Archiv der Kategorie: Das Jahr 2023

Spiel 1 nach Admiral Fischer

LOGBUCHEINTRAG 2023-11-25

Wieder einmal eine besondere Gefechtssituation: General Seckler rückte mit seinen Truppen auf Berlin vor. Schnell war die Taktik klar: Die Augschburger Verbände in zahlreiche Gefechte verwickeln, um ihnen früher oder später die Orientierung zu nehmen.

Admiral a.D. Fischers Befehlen folgend, stellte sich Seekadett Nussi den Secklerschen Truppen im Nordosten der Stadt entgegen. Über Stunden, in denen er den Heldinnen und Helden vom Lech gehörig die Leviten las, verwickelte er sie zusammen mit einem Berliner Freiwilligenheer in langwierige Scharmützel …

… die nur ein Vorgeschmack auf den folgenden Tag darstellten. Auf dem Wasser, also ganz nahe an der uns gemäßen Unterwasserwelt, folgte am Morgen darauf eine mehrstündige Spreeschlacht, in der beide Seiten alles an Munition ehrausschossen, was irgend verfügbar war. Maat Tilo und Seekadett Nussi verloren dabei keinen Arm, wohl aber zeitweise ihre Stimmen.

Es folgte die eigentliche Auseinandersetzung AdAF, gefolgt von erbarmungslosen Gefechten an den Zapfhähnen des Deftig. Unter dem Motto: „Augschburg und der FCU – geben heute keine Ruh!“, erfochten beide Seiten ein leistungsgerechtes Unentschieden, gewürzt von der beiderseitigen Vorfreude auf das nächste Aufeinandertreffen. KaLeu Heller und Leutnant zur See Seku sicherten und koordinierten derweil sämtliche Kampfhandlungen von Süden und Südwesten.

Anbei der Bericht des Hauptgesfechts:

Der 1. FCU erkämpft einen Punkt gegen den FCA

Frank „Nussi“ Nussbücker

Die kleine Union-Auszeit tat mir gut. Die PK vorm Spiel sah ich erst einen Tag vor Anpfiff jener Begegnung, auf die ich mich schon sehr lange gefreut hatte. Seit unserem ersten Bundesliga-Punktspiel gegen den FCA am 24. August 2019, welches ich inmitten eines für mich leider nur zweitägigen Festival der Fußball-Bekloppten beider Lager erlebte, hab ich mein Herz an die Fuggerstadt verloren. Am Abend vor Anpfiff traf ich erstmals Friedens-General Gerhard Seckler, maß ich mich im Lese-Duell mit dem heutigen FCA-Präsidenten Markus Krapf.

Was ich dort unten an Gastfreundschaft erlebte, prägt mich bis heute und macht mir jedes Spiel gegen die Augschburger, so mies diese auch immer wieder für uns endeten, zu etwas ganz besonders Besonderem. Dass dieses Mal auch mal wieder wir ein dreitägiges Rahmenprogramm hinbekamen, machte mich dazu ordentlich stolz auf diejenigen von uns, die dies unter der Federführung des TAZ-Unioners Olaf Forner möglich machten. Damit zum Sport:

Mit Hoffi AdAF

Auf der PK mit unserem Trainer Markus Groth hörte ich an dessen Stimme, dass er Norddeutscher ist – aber für mich stand da „einfach nur“ ein Unioner, was ich ausschließlich anerkennend meine. Kein aufgeblasenes Gefasel, dafür am Ende der Appell an uns alle, bei diesem Spiel alles reinzuhauen, was irgend geht. Und plötzlich musste ich doch nochmal heftigst an Urs Fischer denken. „Durchbrecht diese Negativspirale!“, lautete sein Appell, und allein schon unserem neuen Trainerteam wünschte ich von Herzen, dass genau das bereits an diesem 25. November geschehen würde.

Natürlich wünschte ich das ebenso heftig unserer Mannschaft, unserem Verein – uns allen! Nach langer, fröhlicher Anreise mit den Augschburgern auf der Spree bedankten wir uns im Stadion bei unserem alten Trainer in einer Choreo, die unter anderem aus vielen Tapeten bestand, die wir auf der Gegengerade hochhielten. Unter ihnen sah ich nichts mehr vom Spielfeld, aber Urs und Hoffi möglicherweise live, was vorn draufstand. Einem bestätigten Gerücht zufolge waren sie gar im Stadion und nicht, wie angekündigt, vorm Fernseher …

Fröhliche Anreise, verunsicherter Beginn

Auch Böni wurde mit einem Banner gegrüßt, genau wie einige Unioner, die uns leider für immer Richtung Block H verließen. Aufm Platz Jaeckel und Volland in der Startelf und András war endlich wieder dabei. Zunächst nahm er auf der Bank Platz, genau wie Jossip Juranovic. Im gegnerischen Aufgebot fand sich unser Kämpfer Sven Michel. „Der wird uns schon zeigen, wies geht!“, brummte mein Nachbar Jürgen das Nordlicht.

Mit „Kämpfen und Siegen“ begann das Spiel, gefolgt von einem donnernden „He FC Union!“ Die Gäste führten sich mit einem Foul ein, für das uns der Herr Schiedsrichter immerhin einen Freistoß zusprach. Augsburg über links, der Ball landet im Aus, aber das hätte gefährlich werden können. Unsere taten sich schwer, das Spielgerät hinten raus zu bekommen, sie schenkten dem Gegner eine Ecke. Unserer Mannschaft war ihre Verunsicherung anzumerken wie nur irgendwas.

Unser Tor war blank!

Unsere im Angriff, sofort erschallt das „Eisern Union!“ Dann wieder Augschburg, der gesamte Gästeblock hüpft und singt. Auch wir intonieren unser Liedgut, möge etwas davon unseren Spielern mehr Zutrauen geben! Die gegnerischen Spieler üben sich derweil im Hinfallen. „Beim Foulen verletzt!“, bemerkt Jürgen, als mal wieder einer von ihnen unseren Rasen beliegt. Immerhin sind sie anschließend schnellstens wieder bereit wie willig, aufs Feld zurückzukehren.

Konter Augschburg, der Ball streicht vorbei. „Unser Tor war blank!“, spricht Torsten Eisenbeiser aus, was ich gehofft hatte, nicht wirklich gesehen zu haben. Unsere kommen weiterhin kaum vors gegnerische Gehäuse und tun sich schwer, aus der eigenen Hälfte herauszukommen. Ich hoffe so sehr, dass dieses Spiel bald herum ist. Sie holen eine Ecke, Behrens schraubt sich hoch, köpft leider genau in die Arme des Keepers – immerhin ein Angriff!

Erschreckende erste Hälfte

Augsburg weiter im geruhsamen Vorwärtsgang, einmal muss Freddy weit aus dem Tor heraus, um zu helfen. Kurz nach einer Augsburger Ecke zeigt der Schiri auf den Punkt. War das im Strafraum, das Ganze überhaupt ein Foul? Der VAR schaltet sich ein, der Schiri geht TV gucken. Anders als einige mir bekannte Fernsehzuschauer und etliche Kommentatoren beantwortet der Herr in Gelb beide Fragen mit Ja, schenkt den Gästen den Elfer und die Führung. Die war vom Spielverlauf her berechtigt, aber doch bitte nicht so!

„Hier regiert der FCU!“ und „Kämpfen und siegen!“, reagieren die Ränge. Aufm Platz geht es hin und her, leider weitaus gefährlicher, verlagert sich das Spiel in unsere Hälfte. Endlich wieder ein Angriff der Unseren, der Ball kommt dicht vorm Gehäuse auf Fofana, doch der Keeper rettet in letzter Sekunde. Der wäre letztes Jahr klar drin gewesen, durchzuckt es mein Hirn. Wir kommen irgendwie in die Pause. Viel Mut machte mir das bislang nicht, und nun müssen wir uns erst einmal von mehreren Unionerinnen und Unionern verabschieden …

Ein längst fälliger Strafstoß

Unter ihnen befinden sich Nick und Fio, die es Jahrzehnte zu früh erwischt hatte. Für Nicks Familie hatte ich im Namen der Stiftung am Vorabend und auf der Viktoria Geld gesammelt, immerhin das konnten wir tun. Alle Kraft den Hinterbliebenen! Zurecht mahnt uns Stadionsprecher Christian, dass wir hier unten gut zueinander sind, auf die Menschen neben uns achten. Wie schnell kann dieses Leben vorbei sein.

„Auf geht’s Union, kämpfen und Siegen!“, beginnt die zweite Halbzeit. Den eher getragenen Gesang „Fußballclub Union Berlin in Weiß und Rot“ überschreien wir mit „Union, Union, Union!“ Die Augschburger foulen Käpten Trimmel im Strafraum, doch den Schiri interessiert das offenbar nicht. Es ist bereits das zweite Mal in wenigen Minuten, doch jetzt bittet man ihn erneut vor den Fernseh-Bildschirm. Die Angelegenheit ist offenbar zu klar, er gibt den längst fälligen Elfer tatsächlich! Damit beginnt das zweite Problem: Wer um alles in der Welt soll ihn schießen?

Fehlschuss – und weiter!

Robin nimmt sich der Sache an. Das klappte dereinst mal recht gut, aber nicht an diesem Tag der allgemeinen Verunsicherung. Völlig schwach geschossen, rettet der in die richtige Ecke gesprungene Keeper für seine Mannschaft. Robin Knoche, unser mit allen Wassern gewaschener Abwehrchef, stand gestern für mich komplett neben sich. „Die tun mir einfach nur leid!“, bringt es die Frau hinter mir auf den Punkt. Ähnlich glücklos agierte weiter vorn Fofana.

Jubel bricht aus, als in Minute 67 András Schäfer den Rasen betritt. Sofort bekommt unser Spiel mehr Biss, geht es konsequenter in die richtige Richtung. Schon reißen wir jubelnd die Arme hoch, weil des Gegners Tornetz zappelt, aber noch vorm Abklatschen gewahren wir die Abseitsentscheidung. Schon einmal hatte der Ball hinter der richtigen Torlinie gelegen, nur leider hatte das Ding beim zu schnell ausgeführten Freistoß noch nicht geruht. „Wir sind dran!“, ruft die Frau in meinem Rücken.

Und es zappelt doch!

Doch weiterhin geht das Ding vorne aus vielleicht nicht nur irdischen Gründen nicht rein. Unser Trainerteam wechselt dreifach, bringt Kaufmann für Fofana, Roussilon für Gosens und Juranovic für Trimmel. Augsburg agiert verstärkt durch permanentes Hinfallen und sonstige Spielverzögerungen, schließlich sieht ihr Keeper sogar die Gelbe dafür. András schoss derweil schon zweimal aufs Tor – ich freue mich mittlerweile über jeden Schuss!

Die offizielle Spielzeit ist fast herum, als der Schiri nicht anders kann, als uns einen Freistoß zuzusprechen. Juranovic flankt gekonnt nach vorn zu Robin Knoche, der auf Volland weiterleitet. Der zieht beherzt ab, der Spielverzögerer von eben hat keine Chance! Die richtigen Tormaschen zappeln, wir liegen einander in den Armen, wie lange ist das her?! „Vielleicht sah der ein Foul!“, bremst Jürgen kurz die Euphorie, doch der Schiri und seine Assistenten scheinen machtlos, unser drittes Tor des Abends zählt tatsächlich!

Eine vierte Halbzeit, für die ich zum Fußball gehe

Unsere bleiben am Drücker, aber es bleibt beim 1:1. Immerhin ein Punkt, immerhin eine klare Steigerung in Hälfte zwei, immerhin leben wir noch. Lasst uns diese Energie mitnehmen für die kommenden beiden Auswärtsspiele und dann unser nächstes Heimspiel. Möge diese zweite Hälfte unserer Mannschaft zumindest ein Stück weit etwas von dem wiedergegeben haben, was es braucht, um für jeden Gegner wieder „eklik“ zu sein, wie Urs diese Eiserne Wahrheit so vollendet aussprach.

Die vierte Halbzeit dieses Spieltags erlebe ich mit vielen Augschburgern und mir sehr lieben Unionern im Deftig am Mandrellaplatz. Bis tief in die Nacht singen wir zusammen unsere Lieder, lerne ich ein wunderbares Pärchen aus England kennen, mit dem mich nicht nur musikalisch eine große gemeinsame Vergangenheit verbindet. Dazu mindestens zwei Augschburger, die wie ich aus Thüringen kommen und, und, und. Zusammen mit dem General und seiner Daggi, den Schnuppingers aus Gosen, Zwilling Sam… – immerhin bin ich jetzt in der Lage, diese Zeilen zu tippen,

Eisern heißt dit!

Spieltag 10, daheim gegen Eintracht Frankfurt

LOGBUCHEINTRAG 2023-11-04

Zugegeben, nicht ganz einfache Wochen liegen hinter uns. Zunächst waren wir alle heilfroh, als der punktlose September zu Ende ging. Dass es im Oktober ebenfalls kein einziges Pünktchen gab, ahnten wir da noch nicht. Nun bleibt die Hoffnung auf einen erfolgreicheren November. Dieser begann am heutigen Tage mit dem Heimspiel gegen die Hessen aus Frankfurt. Schon am gestrigen Abend stellte KaLeu Heller folgenden Tagesbefehl in die sozialen Netzwerke:

Von Süden her bestens gesichert – nie war die Illerschleife so sicher wie gestern und heute – operierten KaLau Heller, Maat Tilo und Seekadett Nussmann direkt im Stadion, diesmal mit geballter Schlagkraft von der in der Haupttribüne gelegenen Schlosserei aus.

Die feindlichen Versorgungs-Linien mit Bier störten sie durch konsequentes Wegtrinken desselbigen, was sich durch dessen mindere Qualität als immer selbstloser werdendes Unterfangen erwies.

Nun, unser Erfolg könnte ich sehen lassen, würden wir denn nicht unter strengster Geheimhaltung operieren. Nur so viel dürfen wir an dieser Stelle verraten: Der zukünftige Erfolg unseres Vereins unter Admiral Fischer wurde gestern erfolgreich gegrundsteinigt oder wie auch immer das im zivilen Sektor ausgedrückt wird.

Weiterhin für Frieden, Sicherheit und auf den zukünftigen Erfolg des 1. FCU allseits am Ball: Die Crew von U-1966, integraler Bestandteil des FCU-Marine-Korps unter Flottenadmiral Fischer

Union rannte vergeblich gegen die Frankfurter Eintracht an

Frank „Nussi“ Nussbücker

Wieder so ein Sonntag, an dem die Aussicht, eine Kolumne über das gestrige Spiel meines geliebten Fußballclubs zu schreiben, mich nicht gerade aus dem Bett hochschießen ließ. Immerhin schien gestern die Sonne, was ich in den letzten Jahren immer mehr als gutes Omen für ein zu erwartendes gutes Spielergebnis meines FCU nahm. Immerhin würde ich das Spiel nach einer Stunde am Barkas zusammen mit meinem U-1966-Kapitän Christian und Maat Tilo in der Schlosserei verfolgen. Ja, auch hier kieken echte Unioner Fußball!

Und immerhin hatte unser Präsident in seinen zuvor bereits zigfach verbreiteten Begrüßungsworten im Unionprogramm ein klares Bekenntnis zu unserem Trainer – und damit auch zu dessen Team abgeliefert. Somit konnte zumindest in Ruhe gearbeitet werden, hoffte ich zumindest. So ruhig das eben geht mit der Bürde all der nicht gewonnen Spiele samt aller Begleiterscheinungen auf den Schultern. Der Druck dürfte mittlerweile für jeden unserer Spieler ein solcher sein, den ich bei meiner Arbeit so gar nicht gern hätte.

Unser Trainer heißt Urs Fischer …

Der Gästeblock war prall gefüllt und zeigte eine martialische Choreo in Schwarz und mit zwei Boxern, von denen allerdings keiner wie Willi „de Ox“ Fischer aussah, der ja ein Frankfurter Junge ist. Bei der Nennung unseres Torwarts ertönten dort Pfiffe – etwa, weil sie Frederik bei ihnen nicht durchsetzte und nach einem Jahr Leihe unsere Nummer 1 wurde? Der handelsübliche Umgang also. Schade, Frankfurter, von euch hätte ich besseres erwartet.

Vor der Nennung unseres Trainers ließ Stadionsprecher Christian eine Pause folgen, auf dass wir diese mit Jubel und Applaus füllten, bevor es laut donnernd „Urs Fischer!“ über den Stadionrasen schallte. Gleich hinterdrein unsere Hymne und mit dem Anpfiff der Wechselgesang „Eisern!“ „Union!“ Somit war der Anfang zumindest auf den Rängen eine klare Sache, die mir Mut machte für das, was wir da heute zusammen zu bewerkstelligen hatten. Aufm Platz war leider auch sehr schnell einiges klar …

… und Fußballgott noch immer stinkig auf uns

1.18 Minuten von der Uhr, da bekamen die Gäste einen Freistoß geschenkt. Die Frankfurter sagten danke und nagelten die Pille nach kurzem Antäuschen schnörkellos links in unser Tornetz. Jubel und Gesang im Gästeblock, für uns hieß es nach eins, zwei Schrecksekunden: „Wir singen Rot, wir singen Weiß…!“, Ecke Union von Becker, sie kommt flach rein – schade. Nächste Ecke, jetzt getreten von Käpten Trimmel – wieder nichts. Angriff der Frankfurter, Becker klärte zum gerade eben machtlosen Frederik Rønnow.

Klar tat es gut, einfach weiter zu singen. Was willst du sonst auch machen gegen diese brutale Machtlosigkeit, gegen dieses tief gefühlte Wissen: Nee, oder, geht dieser Sch… schon wieder los und gnadenlos weiter!? Die Frankfurter kombinierten sich lässig vor unseren Sechzehner. Endlich wieder ein Angriff der Unseren, Trimmis Abschluss leider direkt auf den Keeper gezogen. Auf den Rängen kämpfte „Alléz-alléz SGE“ gegen „Wo du auch spielst, ja wir folgen dir, und ist der Sieg auch noch so fern – SO FERN!“

Union bemüht, Frankfurt eiskalt

Ecke Union – stattdessen Freistoß Frankfurt! Gerade eben waren wir auf links nahezu durch gewesen. Statt unserem Jubel über endlich mal wieder ein Union-Tor jubelten kurz darauf erneut die Gäste. Keine 14 Minuten herum, wir liegen 0:2 hinten, „Wo du auch spielst…!“ Urs und Hofi sitzen einige Meter vor uns am Rand des Spielfelds. Von nun an waren beide vor allem stehend und eindrücklich gestikulierend zu sehen. Hollerbach läuft sich gegen zwei Gegner fest – wo wollte er da hin?

Angriff Frankfurt, Knoche haut den Ball raus, doch sie sind schon wieder da, setzen zum Glück keinen weiteren Nadelstich. „Dieser Becker!“ schimpft ein Alter links von mir. „Hat der schon jemals irgendein Tor geschossen?“, bringe ich zumindest meinen Kaleu zum Grinsen. Aber es sieht in der Tat gerade so gar kein bisschen gut aus. Vielleicht jetzt mal: Union über links, gestoppt durch ein Foul. Gelbe Karte und Freistoß, das war doch mal genau unser Ding!

Das Ufer so fern!

Schuss aufs Tor, der Keeper kann zur Seite abwehren – aber endlich mal wieder ein Abschluss, „Eisern Union!“ Laidouni gegen drei, das war dann einer zu viel. Ein Pass in den Sechzehner kommt leider nur beim Gegner gut an. Der Vorwärts-Gesang erklingt, Ecke Union, ebenfalls eine unserer Spezialitäten – leider vor allem in einer Vergangenheit, die gerade von Spiel zu Spiel weiter wegrückt. Erst mal Pause – und dann?

„1. FC Union Berlin – und alle!“, dazu zwei Union-Ecken hintereinander! Leider brauche ich ihrem Ergebnis keinen Satz zu widmen. Ich singe an gegen das Gefühl der Ohnmacht, um mich herum singt der eine oder die andere ebenfalls – was willst du machen, wenn meckern genauso wenig dein Ding ist wie stummes in-sich-rein-Fressen? Union hintenrum, dann über links in den Sechzehner – abgewehrt. Wie sollen wir hier jemals ein Tor erzielen? Egal, eines Tages werden wir das, ganz sicher – und bitte noch vor Weihnachten! Angriff Union, der Keeper klärt per Kopf vor dem heranstürmenden Behrens, der seit ein paar Minuten im Spiel ist.

Beste Chancen – dicht vorbei

Jetzt aber! Becker tankt sich durch, passt auf Behre – der das Ding knapp nebens Tor setzt! Verdammte Axt, das hätte es doch sein müssen, oder etwa nicht!? Klasse Angriff, direkter Abschluss, warum um alles in der Welt zappelt das verdammte Tornetz nicht! Ich weiß die Antwort selbst, meine Frage war an olle Fußballgott gerichtet. Bald drauf geht das Ding erneut aufreizend knapp links vorbei, von links höre ich: „Dit könnte jetzt jut und jerne 2:2 stehen!“

Oh ja, das könnte es – wie ich an meiner geliebten Sprache gerade die Möglichkeitsform hasse! Unsere machen weiter unablässig Druck – und ja, sie kommen dabei auch vors gegnerische Tor, aber der Ball will eben partout nicht in selbiges hinein. 68. Minute, ein Kopfball ganz dicht links neben das Tor. Frankfurts Keeper ist sauer, dass einer der unseren da so frei zum Kopfball kam. Dazu bekommen die Hessen mal nen Freistoß für nix, während sie Laidouni ungesühnt von den Beinen holen dürfen.

„Und irgendwann, irgendwann einmal…“ werden wir wieder jubeln

Als es irgendwann das nächste Tor zu bejubeln gibt, sind es erneut die Gäste, die dies tun, das Ganze kurz vor unserem finalen Dreifach-Wechsel. Dann jedoch zappelt der Ball endlich doch einmal in des Gegners Tornetz, doch wir haben die Arme noch nicht ganz oben, als klar ist: Aberkannt, kein Tor, warum auch, wo wir doch gerade so tief drinnen sind im vielbesungenen Tal der Tränen. „… Wir standen alle mit dem Rücken zur Wand! Wir warn am Ende, gib mal ne Spende …“

Das Singen tröstete mich auch gestern ein wenig, und natürlich bekam unsere Mannschaft samt Trainerteam und Stab ihren Applaus. Was sollen wir anderes tun? Wie um alles in der Welt auch immer, am Ende kommen wir nur zusammen raus aus diesem vermaledeiten Mist. Bereits gegen Braga schien der Fluch gebannt – und eines Tages wird er es wirklich sein. Bis dahin heißt es ganz klar: Alles hinterfragen, jede Stellschraube prüfen, arbeiten und bei alledem: Eisern bleiben! Was wir hier gerade gemeinsam erleben, werden wir dereinst unseren Nachfahren berichten, Eisern heißt dit!

Klare Sache: Es tut mir weh, von Spiel zu Spiel mehr – und doch lege ich passionierter Profi-Pessimist mich fest: Eines Tages werden wir unseren Nachfahren davon zu erzählen haben, wie wir auch diese sportliche Krise überwanden – durch konsequentes Umsetzen unserer Tugenden! Dein Nussi, Eisern heißt dit!

Stammtisch

LOGBUCHEINTRAG 2023-11-02

Am heutigen Abende war es an der Zeit für den November Stammtisch unserer Marines. Leider war es 3 Crewmitgliedern nicht möglich, diesem beizuwohnen. Denn für die anwesenden Seemänner hatte sich die Zusammenkunft im Headquarter mehr als gelohnt! KaLeu Heller hatte sie mit – unsere DAUERKARTEN für die „ALTE FÖERSTERE 2“!!!! Vielleicht sollte es zu diesem Thema mal einen gesonderten Logbucheintrag geben. Dann so mit Interviews einzelner Marines zu ihren Beweggründen, diese Karte zu erwerben.
Der Abend verlief in gewohnten Bahnen. Es wurde natürlich auch die aktuelle Situation unseres geliebten Vereines analysiert. KaLeu Heller betonte sehr deutlich, dass für die kommenden Aufgaben unsere Crew mehr als gebraucht werden wird.
Denn schon übermorgen geht es weiter. Zu Gast sind die Frankfurter. Derzeit Tabellenplatz 7. Wir sind auf den Tagesbefehl mehr als gespannt!

DFB-Pokal 2. Runde

LOGBUCHEINTRAG 2023-10-31

Nun, die Auslosung hätte uns kaum undankbarer treffen können: Am letzten Tag des Oktobers mussten wir ins allertiefste Schwabenländle reisen. KaLeu Heller zeigte sich zuversichtlich und gab sehr früh am Tage folgenden Tagesbefehl heraus:

Die erste Halbzeit

Admiral Fischer hatte sich eine kleine Rotation überlegt: Freddy sollte mal eine kleine Pause einlegen. Alex sollte an seiner statt das Tor hüten. Doch manchmal ist es wie verhext: Alex verletzte sich beim Aufwärmen. Nahm dennoch auf der Bank platz. Die Ausrichtung sah ganz nach einem 4-3-3 aus. Also etwas defensiver als in Bremen.
Anstoß in der Stuttgarter MHPArena um 1800. Schiedsrichter Sascha Stegemann. Nach 10 Minuten ein erstes Fazit: Wenig Arbeit für die letzten Abwehrreihen. Der Abschluss von Benedict nach 8 Minuten landete leider im Toraus. Aber sein Dribbling war schön anzusehen.
Weitere 10 Minuten war es dann so, dass der VFB deutlich mehr Spielanteile hatte. Jedoch funktionierte das ungewohnte System unserer Matrosen sehr gut. Weiter keine nennenswerte Abschlüsse.
Und dann Minute 28: Aissa schnappte sich Kugel und stiefelte Richtung 16-er. Ein Torpedo aus dem Fußgelenk. Der Torwart der Gastgeber machte sich lang und länger. Aber er kam nicht mehr ran. Wir hatten alle schon den Torschrei auf den Lippen. Aber die Querstange des Gehäuses war wahrscheinlich 5cm zu tief. Nur sie war im Stande, unsere Führung zu verhindern. Mist, das wäre es gewesen!
Das Glück war dann aber auch auf unserer Seite, als in Minute 33 das Leder gegen unseren Pfosten klatschte. In den Folgeminuten wurden unsere Jungs immer mutiger. Der VFB wiederum ließ sich nicht locken und versuchte sich seinerseits mit viel Ballbesitz vor unser Tor zu kombinieren. Aber unser Abwehrverband hielt tapfer dagegen. Als sich der Pausenpfiff näherte geschah dies: Steiler Pass auf einen Stuttgarter Mittelfeldspieler. Dieser rannte wie um sein Leben. Seine Flanke landete halbrechts im Strafraum bei Jamie (seltsam, ihn ihm VFB-Trikot zu sehen), der die Kugel ins lange Eck schieben wollte. Freddy blitzschnell unten und parierte. Der Abpraller landete aber beim Stürmer der Gastgeber, der von der Fünferlinie eiskalt einschieben konnte. Es war unfassbar. So kurz vor der Pause. Denn Herr Stegemann beendete kurz darauf den ersten Durchgang.

Die zweite Halbzeit

Admiral Fischer sah noch keinen Grund für Wechsel. Seine Mannen legten auch gleich mal los. Aber so richtig brenzlig wurde es nicht. Nach 59 Minuten dann doch der erste Wechsel: Behre verließ den Rasen, für ihn kam Mikkel.
Nächster Wechsel in Minute 72: Brenden für KevinV. Das Spiel behielt seinen Charakter. Stuttgart mit sehr viel Ballbesitz. Unsere Mannschaft ackerte wie blöde. Jedoch vorne viel zu harmlos.
Doppelwechsel nach 80 Minuten: RobbyG kam für Trimmi und für Benedict kam Lucas. Alle Wechsel bisher auch positionsgetreu. Doch es sollte einfach nicht besser werden. Die Ecken verpufften irgendwo und so richtig Gefahr kam auch nicht mehr auf. Somit war das Spiel um 1953 beendet. Zumindest für unsere Matrosen. Warum Herr Stegemann dann die Nerven verlor und unserem Admiral die ROTE KARTE zeigte bleibt wohl sein Geheimnis. Denn er beteuerte im Anschluss, dass Admiral Fischer ihn nicht beleidigt habe.
Somit bleibt eigentlich nur noch die Hoffnung, dass es am kommenden Samstag gegen die Eintracht aus Frankfurt besser wird.

EISERN UNION

Spieltag 9, auswärts in Bremen

LOGBUCHEINTRAG 2023-10-28

Irgendwie ist derzeit der Wurm drin… Eine klitzekleine Halbchance reichte dem SSC Neapel, um als Sieger das Olympiastadion zu verlassen. Wie würde unser Team das heute wegstecken? Mit Bremen wartete ein unangenehmer Gegner auf uns. Haben die 3 Tage Regeneration gereicht und würde es unserem Admiral gelingen, die Köpfe wieder aufzurichten?
Unserem unermüdlichen KaLeu fiel der heutige Tagesbefehl recht schwer. Dennoch brachte er folgendes Pamphlet an seine Mannschaft:

Halbzeit 1

Anstoß im Bremer Wohninvest Weserstadion um 1530. Tobias Stieler war der Leiter der Partie. Nach nur 50 Sekunden auch schon ein erster Aufreger: Sherry setzte sich auf der rechten Seite durch und legte den Ball quer zu Trimmi. Leider fehlte seinem Abschluss etwas an Power, so dass der Bremenkeeper problemlos halten konnte. Aber immerhin. Ein erster Anfang!
Und es ging so weiter. Erst RobbyG, dann Behre auf Sherry. Leider warf sich ein Bremer Verteidiger dazwischen. Gespielt noch keine 5 Minuten. Ein sehr verheißungsvoller Auftakt! Bis zur 10. Minute beruhigte sich das Spiel wieder. Es kamen immer wieder technische Defizite zutage. Folglich blieben Torchancen absolute Mangelware.
In der 38. Spielminute dann blankes Entsetzen bei uns allen: Freistoß der Stadtmusikanten im rechten Halbfeld. RobbyG sieg hoch und verlängerte den Ball unhaltbar ins eigene Tor. Auch das noch. Aber noch viel schlimmer: Wieder im Hintertreffen.
Von diesem Schock erholte sich unsere Mannschaft zunächst nicht mehr. Herr Stieler pfiff um 1617 zur Pause.

Halbzeit 2

Das Niveau des Spieles wurde nicht viel besser. GELB in Minute 55 für RobbyG. Weitere 5 Minuten später wechselte Admiral Fischer. Für Brenden kam Aissa. Und in der gleichen Minute zeigte Herr Stieler glatt ROT gegen Rany. Also noch gut eine halbe Stunde in Unterzahl. Alex für Janik, das war der nächste Wechsel in unseren Reihen in Minute 65. Also etwas defensiver.
Und es kam noch dicker: Die Hansestädter erhöhten durch Duksch auf 2:0 in der 75. Minute. Also noch 15 Minuten. Das erkannte auch unser Admiral und wechselte 3 frische Kräfte ein: Mikkel für Behre, Benedict für Sherry und Jerome für RobbyG. Noch einmal hieß es: Alle Kräfte bündeln. Alles was an Vortor-Rums da stand sollte umgehend vernichtet werden. Aber es half am Ende alles nichts: Nach 7 Minuten Nachspielzeit war die Partie beendet. Mit gesenkten Häuptern bedankte sich die Mannschaft für den abermals sensationellen Support.
Weiter nun bereits am Dienstag. In der 2. Runde des DFB-Pokales reist unser Tross in die Schwäbische Metropole Stuttgart. Also an Verschnaufen ist nicht zu denken.


EISERN UNION

Champions-League TEIL 3 – Auswärts zu Hause gegen SSC Neapel

LOGBUCHEINTRAG 2023-10-24

Am 3. Spieltag der Champions-League trafen wir auf keinen Geringeren als den amtierenden Meister der Serie A. SSC Neapel! Und wir mussten wieder in die ungeliebte Schüssel im Westteil unserer wunderschönen Hauptstadt. Charlottenburg war abermals Ziel unserer Feindfahrt. KaLeu Heller brütete nächtelang für einen passenden Tagesbefehl. Schlussendlich sah er dann wie folgt aus:

ZUM SPIEL

Der heutige Logbucheintrag beschränkt sich auf eine Kurzfassung:
Unsere Mannschaft war nicht wiederzuerkennen im Vergleich zum Samstagspiel gegen Stuttgart. Ein RIESENAUFWAND!!! Ein JEDER motiviert bis unter die Haarspitzen. Im weiten Rund der ungeliebten Schüssel eine SUPERSTIMMUNG!!! Alles war gespannt, wie unsere Matrosen die schwierigen September- und (inzwischen auch) Oktoberniederlagen verarbeiten werden können.
Anstoß im Betonklotz um 2100. Schiedsrichter am heutigen war Irfan Peljto aus Bosnien Herzegowina. Und unsere Matrosen legten gleich mal so richtig los: In den ersten 6 Minuten kamen sie gleich zu drei gefährlichen Situationen:
– Sherrys Flanke wurde leider geklärt
– Minute 3: Kopfballablage von David und Janik hielt sofort aus der Distanz drauf – links vorbei.
– Minute 5: Trimmi fand David mit einem Steilpass auf der rechten Seite. Ein Italiener blockte die Flanke auf Kosten eines Eckballs. Dieser jedoch brachte keine Gefahr.

Spieltag 7, auswärts in Dortmund

LOGBUCHEINTRAG 2023-10-07

FUCKING SEPTEMBER

Ja, was für ein unglücklicher September lag hinter unseren Marines! Ein Monat des totalen Vergessens und des Hoffens auf wieder bessere Zeiten. Da blieb nur die Frage, ob unser heutiger Gastgeber die richtige Adresse für eine Zeitenwende war… Aber mal ganz ehrlich. Was ist denn im vermaledeiten September eigentlich passiert? Wir verloren daheim gegen Brause Leipzig. Daran anschließend in der Autostadt eine mehr als unglückliche Niederlage. Dann daheim gegen Hopfenheim 0:2 Irgendwo dazwischen das 0:1 in der gefühlt 228. Minute der Nachspielzeit in Madrid. Und dann obendrein das 0:1 in Heidenheim. Schlimmer hätte der September nicht laufen können.
Aber auch der Oktober begann nicht wirklich besser. Auswärts zu Hause kassierten wir abermals ein Gegentor in der 94. Spielminute gegen Braga.

TAGESBEFEHL

HALBZEIT 1

  • 1530 Anstoß
  • Unsere Matrosen im Auswärts-Weiss-Grau
  • Wir gewannen diesmal die Platzwahl und spielten zunächst auf die „WAND“
  • 1534 Freistoß Trimmi
  • 1535 Hammertorpedo von Beere. Klatschte an die Latte. Wäre aber auch Abseits gewesen.
  • 1536 Gegenangriff und Tor. 1:0 Shit!
  • Unser Anhang skandierte zu diesem Zeitpunkt gerade: „Vorwärts-vorwärts-Fußballclub Union- hey- Fußballclub Union-hey-Fußballclub Union…“ und vom KaLeu kam postwendend der Befehl – Vortor-Rum für ALLE
  • 1539 Ausgleich!!! Ecke von links. Klar, Trimmi flankte. Kopfballdurcheinander landete dann im hinteren Eck. Jawoll!!
  • 1546 Schiedsrichter Ittrich entschuldigte sich bei den Protagonisten, dass er Freistoß für Dortmund pfeifen MUSS… Ach du Himmel.
  • 1648 2:1 UNION!!! Freistoß Trimmi. Kopfball Alex ins lange Eck. Hammer.
  • 1648 Aber nee. Herrn Ittrich wurde signalisiert, dass da eventuell eine Abseitsposition vorlag.
  • 1652 Sage und schreibe 4 Minuten dauerte es, bis eine Entscheidung getroffen wurde. Es blieb beim1:1.
  • 1655 Tor für den BVB. Ganz klare Abseitsposition! Schiedsrichter knuddelte den Torschützen. Doch das half selbigem nicht. Dem VAR blieb nichts anderes übrig, als richtigerweise das Tor zu annulieren.
  • 1659 Ganz klares Foul an Sherry. Hummels hält voll drauf. Klarer Elfer und auch ROT!!!! Nun gut, Herr Ittrich beließ es bei GELB.
  • Leonardo schnappte sich die Kugel und schob selbige in die Maschen! FÜHRUNG!!!!
  • 1608 Wahnsinnsteckling von RobbyG. Sensationell und vor allem fair geklärt im eigenen Strafraum.
  • 1612 Sherry leider auf sich allein gestellt. Sein Solo mit anschließendem Abschluss konnte der BVB-Keeper problemlos klären.
  • 1615 6 Minuten Nachspielzeit wurden angezeigt
  • 1623 Halbzeitpfiff von Herrn Ittrich

Fazit zur Halbzeit

Unsere Matrosen traten sehr gut auf. Disziplin in allen Reihen. Unsere Marines sehr konzentriert. Ein hoffnungsvoller Auftritt. All das gab Hoffnung auf die kommenden 45 Minuten.

HALBZEIT 2

Herr Ittrich pfiff um 1635 wieder an. Unsere Matrosen nun in Richtung unserer Fans.

  • 1637 Anstoß zu Halbzeit 2
  • Zunächst keinerlei Wechsel
  • 1640 Freddy hielt Schuss von Brandt
  • 1641 Hammer vo Nico Schlotterbeck. Sein erstes Tor im Oberhaus. War das nötig?
  • 1646 Ecke Union. Ausgekontert und 3:2 für den BVB. Mist. Das ging ja mal schnell und wir lagen wieder einmal im Hintertreffen. Würde da noch was gehen?
  • 1647 Admiral Fischer wechselte. Danke an Aissa. Für ihn kam Brenden.
  • 1656 GELB für RobbyG.
  • 1700 Dreierwechsel: Trimmi raus, Jerome rein. Kevin für Beere und für Sherry kam David.
  • 1703 Das 4:2 für die Borussen. Ein Schuss von Ex-Unioner Julian Ryerson wurde so blöd abgefälscht, dass Freddy am Ende das Nachsehen hatte.

Wer zu diesem Zeitpunkt dachte unsere Mannen würden sich nun kampflos ergeben, der sah sich getäuscht. Aber egal, was alle auch versuchten, die Murmel wollte einfach nicht mehr in das Tor der Gastgeber. Nach fünf Minuten Nachspielzeit pfiff Schiedsrichter Ittrich ab.

Fazit

Am Ende eine 2:4- Niederlage. Aber in Halbzeit waren wir bärenstark und führten nach 45 Minuten mit 2:1. Schade, dass es ausgerechnet zwei Ex-Unioner waren, die gegen uns trafen. Weiter geht es nun nach der Länderspielpause am 21.10.2023 gegen den VFB aus Stuttgart.

Champions-League Part II

LOGBUCHEINTRAG 2023-10-03

VORSPIEL I

Das Auswärtsspiel in Heidenheim sorgte dafür, dass wir den September punktlos abhaken mussten. KaLeu Heller befahl daher, besagten Monat aus allen künftigen Kalendern zu verbannen. Stattdessen den Oktober mit einem Sieg anzugehen. Guter Plan! KaLeu Heller hatte scheinbar auch eine schlaflose Nacht hinter sich und schickte in aller Frühe (0530!!!) folgenden Tagesbefehl an unsere Crew:

DIE ANREISE MIT DER VIKTORIA

Manchmal sagen Fotos mehr als Worte… Und bevor es so richtig losgehen konnte, folgend noch ein paar emotionale fotographische Eindrücke von der Schüssel und von der Illerschleifen-Kommandobrücke:

VORSPIEL II


Der erste Champions-League-Heimauftritt in der Geschichte von unseren Fußballgöttern stand an. Vor 73.445 Zuschauern im Olympiastadion empfingen wir den Gast aus Portugal. Sporting Braga war unser heutiger Gegner. So ziemlich genau vor einem Jahr (15.09.2022) trafen wir aufeinander. Beim Auswärtsspiel kassierten wir eine dämliche 0:1- Niederlage in der EUROPA-LEAGUE. Doch das nur am Rande. Denn am heutigen Tage waren die Würfel neu gemischt. Heute stand UNSER ERSTES CHAMPIONS-LEAGUE-SPIEL in heimischen Gefilden statt. Ein Heimspiel, welches aber irgendwie auswärts ausgetragen wurde. Ja, die Betonschüssel in Berlin-Charlottenburg ist nun einmal nicht unser Wohnzimmer. Aber Auflagen der UEFA zwangen unseren Verein diesen Schritt zu gehen. Doch nicht nur das. Auch seitens unserer Vereinsführung war zu entnehmen, dass das oberste Ziel war, so ziemlich ALLEN UNIONERN dieses absolute Vereinshighlight zu ermöglichen. Auch unsere Marines waren dieser Meinung. Obwohl so ein Spiel in der Alten Försterei… What ever, unser Flottenverband war bestens instruiert und mit KaLeu Heller, Maat Wieck, Maat Ziegra und Seekadett Nussbücker waren schlagkräftige Seemänner unterwegs, die sich natürlich ihrer enorm wichtigen Verantwortung bewusst waren! Aber auch die RÜCKWÄRTIGEN DIENSTE um Smutje Pfannschmidt und Obermaat Kala wussten, was heute auf sie zukommen werden würde. Also allerhöchste Konzentration. Strategische Verteilung im Stadion. Absolute Wachsamkeit auf den Außenposten. Da konnte doch nichts mehr schiefgehen…

HALBZEIT EINS

Vom starken Regen in Berlin unbeeindruckt sorgten die unsrigen Fans auf den Rängen des ausverkauften Olympiastadions bereits vor Anpfiff für eine würdige Atmosphäre vor dem historischen Spiel unserer Eisernen Fußballgötter! Anstoß dann um 1845!
Leutnant Sekulla teilte dem KaLeu unmittelbar schriftlich mit, dass er sofort OHNE BEFEHL (!!!!) zum Vor-Tor-Rum übergehe. Und siehe da! Diese Eigenmächtigkeit wurde umgehend belohnt!! Nach nur 4 Spielminuten führte unsere Mannschaft mit 1:0!!! Nach einem Konter über die rechte Seite und Becker bekamen die Portugiesen den Ball nicht geklärt. RobbyG kam so frei im Fünfmeterraum an den Ball und zimmerte diesen aus kurzer Distanz mit links unter die Latte. Das Olympiastadion bebte. Im Marinehaus lagen sich die Marines in den Armen. Im Unterallgäu fühlte sich unser Leutnant mehr als nur bestätigt. TOR NUMMER EINS IN DER CHAMPIONS-LEAGUE!!! Wahnsinn. Doch dann bekam Schiedsrichter Srdjan Jovanovic einen Hinweis aus dem „KÖLNER KELLER“. Und siehe da, Sherry stand vor seiner butterweichen hauchdünn im ABSEITS. Sofort schallte es aus allen Ecken des Stadions: „Ihr macht unsern Sport kaputt! Ihr macht unsern Sport kaputt! Ihr macht unsern Sport kaputt! Ihr Wich…“ Egal. Weiter ging es. Unsere Matrosen waren gut im Spiel. Und wie. Unsere Mannen waren motiviert bis unter die Haarspitzen. Immer wieder versuchten sie, das Aufbauspiel der Portugiesen zu unterbinden, um daran anschließend gefährliche Konter zu kreieren. Und diese Taktik machte sich in Minute 30 bezahlt: Josip antizipierte einen Pass einen gegnerischen Pass. Spielte weiter auf Alex. Er wiederum spielte den Ball klasse per Steckpass in die Tiefe auf den durchstartenden Sherry. Er zog von rechts in den Strafraum. Nun boten sich ihm zwei Optionen: Abspiel zum mitgelaufenen Mitspieler, oder aber selbst den Abschluss suchen. Er wählte Variante zwei und schob die Kugel durch die Hosenträger von Gästekeeper Matheus zur verdienten Führung in die Maschen! Nicht nur Matheus, nein, selbst der VAR waren diesmal chancenlos! Sherry-Sheraldo Becker war unser ERSTER TORSCHÜTZE IN DER KÖNIGSKLASSE!! HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH von unserer Crew! Das wird mit Sicherheit in die Geschichtsbücher unseres Vereines eingehen!
Doch dem noch lange nicht genug: Es dauerte keine weiter sieben Minuten, ehe unser Sherry abermals die Torpedorohre füllte und dann selbige abfeuerte. Sensationell sein Abschluss aus gut 16 Metern. Mit der linken Innenseite halbhoch ins Eck. Besser hätte man es nicht machen können! Also nach 37 Minuten führten wir mit 2:0. Und das völlig verdient!!! Nun diesen komfortablen Vorsprung in die Pause mitnehmen.
Aber nee verdammt. Unsere „sturen“ Gäste hatten was dagegen: Minute 41. Ecke Braga. Unsere Abwehr konnte zunächst klären. Jedoch blieb der Rückraum sträflichst ungedeckt. Ein Schuss auf Freddys Gehäuse. Er konnte klären. Leider aber nur vor die Füße eines Portugiesen. Dieser staubte ab und es stand nur noch 2:1. So war auch der Spielstand, als der Schiedsrichter zum wohlverdienten Pausentee abpfiff.

Halbzeit 2

Unsere Matrosen kamen ohne personelle Veränderung auf das nasse Berliner Geläuf zurück. Warum auch hätte Admiral Fischer wechseln sollen? Ein bärenstarker Auftritt seiner „Schützlinge“!!! Und sie machten weiter. Immer weiter! Beere, Sherry, RobbyG, Josip… Ein ganz starker Auftritt unserer Mannschaft!! Doch nicht nur das: In den Weiten der Schüsselarena war eine unfassbare Stimmung! Wahnsinn, was unser Anhang für eine Atmosphäre hinbekam.
Diese übertrug sich natürlich auch auf unsere Matrosen. Egal ob Beere, Sherry, Josip. Sie versuchten wirklich alles. Aber es kam genau so, wie es kommen musste: Nach einer Ecke schlenzte ein portugiesischer Spieler mit der Innenseite perfekt ins Dreiangel. Keinerlei Abwehrchance für Freddy. GELB dann für Diogo in Minute 54. Doppelter Wechsel in der 63. Minute: Aissa für Lucas und Kevin für Beere. Dann Minute 70: Bei Sherrys Flanke von links stand unser Stürmer weil ein Gegenspieler wegrutschte. Doch aus zentraler Position kam der Schuss zu unplatziert und ging direkt auf den regungslosen Torhüter. Mist!!!
Nur 5 Minuten später: SHERRY!!!!! Aissa mit perfekter Ballmitnahme. Spielte auf Sheraldo, der aus spitzem Winkel allerdings unter Bedrängnis nur das Außennetz traf. Eine erneute Führung wäre zu diesem Zeitpunkt sowas von verdient. Aber es sollte bis dato einfach nicht sein.
Minute 81. Wechsel. Für Janik kam Brenden. Und der gleich mittendrin im Gewimmel: Der Joker kam nach einem Doppelpass mit Sherry auf der linken Seite durch und suchte den Doppelpacker mit einer scharfen Hereingabe. Braga klärte jedoch in höchster Not zur Ecke. Nach 86 Minuten kam Jerome für RobbyG.
Angezeigt dann noch 4 Minuten Nachspielzeit. In Minute 90+3 dann der nächste Aufreger: Kevins Kopfballablage misslang, doch Alex setzte nach und per Direktabnahme aus 20 Metern versuchte er sein Glück. Der Gästekeeper aber machte sich lang und länger und klärte zur Ecke.
Nun sollte es aber zum ersten Pünktchen in der Champions-League reichen. Der Schiedsrichter schaute auf die Uhr, als urplötzlich nach einem strammen Schuss der Ball in unserem Netz zappelte. Das durfte doch alles nicht wahr sein. Was haben wir denn derzeit nur verbrochen?

Fazit aus Ausblick

Brutal, anders kann es nicht beschrieben werden. Wie schon in Madrid konnte sich unsere Mannschaft für ein sehr mutiges und engagiertes Spiel nicht belohnen. Aber Danke an alle. An unser Team, an die Fans. Ein Abend, der definitiv in die Geschichtsbücher eingehen wird!
Am nächsten Samstag dann wieder Alltag. Auswärts in Dortmund. Anstoß ist um 1530. Es gilt, an die heutige Leistung anzuknüpfen. Irgendwann muss doch unser Spiel belohnt werden.
EISERN UNION

Spieltag 6, auswärts in Heidenheim

LOGBUCHEINTRAG 2023-09-30

Vorbetrachtung und Tagesbefehl

Heute nun auswärts in Heidenheim. Nach einer kleinen Durststrecke von vier Niederlagen am Stück sollte es heute nun endlich mal wieder mit einem Dreier klappen. KaLeu Heller sah sich zu einer besonderen Maßnahme gezwungen und befahl unserem Leutnant, die Illerschleife zu opfern und vor Ort im Osten Baden-Württembergs Stellung zu beziehen. Der Rest der Crew erhielt jeweils mündlich ihren Einsatzort. Und so sah dann der Tagesbefehl aus:

Die Anreise

Als unser Leutnant den württembergischen Boden betrat, keimten erste Erinnerungen. Erinnerungen an den 15.03.2019. Damals Zweitligapartie Heidenheim vs. FCU.
Nach 23 Minuten brachte uns Robert Zulj in Führung. Doch gleich nach dem Seitenwechsel glichen die Gastgeber aus, ehe ein gewisser Herr Schnatterer in der 58. Minute das 2:1 markierte. Von besagtem Spieler konnte heute keinerlei Gefahr ausgehen, da er nicht mehr für die Heidenheimer spielt.
Unser Leutnant machte sich also auf den Weg vom Bahnhof zur Voith-Arena. Sehr romantisch durch eine Fußgängerzone, dann hinauf zum Schloss Hellenstein. Dann durch eine ruhiges Waldstück gelangter er zum Schauplatz des heutigen Kräftemessens. Und von da an war alle Romantik vergessen. Ein riesiger Parkplatz umsäumte einen hässlichen Betonklotz. Doch dann ein Lichtblick: Unser Leutnant traf eine gute Freundin aus seiner Berliner Vergangenheit. Gemeinsam begaben sie sich in den Gästeblock. Es gab unendlich viel zu erzählen.
Mitten in diese wunderbare Konversation platzte dann ein vollgedröhnter Stadionsprecher. In dieser hässlichen Betonschüssel mussten ein paar arme Kinder als Bespaßungsmittel herhalten. Der Stadionsprecher ließ diese armen Kinder zur Westtribüne latschen. Dort dann befehlsmäßig LAOLA. Und schon ging es rüber zur Sparkassen-Haupttribüne. Das gleiche Spiel. An der Ehrentribüne vorbei landeten die Schutzbefohlenen (!!!!!) vor dem Block der Heidenheimer Ultras🤣🤪… Und alle machten mit. Selbst, als besagter Sprecherclown allen Heidenheimern befahl: „Un jetze glatsche mer alle!!!“ Und sie klatschten. ALLE!!! Wie die Blöden. Leutnant Sekulla ballte die Fäuste in seinen Hosentaschen!
Da tat es dann gut, als unsere Szene eintraf, Zaunfahnen aufbammelte und die riesigen Schwenkfahnen vorbereitete. Als sich dann einige mit Sturmhauben ausstatteten war klar, worauf das hinauslaufen würde. Immerhin geriet somit das unsägliche Programm auf dem Rasen in den Hintergrund.

Das Spiel

Folgend ein paar Eindrücke vom Leutnant:

„Und dann war es auch soweit: Anstoß. Wir hatten zwar wieder die Platzwahl verloren, aber unsere Helden spielten zunächst auf das HDH-Publikum. Also gar nicht so schlimm.
Was nun folgte war ein Potpourri unseres reichhaltigen Gesangsrepertoires… Zum Glück für mich, dass da nichts Neues dazukam. Also sang ich freudestrahlend und lautstark mit. Was sollte ich auch sonst tun? Dank brennender Fackeln und wehender Fahnen war vom Spiel nichts zu sehen. Aber ganz ehrlich, mich störte das gar nicht so. Mein letztes Unionspiel war am 26.02.2023 auswärts in München. Also schon n bissel her. Und da tat es heute mal so richtig gut, die Stimmung aufzusaugen, die Mannschaft nach vorne zu peitschen. Meine Begleitung entschuldigte sich ab und an, sie habe eine Mädchenblase. Ich fands gar nicht schlimm! Denn immer, wenn sie erleichtert zurückkam, hatte sie ein Bier für mich im Gepäck… Ja und dann war auch schon Halbzeit.
Anzumerken sei: Genau neben uns befand sich die Anzeigetafel. Bei jedem Foul blinkte die elektronische Anzeige und präsentierte irgendeinen Pillenhersteller, der dem Gefoulten „GUTE BESSERUNG“ wünschte
. Ohje, wie dämlich…
In der Pause dann weiter „lustige“ Spiele der Heidenheimer. Der Junkiesprecher wurde nicht müde und erwähnte Sponsor an Sponsor. Au man
Wie verzweifelt müssen die sein???“

Halbzeit 2

Noch einmal unser Leutnant:
Halbzeit 2. Ähnliches Bild. Obwohl zunächst keine Nebelschwaden unsere Sicht behinderten. Aber eine einmalige Stimmung in unserem Block. Wir sangen unsere Mannen lautstark nach vorne. Egal ob: „Wo du auch spielst, ja wir folgen dir…“. Oder „F-C-U-Fußballclub Union Berlin – F-C-U-Fußballclub Union Berlin…“ Natürlich auch: „Dem Morgengrauen entgegen, ziehn wir gegen den Wind. Wir werden alles zerlegen, bis wir DEUTSCHER MEISTER sind!“ Ali, schon lange oberkörperfrei, kannte keine Gnade. Immer wieder peitschte er unseren Block an. Und alle machten mit. Auch, als die Gastgeber den Führungstreffer erzielten. Da war ja noch immerhin eine halbe Stunde zu spielen. Nach einem kurzen Schockmoment ging es aber in unserem Block gleich weiter. Und unserer Reisekader gab niemals auf. Es ging immer weiter. Aber es wollte dann schlussendlich kein Ausgleich mehr fallen. Bemerkenswert, nach dem Spiel war Beere sowas von sauer In gewohnter Manie kamen unsere Matrosen noch zum Gästeblock und mit einem abschließenden (ALLE FÄUSTE NACH OBEN!!) „EISERN UNION – EISERN UNION – EISERN UNION!!!“ durfte die Mannschaft zum Duschen. Ich machte mich dann auch auf den Weg und freute mich riesig auf die meinige Dusche. Das Pyrozeugs macht schon ganz schönen Dreck… Aber geil wars trotzdem!!!

Anmerkung

Heute mal ein etwas anderer Logbucheintrag. Aber ein interessanter Ansatz. Die Idee, es einmal so zu probieren, stammt vom Seekadett Nussbücker. Er wollte für seine Kolumne mal die Eindrücke vom Leutnant erfahren.

Abschluss

Ja nun, eine weitere Schlacht verloren. Auch wenn die heutige Taktik unserer Marines nicht ganz aufging, ein großes DANKESCHÖN an alle! Auch an den Leutnant. Mit seiner Präsenz im Rücken kamen die Heidenheimer in Halbzeit 1 kaum gefährlich vor unser Tor. Und die Pyrofackeln in Halbzeit 2 sollten unseren Stürmern eigentlich den Weg zum Tor weisen. Aber es sollte nicht sein.
Weiter geht es schon wieder am Dienstag. Dann gegen Braga in der Oly-Schüssel. Wir dürfen gespannt sein, welche Taktik unser Führungsstab diesmal ausbaldowert und natürlich berichten.
EISERN UNION