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Punktgewinn gegen die Domstädter

LOGBUCHEINTRAG 2023-03-04

Es ist schon irgendwie verrückt! Aber im Textilvergehen vom Donnerstag schrieb ein User:
„Zum derzeitigen „Leistungs-Knick“ möchte ich ergänzen, dass die Niederlage letzte Woche zu einem neuen und laufenden Saison-Negativrekord bei uns geführt hat. Union hat nun erstmals diese Saison 2 (Liga-?) Spiele am Stück nicht gewonnen. Es geht also merklich bergab mit unserem Team und ich weiß nicht, wo das enden soll?…“
Ein jeder, der diesen Beitrag liest und so n bissel Unioner-Blut in sich trägt, der weiß sehr wohl einzuordnen, dass da ein klitzekleiner Hauch von Ironie mit von der Partie war! Aber ja, WIR haben aus den letzten beiden Bundesligapartien lediglich einen Punkt geholt. Und dabei nicht ein einziges Tor erzielt. Richtig ist auch, dass unsere Matrosen in diesen Spielen nicht ihre Stärken abrufen konnten. Was also blieb unseren ranghöchsten Offizieren weiter übrig, als diese Situation zu analysieren und die entsprechenden Maßnahmen zu ergreifen. So begab es sich, dass Admiral Fischer, Vizeadmiral Ruhnert und KaLeu Heller in einer Krisensitzung folgende Beschlüsse gefasst haben:
1. Ein neuer Rasen muss her. Mit Markierungen, die strengster Geheimhaltung unterliegen. Verantwortlich KaLeu Heller.
2. Vizeadmiral Ruhnert überwacht die Vermessungsarbeiten und gibt klare Anweisungen, wie der Rasen vor Spielbeginn zu präparieren sei.
3. Admiral Fischer trägt die alleinige Verantwortung, seine (unsere) Matrosen auf dieses verdammt schwierige Spiel vorzubereiten und den schlagkräftigsten Flottenverband in die Schlacht zu schicken.
4. Punkt 1 war für KaLeu Heller natürlich ein absolutes Highlight. Er macht das ja irre gerne. Aber das war noch lange nicht alles. Admiral Fischer und Vizeadmiral Ruhnert befahlen ihm, auch die Marines wieder zu motivieren, an den strategisch entscheidenden Orten einzuteilen und nicht nur Leutnant Seku in das Stadion zu beordern. Dieser solle lieber die Iller sichern und die wirklich wichtigen Aufgaben den kompetenteren Marines überlassen. Klar, der Leutnant war not amused, aber das zählt natürlich alles nicht! Auch er hat sich den Interessen und Zielen ALLER unterzuordnen!!! Und: BEFEHL IST BEFEHL!!! Stichwort Befehl. Punkt 0717 war Morgenappell und der folgende Tagesbefehl wurde vom KaLeu Heller kundgetan:

Die nun folgenden Fotos belegen ganz deutlich, dass unsere Marines die heutige Aufgabe sehr-sehr ernst nahmen.

Ja nun, da war es also angerichtet. Der Rasen präpariert, die Marines im Anflug zur Försterei. Auch wenn der Rasen optisch etwas zu wünschen übrig ließ… Es war es zu erwarten, dass unsere Gäste mit ihrem in Berlin-Köpenick wohnendem Cheftrainer hier in unserem Wohnzimmer nicht als lustiger Karnevalsverein 3 Punkte so mir nichts, dir nichts da lassen würden. Genau so kam es dann auch. Und es ist leider so, dass hier und heute keine Dramatisierung das Spiel aufwerten würde. Dennoch ein paar Eckdaten:
Anpfiff um 1530. Schiedsrichter Tobias Stieler. In den ersten 10 Minuten Union klar überlegen. Bis dahin aber keine allzu große Gefahr vor des Gegners Tor. Nach 14 Minuten wurde unser Leutnant etwas ungehalten: Herr Stieler pfiff nicht gerade unionfreundlich, um es hier mal vorsichtig zu formulieren. Diese Tatsache fand dann in Minute 19 ihren traurigen Höhepunkt: Mustergültiger Konter der Kölner. Nach Ballgewinn von Schmitz sprintete Maina rechts entlang und passte auf Ljubicic, der nach Ballan- und mitnahme aus halbrechter Position aus 13 Metern das linke Eck um Zentimeter verfehlte. Soweit, so gut. Aber der Balleroberung ging eine klare Unsportlichkeit voraus: Der ballerobernde Göllner konnte nur deshalb den Ball erobern, da er unseren Verteidiger ins Gesicht schlug. Dieser ging ko zu Boden und brauchte dann erstmal ne ganze Weile, um die Orientierung wiederzufinden. Fairerweise muss nun aber auch erwähnt werden, dass das Schiedsrichtergespann fortan einen guten Job machte. Und obwohl sich beide Mannschaften nichts schenkten, es blieb bis zur Halbzeit ein absolut faires Spiel! Kurzes Fazit: Unsere Matrosen machten ein ordentliches Spiel. Mehr Ballbesitz, etwas klarer vor Kölns Tor. Aber so richtig zwingend war es noch nicht.
Weiter. 1633. Zur 2. Halbzeit kann eigentlich nur gesagt werden, dass unsere Gäste sehr aktiv waren! Ein absolut sehenswerter Auswärtsauftritt. Ein ums andere Mal hatten wir es unserem Freddy zu verdanken, dass die „NULL“ stand!!!! Und wir selbst kamen eigentlich nicht so wirklich richtig vor das Tor der Kölner. Und so endete die Partie am Ende 0:0. Beide Trainer sprachen in den Interviews von einer gerechten Punkteteilung. Wir Marines denken jedoch, dass wir heute viel Dusel hatten und Punkt Nummer 44 sehr gerne mitnehmen. Denn nach 23 gespielten Partien stehen wir mit dieser Punktausbeute auf Platz 3 der Bundesliga! Auch wenn wir nun (mal pessimistisch betrachtet) aus den letzten Spielen „NUR“ 2 Punkte holten und dabei auch kein einziges Tor erzielten, bleibt es auch weiterhin ein absoluter Traum, was wir in den letzten Monaten erleben durften. Und wir träumen sehr-sehr-sehr gerne weiter. Aber mal ganz ehrlich, es macht irre viel mehr Spaß, von einer Europa-Pokal-Schlacht an einem Donnerstagabend zu berichten. Wind, Regen, Flutlicht. Dazu ein Gegner aus Amsterdam. Und eine Mannschaft, die bewaffnet bis unter die Zähne alles gab. 90 Minuten vollster Einsatz.
So geht es unaufhaltsam weiter: Am Donnerstag (09.03.2023) um 1845 empfangen wir die Belgier von Union Saint Gilles in der Europa-League zum Hinspiel im Achtelfinale. Unser Logbuch wird dann an diesem Abend um einen Beitrag reicher sein!
EISERN UNION

Auswärts in der Allianz-Arena

LOGBUCHEINTRAG 2023-02-26

Nach dem grandiosen Europapokalauftritt unserer „EUROFIGHTER“ stand nun heute eine Aufgabe auf dem Plan, die sicherlich nicht schwerer hätte sein können: Auswärtsspiel in München. Nachdem die Gastgeber in der Vorwoche in Gladbach verloren hatten, blieb ihnen eine ganze Woche Zeit, diese Niederlagen zu verarbeiten. Hinzu kamen die Querelen um ihren sehr seltsamen Trainer. Also waren waren sie hochmotiviert! Und unseren Jungs steckte ja noch der Donnerstag in den Knochen. Dies alles keine allzu guten Voraussetzungen. Da auch unsere Crew eine kleine Auszeit benötigte, schickte der KaLeu lediglich unseren Leutnant in die Arena. Aber würde er als Einzelkämpfer bestehen und vielleicht ein Pünktchen mitnehmen? 0800 trat die Crew zum Morgenappell an und unser KaLeu verkündete folgenden Tagesbefehl:

Doch leider gibt es nach Beendigung dieser Partie absolut nichts, was hier im Logbuch positiv erwähnt werden könnte. Die im Anschluss veröffentlichen Fotos dokumentieren zwar die absolute Gefechtsbereitschaft unserer Marines, mehr aber auch nicht. Leutnant Seku war völlig überfordert und wird wahrscheinlich für die nächsten Spiele wieder die Iller bewachen müssen. Der Support im Stadion fühlte sich wie eine einzige Katastrophe an. Die Ultras gaben sich redlich Mühe. Aber ein langgezogener Gästeblock ganz oben des Stadions war untauglich für gute Unterstützung. Ja und dem Spiel selbst kann hier nichts entnommen werden, was einen klitzekleinen Hauch von Spannung versprühen könnte. Unser Admiral sprach nach der Partie davon, dass die Bayern 2-3 Klassen besser waren. Und genau das trifft den Nagel auf den Kopf. Daher nun „GUTE NACHT“ liebes Tagebuch. Wir alle werden die nun folgenden Tage zur Regeneration nutzen. Der KaLeu wird am Donnerstagstammtisch eine kurze Auswertung vornehmen. Am kommenden Samstag erwarten wir die Geißböcke aus der Domstadt. Mit Fußball-Gott-Trainer Baume. Anstoß in unserem Wohnzimmer ist 1530. Dann alle Mann mit frischen Kräften! EISERN

Marines, ab zum Zahnarzt!

LOGBUCHEINTRAG 2023-02-24

Heute nun war es mal wieder soweit: Unsere Marines mussten zur zahnärztlichen Prophylaxe. Alle Jahre wieder. Und das nach einem sensationellen Europapokalabend. Na, ob das wohl der richtige Zeitpunkt war? Oder würde der Herr Doktor noch bei nahezu allen Protagonisten starken Restalkohol riechen müssen? Immerhin bestand die Gefahr, dass einige unserer Besatzung an Skorbut erkrankt seien. Die letzten Feindfahrten waren aber auch sowas von anstrengend!! Selbstredend gab es für diesen heutigen Abend vom Führungsstab einen Tagesbefehl:

Ob nun tatsächlich Skorbut, oder doch nur schlechte Zahnpflege durch das gestrige Highlight festgestellt wurde, oder ob es überhaupt zu irgendwelchen zahnärztlichen Untersuchungen kam, hier nun alle alle Details für unser Logbuch:

Unser Seekadett Nussimann zeichnet für die nun folgende Berichterstattung verantwortlich:

Veranstaltungsbericht von Seekadett Nussbücker

„Zum zweiten Mal hatte uns Marine-Stabsarzt Dr. Henry unter oben genanntem Motto in seine heiligen Hallen geladen. Als ich diese zusammen mit meiner Liebe kurz nach 16.00 Uhr betrat, herrschte dort bereits reges Treiben. Wohin ich sah, überall Marines, vornehmlich die Mitglieder unseres U-1966, in Begleitung ihrer zumeist zivilen Gäste.

Unverzüglich meldete ich mich bei KaLeu Heller, um erste Order zu empfangen: Punkt 17.00 Uhr feierliche Begrüßung aller Anwesenden. Ich nutzte diese Gelegenheit, um Marines wie Gäste herzlich willkommen zu heißen und denen zu danken, die in besonderem Maße diese Veranstaltung ermöglicht hatten. Da war zum ersten unser Gastgeber Dr. Henry, der es sich auch dieses Mal nicht nehmen ließ, im Laufe des Abends die medizinisch-technische Sicherstellung zu verantworten.

Christl & Peter von der Meckatzer Brauerei standen auch dieses Mal für das leibliche Wohl gerade. Mit kundigen Händen und sehr viel Liebe schenkten sie den gesamten Abend über köstlichstes Helles sowie Bock aus dem Hause Meckatzer aus. Ein hartes Stück Arbeit, denn Qualität wie Köstlichkeit des Gezapften sorgte dafür, dass beide Zapfhähne unter Dauerbetrieb standen.

Um das Nicht-flüssige leibliche Wohl sorgte sich, ebenfalls in bewährter Professionalität und zugleich liebevoller Hingabe, Obermaat Pfannschmidt von unserer Basis Marinehaus an der Jannowitzbrücke, unmittelbar über dem Anleger unsres U-1966 gelegen. Bockwurst, Gürkchen, Brot, Salz und feinstes Schmalz umfassen nur sehr ungenügend das Wirken meines unmittelbaren Vorgesetzten.

Cartoonist Sam Paff, Praktikant auf unserem Schwesterschiff MS Viktoria, war erneut für die künstlerisch hoch wertvolle Gestaltung der Einladungskarten zu danken. Wie wunderbar, dass er dieses Mal persönlich anwesend sein und mit seinem unverwechselbaren, aus tiefstem Herzen kommenden Humor zum Gelingen dieses Abends beitragen konnte.

Das literarische Programm spannte einen weiten Bogen aus den End-Zwanzigern des 20. Jahrhunderts bis hin zur lichten Zukunft unseres Planeten 1000 Jahre nach dem Ende unserer menschlichen Zivilisation: Zunächst las Maja Lopatta zusammen mit ihrem Sohn Chris, in Unioner-Kreisen bekannt als Lopez, aus ihrer jüngst erschienenen Autobiografie „Das Leben ist ein Geschenk“. Mutter und Sohn spielten einander gekonnt und nicht ohne Liebe die Bälle zu, wobei sehr schnell klar wurde: Der Titel von Majas auf steten Druck ihres Sohnes verfassten Buches hätte treffender nicht gewählt sein können. Die Nase stolz erhoben, ohne jemals auch nur eine Spur hochnäsig zu sein, ging diese Frau die ersten neuneinhalb Jahrzehnte ihres irdischen Daseins an. Ob Flucht, finanzielle Not, ihre heiß geliebte Arbeit als Chefredakteurin der Fachzeitschrift für die Unterhaltungskunst – in jeder Faser besticht diese Frau durch ihren herzlichen Optimismus wie ihre unbedingt positive Lebensfreude, von der sie uns Zuhörenden jede Menge abgab – als Geschenk!

In der zweiten Runde lasen, nach einer angemessenen Pause mit Speis, Trank & Gesprächen, meine Liebe namens Anke und ich aus unserem Roman „Der Rheaner“. Ganz sicher geleitet uns diese Lesung ein gutes Stück in Richtung jener Druckfassung, in der unser Buch eines Tages den Weg zu seinen Lesern finden wird.

In einer dritten Runde durfte ich dem Publikum ein Kapitel aus meinem jüngst erschienen Union-Buchs „Eisern nach oben“ vortragen. Dabei wurde wie alle zuvor Vortragenden unterstützt von Stabsarzt Dr. Henry, der den gesamten Abend über für bestes Licht sowie die jeweils genau passende Leseposition sorgte und stets eine im medizinischen Sinne optimale Getränkeversorgung der Lesenden achtete.

Nach getaner Arbeit durfte er sich höchstselbst auf den Behandlungsstuhl begeben, um sich von Prof. Dr. h.c. Sam in einer hochgradig präzisen Routineuntersuchung durchchecken zu lassen. Somit konnten am Ende alle Beteiligten bei bester Gesundheit, wohl genährt wie beschwingt des Stabsarztes heilige Hallen verlassen, bis zur nächsten Routineuntersuchung in einem Jahr.“

Ein Logbucheintrag, der es mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit in die TOPP TENN aller Einträge schaffen wird! Da tut es mir als Moderator umso mehr weh, dass ich abermals Friedenswacht im inzwischen verschneiten Unterallgäu halten musste. Immerhin konnte ich so einen kleinen Beitrag leisten, dass die Untersuchungen in keiner Sekunde von feindlichen Truppenaktivitäten gefährdet waren. Auch ein kleiner Trost!

Europa-League-Rückspiel gegen Ajax

LOGBUCHEINTRAG 2023-02-23

Es ist nun auf den Tag genau vier Tage her, dass wir gegen das Schlusslicht der ERSTEN (!!!) Fußball-Bundesliga „lediglich“ 0:0 spielten. Erste Konsequenzen waren heftigste Diskussionen im COE 2.0. Der KaLeu beschrieb die Situation am nächsten Tag wie folgt:
„Ich begab mich nach dem Spiel ins Coe 2.0, wo Nussi bereits mit dem berüchtigten Bananensaft wartete. Er philosophierte von schlechten Bodentruppen, fehlender Luftunterstützung und unfairen gegnerischen Kämpfern. Er forderte mehr Abstimmung in und mit der Admiralität. Diese Jacke musste ich mir dann auch anziehen. Der Abend war also insofern erfolgreich, weil lehrreich. Hier gibt es also Reserven, die wir unbedingt erschließen müssen. Die Zeit drängt und Amsterdam ist im Anmarsch ! Wir haben nur eine kurze Zeit zur Vorbereitung, Kräfte sammeln und Vorräte auffüllen. Frisch ans Werk und den Donnerstag zu unserem Tag machen. Am Ende werden wir Siegen und ewig leben usw…. Ahoi!“
Wer unseren KaLeu kennt, der weiß nur zu gut, dass er ein Mann der Taten ist, dass berechtigte Kritik sofort sein Hirn aktiviert und alsbald Lösungen gefunden werden müssen! Das ist für die Crew nicht immer einfach, aber der „ALTE“ ist eben der Chef und die ruhmreichen Erfolge der letzten Jahre sind ja wohl definitiv nicht von der Hand zu weisen! Daher wurde also kurzerhand vom KaLeu die U-1966 Airforce-One als Prototyp entworfen. Wo uns das Alles noch hinführen wird, nun, wir warten mal in aller Ruhe ab.

Soweit der Rückblick auf die letzten Tage in unserem aufregenden U-Boot-Leben. Denn viel Zeit blieb nicht zwischen dem „Schalke-Debakel“ und dem heutigen Rückspiel gegen Ajax. Dass der heutige Tag ein ganz besonderer werden sollte, spürten unsere Marines bereits um 0526! Der KaLeu ließ die Crew antreten und kam sofort zum Tagesbefehl 09/2023:

Da auch unsere Marines diesem heutigen Abend entgegenfieberten, war dieses frühe Wecken natürlich absolut kein Problem! Die Stiefel geputzt, die Käppis saßen perfekt, die Uniformen frisch gebügelt. Dazu 5 Euro im Geldbeutel, Kamm dabei, ein Kondom sowieso… Der KaLeu war abermals stolz auf seine Crew!!! Also unsererseits schien alles vorbereitet. Nun war es keinem Geringerem als Admiral Fischer vorbehalten, die Matrosen auf diese sagenhafte Schlacht vorzubereiten. Hier nun eine kleine Fotogalerie zur Anreise unserer Marines:

Nun aber zum Spiel. Unser Leutnant hatte ein ganz besonderes Ass im Ärmel: Seine Mutti, wohnhaft in Ottobeuren, hatte nun auch endlich mal die Gelegenheit, ein Unionspiel live im TV zu kieken. Ihre Aufregung war natürlich riesengroß. Der Leutnant erklärte ihr kurz den Tagesbefehl und dass sie auf Befehl des KaLeu einen Vor- oder Nachtor-Rum zu trinken habe. Zwischen diesen Trinkaktivitäten sollte stets ein Meckatzer griffbereit sein. Kleinlaut musste sie zugeben, dass beides gerade nicht vorrätig sei, sie es mit Rotwein versuchen würde. Naja, ob das mal gutgehen würde? Ein Versuch war es allemal wert!! Kurz vor Spielbeginn bombardierte sie weiter unablässig unseren Leutnant mit handynachrichten. Dieser jedoch ließ sich nicht beeindrucken und ermahnte Mutti nach 3 Spielminuten zur absoluten Funkstille. Natürlich sachlich, aber bestimmt. Der Feind aus Amsterdam sollte nichts von der heimlichen Verstärkung erfahren. Und Mutti Leutnant hielt tapfer durch! Also bis zur Halbzeit. Doch bis dahin passierte so einiges:
Schiedsrichter Ricardo de Burgos aus Spanien führte die Teams aufs Feld. Anstoß pünktlichst 2100. Die Gäste aus Amsterdam gewannen die Platzwahl und so begab es sich, dass wir in Halbzeit 1 auf das „Zuckertor“ spielten. War das ein gutes Omen?
Nach 10 Minuten ein kleines Fazit: Ajax optisch überlegen, unsere Truppenteile gewohnt früh anlaufend mit absoluter Abwehrdisziplin. somit blieben erste Torchancen Mangelware. In der 16. Minute gab es die erste Ecke für unsere Mannschaft. Nur eine Minute weiter gab es „GELB“ für Ajax. Dann eine Flanke auf zweiten Pfosten, wo sich Danilho hochschraubt und die Kugel Richtung Tor köpfte. Aber auf dem Weg des Balles in das Tor war urplötzlich eine holländische Hand. Jeder hatte es gesehen! Ob im Stadion, im TV, selbst in Timbuktu. Wo auch immer. Klarer Elfer. Nur der Schiedsrichter, der freie Sicht auf diese Aktion hatte, bewertete die Situation als nicht strafstoßwürdig. Doch dann meldete sich der VAR und zitierte den spanischen Spielleiter zum Fernseher. Es ist noch immer nicht klar, warum er da gefühlte 95 Minuten auf die Glotze starrte. Die Situation war aber so was von eindeutig. Schließlich revidierte er seine erste Entscheidung und gab den Elfer für uns. Eine äußerst geniale Gelegenheit, hier mit 1:0 in Führung zu gehen! Unser Robin nahm sich des Spielgerätes an und stapfte zum Punkt. Rudelbildung und bockige Holländer sollten unseren sichersten Elfmeterschützen wohl einschüchtern. Pah, da müssen aber andere Geschütze aufgefahren werden! So ein bissel Larifari lässt doch unseren Robin aber so was von kalt! Er drosch das Leder eiskalt in die Maschen. Ok, irgendwelche selbsternannten „Experten“ (ich schmeiß´ mich weg vor Lachen) faselten irgendwas von Glück. Selbst der Kicker ließ sich dazu hinreißen. Ohje, arme Journaille… Ich bin der felsenfesten Überzeugung, dass Robin den Schuss absichtlich halbhoch ansetzte, um den Gästen zu demonstrieren: Seid doch bockig, macht Rudelbildung, ist mir völlig rilleralle! Ich werde euren Keeper schon demütigen. Lirumlarum, wir führten 1:0. Und das ist das, was am Ende zählt!
Weiter ging es also. Danilho kassierte dann wie auch schon im Hinspiel den „Gelben Karton“. Bis zu Minute 40 passierte dann nicht wirklich viel. Ajax bemüht, Union konsequent im Abwehrspiel. Selbst Sherry und Beere ackerten wie blöd nach hinten. Doch dann das: Die bis dato beste Chance für Ajax! Über die rechte Seite konnten sich die Niederländer in den Strafraum kombinieren. Nach Doppelpass hatte Rensch rechts viel Platz und gab scharf nach innen zu Kudus, der freistehend aus fünf Metern am Tor vorbeischoss. Zuvor stand der Ghanaer im Abseits, ein Treffer hätte demnach nicht gezählt. Hui, durchatmen. Nur drei Minuten später war es dann soweit: Der Ball zappelte in unserem Gehäuse. Ballverlust im Aufbauspiel. Schnelles Umschalten von Tadic. Den ersten Abschluss von Bergwijn konnte Freddy parieren, legte die Kugel aber genau vor die Füße Kudus. Der Ghanaer musste nur noch über die Linie schieben, stand bei Bergwijns Abschluss aber Zentimeter im Abseits. Mensch war das wieder spannend!!! Aber der direkte Gegenzug sorgte für die völlige Ekstase: Eine Flanke von links rutschte erst durch, doch Janik machte am rechten Strafraumeck den Ball fest. Nach der Ablage in den Rückraum legte sich der eingerückte Josip den Ball auf den linken Fuß und zirkelt ihn auf den zweiten Pfosten. Eigentlich zu unplatziert, doch dem argentinischen Schlussmann rutschte die Kugel über den Handschuh und ins Tor. Diesmal kein Abseits, kein VAR, reinweg gar nichts! Das Tor zählte und wir führten 2:0!!!!! Und das praktisch mit dem Halbzeitpfiff. Verrückt! Was ´ne Stimmung inne Försterei und an den heimischen Fernsehgeräten.
Weiter dann um 2204. Mit diesem 2:0 im Rücken hatten wir für das letzte Viertel (beide Spiele zusammengenommen) eine unfassbar gute Ausgangssituation! Aber würde dieses Ergebnis reichen? Oder würde Ajax noch einmal zurückkommen? Und siehe da, nach nur zwei Minuten stand es nur noch 2:1 Kudus traf mit einem Linksschuss. Na so ein Scheiß aber auch. Das war doch wirklich nicht nötig! Wie reagierten unsere Matrosen? Hatten sie plötzlich die Hosen voll? Denkste Puppe, gleich ab die Post nach vorne! Ecke, Kopfball, Tor. Rums, das ging ja mal flott und es stand 3:1!!! Die Ecke kam auf den zweiten Pfosten, von wo aus Danilho per Kopfball erfolgreich war. So richtig fassen konnte es keiner unserer Marines. Dennoch lagen sich die Fans voller Glückseligkeit in den Armen. Also sofern dies überhaupt möglich war. Denn potentielle Tatortzeugen berichteten später von einer aus allen Nähten platzenden Försterei. Sie fühlten sich wohl wie Sprotten inne Dose. Na das war ja mal ein fulminanter Start in die zweite Halbzeit. Diese beiden Tore öffneten nun alle Tore für einen offenen Schlagabtausch. Es ging hin und her. Aber so richtig Torgefahr kam dennoch nicht zustande. Doppelwechsel in der 64. Minute: Jordan für Beere und Morten für Aissa. Danke an Beere und Aissa. Was ihr geackert habt, JENAU DITT ISS UNION!!!!!!! Stellvertretend für den weiteren Spielverlauf eine Szene aus der 72. Minute: Rani gewann in der eigenen Hälfte den Ball und suchte Sherry, der diesmal jedoch nicht an Bassey vorbeikommt. Unser Stürmer blieb aber am Ball, kontrollierte diesen und verschaffte somit seinen Kollegen eine Verschnaufpause. Noch ne Viertelstunde beten, hoffen, anfeuern. Dazu, wem es denn möglich war, Bier, Rum und Rotwein konsumieren. EIN WAHNSINNS-DANKESCHÖN an Sherry, für den in der 85. Minute der Arbeitstag beendet war. Völlig platt kroch er vom Geläuf. Die Nachspielzeit wurde mit vier Minuten angezeigt. Unsere Gäste schienen zu merken, dass ihr heutiger Gegner eine Nummer zu groß war. Sie kamen zu keinen Chancen mehr. Admiral Fischer wechselte dann noch Trimmi (für Josip) und Nico (für Jerome) ein. Nach dann doch insgesamt sieben Minuten Nachspielzeit war es dann endlich soweit:

WIR STEHEN IM ACHTELFINALE DER EUROPA-LEAGUE!!!!!

Grenzenloser Jubel in Berlin-Köpenick, in Ottobeuren bei Mutti Leutnant, in Woringen beim Leutnant, und was weiß ich nicht wo noch überall. Was für eine unglaubliche Donnerstag-Abend-Schlacht. Aber viel Zeit bleibt nicht: Am Sonntag erwarten uns die Bayern. Diese hatten keine „Englische-Woche“. Sind daher ausgeruht und werden unseren Europakämpfern so einiges abverlangen. Und die sich daran anschließenden Aufgaben machen die Sache beileibe nicht einfacher: Erwähnt seien hier nur mal folgende Daten:
– Stammtisch
– Bundesliga gegen Köln (Baume, wir freuen uns uff dir!!)
– Europa-League Achtelfinale Hinspiel
– Bundesliga in Golfsburg
– Europa-League Achtelfinale Rückspiel
– Bundesliga gegen Eintracht Frankfurt
Und so weiter und so weiter. Und immer weiter. WIR WOLLTEN ES JA SO!!!

EISERN UNION

Chance auf die Tabellenführung gegen Schalke 04

LOGBUCHEINTRAG 2023-02-19

Es ist doch wirklich nicht in Worte zu fassen: Wir schreiben den 19. Februar des Jahres 2023. Nach dem wirklich beherzten Auftritt in der holländischen Tulpenstadt hatten wir die einmalige Chance, mit einem Sieg gegen die Knappen aus Gelsenkirchen die Tabellenführung in der ERSTEN FUSSBALL-BUNDESLIGA zu erobern. Die Fohlen aus Gladbach besiegten gestern den Ligaprimus mit 3:2. Es ist unglaublich!! Aber konnten unsere Matrosen den Schalter nach Amsterdam umlegen? Konnte unser Admiral unsere Matrosen abermals zu einer Höchstleistung motivieren? Hatte unser KaLeu erneut ein gutes Händchen für entsprechende RUM-Maßnahmen? Wie auch immer, PUNKT 0833 ereilte unsere Marines folgender Tagesbefehl:

Nach diesem Tagesbefehl machte sich ein wenig Unruhe breit. Warum auch immer. Eigentlich war alles ganz klar befohlen. So kam beispielsweise die Frage auf, wer denn „Birgut“ sei. Eine andere Ungereimtheit war der Einsatzort unserer Marines. Weiterhin wurde erkannt, unser Seebär, der KaLeu, wirke heute „…sehr angespitzt und wird bei einer Exerzierbesichtigung wohl zum Helm auch die Sonnenbrillen sehen wollen…“ Na hoppa, was war denn da los heute in unseren sonst so ruhigen, überlegten Gewässern? War denn S04 wirklich DER SCHRECKEN schlechthin? Kaum vorstellbar. Immerhin hatten unsere heutigen Gäste gerade einmal 12 Punkte auf der Habenseite zu verzeichnen. Die Matrosen um Admiral Fischer jedoch hatten die einmalige Gelegenheit, am kommenden Sonntag als SPITZENREITER (!!!!!!) in die Allianz-Arena in Münchens Nord-Osten zu reisen. Unwahrscheinlich diese Tatsache, nahezu unfassbar. Doch dazu bedurfte es am heutigen Sonntag eines Sieges gegen das aktuelle Schlusslicht Schalke 04. Nun folgend das heutige Geschehen zusammengefasst:
Zunächst vermeldeten unser KaLeu, Seekadett Nussimann, Maat Christian und Maat Tilo das Auslaufen aus den jeweils heimischen Häfen.

Leutnant Seku bezog in seinem Wohnzimmer Stellung, während die beiden Obermaate auch heute für die rückwärtige Sicherung, vor allem aber für die Sicherheit unseres U-Bootes im Heimathafen am Marinehaus verantwortlich zeichneten. Kleines VOR-SPIEL-FAZIT: Irgendetwas sorgte heute vor Spielbeginn für ein wenig Unruhe in den Reihen unserer U-Boot-Crew. Was das auslösende Moment war, gilt es in den kommenden Tagen zu analysieren und dann natürlich umgehend zu vernichten!!!! Denn die folgenden Aufgaben in den nächsten Tagen und Wochen werden mit Sicherheit nicht leichter. Gutes Stichwort, um den Bogen zum heutigen Spiel zu spannen:
Anstoß um 1530. Freigegeben von Schiedsrichter Tobias Reichel. Nach 20 Minuten ein kurzes Zwischenfazit: Unsere Jungens hatten mehr Ballbesitz (57 Prozent), eine bessere Passquote und gewannen das Gros der Zweikämpfe (68 Prozent). Jedoch brachten sie den finalen Ball nicht an den Mann – und waren auch deshalb bislang relativ harmlos. Es war ein absolutes Geduldsspiel. In der 23. Minute dann aber der erste Kracher: Trimmi brachte eine Freistoßflanke von rechts mit Effet in die Gefahrenzone, wo der Ball über Umwege vor den Füßen von Danilho landete. Der zog sofort ab und zwang Fährmann mit einem präzisen Schuss zu einer starken Parade. Mist, das war eine echt gute Chance zur Führung! Bis zum Halbzeitpfiff passierte nichts, was hier im Logbuch dramatisiert werden könnte.
Anpfiff zu Halbzeit 2 Punkt 1633. Ab der 50. Minute waren unsere Gäste das eindeutig dominierende Team! Das, auch wenn es noch so wehtut, muss hier anerkannt werden! Admiral Fischer erkannte dies natürlich und brachte in der 58. Minute Sherry für Svenne. Dennoch blieb S04 weiterhin das aktivere Team. Daher weitere Wechsel in Minute 65: Paule für Aissa, Jordan für Beere. Nun ja, bis zu Minute 80 waren keine weiteren Großchancen zu verzeichnen. Admiral Fischer versuchte es noch einmal mit einem Doppelwechsel: Jerome für Nico und Morten für Janik. Und siehe da, die Wechsel schienen sich zu lohnen: In Minute 82 starke Flanke von Sherry in den Fünfer, wo Jordan mit dem langen Bein vor Yoshida an den Ball kam, diesen dann aber aus vier Metern über das Tor bugsierte. Und das war es dann schon. Auch in der Nachspielzeit gelang es uns nicht, das Spiel zu unseren Gunsten zu entscheiden. Da Borussia Dortmund die Hertha mit 4:1 nach Hause schickte, fahren wir nun am kommenden Sonntag punktgleich mit dem BVB und den Bayern als DRITTER in die ALLIANZ-ARENA. Der Logbucheintrag zum Sieg in München wird natürlich nicht lang auf sich warten lassen… Abschließend noch ein paar Fotos zum „NACHSPIEL“

Verdammt, Siegesserie in Amsterdam gerissen…

LOGBUCHEINTRAG 2023-02-16

🎤“…Tulpen aus Amsterdam…“🎼Als dieses Lied im Jahre 1953 entstand, ahnten wohl der Texter Klaus Günter Neumann und der Textschreiber Ernst Bader nie im Leben, dass 70 Jahre später unsere Fußballgötter in besagte Stadt nach Holland reisen werden, um dort in einer weiteren unglaublichen Schlacht Europa-Punkte zu erobern. Es ist immer noch unwahrscheinlich, was die Schlosserjungs abliefern. Der Reihe nach:
Unser KaLeu erließ folgenden Tagesbefehl. Dieser wurde diesmal zeichnerisch zementiert von Azubi Sam:

Wie immer klare Befehle. Da gab es nichts zu rütteln oder etwa miss zu verstehen. Auch war klar, dass uns der Gastgeber keine Tulpen schenken wird. Zum Spiel:
Kurz nach 1845 konnte Schiedsrichter Halil Umut Meler die Partie anpfeifen. Und nur kurze Zeit später gleich der erste Eckball für die Mannen von Admiral Fischer. Dieser konnte jedoch vom Keeper geklärt werden. Eine Zeigerumdrehung weiter fand Sherry Beere, der mit der Brust auf Morten. Sein Schuss dann doch leider recht deutlich vorbei am Tor. Na hallo, unsere Jungs zeigten sich also sofort angriffslustig und versteckten sich keineswegs. Das ließ Hoffnung keimen. In den folgenden Minuten sah das Spiel in etwa so aus: Ajax mehr Ballbesitz, unsere Matrosen pressten sehr hoch. Somit blieben Torchancen Mangelware. Dennoch blieb nach 35 Minuten folgende Statistik: Torschüsse Ajax: 0, Torschüsse FCU: 6! Also von „Angsthasenfußball“, „Schießbude Europas“,… keine Spur! Für ein Auswärtsspiel ein mehr als ordentlicher Auftritt. Und schwupps, war auch schon Halbzeit. Fazit: Eine ganz starke Leistung im Hexenkessel. Natürlich hatte Ajax mehr Ballbesitz, dafür schossen wir deutlich mehr auf das gegnerische Tor.
Weiter dann um 1949. Ob unsere Matrosen noch einmal solch eine Leistung darbieten könnten? Ajax begann sehr druckvoll. Kam in den ersten 10 Minuten Freddy deutlich näher. Aber nach 54 Minuten war keine glasklare Chance erkennbar. In Minute 57 „Gelb“ für Rani. Nun legten die Amsterdamer eine große Schippe drauf! Schwerstarbeit in allen Mannschaftsteilen. Auch auf der Brücke, im Marinehaus, an der Iller, in Zeuthen, im Erzgebirge… Und unser kollektiver Zusammenhalt sorgte sogar für den Führungstreffer für unsere Mannschaft: Gespielt waren 65 Minuten. Morten nutzte seine zweite Chance zur Führung: Diogo fand Sherry mit einem langen Ball auf der linken Seite. Der Angreifer machte diesen ganz stark fest und passte anschließend zu Jerome, der sofort zum zweiten Pfosten flankte. Dort nahm Morten das Leder gegen zwei Gegenspieler mit der Brust runter und setzte die Kugel mit seinem zweiten Kontakt zentral ins Netz. Unser KaLeu befahl sofort den Nachtor-Rum. Positive Fassungslosigkeiten bei allen Marines! Doch dann folgte dies: Der Schiedsrichter bekam einen Tipp aus dem Kölner Keller. Oder wo auch immer an diesem Abend der Keller stand. Der VAR witterte ein Handspiel unseres Torschützen. Und siehe da, Schiedsrichter Meler nahm den Treffer zurück. Verdammter Bockmist. Das galt es erstmal zu verarbeiten. Minute 70, Wechsel bei unseren Jungs: Jordan für Beere. Mach´s nochmal Jordan! Du kannst das!!! Wir stehen hinter dir!!! Nach 80 Minuten blieb zu vernehmen, dass Ajax zwar bemüht war, Union aber zielstrebiger Richtung gegnerisches Tor war. So, also noch 10 Minuten. Nächster Wechsel in der 82. Minute: Svenne für Sherry. Danke Sherry. Wieder ein enormes Pensum, ein wahnsinniges Tempo in den Aktionen. In der 85. Minute „GELB“ für Danilho. Nach 90 Minuten kam Nico für Jerome. Die Nachspielzeit wurde mit 4 Minuten angezeigt. Da passierte nicht mehr viel. Abpfiff. Zufriedene Marines dank des vom KaLeu befohlenen UNENTSCHIEDEN_RUM´s.
Festzuhalten sei abschließend noch eine kleine Anekdote. Kein Geringerer als Max Kruse war am letzten Sonntag beim „Stahlwerk-Doppelpass„. Gefragt nach seinem Abgang aus der „Alten Försterei“ gab er ganz offen zu, dass es eine Entscheidung lediglich pro der Kohle war. Aus fußballerischer Sicht natürlich ein absoluter Fehler. Gefragt, was Union derzeit so stark macht, war seine Message: „Die gehen zu sechst, zu siebent, zu acht gemeinsam Abendbrot essen! So etwas gibt es in keiner anderen Bundesligamannschaft!“ Und genau das trifft den Nagel auf den Kopf. Zusammenhalt in all unseren Reihen. Beginnend bei unserer kleinen Marineeinheit. Klare Ansagen, Tagesbefehle, „Delegierungen“ (oder besser gesagt Abkommandierungen) in die entlegensten Ecken (Erzgebirge, Brandenburg, Iller,…) der Republik. Nicht zu vergessen der „Rückwärtige Dienst“ im Hauptquartier. Die Besatzung nahm alle Befehle natürlich kommentarlos an und gab stets alles, diese 1:1 umzusetzen.
Und nun gilt es, im folgenden Heimspiel unsere „WEISSE WESTE“ in der Bundesliga fortzuführen. Natürlich wird es am kommenden Sonntag abermals unwahrscheinlich schwer. Die Knappen aus Gelsenkirchen kommen in unser Wohnzimmer. Für sie geht es nun so langsam wirklich um ALLES!! Auch wenn die Tabelle derzeit eine deutliche Sprache spricht, wir werden wieder auf der Hut sein! Admiral Fischer wird sich mit KaLeu Christian abstimmen und wir werden hellwach sein. EISERN UNION

Klassenerhalt ist geschafft!!!

LOGBUCHEINTRAG 2023-02-11

Spieltag 20 und wir haben 42 Punkte auf dem Konto. Ja Wahnsinn. Dabei wird hier in den nun nun folgenden Zeilen niemals vom „BAYERN-JÄGER NR. 1“ gesprochen werden. Einzig was zählt: Unsere Matrosen um Admiral Fischer haben sich für wahnsinnig viele aufopferungsvolle Schlachten nun mit dem vorzeitigen Klassenerhalt selbst belohnt! Es sind ja noch 14 Spieltage und wahrscheinlich stünden ganz andere Mannschaften lieber an unserer Stelle!! Wie es nun schlussendlich heute gelaufen ist, hier ein kleiner „Nachschlag“:
Punkt 0737 Morgenappell. Allen Marines wurde der Tagesbefehl zugestellt. Der Inhalt:

Mit diesem Tagesbefehl waren die Aufgaben klar verteilt. Zu den genauen Einsatzorten Stillschweigen. Außer beim Leutnant und Maat Tilo. Maat Tilo musste in die Mark Brandenburg. Genauer gesagt in das „Brauhaus Ueckermünde„. Und unser Leutnant sollte neben dem Ursprung der Iller zusätzlich auch noch die Hinanger Wasserfälle kontrollieren. Der schlaue Fuchs versuchte mit dem KaLeu einen Tag SU (Sonderurlaub) auszuhandeln. Dieser war aber „…EISERN WIE GRANIT, SO WIE EINST REAL MADRID…“. Nix zu machen. Da es dem Leutnant hinten raus doch etwas an Zeit mangelte, dachte er sich einfach etwas aus: Alte Schule der Olsenbande. ´Sperre ich einfach den Wasserfall.´ Und siehe da, keiner hat´s gemerkt… Und unser eifriger Seekadett hatte heute eine sehr große tatkräftige Unterstützung.

Also, Maat Tilo auf Zack, Illerursprung save, Wasserfall gesperrt, Seekadett Nussi in trauter Zweisamkeit. Aber nicht nur das! Um 1109 schrieb er ein paar Zeilen, die nur er so im Stande ist zu verfassen. Da sie für die Stärke unseres Verbandes am heutigen Tage von enormer Wichtigkeit sein sollten, dürfen sie auch in diesem Logbucheintrag nicht fehlen:
Ich sehe Dich vor mir, im Schneetreiben der „Ostfront“ aus dem U-Boot-Turm, den Kragen hochgeschlagen, der Wind pfeift, und Leutnant Seku sagt mit ruhiger Stimme: „Machen Sie doch mal Pause, KaLeu, die Mannschaft braucht Sie bei voller Kraft!“
„Gleich!“, bellst Du, ohne den Blick vom Fernglas und selbiges aus Richtung Front zu nehmen.
Der Leutnant überlegt einen Moment, dann legt er seine Rechte auf Deine Schulter und sagt mit betont ruhiger Stimme: „Ich übernehme, Herr KaLeu, geben Sie mir ne Chance.“
Das leuchtet Dir ein, Du reichst ihm wortlos das Glas, massierst Deinen von stundenlanger Wahrschau steifen Nacken und begibst Dich nach unten ins Boot. Dein brummiges „Danke, Leutnant“, hörte nur ein Mensch auf dieser Welt. Eben jener, für den es bestimmt war. … Der Sieg kann nur unser sein, Eisern.

Also mehr kann eine 7-köpfige U-Boot-Crew nun wirklich nicht für solch ein enorm wichtiges Spiel tun. Aber warum denn so enorm wichtig? Wie schon im Tagesbefehl angedeutet, ging es für unsere Mannschaft nach Leipzig. Wir erinnern uns an das Jahr 1813. Nach einer Schlacht, der so genannten Völkerschlacht, musste Napoleon damals seinen Rückzug antreten. Verantwortlich dafür war eine Allianz u.a. aus Schweden, Preußen und Österreich. Die Russen nicht zu vergessen. Aber besonders Österreich sollte nun 210 Jahre später abermals eine tragende Rolle spielen. Denn wieder ging es in einer Schlacht darum, wer am Ende des Tages gehobenen Hauptes das Zentralstadion zu Leipzig verlassen durfte und wer wie ein geprügelter Hund nach Hause fahren musste. In der heutigen Schlacht standen sich also 2 Fußballmannschaften gegenüber: RB Salzburg-Nord aus Österreich und unsere geliebten Ostdeutschen-Berliner-Helden. In anderen Regionen würde man glatt von einem Derby sprechen… Hier aber nicht. Zu viel Verachtung gilt diesem Konstrukt. Nach so viel Geschichte kommen wir nun zum eigentlichen Geschehen:
Um 1830 pfiff Schiedsrichter Daniel Schlager die Partie an. 15 Minuten passierte gar nichts. Vereinzelte sächsische Gesänge. Irgendwas mit Rasensport oder so. Hier wäre der Autor fast geneigt, von „Fans“ der Brausekicker zu schreiben. Aber ganz ehrlich, wer seinen eigenen Stürmer in einem Auswärtsspiel auspfeift, der verdient a) niemals das Prädikat „Fan“ und b) schon gleich gar keine Erwähnungsberechtigung!!! Mag man von Herrn Werner halten was man will, von uns aus ist er auch der Sohn einer Prostituierten. Entzieht sich unserer Kenntnis, ist uns auch so was von vollkommen egal. Aber seinen eigenen Spieler auszupfeifen, wie doof seid ihr eigentlich?
Und wenn wir schon einmal dabei sind uns in Rage zu schreiben: Nach ein paar Minute philosophierte der sky-Kommentator, dass es ein überholtes Vorurteil sei, dass hier… reich gegen arm spielt. Das stimmt ja so nicht mehr…. Nur zum Verständnis: Die Ratten-Bullen haben einen Marktwert von ~490 Mio Euro. Das Team um Admiral Fischer ~120 Mio Euro. (Quelle Transfermarkt.de) Da handelt es sich ja irgendwie um das ca. 4 Fache!!! Und das noch mit Wohlwollen für den Brausekonzern gerechnet. Jetzt nehmen wir mal einen Arbeitnehmer mit einem monatlichen Einkommen von 1200€. Sein Arbeitskollege verdient dann ca. 5000€. Das macht im Jahr 14400€ zu 60000€. Jetzt, wo die Zahlen so dastehen, wird es auch uns klar, da ist ja nahezu gar kein Unterschied mehr… Zu blöd!
Genug geärgert. Jetzt aber zum wirklichen Spiel. Dieses begann um 1845: „Schalalalalala – Eisern Union“ dröhnte es fortan durch das Sachsenland. Unsere 4000 mitgereisten Fans beendeten in Minute 15 ihre stummen Unmutsbekundungen zum Brauseteam. Das Gefecht auf absoluter Augenhöhe. Sehr fair. Torchancen absolute Mangelware. Bis zur 24. Minute. Einer der Ösis zog aus 25 Metern ab. Freddy noch dran, aber die Kugel schlug im Tor ein. Verdammt. Zwar hatte Dose Salzburg bis dahin mehr Ballbesitz, aber das war auch alles. Ok, Mund abputzen und weiter. So wie immer. Lächerlich dieses 0:1. Wir machen weiter! Immer weiter. Wie vom KaLeu befohlen!!! Potz Blitz und ei der Daus, Minute 38: Sherry kam links im Leipziger Strafraum aus spitzem Winkel zum Abschluss und zog brandgefährlich ab. Blaswich im Kasten der Sachsen konnte das Geschoss jedoch noch stark ablenken. Es hätte Ecke geben müssen, gab es aber nicht. Und schon war Halbzeit.
Wiederanpfiff um 1934. Ähnliches Szenario wie in der ersten Halbzeit. An sich ein gutes Spiel, aber vor das Tor kam keine Mannschaft so wirklich. Robin kassierte in der 57. Minute „GELB“. In der 61. Minute Ecke für unsere Kicker. Den abgefälschten Ball nahm Janik volley und hämmerte die Kugel unhaltbar links ins Netz. Blaswich hatte nicht den auch einer Chance. Hammer. Was für ein Sonntagsschuss. Wahrscheinlich dachte sich Janik, was der Henrichs kann, kann ich schon lange. Unsere Mannen lagen sich in den Armen, unsere Auswärtsfahrer feierten, der KaLeu befahl einen Nachtor-Rum. Wir waren wieder da, obwohl wir eigentlich gar nicht wirklich so richtig weg waren… Doppelwechsel in der 62. Minute: Für Kevin kam Jordan und für Sherry kam Svenne. Admiral Fischer signalisierte mit diesen positionsgetreuen Wechseln, dass er hier absolut mehr will, als nur das Unentschieden zu verwalten! Wenig später kassierte auch Aissa „GELB“. Das nur am Rande. Dann kam die 71. Minute: Simakan ging im eigenen Strafraum aktiv mit dem rechten Arm zum Ball und spielte die Kugel eindeutig mit dem Arm. GLASKLARER ELFMETER!!! Robin schnappte sich die Murmel und zimmerte das Ding mittig in die Maschen. Ja wie jetzt, hatten unsere Götter abermals ein 0:1 gedreht? Grenzenloser Jubel. Etwas Glück, als Schiedsrichter Schlager in der 80. Minute den VAR bemühte. Nach kurzem Fernsehen erkannte er, dass ein schon oben erwähnter Werner im Abseits stand. Das daraus resultierende Tor fand also RICHTIGERWEISE (!!!!) keine Anerkennung. Wir blieben weiterhin in Führung. Durchatmen, Doppelwechsel: Paule für Nico, Jerome für Janik. Nach weiteren 4 Minuten bekam auch Morten seine Chance. Danke an Aissa, der sich nun etwas Erholung gönnen durfte. Zu spielen noch 4 Minuten plus x. Auch Jordan noch mit „GELB“ bedacht. 90+1. Angezeigt waren 6 Minuten Nachspielzeit. Dann 90+4: Um ein Haar das 2:2! Nach einer gefährlichen Flanke von Werner nickte Forsberg den Ball in Richtung rechtes Eck. Hier verpasste noch Poulsen ganz knapp. Am Ende ging die Kugel ins Toraus. Glück für uns! Aber immer noch war nicht Schluss. Herrgott Sakrament… Allseits wurden die Rumvorräte bedrohlich knapp. 90+6. Jetzt müsste doch endlich genug sein. Aber es dauerte noch weitere 2 Minuten, ehe der wirklich gute Schiedsrichter Schlager die Partie beendete. SIEG im Zentralstadion gegen die blöden Österreichbrausen. Doch nicht nur das: Wir schlugen die Sachsen durch den heutigen Dreier zum fünften Male in Folge (!) mit 2:1 in der Bundesliga. Mehr Genugtuung geht nun wirklich nicht! Doch nicht nur das: Wir haben alle Pflichtspiele im Jahr 2023 gewonnen! Und was das Dosenpack anbelangt… In den Interviews zeigten sie, was sie für Arschgeigen sind: Erst der Herr X. Schlager, der sich vom Schiedsrichter betrogen fühlte, dann auch noch der in Leipzig geborene Trainer Marco Rose. Die sind selbst zu doof gegen uns zu gewinnen und geben dem Schiedsrichter die Schuld. Auch „COLLINAS ERBEN“ attestierten dem Schiedsrichtergespann eine fehlerfreie Leistung. Schlechte Verlierer!
Nun heißt es durchatmen. Frische Kräfte tanken! Am kommenden Donnerstag geht es weiter. Dann in Amsterdam. Anstoß ist um 1845 in der Johan Cruyff Arena zum Hinspiel in der Europa-League. Wir sind wieder dabei. EISERN

Auch Mainz konnte uns nicht stoppen

LOGBUCHEINTRAG 2023-02-04

Nun, dieser heutige LOGBUCHEINTRAG bedarf keiner allzu großen Spannung. Er dient vielmehr zur Archivierung unserer Erinnerungen. Bei so vielen positiven Eindrücken der letzten Monate kann es schnell passieren, dass wir irgendwann einmal den Überblick verlieren. Unsere Feindfahrten des Jahres 2022 und des noch sehr jungen Jahres 2023 verdienen aller höchste Anerkennung, aller größten Dank! Sie sollten Mut geben, diesen märchenhaften Weg weiterzugehen. Immer weiter, ganz nach vorn!
Unserem äußerst umsichtigen Kaleu war es nicht entgangen, dass Seekadett dringend eine kleine Pause benötigte. Daher war die Abkommandierung in das entlegene Erzgebirge eher als urlaubstechnische Maßnahme zu sehen. Aber auch stellte fristgerecht beim „Schreiber“ einen Urlaubsantrag. Hier wäre nur noch zu klären, wer das eigentlich ist. Vielleicht mal ein Thema eines der folgenden Stammtische? Der Kaleu sah keine Probleme. Immerhin ist der Urlaubsort lediglich 60km entfernt und ich habe von hier oben sogar noch bessere Sicht auf die Iller:

Zugegeben, die Iller ist hier nicht zwangsläufig erkennbar. Was ja aber auch Ziel des gewählten Beobachtungsortes war. Denn jedes größere Feindschiff wäre sofort erkennbar, ich hier oben aber nicht. Verdammt schlau… Nahezu pünktlich um 0802 gab es dann den aktuellen Tagesbefehl. Dieser beinhaltete folgende Maßnahmen:

Herrliche Karikatur zum Untergang der Mainzer! Danke Sam für deine Zuarbeit!!! Was er für unsere Crew betreibt ist unfassbar. Ein RIESEN-DANK an dieser Stelle. Jetzt zum Spiel:
Punkt 1530 pfiff Florian Badstübner die Partie an. Unsere Mannen zunächst Richtung Waldseite. In den Anfangsminuten eher eine fahriges Spiel. Auf beiden Seiten kam noch kein wirklicher Spielfluss zustande. Zu oft wechselte der Ball seinen Besitzer. Etwas Hoffnung keimte in Minute 10: Ein abgefälschter Ball trudelte zu Jerome, der sich aus 16 Metern sofort für einen Abschluss entschloss. Dahmen lenkte jedoch den platzierten Schuss zur Ecke. Mist. Nächster kleiner Aufreger nach 25 Minuten: Da Costa legte sich den Ball rechts vorbei an Jerome und umlief selbigen im Vollsprint von der anderen Seite. Seine flache Hereingabe sollte dann zu Ajorque, aber Freddy war natürlich rechtzeitig unten und hatte die Murmel sicher. Aber sieben Minuten später zappelte das Spielgerät im Tor der Meenzer: Paule hatte auf rechts Platz und setzte zur Flanke an. Der Ball kam haarscharf vors Tor. Trimmi verpasste in der Mitte, aber Kevin stand goldrichtig und beförderte das Ding im Fallen über die Linie. Na also, wir können nicht nur Rückstand!!! Nach 32 Minuten waren wir mal in Führung. Bis zur Halbzeit passierte dann nicht mehr viel.
Florian Badstübner eröffnete um 1633 die Partie zu Halbzeit zwei. Wechsel bei beiden Teams zunächst Fehlanzeige. Ohne große Aufreger ging es zunächst weiter. Wechsel von Admiral Fischer in der 69. Minute: Für den erschöpften Janik (tolle Partie!!!) kam Aissa. Nur zwei Minuten später Dreifachwechsel bei den Gästen. Ein gewisser Ingvartsen kam auch in die Partie. Diese Einwechslung war nicht ganz unbedeutend. Denn ihm war es vorbehalten, in der 78. Minute per Strafstoß zum 1:1 auszugleichen. Grrrrr. Warum gerade er? Er hat so viel für unseren Verein getan. Manno… Admiral Fischer reagierte postwendend. Nico kam für Jerome, Jordan für Kevin und Morten für Paule. So ein bissel Zeit war ja noch. Unser Admiral hatte ja noch einige Asse im Ärmel. Ja und siehe da, in Minute 82 traf Jordan mit einem knallharten Flachschuss nach Flanke von Morten in das Tor der Mainzer. Wahnsinn. Verrückt, egal was da für für Begriffe gefunden wurden. Gegen 1645 stand fest, dass wir für mindestens einen Tag ganz OBEN in der Tabelle stehen würde. Und das ist schon verdammt sehr sehr creasy…. FAZIT: WIR ÜBERNACHTEN GANZ OBEN. Mal kieken, was die Bayern morgen jemacht haben tun werden am sein tun. Ist aber auch egal. Wir sind bis morgen Abend Spitzenreiter!!! EISERN UNION

Februar-Stammtisch

LOGBUCHEINTRAG 2023-02-02

Unser Februar-Stammtisch im Marinehaus fand wie geplant statt. Nachdem die Obermaate Pfannschmidt und Kala sich vorzeitig mit Lesenachthausherr Henry getroffen hatten, konnte ich 1630 pünktlichst hinzustoßen, kurz bevor auch noch der Smutje von Maat Tilo eintraf – ohne Stimmrecht, mit Maßgabe der der Geheimhaltung. So konnten wesentliche Details zur anstehenden Lesenacht in aller Eile besprochen werden. Für die Crew wurde der Beginn auf 1500 festgelegt. Dann bliebe eine Stunde bis zum Beginn für vorbereitenden Arbeiten, wie Sitzkissen ordnen, Bockwurst erwärmen, Meckatzer-Ausschank-Qualitätsprüfung und die vielen Kleinigkeiten drumherum eben. Auf Wunsch von Henry werden Eintrittskarten auch in gedruckter Form von mir zur Verfügung gestellt. Wir orientieren wieder auf 25 Teilnehmer. Vorleser sind die Eheleute Nussbücker und Maja, die Mutter von Lopez. Für das Programm zeichnet Nussi verantwortlich. Thema Lesenacht hinreichend vorbereitet. Für die lesenachterfahrene Crew kein Problem. Zwei Halbe später erschien Maat Christian. Trotz des Trauerfalls in seiner Familie, seine Mutter war vor kurzem verstorben, nahm er sich die Zeit mit uns die anstehende Pragfahrt zu diskutieren. Dank der hervorragenden Vorarbeit unseres Leutnants zur See Seku und Maat Christian konnte das Thema schnell erledigt werden. Nur kurz soviel für die Mitfahrer. Die von Seku verauslagten Unterkunftskosten wurden vollständig beglichen. Die restlichen finanziellen Mittel werden von Maat Christian vorgeschossen und nach Abschluß der Fahrt ausgeglichen. Für diese vereinfachte Verfahrensweise gebührt unserem Maat Christian schonmal der besondere Dank der gesamten Crew incl. Gäste. Zwischenzeitlich erschien auch endlich Maat Tilo. All diese Dinge wurden von Meckatzer Bieren begleitet und in der Folge mit hervorragendem Essen abgerundet. So konnten auch die letzten Schlachten gebührend ausgewertet werden.

Trotz des engen Zeitrahmens fanden sich auch Worte und Ausblicke zu den uns bevorstehenden Kampfhandlungen. Wir konnten letzte Infos und absolut geheimzuhaltende Planungen der Admiralität per Clubtelefon 4 empfangen. Die beigefügten stummen Bilder sind von der Admiralität zur Crewverwendung freigegeben worden. Nur soviel vorab. Wir gehen hervorragend vorbereitet in den Samstagkampf. Die Details folgen dann im Tagesbefehl zur Dienstausgabe per WhatsApp Sa 0800. Erwähnen möchte ich noch die erweiterte Möglichkeit der Schuhpflege per vollelektrischem Bürstenlaufwerk im Keller unserer Marinebasis. Obermaat Marian konnte sich von Funktionsfähigkeit persönlich überzeugen und sprach seine Empfehlung aus. Auch hier der Dank an unsere rückwärtigen Dienste unter Leitung unseres Obermaaten Stefan. Dieser überaus erfolgreiche U-1966-Stammtisch konnte mit seinem offiziellen Teil dank umfänglicher Vorbereitung pünktlich beendet werden. Wie weit die letzten Crewmitglieder noch ihre letzte Bahn erwischt haben entzieht sich meiner Kenntnis und bedarf auch keiner weiteren Nachfragen, sofern der Dienstbeginn am nächsten Tag nicht gefährdet war. Was bleibt ist die Vorfreude und anhaltende Spannung im Vorfeld unserer samstäglichen Schlacht… EISERN ! u.n.v.u.12g.M. Eisbein mit Bohn

DFB-Pokal Achtelfinale gegen Elektromoter Golfsburg

LOGBUCHEINTRAG 2023-01-31

Ja was waren das denn für aufregende Tage: Erst der Sieg im Stadtderby am letzten Samstag, dann die Nachricht, dass ein gewisser Isco nicht abgeneigt sei, das erste Tripple unserer Schlosserjungs mitzugestalten. Dazu kam es dann (warum auch immer) irgendwie doch nicht. Ein mögliches Szenario: Der feine Herr aus Spanien musste in der Charité 2 Stunden warten, ehe er zum Medizincheck rankam. Danach Fahrt in unser geliebtes Wohnzimmer. Als er das Stadion sah, wurde ihm klar, dass ihn ein Umfeld nicht ganz Real-like erwarten würde. Ja, bitte dieses möglich Szenario nicht allzu ernst nehmen. Wir schaffen das Tripple auch ohne ihn!!! Hier nun der aktuelle Tagesbefehl:

Fotodokumentarisch unsere heutige Strategie:

Diese Aufstellung bedeutete eigentlich nur: Maat Tilo wieder Einzelkämpfer an vorderster Front. Herr Kaleu erste rückwärtige Sicherung im nahegelegenen heimatlichen Hafen. Maat Stefan war es diesmal vorbehalten, kleinste Reparaturen an unserem U-Boot in der Werft „Marinehaus“ zu überwachen. Mögliche Sabotageakte durch die Gäste aus der Autostadt waren sehr wahrscheinlich. Die Aufenthalte der anderen Marines unterlagen allerstrengster Geheimhaltung! GEKADOS!!!
Nun wurde es aber aller höchste Zeit für das Spiel. Sascha Stegemann pfiff pünktlich um 2045 an. Typisches Union-Pokal-Wetter! 5 Grad über Null. Dazu Pieselregen, gepaart mit Hagelkörnern. Wolfsburg gleich mit Powerplay. Nach 4:36 Minute dann auch schon der der erste Nackenschlag. Ein Tor von Waldschmidt brachte uns auch in diesem Spiel in Rückstand. Aber mit Rückständen kennen wir uns ja bestens aus (Hoffenheim und Bremen als naheliegendste Beispiele). Noch blieben stattliche 85 Minuten. Tatsächlich nur 7 Minuten später stellte unser Robin alles wieder auf Anfang: Ecke Union, Josip kam links nach kurz ausgeführter Ecke zur Flanke und fand mit seiner gefühlvollen Effetflanke den einlaufenden Robin, der den Ball aus vier Metern volley mühelos an Pervan vorbei im Tor unterbringen konnte. Jawollo, da waren wir wieder! Unser Kaleu bemerkte nur einen Nach-Tor-Whisky später: „…so wird das gemacht!!“. Na logo, wie denn auch sonst. Also weiter. Nach 18 gespielten Minuten nahmen unsere Mannen nun am Geschehen sichtlich besser teil. Der anfängliche Druck der Wölfe ließ spürbar nach. Nächster Aufreger nach 27 Minuten: Nach Kopfballhereingabe von Robin kam Jordan am rechten Pfosten aus sieben Metern ebenfalls zum Kopfball – und traf genau des rechte Kreuzeck, von wo der Ball zurückprallte. Gute Chance zur Führung. Fortan war es ein gutes Pokalspiel. Aber beide Mannschaften neutralisierten sich weites gehend. So war es keinem Geringeren als Fußballgott Tusche vorbehalten, um 2138 in der sky-Halbzeitanalyse ein gerechtes Unentschieden zu attestieren. Interessant in dieser Halbzeitanalyse: Der sky-Mann und Tusche amüsierten sich köstlich über folgenden Twitterdialog zu der Unionaufstellung:
– Frage RB Leipzig: „Isco?“
– Antwort der social-media-Abteilung von Union: „Tradition?“
Tusche war sichtlich erfreut… Wie geil!!!
Weiter ging es um 2148. Union gleich volle Pulle Alarm auf das Wölfe-Tor. Nico´s Abschluss dann doch leider etwas harmlos. In der 52. Minute reichte es unserem Kaleu. Er befahl einen Vor-Tor-Black Bottle. Half aber zunächst nicht wirklich weiter. Fazit nach gespielten 60 Minuten: Beide Mannschaften auf absoluter Augenhöhe. Torchancen bisher keine. Erste Wechsel deuteten sich an. Und in der Tat. Doppelwechsel in der 63. Minute. Kevin kam für Jordan. Dazu betrat Aissa den Rasen. Für ihn verließ Janik den Platz. Danke den beiden Ausgewechselten! In der 68. Minute rettete Freddy einen strammen Abschluss aus wenigen Metern mit einer sehenswerten Hechtparade. Die Ecke brachte dann keine Gefahr. Aber der VFL nun optisch etwas mehr am Drücker. Unablässig schallte es durch das weite Rund: „F-C-U-Fußballclub Union Berlin-F-C-U-Fußballclub Union Berlin…“ Dazu das unnachahmliche Headbanging unserer Fans. So, nun noch 15 Minuten. Keine großen Chancen. Weder hüben, noch drüben. Sherry dann in der 78. Minute mal mit einer tollen Einzelaktion. Ende am Wolfsburger Verteidiger. Aber nur eine Minute später: Rani flankte auf den langen Pfosten, Sherry Kopfballablage auf Kevin, Schuss, Tor!!!! Wieder das Spiel gedreht. Wieder aus einem 0:1 ein 2:1 gemacht! Einfach nur irre. Und was ne Stimmung da inne Alten Försterei! Das musste selbst Isco in Madrid gehört haben… So, durchatmen. Befehl vom Kaleu: Nachtor-Whisky-Groß. Dieser wurde natürlich von allen Marines befolgt. Nach 83 Minuten hatte sich Sherry unter „STANDING-OVATIONS“ seinen Feierabend mehr als verdient. Für unsere Crew war er abermals Man of the Match! Für ihn kam Jamie. Noch 4 Minuten. Würde der Gast noch einmal zurückkommen? Und schon schoss Kevin gnadenlos einen Torpedo auf das Wölfe-Tor. Glanzparade vom Keeper. Nur kurze Zeit später GELB-ROT für Nico. Scheinbar wollte Herr Stegemann noch etwas Spannung in das Spiel bringen. Das gelang ihm tatsächlich! Zu spielen noch regulär 3 Minuten plus Nachspielzeit. Diese wurde dann mit 4 Minuten angezeigt. In der Minute 90+2 Schwalbe eines Wolfsburgers in unserem Strafraum. Also nun mal ganz ehrlich: GELB-ROT für Nico und dann diese Situation des Wolfsburgers. Kein Pfiff, kein gelber Karton, nothing. Warum wurde diese deutlichere Schwalbe einfach ignoriert? Sorry, aber was soll das? Es ist derzeit keine klare Linie bei den Schiedsrichterentscheidungen erkennbar. Erinnert sei nur an das Handspiel des Hertha-Verteidigers. Aber die Wölfe schafften es nicht mehr, Freddy in ernsthafte Bedrängnis zu bringen. Ganz im Gegenteil. Der eingewechselte Jerome stiefelte mutterseelenallein auf das Wölfetor und hatte die Entscheidung auf dem Fuß. Jedoch zögerte einen kleinen Tick zu lang, so dass die Gäste klären konnten. Dann war auch Feierabend.
Fazit: Im anschließenden Interview gefragt, ob seine Matrosen immer erst einen Rückstand benötigten, um in das jeweilige Spiel zu finden, antwortete Admiral Fischer mit einem süffisanten Lächeln „… ich hoffe nicht!!!“. Zu unserer Crew: Kaleu Christian hatte abermals ein sehr gutes Timing. Vom Tagesbefehl, über die Geheimhaltung der Aufenthaltsorte unserer Mannschaft, bis hin zum Nach-Tor-Whisky-Groß. Danke an alle Beteiligten.
Abschließend noch eine Richtigstellung: In der Einleitung sprach ich vom Tripple. Das war natürlich mit einem gewaltigen Augenzwinkern!! Wir leben weiter in einem unwahrscheinlichen Traum. Es macht derzeit Woche für Woche einen Heidenspaß, unseren Kickern zuzuschauen. Wohin uns das am Ende führen wird, warten wir es einfach ab und genießen einfach weiter!! Nun heißt für alle (auch für unsere Crew) Regeneration und strategische Vorbereitung auf Samstag. Da kommen die Mainzer in die Alte Försterei. Anstoß ist um 1530. Es wird abermals einen LOGBUCHEINTRAG dazu geben. EISERN