Archiv der Kategorie: Das Jahr 2019

Tote Hose in der Stadt der Toten Hosen…

Spieltag 17, 22.12.2019
Ohje, was für ein Mist da in Düsseldorf! Nur zwei Tage vor dem Heiligabend reiste unsere Mannschaft in die Modestadt. Unser KaLeu gönnte der gesamten Crew nach diesem kräftezehrenden Jahr ein paar Tage Urlaub. Einzig unser Leutnant machte sich auf den weiten Weg in die Rheinmetropole.
Admiral Fischer wechselte seine Startformation auf zwei Positionen: Parensen und Bülter begannen für Subotic und Ujah. Und Bülter war es dann auch, der in der 7. Minute nur den Außenpfosten traf. Danach passierte recht wenig. Bis zur 38. Minute, als Hennings mit einem Traumtor (das muss dann leider auch mal anerkannt werden) die Fortunen in Führung brachte. Und schon war Halbzeit.
Admiral Fischer musste wechseln. Hübner blieb verletzungsbedingt in der Kabine. Seinen Part übernahm Mees. In der 48. Minute gab es Eckball für die EISERNEN. Kopfball Friedrich, Zimmermann kratzte das Leder von der Linie. Aber da war Micha Parensen, der aus kurzer Distanz den Torpedo versenken konnte. Ausgleich zum 1:1!!! „Wir lieben Union, jawoll, wir lieben Union, jawoll, wir lieben Union, jawoll, Union finnwa toll!!“. Unser Leutnant hatte den Gästeblock im Griff! Auch vom KaLeu kamen via WhatsApp Glückwünsche zu diesem Tor. Und die Köpenicker warfen alles nach vorn. Andrich, Ingvartsen, Bülter und wieder Ingvartsen hatten die Gelegenheiten, Union in Führung zu bringen. Aber es sollte nicht sein. Zu all dem traf dann Thommy per Aufsetzer in der letzten Spielminute den Innenpfosten, von dem dann die Kugel den Weg in die Maschen fand. Dann war Feierabend. Enttäuschung beim KaLeu und natürlich bei allen U-1966-Marine´s.
Trotz dieser so brutalen Niederlage wünscht die Crew um KaLeu Christian allen FROHE WEIHNACHTEN UND EIN STEILES, EISERNES JAHR 2020!!!

Ein Pünktchen in Paderborn

Spieltag 15, 14.12.2019

Es ist natürlich unfair, wenn ein Fußballgott eine gegnerische Mannschaft trainiert! Wir alle kennen Steffen Baumgart! Ein Sportsmann durch und durch. Klar, gegen seine alte Liebe würde er keinerlei Rücksicht nehmen! Das kann ihm weiß (Fußball-) Gott auch keiner verübeln. Aber Chef Fischer war darauf natürlich vorbereitet und hatte einen Schlachtplan. Dieser funktionierte auch in den ersten Minuten hervorragend. Bereits nach 7 Minuten brachte Ingvartsen unser Team in Führung. Und das mit einem zum Zunge-schnalzenden Schlenzer. Das gab die erhoffte und geplante Sicherheit in das Spiel unserer Mannschaft. Leider zogen sich unsere Spieler nach etwa einer halben Stunde etwas zurück und die Ostwestfahlen erkannten ihre Chance. Nach einer Flanke rauschte Pröger heran und traf zum Ausgleich. Verdammt!! Aber es wurde fortan eine muntere Partie. Beide Teams nun auf Augenhöhe und es boten sich Chancen hüben wie drüben. Aber so richtig wirklich Aufregendes geschah dann doch nicht mehr. Halbzeit.
In der zweiten Halbzeit passierte nicht mehr so viel. Bis zur 83. Spielminute. Hübner traf noch einmal den Pfosten. Das wäre zu schön gewesen. Aber gut, wir nehmen diesen Punkt mit auf unserer Mission!
Unser KaLeu hielt sich nach Spielschluss sehr bedeckt. War das ein gutes Zeichen? Oder war er schon wieder unzufrieden? Die Crew ist ein bisschen verunsichert! Da aber Düsseldorf gegen die Dosensachsen an diesem Spieltag deutlich verlor, beträgt der Abstand auf Platz 16 nun 8 Punkte. Wer hätte das zu Beginn der Saison gedacht?

Es geht doch…

Spieltag 14, 08.12.2019

Na also, da hatte unser KaLeu die einzig richtige Taktik gewählt! Denn für die Niederlage auf Schalke gab es zwar als Strafe für die U-Bootbesatzung das Ausgangsverbot, aber er hat nie auch nur einen unserer Mannschaft in der Öffentlichkeit auf die Planke geschickt! So konnte ein jeder sein Verhalten am letzten Spieltag überdenken. Und genau das war so was von richtig! Denn:
Anstoß im Stadion An der Alten Försterei. Die Gäste aus der Domstadt warteten zunächst ab. Wahrscheinlich lauerten sie auf Konter. So geschah es, dass unsere Helden zwischenzeitlich 75% Ballbesitz auf der Habenseite verbuchen konnten. Aber was sagt das denn schon aus? Die Räume waren so eng, dass die Unioner nicht sonderlich viel mit dem ganzen Ballbesitz anfangen konnten. Doch in der 33. Minute war es dann endlich soweit: Nach einer Trimbo-Ecke köpfte Andersson zum 1:0 ein! Jawollo. Halbzeit.
Ein Besatzungsmitglied, der sehr nah an der Haupttribüne eingesetzt war, glaubte, beim KaLeu ein leichtes Lächeln ausgemacht zu machen. War es die Freude über die Führung? Oder die Vorfreude auf ein frisch gezapftes Bier? Oder die riesengroße Freude, endlich pinkeln zu gehen? Wir werden es wohl nie erfahren!
Wiederanstoß. Admiral Fischer hatte einen Plan, wie den Kölner schnell die Hörner gestutzt werden könnte. Es dauerte keine 6 Minuten, ehe sich abermals Andersson als Torschütze eintragen konnte. In der 50. Minute traf er zum 2:0. Wer nun glaubte, die Kölner würden alles nach vorne schmeißen, sah sich getäuscht. Das Spiel plätscherte so vor sich hin und war dann irgendwann auch zu Ende. Somit gewannen unsere Schlosserjungs das Aufsteigerduell. Aber nicht nur das: Es war der 4. Heimsieg in Folge!! Da die Düsseldorfer Fortunen in Dortmund unter die Räder kamen, haben wir nun einen beachtlichen Vorsprung von 7 Punkten auf den Relegationsplatz. Das ist doch schon mal was.
In unserer U-1966-WhatsApp-Gruppe bedankte sich unser KaLeu bei seinen Matrosen. Zum Leidwesen selbiger fühlte sich der KaLeu in seinen Maßnahmen bestätigt und strich bis auf Weiteres jeglichen Landurlaub. Aber die Crew steht voll dahinter! Denn unser aller Ziel ist ganz klar definiert: KLASSENERHALT. Und dem ist alles unterzuordnen!!!

Der KaLeu war sauer…

Spieltag 13, 29.11.2019

Nachdem Urs´ Mannschaft 3 Siege nacheinander einfahren konnte, war heute Schalke auswärts dran. Zu diesem Spiel gibt es nicht viel zu schreiben. Schalke siegte am Ende durch ein Tor in der 86. Minute. Absolut unnötig! Einer aus der U-Bootbesatzung hatte dieses Spiel wohl auf die zu leichte Schulter genommen. Unser KaLeu war wirklich böse und strich den Landgang, der für morgen geplant war. Jeder sollte sich einmal hinterfragen!!

Zunächst Gladbach, danach Engels-Brunch

Spieltag 12, 23.11.2019

Wir scheinen nach dem etwas holprigen Start in die Bundesliga nun doch etwas Selbstvertrauen getankt zu haben. Die Siege in Mainz und gegen Hertha bescherten uns 6 Punkte und wir konnten uns so ein kleines bisschen Luft im Abstiegskampf verschaffen. Heute kam kein geringerer als der Tabellenführer in unser Wohnzimmer. Sollte da vielleicht was gehen? Eine klitzekleine Überraschung? Etwa ein Pünktchen? Das wäre ein echter Hammer. Wie gesagt, das Selbstvertrauen war da und unser KaLeu überraschte wieder einmal alle: Explizit für dieses immens wichtige Spiel gab er sogar unseren südlichsten Stützpunkt auf. Leutnant Seku reiste höchstpersönlich an! Das natürlich nicht ohne vorige Übergabe an die alliierte Außenstelle Hochweiler. Damit war wenigstens ein kleiner Teil der südlichen Verteidigungslinie gesichert! Aber ganz so einfach war es dann doch nicht. Unser Leutnant hatte ein paar Tage zuvor seinen 50-sten Geburtstag. Daher lud er die Besatzung unseres U-Bootes nach dem Spiel in das „Engels-Brunch“ ein. Unser KaLeu hatte ein sehr feines Gespür, dass der Leutnant gedanklich bei den Vorbereitungen des Abends war somit wahrscheinlich nur ungefähr 99% Einsatzstärke generieren werde können. Daher klarer Befehl an ihn, den Empfang im „Engels-Brunch“ zu koordinieren. Damit war der Rücken frei für alle anderen Marines, die sich nun voll und ganz ihren Aufgaben widmen konnten. Mit dem Bewusstsein, dass nach dem Spiel für das leibliche Wohl gesorgt sein wird. Somit waren alle Voraussetzungen gegeben und es konnte losgehen:
In der Anfangsphase war dann leider doch zu sehen, dass die „Fohlen“ das Heft des Handelns in die Hand nahmen. Herrmann hatte in zwei Situationen durchaus den Führungstreffer auf dem Radar. Doch wir schlugen eiskalt zurück. In der 15. Minute flankte Ingvartsen in den Strafraum und Ujah nickte ein. Torpedo versenkt, Gegner eiskalt erwischt! 1:0 für die Schlosserjungs aus Oberschöneweide! Wie geil. Bierduschen und das ganze Prozedere. Dieses Tor beflügelte die Truppe von Admiral Fischer und Marcus Ingvartsen versuchte es immer wieder. Doch es wollte einfach nicht gelingen. Vom Tabellenführer kam auch nicht mehr viel. Halbzeit. Durchatmen. Eine Sensation lag in der Luft!
Weiter ging es. Die zweiten 45 Minuten waren wenig spektakulär. Union konnte den Borussen ihr Spiel aufzwingen, so dass kaum Gefahr bestand. Ganz im Gegenteil! In der 94. Spielminute legte Ryerson nach Gentners Zauberpass für Andersson auf, der per Kopf den 2:0-Endstand besorgte (90.+1). ENDE!! SIEG!! Und wieder 3 ganz wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg. Wir haben nun 5 Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Klar, die Saison ist noch jung, aber 9 Punkte aus den letzten 3 Partien, mehr geht wohl nicht.
Szenenwechsel. Unser Leutnant war natürlich vom KaLeu immer auf dem Laufenden gehalten. Er hatte nun die Vorbereitungen abgeschlossen und ab 1900 trudelten der KaLeu und Seekadett Nussi ein. Die anderen Marines nutzten die Gelegenheit, das U-Boot wieder auf Vordermann zu bringen.
Leider verpassten sie damit einen sensationellen Auftritt unseres Seekadetten. Dieser folgte Seku´s Bitte und gab 2 Storrys aus seiner literarischen Rundreise zum Besten. Unwahrscheinlich, Nussi ist einfach einmalig!!! Auch die Unioner vom Fanclub „Alte Schwalbe“ waren hellauf begeistert. So entwickelte sich ein unbeschreiblich lustiger Abend.

Auswärtsspiel in Mainz

Spieltag 11: 09.11.2019

Nach dem ersten Derbysieg in der Bundesliga stand heute ein weiteres sehr wichtiges Spiel auf dem Programm. Unsere Götter fuhren nach Mainz. Für unsere U-Bootbesatzung eine weitere Herausforderung, da Mainz mit einem U-Boot eher schwer zu erreichen ist. Also war an ein Überraschungsauftauchen nicht zu denken. Aber unser KaLeu wäre nicht unser KaLeu, hätte er sich für dieses Szenario nicht wieder etwas einfallen lassen… Seine Taktik war so überragend, dass die Mainzer völlig irritiert waren. Denn die Marines blieben einfach in Berlin! Verdammt gute Entscheidung! Keinen Plan, keine Dienstausgabe, kein Morgenappell. Jeder sollte einmal für sich überlegen, wie wir aus Mainz drei Punkte entführen können, ohne irgendwelchen Aufwand. Und der Plan, der ja eigentlich gar keiner war, ging voll auf!
Die Mainzer begannen sehr zielstrebig. Sie erspielten schon in den Anfangsminuten einige sehr gute Tormöglichkeiten. Konnten diese aber glücklicherweise nicht nutzen. Anders unsere Götter: Nach einer Flanke unseres Kapitäns schlug der Ball im unteren linken Eck ein. Es war wohl ein Eigentor, obwohl wir Ingvartsen lieber als Torschützen ausgemacht hätten. Aber egal. Mainz kam dann immer wieder gefährlich vor unser Tor. Doch die Abwehr hielt! In der 45. Minute gab es dann Eckball. Trimmi zirkelt den Ball in den Strafraum, Andersson prescht heran und wuchtet das Leder in die Maschen! 0:2 zur Halbzeit. Der Plan unseres KaLeu´s schien zu funktionieren…
Die Hausherren kamen etwas geschockt aus der Kabine und wirkten in der Defensive leicht desorientiert. Leider konnten unsere Angreifer zunächst kein Kapital daraus schlagen. Das aber auch nur bis zur 53. Spielminute. Gleiches Muster wie beim 0:2: Trimmi Ecke, Andersson nickte zum 0:3 ein!! Das sollte für Mainz doch der Abschuss gewesen sein. Der Trainer wechselte und wechselte. Aber es half nichts. Es schien, als hätten die Mainzer noch stundenlang weiterspielen können, ohne dabei ein Tor zu erzielen. Und wie es dann meistens so geschieht, in der 81. Minute fiel prompt das 1:3. Witterten die Mainzer noch einmal Morgenluft? In der Tat! Aber Maxim vergab in der 90. Minute die Riesenchance. Da kam dann auch das 2:3 in der 94. Minute glücklicherweise zu spät. Unsere Jungs gewannen verdient und konnten sich im Abstiegskampf ein wenig Luft verschaffen. Platz 11 mit 13 Punkten. Und einen Platz vor Hertha… Das Alles ging auch nur mit der Taktik unseres Herrn KaLeu!!!

Berliner Stadtderby

Spieltag 10: 02.11.2019

Nach dem starken Auftritt in München gewannen unsere Fußballgötter 3:1 im Pokal in Freiburg. Die Breisgauer scheinen uns zu liegen… Und dann war es endlich soweit: Das erste Stadtderby schickte sich an. Also das erste Derby in der Bundesliga! Solch ein Derby ist ja immer etwas Besonderes! Das erkannte -ganz klar- auch unser KaLeu! Vom Flottenkommando bekam er unseren Mannschafts-Einsatzbefehl. Natürlich mit der Maßgabe, diesen an die Fähigkeiten unserer Crew en détail anzupassen. Also verkündete unser KaLeu den Funkspruch an die Mannschaft: „Am heutigen Tage müssen wir über uns hinauswachsen! Ich dulde keinerlei Schludereien, schon gar keine Unkonzentriertheiten! Treffpunkt 1100 im Stützpunkt Marinehaus. Dort Meckatzer vom Fass, kleiner Imbiss. Anschließend erhält jeder Marine seinen genauen Einsatzbefehl!“ Gesagt, getan. Alle Marines waren pünktlich, es gab Meckatzer, einen Imbiss und dann teilte der KaLeu die Einsatzbefehle aus. Es bedurfte keiner Worte. Unsere Mannschaft ist inzwischen soweit gewachsen, dass nun jeder seine Aufgabe kannte. Los ging es. Ziel: Das Stadion An der Alten Försterei. Ab jetzt war jeder auf sich allein gestellt und wusste genau, dass ein heutiger Sieg von jedem einzelnen abhängt! Inkognito verschwand nun die Mannschaft in den grauen Novembernachmittag.
Dann dieser Moment, der das Blut in den Adern zum Sieden brachte. Die Protagonisten kamen aus den Katakomben und Nina Hagen dröhnte aus den Stadionboxen: „… es kann nur einen geben – eisern Union, eisern Union…“ Und ca. 19000 Unioner stimmten ein: „… wir werden ewig leben…!!!“ Ein perfekter Rahmen. Anstoß.
Schon nach drei Minuten schrien die Unionfans „TOOOOR!!!“ Aber der Kopfball von Lenz krachte der Ball gegen den Pfosten. Wiederum nur drei Minuten später landete ein Kopfball von Gente in den Armen des BSC-Torhüters. Verdammt, da wäre eine frühe Führung durchaus möglich gewesen. Das Spiel verflachte zusehends immer mehr und verfiel der jeweiligen Taktik. Keiner wollte Risiko gehen und so ging es mit 0:0 in die Halbzeit.
Auch in Halbzeit 2 brauchte es nur drei Minuten für das erste Aufsehen. Diesmal standen allerdings nicht die Spieler im Mittelpunkt, sondern einige Unbelehrbare aus dem Gästeblock. Diese schossen Raketen auf den Rasen. Es war eine riesen Portion Glück dabei, dass niemand verletzt wurde! So etwas ist einfach scheiße! Und es ist Wasser auf die Mühlen des DFB, der damit wohl weitere Argumente gegen die Legalisierung von Pyrotechnik in den Händen hat. Schade. Nach sechs Minuten Unterbrechung ging es endlich weiter. Ein schönes Fußballspiel wurde es aber immer noch nicht. Hüben wie drüben fehlte es an Ideen. Torszenen gab es kaum. Doch die Schlussphase sollte es es dann noch einmal in sich haben. Unser KaLeu suchte den Blickkontakt zu seinen Untergebenen und es war ihm anzumerken, dass er nur bedingt zufrieden war. Und so rissen sich die Matrosen noch einmal am Riemen. Das Motto: „Volle Kraft voraus!!“. Das spürte dann auch Gente in der 90. Spielminute, als er unwiderstehlich im Strafraum der Herthaner auftauchte und durch einen zu aggressiv agierenden Boyata durch ein Foul zu bremsen war. Die einzig richtig Entscheidung von Herrn Aytekin: Strafstoß für den 1.FC Union Berlin. Polti, zuvor eingewechselt, übernahm natürlich die Verantwortung und zimmerte die Kugel in das untere linke Eck. Jarstein hatte keine Chance. Schluss, Aus, Ende – Sieg!! Könnte man jetzt so schreiben und sehr zufrieden sein. Aber… Es ging dann mit diesen Raketen wieder los. Und wieder wurde kein Mensch verletzt, was an ein Wunder grenzt. Aus dem Block „Waldseite“ überwanden einige Vermummte den Zaun und wollten Richtung Gästeblock stürmen. Der Umsicht unserer Fußballer war es zu verdanken, dass sich diese Chaoten beruhigen ließen. Solche Szenen braucht kein Fußballspiel und es wirft ein sehr schlechtes Bild auf das Derby.
Als sich die Besatzung von U-1966 dann gegen 1800 im Marinehaus eintraf, übernahm sofort der KaLeu das Wort. Er gratulierte natürlich zuerst den wackeren Fußballern, bedankte sich dann aber auch noch bei jedem von der Crew für seinen Einsatz. Dennoch war ihm eine gewisse Art Unzufriedenheit anzumerken. Er hatte wohl doch bei dem einen oder anderen einen kleinen Schlendrian ausgemacht. Egal. Gefeiert wurde trotzdem und der Landgang endete irgendwann tief in der Nacht.

Auswärtsspiel in München

Spieltag 9: 26.10.2019

Nach dem Sieg gegen den SC Freiburg stand nun das Spiel beim Rekordmeister an. Unser KaLeu war sehr zufrieden mit der Leistung unserer Crew in der vergangenen Woche. Doch nun galt es in der bayerischen Landeshauptstadt wenigstens nicht unterzugehen und mit erhobenem Haupt und einer eventuellen Sensation den Heimweg anzutreten. Der Plan für diese durchaus schwierige Feindfahrt sah dann so aus, dass diesmal die Hauptverantwortung auf Leutnant Seku lag. Immerhin hatte er mit 100km Anfahrt ja die kürzeste Anreise. Aber er war natürlich nicht allein! Der KaLeu sicherte zu, dass er die anderen Matrosen in der Bundeshauptstadt so verteilt, dass von Norden keine Gefahr drohen würde. So machte sich Leutnant Seku schon einen Abend zuvor auf die Socken. Um nicht aufzufallen, traf er dort andere Unioner, die sich schlichtweg als Fanclub „Alte Schwalbe“ bezeichnen. Eine verdammt gute Tarnung! Unser Leutnant vor Ort organisierte dann auch das weitere Vorgehen mit den Berlinern. So zogen sie am Spieltag selbst in ein Münchner Gasthaus. Dort dann letzter Feinschliff an der Taktik und Aufbruch zum Stadion.
Anstoß. Unsere Mannen machten genau das, was sie am besten können: Zweikampfstärke mit daraus resultierenden Ballgewinnen. Leider war es dann zu oft so, dass aus den Ballgewinnen keine wirkliche Gefahr ausging. In der 13. Minute Ecke für Bayer, Pavard Rechtsdropkickschuss – Tor. Verdammt. Union kam eigentlich nie wirklich richtig gefährlich vor das Tor von Neuer, aber auch den Bayern fiel nicht wirklich viel ein. Halbzeit.
Nach der Halbzeitansprache von Urs Fischer waren unsere Jungs plötzlich ganz anders zu bestaunen. Sie spielten munter nach vorne, was die Bayern sichtlich überraschte und vor einige Probleme stellte. Doch in der 53. Minute wohl die Entscheidung. Was für ein Pech da an unserem 16-er. Lewandowski nutzte das Ping-Pong eiskalt aus. Dieses Tor setzte aber noch einmal neue Kräfte frei. Nun alles oder nichts. Und Hoffnung in der 58. Minute. Es gab Elfmeter für Union! Leider scheiterte Andersson an Neuer. Dennoch machte Union nun etwas mehr auf, was den Bayern einige gute Gelegenheiten bot, den Spielstand deutlich zu erhöhen. Aber es stand da immer ein Gikiewicz im Weg. Sensationell, was er da alles hielt! In der 85. Minute wieder Elfmeter für Union. Polter wurde im Strafraum gefoult und trat selber an. Sein Anschlusstreffer reichte dann aber leider nur noch zur Ergebniskorrektur.
Fazit: Unser KaLeu hatte eine richtig gute Taktik gewählt. Auch wenn die Bayern zwischendurch gnadenlos davonziehen hätten können, die Mannen von Urs Fischer spielten sehr diszipliniert. Und wer weiß, wenn Andersson getroffen hätte… Aber absolut keinen Vorwurf!!! Das passiert. Auch vom KaLeu gab es keinen Vorwurf in Richtung unseres Leutnants. Er wurde sogar mit einem Extrawhisky belohnt!

Sieg gegen den SC Freiburg

Spieltag 8: 19.10.2019

Zu den Spielen gegen Bremen, Leverkusen, Frankfurt und Wolfsburg gibt es nicht viel zu schreiben. Nach 7 Spieltagen standen wir auf dem Relegationsplatz. Eigentlich genau dort, wo uns viele vor der Saison gesehen haben. Wir hatten jetzt vier der letzten vier Spiele verloren. Keine berauschende Quote… Wir waren zum Handeln gezwungen! Unser KaLeu hatte folgenden Plan: Alle verfügbaren Marine´s haben sich in der Alten Försterei einzufinden! Leutnant Seku sichert im Unterallgäu die südliche Verteidigungslinie und Smutje Stefan war im Stützpunkt Marinehaus für den Schichtkohl nach dem Spiel verantwortlich. Wie sich später herausstellen sollte, war diese einzigartige Taktik, ausgeklüngelt natürlich vom KaLeu persönlich, unsere große Geheimwaffe, mit der die Breisgauer gleich gar nichts anfangen konnten. Der Reihe nach:
Am heutigen Samstag empfingen wir die Freiburger. Nach den letzten vier Niederlagen sollte uns doch nun endlich mal wieder etwas gelingen! Anstoß. Noch während Leutnant Seku die ersten Tropfen Meckatzer-Hefeweizen in ein Glas tröpfeln ließ und Maat Stefan den Kochlöffel schwang, schlug es auch schon ein im Tor der Freiburger. Und wer traf? Natürlich Marius Bülter-Fußballgott! Gespielt war da noch nicht mal eine Minute! Unser KaLeu nahm natürlich Blickkontakt zu den anderen Marine´s auf und signalisierte somit äußerste Zufriedenheit! Leutnant Seku war nun auch endlich mit dem Biereinschenken fertig und brauchte erstmal einen Schnaps. Maat Stefan hingegen war so fasziniert, dass sein Schichtkohleintopf am Ende des Tages einer der Besten werden sollte, der ihm je gelungen ist. Leider vergas er, das Rezept zu notieren…
Schon in der 10. Minute hätte es 2:0 stehen müssen, oder können. Lediglich der Pfosten verhinderte dies. Ein Schlenzer von Ingvartsen landete eben genau am Gebälk. Das wiederum gilt es für unsere Crew aufzuarbeiten. Denn es ist davon auszugehen, dass da irgendwelche Möchtegernvermesser das Tor falsch abgesteckt haben. Also eine weitere Baustelle, um die wir uns natürlich sehr gerne bemühen!
Halbzeit. Zum ersten Mal in unserer noch sehr jungen (Bundesliga-) Geschichte führten wir zum Pausentee. Weiter ging es. Unseren Marine´s war anzumerken, dass die ersten 45 Minuten sehr gut waren. Und dieser Eindruck verstärkte sich nun. Unsere Mannschaft spielte richtig Fußball! Ballsicherheit, dazu zahlreiche Versuche, mittels Passspiel dem gegnerischen Tor näher zu kommen und natürlich der enorme Wille! Wir alle waren sehr stolz. Und so war es in der 84. Minute, als Ingvartsen besser zielte als noch in der ersten Halbzeit und das 2:0 schoss. Damit waren auch die Freiburger am Ende. Abpfiff. Sieg! Und nun 7 Punkte auf der Habenseite.

Heimspiel gegen Borussia Dortmund

Spieltag 3: 31.08.2019

Eine Woche nach unserem ersten Punktgewinn in Augsburg erwarteten wir die Mannschaft aus Dortmund. Es ist wohl nicht untertrieben, diese als Meisterschaftsaspiranten zu bezeichnen, während unser vorrangiges Ziel ganz klar Klassenerhalt sein muss!
Die erste Halbzeit zeigte dann auch ganz klar, wo die Stärken beider Mannschaften liegen. Unsere Jungs kämpften um jeden Ball, machten so den ballsicheren Dortmundern immer wieder das Leben schwer. Aber auch bei Standarts zeigten Urs´ Mannen ihre Möglichkeiten. Und so war es in der 22. Spielminute, als Marius Bülter eine Trimmel-Ecke direkt abnahm und das Spielgerät rechts unten in der Ecke versenkte! 1:0 für uns!!
Die ersten Bierduschen waren noch nicht ansatzweise getrocknet, da war für einen kurzen Moment alle Euphorie verflogen. Denn nur 3 Minuten später glich der BVB aus. Mist. Halbzeit. Naja, das hatte so manch einer schlechter erwartet.
Und nur 5 Minuten nach Wiederbeginn traf erneut Bülter! Er wollte doch nicht etwa Gerd Müller´s Rekord in Angriff nehmen? Aber dieses Tor zeigte durchaus Wirkung. Die Dortmunder waren nun unsicher, bekamen nicht mehr viel gebacken. Dann kam die 75. Spielminute. Becker bediente Andersson und der erzielte das 3:1. Unglaublich! Was war denn da los in der Alten Försterei? Bis zum Abpfiff ging für den BVB auch gar nichts mehr. Unsere Helden verteidigten den Vorsprung bis zum finalen Pfiff.