt dankend mitnehmen im Kampfe gegen den Abstieg!!! Ja und die letzten 3 Spiele haben deutlich gezeigt, dass uns niemand etwas schenkt und jede kleinste Schwäche gnadenlos gegen uns ausgenutzt wird. Leverkusen brauchte ganze 30 Minuten für 5 Tore. Freiburg machte in 20 Minuten 3 Buden. Dazwischen lag das Heimspiel gegen den FC Augschburg. In diesem Spiel war durchaus etwas mehr drin. Aber egal, am Ende dieses wirklich kräfteraubenden Jahres 2022 stehen wir auf Platz 5 der Fußball-Bundesliga!!!! Es ist einfach sensationell. Und ja, uns fehlen „nur“ noch 13 Punkte zum Klassenerhalt. Das sollte uns doch in den noch ausstehenden 19 Spielen durchaus gelingen.
Nun aber zum letzten Punktspiel des Jahres 2022 im Breisgau. Es war kaum zu glauben: Kaleu Christian schmetterte um 0011 den Tagesbefehl auf die Matte. So wollten sich unsere Marines gestern in die Schlacht werfen:

Und dann nahm das Unheil auch schon seinen Lauf: Dennis Aytekin pfiff die Partie an. Unsere Marines natürlich allesamt wachsam auf ihren Posten. Da kam schon die erste Flanke der Freiburger. Gespielt 35 Sekunden. Aber Lenny in unserem Kasten war sofort zur Stelle. Das Spiel lief zunächst weiter. Einwurf Freiburg. Herr Aytekin unterbrach kurz. Dann wurde er vom VAR zum Monitor zitiert. Ja und Herr Aytekin, der uns in den letzten Spielen nicht ganz unwohl gesonnen war, entschied urplötzlich auf Elfmeter. Unsere Marines waren völlig verunsichert. Was war denn vorgefallen? Bei der Flanke des Freiburgers Ginter touchierte das Spielgerät wohl die Hand (Gottes…) Trimmis. Also sorry, bei allen Kameraeinstellungen überlegten unsere Marines, wo das ein Handspiel gewesen sein soll! Unfassbar. Und hier mal ganz ehrlich: Verglichen mit dem Handspiel bei der Charlottenburger Nachbarmannschaft, wo es keinen Elfer gab, war das ja allemal NIEMALS ein Strafstoß. Unsere Marines wollen hier keine grundsätzliche VAR-Diskussion entfachen. Immerhin haben wir es dieser Einrichtung zu verdanken, dass wir vor 3 Jahren gegen den VFB aus Stuttgart in der Relegation nach wenigen Minuten 0:1 hinten lagen. Aber hier nach nur wenigen Sekunden auf Elfmeter zu entscheiden, puh, das musste erstmal durch einen VOR-TOR-RUM verdaut werden.

Lenny hatte bei dem Elfmeter keine Chance. Aber was solls, weitermachen. Es waren ja noch mindestens 90 Minuten auf der Uhr. Dann kam die 6. Spielminute. Unsere Matrosen, vom frühen Rückstand gerade erholt, spielten im Mittelfeld einen katastrophalen Pass. Alles Weitere war dann nicht mehr zu verteidigen. Peng, puff, 2:0. Achherrje. Wattn nu? Wie würde Admiral Urs reagieren? Aber absolut keine Panik galt fortan der gesamten Besatzung. Immer weitermachen!! Und schon gab es in der 8. Minute Strafstoß für unsere EISERNEN!! Nach einem Tritt gegen Sherry war Herr Aytekin diesmal blitzeschnell auf unserer Seite. Robin trat an. Sein sehr platzierter Schuss war leider zu platziert und klatschte gegen den Pfosten. Nur 10 Minuten später der nächste Elfmeter. Ja was war denn da los? Ok, Elfer unstrittig! Aber dann auch noch glatt ROT gegen Diogo? Ach du Himmel. Musste denn diese Doppelbestrafung wirklich sein? Also kurzum, nach 20 Minuten lagen wir aussichtslos 0:3 hinten, spielten die nächsten 70 Minuten mit einem Matrosen weniger. Was war zu tun? Auf dem Rasen merkten wir unseren Mannen die Verunsicherung an. Und als dann in der 45. Minute auch noch das 4:0 fiel, war allen klar, dass das Motto für Halbzeit 2 nur noch Schadensbegrenzung heißen kann. Halbzeit. Zum Glück.
Die 2. Halbzeit ist hier recht schnell umschrieben: Von Wechseln geprägt, die Freiburger verwalteten den sicheren Vorsprung, unsere Jungens ließen hinten nicht mehr viel zu und bekamen in der 84. Minute noch einen Elfmeter. Svenne verwandelte. Aber so richtig Spannung wollte nicht mehr keimen. Und so pfiff Schiedsrichter Aytekin dann zum Glück irgendwann ab.
Fazit zum Spiel: Musste der VAR da nach 30 Sekunden eingreifen? War das wirklich eine KLARE FEHLENTSCHEIDUNG? Wir hier sind uns hier absolut sicher: NEIN!!!!!! Das 2:0 war ein geiler Konter. Schönes Tor! Anerkennung SCF. Beim 3:0 ROT für Diogo? Wirklich? Ja nun, es ist wie es ist! Alles Weitere ist schon in der Einleitung beschrieben.
Nun heißt es erstmal durchatmen. Unser nächstes Highlight lässt nicht lange auf sich warten: Während unsere Kicker im WOHLVERDIENTEN URLAUB sind, steht bereits am 01.12.2022 der nächste Stammtisch unserer Marines an. Von diesem wird es wohl einen nächsten LOGBUCHEINTRAG geben…
EISERN UNION

„Winterschlaf“ in der Europa-League, heutiges Punktspiel in „Vizekusen“

LOGBUCHEINTRAG 2022-11-06

Noch immer völlig siegestrunken nach dem Weiterkommen in der Europa-League ging es nun heute nach Leverkusen. Die Konstellation vor dem Spiel liest sich noch immer unglaublich: Mit einem Auswärtssieg würden wir die Tabellenführung zurückerobern, ein Unentschieden, ja selbst eine Niederlage würden Rang 2 (bzw.3, je nachdem wie Freiburg gegen den EFFZEH spielen würde) in der Tabelle nach dem 13. Spieltag bedeuten. Alles irgendwie ungreifbar! Nach dem sensationellen Auftritt unserer Mannen im belgischen Gilloises stand nun heute das Gastspiel in NRW bei den „Pillendrehern“ aus Leverkusen auf dem Programm. Im Vorfeld war klar, dass Freddy passen muss. Für ihn würde Lenny das Tür hüten. Auch András stand nicht im Kader. Aber nach dem Auftritt in Belgien war klar, dass Lenny mehr als nur ein „Ersatz“ sein würde. Und unser Mittelfeld ist derzeit so stark besetzt, dass András´ Ausfall ebenso kompensiert werden können. Also wie immer das „Motto des Tages“: Alles kann – Nichts Muss!! Unser Kaleu erließ folgenden Tagesbefehl:

Anstoß in der Bay-Arena war um 1530. Schiedsrichter der Partie Robert Schröder. In den ersten 45 Minuten neutralisierten sich beide Teams weitestgehend im Mittelfeld. Bis auf einen Schuss auf unser Tor und einem Kopfball von Diogo waren die beiden Keeper beschäftigungslos.
Weiter ging es um 1633. Und es gab auch gleich einen Eckball für die Leverkusener. Ausgerechnet Robert, der Ex-Unioner hielt seinen Fuß hin und es stand 1:0. Was dann passierte, bedarf hier keiner künstlich erzeugten Spannung:
– 56. Minute 2:0
– 58. Minute 3:0
– 68. Minute 4:0
– 76. Minute 5:0.
Wir hatten in den zuvor gespielten 12 Partien ganze 10 Gegentore kassiert. Und nun in 30 Minuten gleich 5. Das muss erst einmal verdaut werden. Bescheiden im Sieg, aufrecht in der Niederlage. Ich denke, dass wir am Mittwoch um 2030 gegen die Augschburger eine andere UNION-ELF sehen werden. EISERN UNION
Und so sah es in den Wohnzimmern unserer Marines aus:

Eisernes Überwintern in der Europa-League

LOGBUCHEINTRAG 2022-11-03

Es ist einfach nicht in Worte zu kleiden, was da gestern gegen 2250 abging. Nach 4 Siegen (allesamt 1:0) nacheinander stehen unsere EISERNEN FUSSBALLGÖTTER auf Rang 2 der Tabelle der Europa-League. Damit überwintern sie in selbiger. Das hat zur Konsequenz, dass sie am Montag (07.11.2022) in der Lostrommel dabei sind, wenn die anstehenden Paarungen für die EUROPA-LEAGUE-PLAYY-OFFS (16.02.2023 und 23.02.2023) ermittelt werden. Und wer weiß, wen es dann in unser geliebtes Wohnzimmer verschlagen wird. Namhafte Teams sind ja schon dabei (Ajax, Barca, Juve,…) . Aber abwarten und Rum trinken. Denn nun immer schön der Reihe nach:
5 Spieltage waren in der Europa-League bis gestern 2100 gespielt. Erinnern wir uns kurz. Spieltag 1 daheim gegen Saint-Gilloise. 0:1 verloren. In Braga (Spieltag 2) 0:1 verloren. Ganz ehrlich, nur kühnste Optimisten gaben da noch einen Cent auf unsere Mannschaft. Dann jedoch kam die Wende in Malmö. 1:0 Sieg an Spieltag 3. Weiter ging es am 4. Spieltag. Wieder mit einem 1:0 gegen Malmö. Diesmal vor ausverkaufter Försterei. Ein wenig Hoffnung keimte. Am 5. Spieltag kam es abermals vor heimischer Kulisse zum Rückspiel gegen Braga. Robin verwandelte einen Handelfmeter zum 1:0. Wieder gewonnen. Und plötzlich standen wir auf dem 2. Tabellenplatz. Wir hatten es also gestern selbst in der Hand, mit einem Sieg in Belgien in der Europa-League zu überwintern. Denn auf Malmö (auswärts in Braga) sollten wir uns nicht verlassen. In den frühen Morgenstunden gab dann Kaleu Christian folgenden Einsatzbefehl bekannt:

Zugegeben, unsere Marines waren schon ein wenig irritiert. So befahl der Kaleu irgendwelche positiven Impulse mittels Telepathie. Dazu ziegengaffende Männer. Ganz zu schweigen von Gedankenlösung von Raum und Zeit. Es dauerte schon eine ganze Weile, ehe unsere wackeren Marines jedes geschriebene (und damit befohlene) Wort geistig verarbeiten und letztlich auch verinnerlichen konnten. Ganz anders hingegen unsere 11 Kicker. Diese waren vom Anpfiff an hellwach! Doch dazu gleich mehr. Zurück zum Tagesbefehl: Darin hieß es weiterhin: „Im Vorfeld der Gedankenübertragung werden wir diverse konzentrationsstärkende Mittel zu uns nehmen.“ An dieser Stelle muss wohl nicht explizit erwähnt werden, dass unsere Crew diesen Passus natürlich sofort verstand und sich ab 1800 an die Umsetzung machte. Und vielleicht konnte der Kaleu das mit der Telepathie dann doch noch einmal etwas vertiefen.. Selbst der Augschburger General Seckler von der 1966-Panzerdivision, getarnt als IM Augschburg vom Ministerium für Staatssicherheit, war nicht nur telepathisch anwesend.

Soweit zu den Vorbereitungen. Alle Marines waren hochmotiviert. Und natürlich konzentriert. Gleiches galt für die Rot-Weiße-Startformation. Nachdem der Ball in den ersten Minuten hin und her ging, kullerte er bereits nach 6 Minuten in das Tor der Gastgeber. Was war passiert? Trimmis Kopfball landete bei Genki, dieser spielte weiter auf Sherry. Seine butterweiche Flanke war offensichtlich zu lang. Aber nicht für Svenne. Der schaltete den Weitspringer-Modus (Zitat vom Union-Liveticker) an und irgendwie erwischte er den Ball mit dem großen Zeh. Der Torwart kam nicht mehr ran Wir führten 1:0!!! Grenzenloser Jubel unserer Mannschaft, im Hauptquartier, an der Iller und auch in Augschburg. Weiter so!!! Dieses Tor war so was von wichtig.
Warum es in der 9. Minute Gelb für Sherry gab, das wird wohl ewig das Geheimnis des Schiedsrichters bleiben. In der 14. Minute schraubte sich Danilho in den nasskalten belgischen Abendhimmel. Nach einer Trimmi-Ecke kam er zum Kopfball. Leider ging der Ball über das Tor. Bis zur Pause gab es nur noch wenige gefährliche Torsituationen. Unsere Abwehrrecken waren stets zur Stelle. Nach einer Minute Nachspielzeit bat der Schiedsrichter die Mannschaften in die Kabinen.
Bitter dann, dass Freddy verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste. Für ihn kam Lenny in die Partie. Wir alle drückten ihm (natürlich per Telepathie) sowas von alle Daumen für diesen Einsatz. In Minute gab es Freistoß für unsere Matrosen. Trimmi hatte jedoch das falsche (oder zu wenig) Zielwasser getrunken. Der Ball ging zwar über die Mauer, aber eben auch über das Tor. Vier Minuten später konnte Lenny all sein Können aufblitzen lassen. Nach einer Volleyabnahme tauchte er ab und war rechtzeitig im kurzen Eck. Klasse!
In der 61. Minute hatte Sherry das 0:2 auf den Füßen. Aber der Torhüter konnte im allerletzten Moment die Hände hochreißen. Verdammt. Die letzten 30 Minuten hätten deutlich entspannter werden können. So aber blieb es bei der knappen Führung. Inzwischen führte Braga mit 2:0 gegen Malmö. Also keine schwedische Schützenhilfe. Dreifachwechsel eine Minute später: András für Genki, Morten für Janik und Bere für Svenne. Fortan hatten die Belgier das Spiel unter Kontrolle. Aber wenn unsere Götter eines richtig gut können, dann ist das Verteidigen!!! Dennoch flehten sie um ein paar Entlastungsangriffe. In einem späteren Interview verriet Rani, dass die Jungs platt waren. Wer will es ihnen auch verdenken?
In der 87. Minute versuchte es Sherry. Der Ball schlug neben dem Tor ein. Immerhin mal wieder ein Abschluss und alles Zeit, die durch die Sanduhr sickerte. In der 88. Minute war es dann an Robin, den sehr knappen Vorsprung zu sichern. Kurz vor Ende der regulären Spielzeit wechselte Admiral Urs Jamie ein. Ein völlig geschaffter Sherry verließ den Platz. Es passierte dann auch in der 3-minütigen Nachspielzeit nichts mehr. Abpfiff und grenzenloser Jubel in der gesamten Republik. Wie es im Marinestützpunkt zuging, wird auf den folgenden Fotos deutlich.

Der Wahnsinn geht weiter

LOGBUCHEINTRAG 2022-10-30

Am heutigen Tage überschlugen sich alle Ereignisse. Der Schreiber dieses Logbucheintrages versucht alles in seiner Macht stehende, diesen WAHNSINNSTAG chronologisch zu sortieren und alles bestmöglichst irgendwie in Worte zu kleiden. Eine absolute Herkulesaufgabe. Ob es am Ende funktioniert hat, entscheidet einzig und allein der Kaleu! Na jut, maximal noch Admiral Fischer. Aber selbiger wird nach dem heutigen Spiel froh sein, nach einem Gläschen Rotwein siegestaumelnd in seine Koje zu verschwinden. So, nun also alle Brillen jeputzt und absolute Aufmerksamkeit beim Lesen der folgenden Zeilen:
Samstag, 29.10.2022. 2234!!!! Mitten in der Nacht! Längst war die fällige Nachtruhe befohlen, als unser immer wackerer Kaleu den Tagesbefehl für das Gladbachspiel in die Runde warf! Als die Marines am nächsten Morgen nach dem Frühsport (Sportzeug kurz! Und das Ende Oktober! Kaum zu glauben!) den Befehl entgegennahmen, herrschte zunächst etwas Ratlosigkeit:
– Wird der „Alte“ (in diesem Falle ist der Kaleu gemeint) langsam senil?
– Warum schreibt er tief in der Nacht den Befehl?
– War da etwa Alkohol im Spiel?
Selbst Herr Leutnant war etwas unsicher. Doch nach einem Telefonat war schnell klar, dass unser Kaleu in einfach unglaublicher Voraussicht diesen Befehl des Nachtens verfasste, um am „Tage X“ von der ersten Sekunde an toppfit zu sein und dann in jeder einzelnen Sekunde volle Kampfeskraft den Fohlen aus Mönchengladbach entgegenzuwerfen! Ein absolutes Musterbeispiel unser Kaleu. Diese Weitsicht! Während die Marines im Schlaf der Gerechten auf den Kopfkissen so manch wahnsinnigen Träumen wie Meisterschale ausgeliefert waren, bastelte Herr Kaleu am Einsatzplan. Und so sah er dann am Ende aus:

Natürlich war nun jedem einzelnen Marine klar, was er fortan zu tun hatte, um mit einem Sieg gegen die Mannen aus Gladbach die Tabellenführung zurückzuerobern! Das muss man sich vorstellen, in unserer vierten Bundesligasaison reden wir hier von der Rückeroberung der Tabellenführung gegen keinen geringeren als Borussia Mönchengladbach!!! Und das am 12. Spieltag! Werden wir doch alle langsam seekrank und drehen durch??? Haben Orkan und Skorbut doch Wirkungen hinterlassen?
Kaleu Christian fasste die Anreise wie folgt zusammen:
Als Kaleu hat man Verantwortung und noch schlimmer man muss immer Vorbild sein. Sonntag Mittag ging der Kaleu zur planmäßigen Abfahrt S-Zeuthen mit Dienstuniform, Ausweispapieren, Trinkgeld-vorsortiert, Hausschlüssel, Eintrittskarte, Flasche Whisky (hat Coe 2.0 bei mir bestellt), Unionschal nicht vergessen. Auf Bahnsteig sind komische Leute, so mit Masken – au Sch…, Maske vergessen. Da kam die volle Vorbildwirkung zum Einsatz. Wieder zurück und Maske geholt in Rekordzeit. S-Bahn trotzdem nicht erreicht. Dafür Bild von lustigen Trinkern im Coe 2.0 (Sam, Christian, Tilo usw.) erhalten. Super. Na gut – eben eine Bahn später. Alles planmäßig. Ankunft im Coe 2.0… 1310. Statt Weizen ein Pils bekommen – auch egal. Erst ein Pils, dann noch ein Weizen mit erhöhter Geschwindigkeit. Welt wieder in Ordnung. dazu erste Kontakte mit feuchtfröhlichen Gladbachern, die Christian mitgebracht hat. Alles freundliche Leute, die gerne ihre Punkte in der AF lassen, um die Bayern auf Abstand zu halten. Unsere Feindfahrt war somit erstmal gescheitert. Weg zum Stadion am Zugang Gästeblock vorbei mit ebenso friedliebenden Gladbachern gesäumt. Touch Downs. Wir freuten uns auf ein schönes Spiel unter ehrlichen Fußballfans. Vorgeplänkel wie immer.
Soweit die Vorbereitungen im Coe. Seekadett Nussmann meldete Observation an der Ostseeküste als erfolgreich! Keinerlei feindliche Aktivitäten. Obermaat Marian war für die Sicherung der Südflanke eingeteilt. Und Smutje Stefan hatte abermals Küchendienst im Hauptquartier. Hier sollte sich die Besatzung mal ernsthaft Gedanken über eine Versetzung machen. Zumindest temporär bei einem Heimspiel. Ja und schließlich bliebe noch General Seckler von der 1966-Panzerdivision Stützpunkt Augschburg. Hier nun ein paar fotodokumentarische Hinterlassenschaften:

Bliebe noch der Herr Leutnant. Sein heutiger Einsatz gestaltete sich deutlich schwieriger als erwartet! Seine Aufgabe war eigentlich recht simpel: Sicherung der Illerschleife. Eigentlich Routine. Was so lapidar klinkt, ist aber nicht immer gar nicht so einfach! Abermals als Familienausflug getarnt, musste unser Leutnant feindliche Aktivitäten rund um den Grünten überwachen! Und das war verdammt wichtig!!! Einzig der Umsichtigkeit unseres Leutnants ist es zu verdanken, dass von der Iller her nichts Dramatisches passierte. Sein Problem nur, dass er mit dieser Aufgabe ein extrem hohes Maß an Verantwortung mit sich trug. Denn vom „Wächter des Allgäus“ (so wird der Grünten im Volksmunde genannt) glaubte er, feindliche Zusammenrottungen auszumachen. Und zwar genau an der „Neumayr Hütte“. Ohne jetzt strategische Interna zu verraten, aber wenn es rund um besagte Hütte brodelt, dann droht wirkliche Gefahr! Und sehr wahrscheinlich spürten das die Matrosen um Admiral Fischer! Denn die Borussia aus Gladbach führte zur Halbzeit mit 1:0. Doch dazu später mehr. Zurück zur Hütte. Familie Leutnant also strammen Schrittes vom Jägerdenkmal zur Hütte. Schnell war das Problem ausgemacht: Es standen lediglich zwei Damen als Bedienung zur Verfügung. Da war natürlich Stress vorprogrammiert. Und in dieser Phase muss auch das Tor in der Alten Försterei gefallen sein. Jedenfalls konnte Familie Leutnant die Situation entschärfen, gab „GRÜNES LICHT“ zum Kaleu und konnte erstmal ein leckeres Engelbräu genießen. Dazu einen Wurst-Käseteller… Leutnant Seku war sichtlich zufrieden. Auch wenn die zeitliche Gesamtsituation ein heimisches Fußballkieken nicht mehr zuließen. Aber im Tagesbefehl hieß es ganz eindeutig: „Order ist Order! Befehl ist Befehl! Schnaps ist Schnaps!“ Daran hielt sich der Leutnant. So sah es dann rund um den Brandherd im Oberallgäu aus:

Nun aber zum eigentlichen Geschehen im Stadion An der Alten Försterei: Schiedsrichter Harm Osmers pfiff die Partie pünktlichst um 1530 an. Unsere Mannschaft begann zunächst druckvoll. Prompt folgte die erste Großchance für unsere Mannen. Flanke von Julian, Janik zieht sofort ab. Traf aber leider nur den gegnerischen Verteidiger. Mist. Bis zur 23. Minute taten unsere Gäste recht wenig in Sachen Offensive. Dann bekamen sie einen Freistoß zugesprochen. Plea zirkelt den Ball über die Mauer hinweg Richtung Dreiangel. Aber Freddy segelte durch die Berliner Nachmittagsluft und faustete das Leder zur Ecke. In der 29. Minute dann das 1:0 für unsere Jungs! Rani fällt der Ball vor die Füße. Seinen Schuss fälschte Sherry dann noch unhaltbar ab. Riesen Stimmung in der Försterei! Doch dann der Schock. Der VAR prüfte das Tor und entschied auf Handspiel unseres Toppstürmers. Ach nö, watt ne Schei… Aber Mund abputzen und weitermachen! In der 33. Minute Ecke Gladbach. Kopfball Elvedi. Tor. 0:1. Na dufte. Konnte ja nicht anders sein. Und nur vier Zeigerumdrehungen weiter beinahe das 0:2. Das wäre dann ja das i-Tüpfelchen. Aber der Kopfball landete zum Glück auf dem Tordach. Puh. Durchatmen. Bis zur Halbzeit passierte dann nur noch sehr wenig. Mit leicht hängenden Köpfen schlichen unsere Götter in die Katakomben.
Um 1633 ging es weiter. Unsere Mannschaft zunächst unverändert. Auch der Borussen-Coach sah noch keinen Grund zum Wechsel. Warum auch? Immerhin führte der Tabellenzehnte beim Spitzenreiter. Auch wenn unsere Unioner zu diesem Zeitpunkt „nur noch“ Zweiter waren… Einfach irre diese Konstellation. Zunächst war nicht viel los auf dem Rasen. Gladbach tat nicht viel nach vorn, wollte die Hausherren ganz offensichtlich locken. Dreifachwechsel der Eisernen in Minute 59: Svenne für Jordy, Trimmi für Tymek und Genki für Andras. Tohuwabohu im Fohlenstrafraum in der 67. Spielminute: Zunächst Sherry per Hinterkopf (war wohl Abseits?), Trimmi flankte, totale Unruhe. Schließlich kam Jule zum Abschluss. Aber Marv konnte klären. Menschenskinder, hätte er da nicht einfach den Ball vorbeilassen können? So als Fußballgott? Nun, weiter ging es. In der 74. Minute Doppelwechsel durch unseren Admiral. Jamie für Janik und Behre für Becks. Noch blieb ja ein Viertelstündchen. 2 Minuten später zimmerte Svenne die Kugel auf das Tor der Gladbacher, jedoch nicht präzise genug. Zu diesem Zeitpunkt gingen die Spielanteile ganz klar an unsere Mannschaft. Nur ein klitzekleines Törchen fehlte. Das änderte sich in der 79. Minute. Diogo im Mittelfeld. Suchte einen Anspielpartner. Da sich niemand fand, schlug er den Ball in den Strafraum. Behre geht mit allem rein was er zur Verfügung hat und köpfte den Ausgleich. Nebenbei hatte er noch die Faust von Sippel mitten im Gesicht. Aber das störte diesen Typen nicht die Bohne! Einfach aufstehen und weitermachen. Wahnsinn der Mann!!! Und dann kam die 86. Minute: Jule mit dem langen Ball von links und Trimmi nickte ein. Die Försterei stand Kopf! Spiel gedreht! 2:1 und nur noch wenige Minuten zu spielen. Aber Pustekuchen. Scheinbar lag eine Abseitsstellung vor, sodass der Treffer aberkannt wurde. Unglaublich. Aber es gab weitere 6 Minuten obendrauf. Dann die letzte Ecke des Spieles. Kurzer Ball auf Jamie. Er schlenzte den Ball in den Strafraum. Danhilo kam angerauscht und wuchtete selbigen in das Netz. Was danach abging, das kann hier nicht in Worte gefasst werden. Jedenfalls wurde das Spiel nicht mehr angepfiffen und wir standen wieder auf Platz 1 der Bundesliga. Es ist einfach unheimlich, unfassbar, unbeschreiblich, un….

Fazit: Auf das Flottenkommando und die gesamte Crew war absolut Verlass. Ein jeder ging über sich hinaus! Ob ganz hoch oben im Norden, oder aber knapp 1000km entfernt im Oberallgäu, oder aber Ehrentribüne, Sektor 2, Sektor 3, Kombüse oder in Marienfelde. Und natürlich die Protagonisten auf dem heiligen Geläuf. Ein sensationeller und vor allem denkwürdiger Fußballnachmittag. Und wir stehen wieder JANZ WEIT OBEN!!!! Kaleu Christian fasste den restlichen Abend gewohnt knapp, dafür sehr präzise zusammen:
Rückweg zum Coe 2.0. Abklatschen mit Gladbachern, die uns das alles von ganzem Herzen gönnen. Unglaublich! Durstige Gladbacher in unsere Kneipe entführt und Sieg mit diversen Bieren und Pfeffis gefeiert. Die Gladbacher kamen aus irgendeinem Dorf (450 EW) in Bodenseenähe und wie nicht anders zu erwarten: Meckatzerfans! Verbrüderung und Treffen zum Frühlingsfest vorgemerkt. So ging der Abend dann wieder etwas länger und ich habe trotzdem arbeitsbedingt die Kurve rechtzeitig bekommen. So war ich total glücklich 23 Uhr zu Hause und um die Erfahrung reicher: Alle Bundesligavereine, fast alle, gönnen dem FCU die Tabellenführung und geben gerne ihre Punkte ab, nur um die erneute Bayerndominanz zu durchbrechen. Also wurde aus der Feindfahrt eher eine Flottenübung! U.N.V.E.U.
Der Knappheit seiner Ausführungen kann entnommen werden, dass er gedanklich schon am Dienstplan für das schwierige Donnerstagspiel grübelt. Hier nun noch ein paar fotographische Ergänzungen:

DFB-Pokal Runde 2 gegen Heidenheim

LOGBUCHEINTRAG 2022-10-19

Bereits vor dem Pokalspiel stand fest, dass wir am heutigen Abend im Spiel gegen Heidenheim nicht auf Marc Schnatterer treffen werden. Dieser Typ hatte uns in einigen Spielen ziemlich die Nerven geraubt. Und er hatte einst in einem Interview recht deutliche Worte gegen unseren Verein in die Welt gesetzt. Sollte er nun zu Beginn der Partie in Mannheim sitzen und seinen ehemaligen Mitspielern die Daumen drücken. Das war uns doch Wurscht… Wir hatten eigene Probleme. Zunächst vermeldete Kaleu Christian, dass alle geplanten Aktivitäten im Flottenstützpunkt Marinehaus abgesagt wurden. Folgende Situationen ließen ihm keine andere Wahl: Maat Tilo vermeldete, dass er zwar im Stadion zugegen sei, aber noch immer nicht über 100%-ige Schlagkraft verfüge. Maat Christian gab leider im Vorfeld sein Ticket weiter. In der guten Hoffnung auf einen gemeinsamen Marines-Abend im Hauptquartier. Seekadett Nussmann meldete heute absolute Dienstunfähigkeit und verblieb im Prenzl-Berg-Lazarett. Leutnant Seku ging es zwar etwas besser, hielt aber tapfer mit skygo Stellung im Hotel Albertin in Berlin-Weißensee. Unser Kaleu brachte trotz dieser Dezimierungen folgenden Tagesbefehl in die Runde:

Was für ein Stratege unser Kaleu! Denn in chiffrierten Telefonaten mit dem Kaleu stand fest, dass Leutnant Seku noch immer in Berlin bleiben wird und erst morgen nach dem Spiel die weite Reise zum Illerstützpunkt antreten werden würde. Also beide ranghöchsten Offiziere in unmittelbarer Nähe des Gefechts. Was sollte da noch schiefgehen? Dennoch ruhten unsere Hoffnung heute noch etwas mehr als üblich bei Admiral Fischer und Vizeadmiral Ruhnert.
Dann ging es auch schon los. Anstoß für das Pokalspiel um 2045. Schiedsrichter Florian Badstübner pfiff die Partie an. Unsere Jungens spielten zunächst Richtung Wuhle. Also ein gutes Omen! Vor (natürlich) ausverkauftem Haus begann unsere Mannschaft ganz im Stile einer Spitzenmannschaft. Die Gäste standen recht tief und ließen die Hausherren ersteinmal kommen. Schon nach nur 7 gespielten Minuten geriet der Matchplan der Heidenheimer mächtig ins Wanken: Sherry Doppelpass mit Jule, mustergültige Flanke auf den 2. Pfosten. Da kam Tymek anmarschiert und zimmerte die Kugel in die Maschen. Respekt für die Volleyabnahme, den macht nicht jeder!!! Also der Auftakt war schon mal super. Bis zur 16. Minute ganz klare Spielkontrolle unsererseits. Dann ein erster scharfer Schuss unserer Gäste, der geblockt werden konnte. Den Abpraller nimmt Geipl direkt, aber Lenny´s linker Arm war biltzschnell zur Stelle. Die folgende Ecke köpfte Sven dann weit weg von unserem Strafraum. Kurzes Durchatmen in der 26. Minute. Ecke für Heidenheim. Halbhoch in den Strafraum. Aber kein Mensch will die Kugel haben. So strauchelte sie still und leise am Pfosten vorbei ins Toraus. Das war ja noch einmal gutgegangen! In Minute 30 mal wieder ein Angriff unserer Jungens. Danilho schraubt sich hoch und köpft leider über das Tor. Verdammt. Nur eine Zeigerumdrehung weiter: Ecke, Ball auf Diogo. Strammer Schuss auf den ersten Pfosten. Aber irgendwie reagiert der Keeper sensationell und wir bleiben beim 1:0. Weitere Chancen von Diogo, Sven und Sherry (per Kopf) versandeten dann leider im Nirvana. So ging es mit 1:0 in die Kabinen.
Kurzes Fazit: Wir waren ganz klar das bessere Team. Mit deutlich mehr Ballbesitz, mit den besseren Chancen. Mit einem Törchen mehr hätten wir deutlich entspannter den Pausentee genießen können.
Weiter ging es um 2147. Nach nur 2 Minuten erobert Segu den Ball und startet direkt durch. Pass auf Sherry, der den Ball in die lange Ecke einschieben will. Aber der Heidenheimer Keeper war auf dem Posten. Das musste doch das 2:0 gewesen sein. Ärgerlich!! Dann in Minute 52 die Erlösung: Kopfball Svenne. Über den Torwart hinweg schlug das Spielgerät im der Tor der Gäste ein. Kollektive Erleichterung! Nach mehreren Wechseln der Heidenheimer nehmen sie nun doch auch etwas verstärkt am Spiel teil. Und da die Crew um Admiral Fischer einen Gang runterschaltete, ist der Drops noch lange nicht gelutscht. Also weiter höchste Konzentration!!! Besagter Admiral entging diese Tatsache natürlich auch nicht. Dafür steht ja da an der Seitenlinie… Also wechselte er ebenfalls. Zunächst Tim für Sherry, dann Niko für Tymek, Genki für András. Und nun ging das Spielgeschehen wieder deutlich in Richtung Heidenheimer Tor. Es ergaben sich wieder Chancen im (naja fast) Minutentakt. Ob Niko, oder Svenne, die Chancen zum 3:0 waren da, wurden aber leider nicht genutzt. Weitere Wechsel kurz vor Spielende: Behre für Svenne und Morten für Janik. Besagter Behre in der 89. Minute mit der RIESENCHANCE, den Deckel endgültig draufzumachen. Zugegeben, der Heidenheimer Keeper erwischte einen sensationellen Abend. Respekt, tolle Leistung. Um 2235 pfiff der gute Schiedsrichter diese Partie ab.
Es ist kaum in Worte zu kleiden, was da in Köpenick gerade abgeht. Nach 10 Spieltagen in der Bundesliga ganz oben mit 23 Punkten. Europäisches Überwintern, im DFB-Pokal im Achtelfinale. Ich sag mal so, es gab schon durchaus schwierigere Zeiten…
EISERN UNION