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Spieltag 5 – Daheim gegen Hoffenheim

LOGBUCHEINTRAG 2023-09-23

Rück- und Vorschau:

Nun, wenn wir die vergangenen Wochen einmal Revue passieren lassen, so müssen wir feststellen, dass eine kleine „Durststrecke“ hinter uns liegt! Die Saison begann mit 2 Siegen furios. Dann ein erster Dämpfer gegen die doofen Sachsenköppe, eine unnötige Niederlage in Wolfsburg. Dann kam das Spiel in Madrid! Wie oft mussten unsere tapferen Marines in den wenigen Tagen nach dem Match die Frage beantworten, wie sich diese Niederlage so anfühlt. Und ja, sicher war das ganz bitterer Moment als nach 94 Minuten eben diese vermaledeite Tor fiel. Aber allein zu sehen, wie sich unsere Helden verkauft hatten, das war einzigartig! Also satte 3 Spiele nacheinander verloren. Da galt es nun heute, gegen die Hoffenheimer SAP-Truppe den Schalter wieder umzulegen und in das richtige Fahrwasser zu gelangen. Unser KaLeu genehmigte sich eine kleine Auszeit. Er war zu einem Treffen allerhöchster (Vermessungs-) Offiziere geladen. Warum dieses ausgerechnet in Braunschweig abgehalten werden musste, wir werden es wohl nie erfahren. Dennoch schaffte er es natürlich, pünktlich am Spieltag Tagesbefehl 35/2023 zu verkünden:

Kurz vor dem Anstoß:

Seekadett Nussbücker war natürlich vor Ort und beschrieb die Minuten vor dem Spiel wie folgt:

„Drei Tage nach unserem ersten Schampusliga-Auftritt, am Morgen lag Christophs Karte aus Madrid in unserem Briefkasten, hieß es: Auf ins Wohnzimmer, 800 Hoffenheimer kommen, dazu deren Mannschaft samt Stab. Da ich zuvor gemeinsam mit meinem Autorenkollegen Mikis Wesensbitter am Barkas zu tun haben durfte, kam ich erst eine knappe Stunde vor Anpfiff im Block an. Eiserner Dank an meine Nachbarn, die sich dick genug gemacht hatten, dass ich und nach mir sogar noch Lieblings-Italiener Helmut hineinpasste.

Die Steinis mit Senior, Onkel Wolfgang und André fast vollzählig! Danke nochmal, dass Ihr mich einst hier willkommen hießet! Inzwischen sei es auf weiten Teilen unserer Ränge schwer geworden, einen freien Platz zu finden, hörte ich. Als die Hoffenheimer einlaufen, empfangen wir sie gebührend, zwei von ihnen, die nachher das Gros von uns als „Fußballgott“ begrüßt, erhalten Szenenapplaus, als sie auf uns zu laufen, Marius Bülter ebenso wie der andere.

Wir lieben sie, weil sie kämpfen

„Eisern kämpft Union!“, heißt es am Ende von Achim Mentzels Liedbeitrag. Das singe ich heute besonders innig mit und wünsche mir, dass unsere Neu-Unioner es auch hören. Denn das ist es, wofür wir unsere Mannschaft am Ende feiern, unabhängig vom Spielausgang. An den mochte ich an diesem 5. Spieltag ohnehin nicht denken, drei Tage nach Madrid. Oh, Herr Aytekin pfeift, das fand ich zunächst mal gut …

Bei „Rot und Weiß sind die Farben von Berlin“ kam mir ein Tränchen, so glücklich war ich, hier im Wohnzimmer bei all den anderen zu sein, um unsere gemeinsame Beklopptheit auszuleben – noch dazu, wo mir der Lange genau in diesem Augenblick ein Bier kredenzte, mein erstes seit Mittwoch, Magen sei Undank. Ich hatte zum Glück schon etwas abgetrunken, als mich bei „Eisernet Lied“ Torsten Eisenbeiser von hinten antanzt. Nee, er wollte nicht an mein leeres Portemonnaie, sondern mir von seiner Energie abgeben, danke!

Eiserner Beginn

Wunderbar, als Christian bemerkt, wir dürfen mittlerweile sonst wohin fahren, aber nirgendwo fühlt es sich so an wie hier, AdAF! Zur Hymne erreicht mich das Ende von Jos Riesenschal, obgleich Dana und er heute nahezu unendlich weit weg von mir stehen. Vor mir der nicht von allen hier geliebte Kohorte-Mittellinie-Doppelhalter, hinter mir die drei Lothars, wie ich seit heute weiß. Hymne! Zwischendrin hieß es, heute ernst gemeint: „Schals runter!“ Offenbar ein Arzt-Einsatz, auch DAS gehört zum Fußball für Menschen: Menschenleben sind wichtiger als alles andere!Applaus links von mir verrät: Alles wieder gut, kann volle Pulle los- und weitergehen. Mit dem Anpfiff brandet das erste „Eisern!“ von der Waldseite herüber. „Union!“ brüllen wir zurück, die beste Eröffnung von den Rängen!“
Danke an unseren treuen Seekadetten für seinen Einblick in die Tiefen seiner UNIONER-SEELE!!!

Zum Spiel

Schiedsrichter der Partie war (wie bereits erwähnt) Deniz Aytekin. Anstoß pünktlich 1530. Unser heutiger Kapitän gewann endlich einmal die Seitenwahl und so stürmten unsere Matrosen volle Pulle auf die Wuhleseite. Ein gutes Omen!!!
Die ersten Minuten gingen ganz klar an uns. Auch wenn keine wirkliche Torgefahr herausspringen wollte. Aber es war klar zu erkennen, dass Admiral Fischer den richtigen Ton fand, um seine Mannen nach dem Erlebnis Bernabeu wieder aufzubauen. Doch die Minuten rannen so dahin und unsere Gäste begannen nach ca. 10 Minuten auch mitzuspielen.
Nach 15 Minuten dann der erste Abschluss: Ein Hoffenheimer Flachschuss aus 16 Metern. Für Freddy natürlich gar kein Problem! Dann wir! Minute 19: Janik fand Brenden in zentraler Position, dessen Schlenzer aus 25 Metern misslang ihm jedoch leider völlig. Shit. Großes Unheil im Minute 21: Ein leichtes Zupfen von Leonardo reichte, dass ein Hoffenheimer wie von einer V1 getroffen zu Boden sank. Herr Aytekin zeigte ganz unaufgeregt auf den Punkt. Und nach zig Wiederholen war es dann wohl auch so, dass es keine Fehlentscheidung war! Und schlussendlich können wir uns auch bedanken, dass der Schiedsrichter keine weitere Sanktion gegen unseren Verteidiger verhängte. Blöd an der ganzen Situation war nur, dass die Gäste den Strafstoß zu ihrer Führung nutzen konnten.
Unser Team zunächst weiter um Ordnung und Disziplin bemüht. Sie kombinierten sehr sehenswert. Jedoch diese Tatsache allein reichte nicht aus, um gefährlich das Tor der Gäste zu erreichen. Und mitten in einer Mittelfeldkombination stahl uns irgendein SAP-Mitarbeiter die Kugel. Dann ging es auch sehr schnell: Konter, Flanke (Grischa Prömel – Fußballgott), Tor. 0:2. Hui, das musste erstmal verdaut werden.
Aber es hätte kurz vor der Pause noch schlimmer kommen können: Schiedsrichter Aytekin zeigte nach 42 abermals auf den Punkt. Er wollte dabei ein Foul von Danilho gesehen haben. Aber der VAR sah es zum Glück anders und es gab nur einen Freistoß außerhalb unseres 16-ers.
Dann wollten es unsere Matrosen aber noch einmal wissen: Drangphase vor der Pause. Aber es half alles nichts. Selbst drei Eckbälle kurz nacheinander brachten nicht den gewünschten Erfolg. Pause.

Halbzeit 2

Weiter ging es um 1637. Ein erster Wechsel: David kam für Brenden, der uns eigentlich ganz gut gefallen hatte. Aber unser Admiral hatte ganz sicher einen klaren Schlachtplan für die Aufholjagd. Unsere Mannen investierten weiter sehr viel. Aber noch fehlte die letzte Präzision bei den finalen Pässen. So um die 60. Spielminute eine Druckwelle von den Unsrigen. Ein Torpedo nach dem anderen. Ziel: Das Tor von Gästekeeper Baumann. Aber egal, was Urs´ Spieler auch unternahmen, die Zielfernrohre waren irgendwie dejustiert. Dann die Minute 68 zum Zungeschnalzen: David im Maradona-Fieber… Tanzte sich durch die staunenden Hoffenheimer. Leider kam doch noch irgendwie ein Abwehrfuß dazwischen. Aber das war technisch ganz fein!!! Eine Minute weiter nächster Wechsel: Für Sherry kam Bene. Zur kurzen Erklärung: Bene ist hier im Illerumkreis der gebräuchliche Spitzname für Benedict. Also Bene rein und weiter. Wir wollten ja noch mindestens 2 Torpedos im Hoffenheimer Netz einschlagen sehen. In der 72. Minute GELB für Lucas. Da gab es keine 2 Meinungen. Besagter Lucas (sein Auftritt war auch sehr gut) machte in Minute 75 Platz für Aissa. Unsere Angriffe wurden nun etwas wütender. Gleich 2x kurz nacheinander sorgte Josip für Gefahr. Aber es wollte einfach kein Tor fallen.
Nächster Wechsel nach 81 Minuten: Jerome für RobbyG. Auch Robin machte seine Sache für uns harte Kritiker sehr gut. Ja und für den beinharten Leonardo kam Mikkel. Damit war klar: VOLLE ATTACKE!!! Der vorgegebene Kurs vom Admiral kannte nur noch ein Ziel: Zerstörung des feindlichen Tornetzes. Ununterbrochen nun eine Angriffswelle nach der anderen. Es blieb nichts unversucht. Aber egal ob Janik, David, Diogo,… Es war wie verhext. Und nach 6 Minuten Nachspielzeit war es dann auch vorbei. Wir haben die Schlacht gegen die Kraichgauer-Computer-Heinis verloren.

Fazit und Vorschau

Zugegeben, die letzten drei Bundesligaspiele liefen nicht ganz so, wie wir alle es uns vorgestellt hatten. Niederlagen gegen drei konzerngesteuerte Konstrukte tun uns besonders weh. Zum heutigen Spiel müssen wir noch eines schreiben: Herr Aytekin machte seine Sache richtig gut! An ihm hat es nun wirklich nicht gelegen!
In einer Woche treten wir beim Aufsteiger aus Heidenheim an. Es ist kein Geheimnis, dass unser KaLeu, der natürlich in Braunschweig über alles informiert wurde, unseren Leutnant gleich nach Ende des Hoffenheimspieles zu diesem wichtigen Match „delegierte“. Das heißt in diesem Falle ganz konkret, Stützpunkt Illerschleife aufgeben und vor Ort die Fäden ziehen. Wir bleiben gespannt! Und eine alte Seemannsweise hat der Seebär noch mit auf den Weg durch die kommende Woche gegeben: „SOLANGE NOCH ETWAS RUM IN DER FLASCHE IST UND EIN PAAR ÄPFEL IM FASS SIND, KANN DIE REISE WEITERGEHEN„!!!
EISERN UNION
Nun noch ein paar Fotos von heute:

Unser erster Auftritt auf der ganz großen europäischen Bühne!

LOGBUCHEINTRAG 2023-09-20

Bevor hier gleich ein irre guter Spielbericht vom Seekadett Nussimann nachzulesen sein wird, muss natürlich die Form gewahrt werden und die Chronologie der Geschehnisse gehören nun unweigerlich dazu. Daher zunächst der Tagesbefehl 34/2023 vom KaLeu. Verkündet am Spieltag in aller Frühe um 0518:

Klare Ansagen und Befehle. Die Crew war bestens eingewiesen. Es konnte endlich losgehen. Nun das Geschehen im Rückblick von Seekadett Nussimann:

Union ganz real bei Real – Später Treffer & knappe Pleite

Nee, nee und nochmals nee, ich mag weder die korrupte FIFA noch die sicher ebensolche UEFA samt ihrer immer mehr aufgeblähten Wettbewerbe – aber was zählte das an diesem 20. September 2023? Nix, nix und nochmals nix – das ist einerseits meiner persönlichen Doppelmoral geschuldet, andererseits dem Fakt, dass Fußball trotz allem ein Sport ist, den ich liebe, dem ich verfallen bin – und ja, sehr gern auch hin und wieder mal die Besten sehen will.

Gut, den besten Verein, also jenen, den ich in meinem Herzen trage, sehe ich ja jedes Mal, wenn ich Union kieke – aber nun sollte unsere 1. Herren tatsächlich in einem Pflichtspiel auf die in dieser Schampusliga mit Abstand erfolgreichste Mannschaft treffen?! Iss nich real, oder? Doch, iss real, sogar Real persönlich! Wie viele Trophäen haben die in ihren Vitrinen zu stehen? Egal, bei uns heißen all diese galaktischen Superverdiener am Ende doch alle Na und!

Unions Reisekader rocken Europas Fluglinien und Madrids Destillen

Es waren all die Unonerinnen und Unioner, die mich seit Tagen mit Bildern, Texten und Filmchen ihrer oft abenteuerlichen Anreisen in die spanische Hauptstadt erfreuten. All jene, die uns Daheimgebliebene irgendwie dabei sein ließen, wie sie in Madrid unsere Lieder singen. Auf diversen Plätzen, in Kneipen oder gar dem Schinkenmuseum, vorm Stadion – überall Eiserne, die es offenbar selbst direkt vor der sprichwörtlichen Höhle des Löwen nicht fassen konnten, was da gleich abgehen würde.

Union gegen Real, wir leider ohne unseren Abwehrchef, dazu mit zwei Niederlagen im Rücken. Das kann aufputschen, Spieler und Stab das Letzte aus sich rausholen lassen, aber schlimmstenfalls auch lähmen. Würden unsere Fußballgötter schön mitspielen, um am Ende halt standesgemäß zu verlieren. „Ich drücke euch die Daumen, dass es einstellig bleibt!“, unkte so mancher … Neider? Egal, Union spielt Schampusliga gegen deren unangefochtenen Primus der letzten … Jahrzehnte? Na und!

Frühes Gelb und Druck von Real

Endlich mit meinem Zwilling in Freund Roberts juter Stube: Auf dem großen Bildschirm erklärt Ranis Bruder Urs Fischer, wie er vorgehen muss. Urs grient sich eins, entscheidend für mich einer seiner Sätze im Vorfeld der Partie: „Aber Du musst es Dir zutrauen!“ Der Kommentator spricht von 6-10.000 Unionern im Bernabeu, von „bombastisches Madrid gegen bodenständiges Union.“ Nette Folklore, aber es seien noch Hunderte unserer Auswärtsfahrer noch nicht ins Stadion gelassen worden.

Kurz nach Anpfiff die erste Gelbe für uns. Taktisches Foul fernab echter Gefahr – wie auch immer, das war ein Zeichen, kein Gutes für uns. Real greift an – Rønnow! Attacke Union, der Keeper hat ihn. Wieder Real, der Abschluss dicht nebens Tor, aber Mist, die Flanke kam an! Gut, das wird sich gerade heute nicht stetig verhindern lassen. Angriff Union, Gegenzug Real, Ecke. Die klären wir zur nächsten Ecke, sah schon wieder gefährlich aus. „Eisern Union!“, vernehme ich laut und deutlich die Unseren.

Bannerverbote und erste Attacken

Weitere Angriffe der Heimmannschaft, immer wieder von den Unseren abgewehrt. „Union, Union!“, höre ich, obgleich unsere Ultras nach wie vor aus Protest streiken sollen. Ein Doppelhalter und mehrere Blockfahnen durften nicht mit rein, später schreiben dafür bekannte Medien von „gewaltverherrlichenden Bannern“. Derweil kegelt sich Real vor unser Tor, doch das hütet ein dänischer Nationalkeeper, danke Freddy!

„Wir singen Rot, wir singen Weiß…“ – „Wir singen Rot-Weiß FCU!“, stimmen wir mit ein, während Unsere sich mal nach vorn wagen – schade, Gosens kam nicht ran. Freistoß Real für ein „Foul“ ohne Kontakt, dafür aus bester Position! Zum Glück satt drüber, das wäre ein klares Schiri-Geschenk gewesen. Minute 25: „Eisern!“ „Union!“ erschallt es nun deutlich lauter als bis dato. Sind jetzt doch alle drin?, hoffe ich – vergeblich. Jetzt aber: Union tankt sich vors Tor, gar ein Fallrückzieher, bis auf den Abschluss steile Aktion!

Trotz alledem: Union stabil!

Der nächste Madrilene liegt darnieder. „Das machen sie wirklich gut!“, hatte Ranis Bruder Sami anfangs erklärt, „sich immer wieder fallenlassen!“ Hatte er das so gemeint? Natürlich Freistoß, natürlich weit drüber. Ohne ganz große Not schenken wir denen eine weitere Ecke, wer will unseren Spielern die Aufregung verdenken? Das Spiel verflacht, wollen sie uns einschläfern? Oder gar wir die? Sie nageln uns in der eigenen Hälfte fest, holen Ecke auf Ecke, zumeist jedoch ohne wirkliche Gefahr.

Rüdes Foul eines Weißen, der Schiri zückt Gelb. Hätten wir hier Rot gesehen? Endlich wieder unser Schlachtruf, und Union über rechts – schade, zu zögerlich zu Ende gespielt, was sich vor einem Fernseher leicht dahinsagt. Sami wirft ein, dass uns mit seinem Bruder und Robin Knoche eine wichtige Achse fehlt – dafür machen sie es wie ich finde wirklich gut. Und Bonucci ackert stabil in der Innenverteidigung. Von den Rängen unser Mantra, die 1. Halbzeit ist herum: 14:3 Torschüsse bei 73% Ballbesitz Real – Union stabil, lautet mein Fazit!

Laues Heimpublikum, aufm Platz aber wird’s heißer

Weiter geht’s, Attacke der Unseren – immerhin Außennetz, aufm Fuße gefolgt von: „Union, Union!“ Schon wieder wir, Laïdouni gegen zwei, der dritte ist einer zu viel. Gegenangriff Real, Freddy rettet spektakulär, beim zweiten Ball assistiert ihm der Pfosten, der dritte Schuss geht weit vorbei, aufatmen! Real will es jetzt weit heftiger als in Hälfte 1, aber stetig rettet unser Keeper oder seine Vorderleute. Endlich mal wieder wir, Becker auf rechts, wird leider weggegrätscht, „Eisern Union!“

Jetzt bringen unsere Auswärtsfahrer gar das rhythmisch anspruchsvolle „F-C-U-Fußballclub Union Berlin!“ Rüdiger gegen Becker, der legt sich auf den Ball, ersterer geht ihn dafür rüde an, hätte unser Mann womöglich nicht gedurft. „Auf die Fresse!“, die passende Antwort von den Rängen. Ist das hier doch ein Heimspiel? Dann fast das Tor für Real, doch Frederik Rønnow mal wieder gerade noch dran, faustet den Ball in höchster Not an den Pfosten, den zweiten Ball fängt er sicher.

Irre spät, aber dann doch …

Jedem Unioner Angriff folgt der weit gefährlichere Gegenangriff. Ja verdammt, die sind tatsächlich besser als wir – die Murmel kriegen sie dennoch nicht über unsere Torlinie. Einer, der immer wieder eben dafür sorgte, heißt Leonardo Bonucci – es wird seine Gründe haben, dass Urs ihn in Minute 80 ersetzt, mir schwante dennoch nichts Gutes. Zuvor aber „Dem Morgengrauen entgegen“, und weiter verpuffen die Angriffe des Primus.

Ein Realer lässt sich fallen, der Schiri lässt ihn unbehelligt liegen, Unsere greifen an, kommen fast vors Tor. Beim nächsten Gegenangriff wollen die Superstars einen Hand-Elfmeter, nix da! „Kämpfen und siegen!“, das wäre jetzt echt DER Hammer. Schon beginnt die Nachspielzeit – 5 Minuten! Die ziehen sich wie Kaugummi, und doch haben wir fast deren Ende erreicht. Freistoß Real, Jaeckel klärt zur Ecke. Die kommt rein, Gestocher im Strafraum – da ist es passiert.

Stolz und Wut

Verdammt bitter ist es, derart kurz vor Schluss derart abgefangen zu werden – und doch überwiegt von der ersten Sekunde an mein Stolz auf diese Leistung auf Platz und Rängen. 32:4 Torschüsse und auch der Spielverlauf verraten: Das hätte hier auch so kommen können, wie es uns so mancher genüsslich voraussagte! Ich verstehe jeden normalen Fußball-Freund, dem Unions Spielweise nicht behagt – und der sich gerade gestern, sich dabei an den Kopf fassend, fragte: „Warum feiert ihr dennoch euer Team!?

Weil wir stolz wie Bolle sind, dass wir nach Jahren harter Arbeit bei „die Größten, die Besten“ mitspielen. Weil wir es geil finden, dass unsere Mannschaft kämpfte und ackerte und es ihr nicht übelnehmen, wenn der Gegner besser ist – weil wir Unioner sind! Wir unter uns können uns gern darüber streiten, ob es richtig war, dass unsere Ultras nach Einlass-Schikanen nebst plötzlichem Fahnenverbot in den Streik gingen.

Großer Name, dilettantisch brutal

Nicht wegzudiskutieren ist aus meiner Sicht das leider immer wieder von prominenten Hausherren praktizierte Unding, zum Anpfiff mehreren Hundert Gästefans den Stadionzutritt zu versauern, hier gar gänzlich zu versauen. Auch, dass die Polizei den womöglich beabsichtigen Dilettantismus am Einlass schließlich mit „Amtsgewalt nach Vorschrift“ komplettierte, ist offenbar eine längst normale Begleiterscheinung des modernen Hochglanz-Fussis. Vielen Dank an alle Eisernen, die bei diesem miesen Spiel Ruhe und Besonnenheit bewahrten.

Ich kenne es aus eigener Erfahrung, wie es sich anfühlt, vor einem dieser Event-Tempel einerseits mit 0815-Werbung beballert und andererseits am Betreten desselben gehindert zu werden. In dieser Beziehung: Danke für nichts, Real & Police! Was mir bleibt, ist der Stolz auf Kampf wie Einsatz unserer Mannschaft wie derer, die sie im „Madrider Oly“ mit aller Kraft unterstützten. Dazu kommt der Wunsch, dass sich unsere Fußballgötter samt Stab immer wieder die ersten gut 93 Spielminuten dieses Abends vor Augen führen, um beim nächsten Mal den oder die Punkte zu ergattern.

Ausm Gästeblock nach vorn geblickt

Wie auch immer, wir werden sie bei alledem weiterhin so unterstützen, wie wir es vor jedem Heimspiel lautstark bekunden: „Doch die Mannschaft weiß, dass wir hinter ihr stehn, und wer dit nich kapiert…!“, der soll sich von mir aus freuen, dass er nicht vom Eisernen Virus befallen ist. Mir imponierte, wie beherzt die Unioner aufm Platz ackerten. Aller Anfang ist schwer, und Augenpaare wie Mienen etlicher Real-Stars verrieten mir, wie glücklich sie sich schätzten, dass sie am Ende dann doch gegen diesen 1. FCU gewannen.

„Haben wir das also auch einmal erlebt!“, berichtet Freund & Allesfahrer Christoph vom Ort des Geschehens. „Wobei die Begleiterscheinungen im Gästeblock mein Vergnügen ziemlich trübten. Hier hat der Zuschauer vor allem eins zu sein: Konsument. Für Fans, erst recht für Gästefans wird Fußball hier nicht gespielt. Ansonsten war es dein ziemlich starker und mutiger Auftritt. Die Leblosigkeit des Heimpublikums wird mir als Mahnung in Erinnerung bleiben. Reals Ehrenrunde am Schluss, vor halbleeren Rängen: Hoffentlich bleiben uns Wachstumsschmerzen dieser Art erspart.“ In diesem Sinne: Eisern Union!

Vielen Dank an unseren Literaten. Bleiben nun noch ein paar wenige Fotos:

Spieltag 4 führte uns nach Wolfsburg

LOGBUCHEINTRAG 2023-09-16

Es gibt halt so Spiele, die eigentlich den Adrenalinspiegel nicht wirklich in die Höhe treiben. Und so ging es unserer Crew am heutigen Spieltag. Auswärts in Wolfsburg. Als sich ein kleiner Schlendrian in den Köpfen der Marines Einzug festsetzen wollte, mahnte unser KaLeu zur absoluten Vorsicht und befahl unmissverständlich, den Tagesbefehl zu studieren und dann auch entsprechend umzusetzen. Besagter Tagesbefehl sah dann wie folgt aus:

Nun zum Spielverlauf. Wie anfangs erwähnt, bereits vor dem Spiel stand fest, dass es NOTWENDIGES ÜBEL werden würde: Und so kam es dann auch. Daher heute nur ein Rückblick im Tickerstandard:

  • Schiedsrichter der Partie Dr. Felix Brych
  • Anstoß 1530
  • Fazit nach 10 Minuten: Unsere Matrosen waren voll dabei. Sie ließen die Wölfe nicht zur Entfaltung kommen.
  • Doch dann Minute 12: 1:0 für die Gastgeber nach einem kapitalen Schnitzer im Mittelfeld.
  • Nach 20 Minuten mussten wir leider feststellen, dass das Tor für unser Spiel alles andere als produktiv war.
  • Minute 28: TOOOOOR für unsere Matrosen. RobbyG köpfte das so wichtige und viel umjubelte 1:1!
  • Der grenzenlose Jubel erstarrte nur zwei Minuten später. Die Wolfsburger gingen wieder in Führung. Verdammt.
  • Unsere Mannen wurden nun „giftiger“. Zunächst RobinG, auf Aissa. Sein Abschluss jedoch ging über das Tor.
  • Minute 40: Trimmis Freistoß von links segelte mit Zug zum Tor in den Wolfsburger Strafraum, wurde von Wolfsburg aber erst einmal geklärt – final aber nicht! So kam Aissa rechts im Strafraum mit Anlauf noch zum Abschluss, donnerte die Kugel aber deutlich rechts neben den Kasten.
  • Ja und dann war auch schon Halbzeit.
  • Weiter um 1634
  • Unser Admiral schien in der Kabine die richtigen Worte gefunden zu haben. Es gab sofort nur eine Richtung: Das Tor der Gastgeber.
  • Minute 50: David kam nach Beeres Verlängerung links am Strafraum nicht zum Abschluss und musste nach rechts abspielen. Dort blieb Aissa mit seinem Flankenversuch hängen, Trimmi schlug den Ball im Anschluss an den zweiten Pfosten, wo David zwei Schritte zu spät kam. Fuck…
  • Doppelwechsel nach 61 Minuten: Danke an Aissa und David für ihren aufopferungsvollen Einsatz!! Für sie kamen Lucas (Tousart) und Sherry.
  • Nach weitern 10 Minuten abermals ein Doppelwechsel: Josip für Trimmi und Brenden für Janik.
  • Minute 85: Letzter Wechsel. Für RobinK kam Mikkel.
  • Und dann eine Minute später: Die dickste Chance des zweiten Durchgangs! Sherry köpfte eine Flanke von links kurz hinter Arnold knapp neben den Kasten.
  • Nach 7 Minuten Nachspielzeit war es dann gegessen. Abpfiff, abhaken und auf Mittwoch vorbereiten!!!

Am kommenden Mittwoch spielen unsere Matrosen in Madrid, ja, bei REAL. Champions-League Spieltag 1!!!! Ohje, was für ein Traum… Wir werden natürlich berichten und unser LOGBUCH laufend haltend.

EISERN UNION

Spieltag 3 – zu Hause gegen Büchsenbrause Salzburg

LOGBUCHEINTRAG 2023-09-03

Der heutige Tag begann bereits 0600 mit dem schriftlichen Tagesbefehl von KaLeu Heller. Diesem war absolut nichts hinzuzufügen und sah dann wie folgt aus:

Also unsere Marines hoch motiviert. Jeder auf seinem ihm zugeteilten Posten. Unser heutiger Gegner verdient es wirklich nicht, dass wir ihm hier noch irgendeine schriftliche Zeile widmen. Daher nun gleich zum Spielverlauf:
Auch beim heutigen zweiten Saisonheimspiel verloren wir die Platzwahl. Der Kapitän der Blechbüchsen zeigte an, dass wir abermals in Richtung Waldseite anstoßen werden. So geschah es dann auch um exakt 1730. Schiedsrichter war Daniel Schlager. Gleich zeigte unser Stürmer David sein Engagement und ging mit einem gegnerischen Abwehrspieler in den Zweikampf. Schiedsrichter Schlager entschied natürlich auf Stürmerfoul. Nun ja… Alarmsignal jedoch für unsere Mannschaft. Mit Volldampf voraus! In Minute 8 wurde RobbyG an der Außenlinie sowas von umgegrätscht. Nun darf geraten werden, was der Schieri entschied. Richtig, sehr fairer Zweikampf und nix Freistoß. Spätestens da war klar, dass wir heute mal wieder nicht mit einer unparteiischen Hilfeleistung rechnen durften. Bis zur Minute 12 hatten wir Ball und Gegner weites gehend unter Kontrolle. Aber eine echte Torchance ergab sich leider auch nicht. Doch das änderte sich schlagartig in Minute 13: Alex mit einem traumhaften Schlenzer genau in den Lauf von Volle. Der sprintete wuchtvoll heran. Konnte aber all die Power nicht ausreichend hinter den Ball bringen, so dass der Gästekeeper recht entspannt klären konnte. Schade, da war mehr drin. Wir nun aber angekommen in der Partie. Doch auch die Markranstädter Bullen schickten sich an, hier nicht kampflos unterzugehen. So entwickelte sich eine ganz ansehnliche Partie, ohne aber wirkliche Torraumszenen. GELB für Alex nach 27 Minuten. „Taktisches Foul“ hieß es. Und bis zur Pause passierte vor den Toren auch nicht wirklich viel. Es fehlte beiden Teams an der nötigen Präzision. Somit ertönte um 1816 der Pausenpfiff.
Weiter dann um 1834. Nach nur sechs gespielten Minuten dann die erste bittere Pille: Mit einem Traumtor (das muss man als Fußballästhet durchaus anerkennen) hämmerte ein Spieler der Gäste die Kugel unhaltbar in unser Tor. Keine Chance für Freddy. Verdammt, das war echt bitter. In Minute 52 stieg ein Abwehrspieler der Sachsenköppe unserem Volle aber so was von auf die Socken. Da sahen andere Spieler schon mal mehr als nur GELB. Aber heute gab es lediglich eine kurze Ermahnung. Nach 61 Minuten der erste Wechsel: Bene für David. Drei Minuten später kam Volle etwas zu spät in einen Zweikampf. Der Bullenspieler bekam plötzlich Flügel und versank auf dem Köpenicker Rasen. Es schien, als würde er jeden Moment sterben. Dies nahm Schiedsrichter Schlager zum Anlass und zeigte Volle glatt ROT. Aber potzblitz, die sächsischen Schwingen erholten sich wie von Zauberhand und Herrn Simakan ging es schlagartig besser. Sein vorgetäuschtes Humpeln erzürnte nicht nur unsere Marines. Auch unsere treuen 20000 Fans im Stadion bedachten ihn fortan mit Unmutsäußerungen. Was sei denn nun zu tun? Eine Frage, die sich nicht nur Admiral Fischer stellte. Auch KaLeu Heller befahl nun endlich den ersten Rum. Doppelwechsel nach 71 Minuten: Janik kam für Aissa und für Josip betrat Trimmi den Rasen. In der 81. Minute DoppelGELB. Natürlich gegen uns! Erst RobbyG, dann auch noch Janik nach einer „Rudelbildung“. Warum die Bullen unverschont davonkamen, das weiß nur der DFB. In der 85. Minute fiel dann das 0:2. Admiral Fischer sah aber absolut keinen Grund, die weiße Fahne zu schwenken. Gleich noch einmal ein Doppelwechsel: Jerome für Beere und Mikkel für RobbyG. Aber es änderte nichts mehr. Nur eine Minute später machten die Bullen den Deckel drauf. 0:3. Das war es dann. Abpfiff.
Fazit: Wir haben nach einer Serie von 22 Heimsiegen heute eine bittere Niederlage erlitten. Unsere brutale Stärke, das eiskalte Nutzen von Torchancen, praktizierten die Nordsalzburger heute. So richtige Torchancen konnten sich unsere Matrosen leider über die gesamte Spielzeit nicht erarbeiten.
Und noch eine persönliche Anmerkung: Ich habe letztens eine 5-teilige Doku über unsere Eliteschiedsrichter gesehen. Sie verrichten einen unglaublich schwierigen Job!!! Aber GELB im Darmstadtspiel wegen „Ballwegschlagens“… Heute GLATT ROT für ein Allerweltsfoul im Mittelfeld nach dem der sterbende Brauseheini einfach weitermachen kann. Puh, wahrscheinlich klingt das hier alles nach schlechten Verlierern. Und wahrscheinlich stimmt das auch. Denn eine Niederlage gegen „DIE DA“* schmerzt doppelt und dreifach! „
* „ANMERKUNG: DER BEGRIFF DIE DA STAMMT AUS DER FEDER VOM SEEKADETT NUSSIMANN UND WURDE IN IRGENDEINEM DER SOZIALEN NETZWERKE SEINERSEITS VERBREITET!!!
Gut, Mund abputzen, das spielfreie Wochenende nutzen für Familie, Krafttanken und GETRÄNKENACHLACHLADUNG. Nach der Länderspielpause geht es am 16.09.2023 in Golfsburg weiter. Anstoß ist um 1530. Und nur 3 Tage später dann im Santiago Bernabeu… Die Aufgaben werden nicht leichter!
Abschließend noch ein paar Fotodokumentationen, beginnend in der Garage vom Leutnant, weiter mit Birgut auf der MEERZEIT, der KaLeu bei der Anreise, Impressionen aus dem Stadion und Frustbewältigung im COE2.0.

Spieltag 2 – auswärts beim Aufsteiger aus Darmstadt

LOGBUCHEINTRAG 2023-08-26

Nach dem fulminanten Auftaktsieg am letzten Samstag gegen Mainz 05 war das Hauptaugenmerk der letzten Tage ganz klar definiert: In erster Linie Regeneration, Auffüllen der Getränkevorräte und vor allem aber wieder für die Spieltage den richtigen Rhythmus zu finden. Eine der größten Herausforderungen. Denn was zum Ende der vergangenen Saison problemlos funktionierte, geriet in den verdienten Urlauben ein wenig in Vergessenheit. Besonders gefordert war dabei unser KaLeu, da er ja bekanntlich immer ein feines Näschen für die punktgenaue Zeitpunktwahl für die entsprechenden Vor-, Zwischen-, Nachtor-Rums/Whiskys beweisen konnte. Doch hatte er sein Gespür wiedererlangt? Bedurfte es überhaupt heute unserer alkoholischen Unterstützung? Bevor es einen kleinen Rückblick auf das Spiel in Darmstadt gibt, brandaktuell der heutige Tagesbefehl vom KaLeu. Herausgegeben am 26.08.2023 punkt 0540:

Ja, zugegeben, 0540 ist schon mal ne Hausnummer! So mancher Marine war noch gar nicht so recht gefechtsbereit! Und der Tagesbefehl war ja doch wieder einmal leicht verschlüsselt. Konkrete Einsatzorte wurden bewusst verschwiegen! Jedoch verschlüsselt über digitale Wege versendet, die hier natürlich nicht verraten werden dürfen! Der Klassenfeind lauert schließlich überall…
So weit, so gut. Nun wie bereits angekündigt zum Spiel. Anstoß im Darmstädter Merck-Stadion am Böllenfalltor exakt 1530. Schiedsrichter der heutigen Partie war Patrick Ittrich. Der Gästefanblock natürlich ausverkauft. „Auf geht´s Union KÄMPFEN UND SIEGEN“ schallte es durch Hessens „Metropole“. Und unsere Mannen schalteten gleich wieder den Turbo ein! Zu erwähnen sei, dass RobbyG sein Startelfdebüt in unserem Trikot gab. Und es dauerte keine vier Zeigerumdrehungen, da war er schon im siebtem Himmel: Eine Kopfballverlängerung von Aissa nahm er sensationell mit, setzte sich vorm Strafraum dann robust durch, schlug einen Haken und schoss die Kugel aus rund 18 Metern durch die Beine von Klarer. Der stramme Schuss explodierte förmlich flach im linken Toreck, Schuhen absolut machtlos. Ja wieder eine sehr frühe Führung. Das ließ unsere Crew ein wenig zur Entspannung gleiten. Unsere Marines waren dann aber in Minute 5 sowas von hellwach! Der Hamburger Schiedsrichter gab GELB wegen Ballwegschlagens gegen Brendon. Also mal ganz ehrlich, wenn ditt ne JELBE war… Durchatmen. Bier nachtanken. War das wieder aufregend!! Das Spiel nun ausgeglichen. Ohne große Chancen. In Minute 17 dann aber allgemeine Schnappatmung: Beere stieg nach einer Ecke am höchsten. Sein Kopfball jedoch ging über die Querlatte. Dann Minute 21: Brendon sah GELB-ROT. Hui… Und nur drei Minuten später schepperte es in unserem Gehäuse. Verflixt, bescheuerter Ausgleich. Obendrein dann noch über 70 Minuten in Unterzahl. Na das konnte ja heiter werden… Admiral Fischer sah auch schon den richtigen Zeitpunkt für einen strategischen Spielerwechsel: Für Wesley kam Sherry. Wir hoffen nur, dass es wirklich nur ein strategischer Feldzug vom Admiral war, oder aber ob Wesley tatsächlich verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste. Aber auch unser KaLeu sah sich nun endlich gemüßigt, einen Vor-Tor-Rum zu befehlen. Die Crew nahm diesen dankend an und siehe da!!!! Nach all den Aufregungen der Anfangsphase die Minute 34: Nach Josips Freistoß von rechts stand RobbyG im Strafraum völlig frei und bedankte sich für das Geschenk, aus gut 8 Metern köpfte er entschlossen links unten ein. Wir waren wieder da! Ja und wie! Die befohlenen Nacht-Tor-Rumse waren noch gar nicht die durstigen Kehlen heruntergeflossen, da köpfte Beere das 1:3! Ja weil steil war das denn bitte sehr??? Tor number four für unseren Fußballgott. Zum Glück für unsere Marines war nach 4 Minuten Nachspielzeit die erste Halbzeit um 1619 beendet. Ja was für eine erste Halbzeit! Aber wir führten trotz Platzverweis mit 3:1.
Weiter ging es dann um 1636. Und abermals ein fulminanter Beginn unserer Mannschaft: Das Aluminium zitterte in Minute 46! Josips Hereingabe von links ging auf den ersten Pfosten, Diogo setzte sich durch und köpfte aus vier Metern auf das Tor. Ein Spieler der Gastgeber fälschte noch ab und so ging die Kugel an den Pfosten. Die Lilien hatten bei dieser Szene aber so was von Massel!!! Das Spiel beruhigte sich nun wieder. Auch unsere Marines sahen keinen zwingenden Grund, irgendetwas an ihrer bisherigen Strategie zu verändern. Unser Admiral jedoch setzte ein deutliches Zeichen: Minute 64: Dreierwechsel. Jordan für Beere. KevinV für Sherry. Und Aljosha für Aissa. Nur eine Minute später. Ecke Union. Josips Hereingabe versenkte Danilho per Kopf. Ja wie verrückt. 35 Minuten vor dem Ende führten wir sage und schreibe 4:1! Scheinbar war durch diesen Treffer den Gastgebern der Zahn gezogen. Es gab kaum noch wütende Angriffe auf unser Tor. In der 84. Minute gönnte Admiral Fischer dem Matrosen Gosens den verdienten Abgang! Unter standing ovations durfte er unter die Dusche. Auch die 5-minütige Nachspielzeit brachte unsere Mannschaft in keine ernste Gefahr. Als Schiedsrichter Ittrich um 1721 abpfiff waren wir Tabellenführer. Unglaublich.!!!! Danke von unserer Marinebasis an unsere Mannschaft, an alle, die vor Ort ALLES gegeben haben!
Am kommenden Sonntag nimmt der Wahnsinn seinen Lauf! Um 1730 empfangen wir die Salzburger Nordsachsen. Wir sind dann natürlich wieder dabei!
EISERN UNION

Ein Heimspiel zum Auftakt für unsere inzwischen 5. Bundesliga-Saison

LOGBUCHEINTRAG 2023-08-20

Herrschaftszeiten, war ditt ne lange Zeit ohne unsere Fußballgötter! Unsere Marines konnten den heutigen Tag kaum erwarten. Die Gedanken kreisten immer wieder um den heutigen Tag. Diverse See- und Landurlaube (Graal-Müritz, Bornholm, MeerZeit, Oberallgäu…) dienten lediglich der Ablenkung. Natürlich auch, um frische Kräfte zu tanken. Die Saison wird schwer und hart genug! Wir werden abermals alles geben müssen, um unsere vom KaLeu befohlenen Ziele zu erreichen. Jedenfalls begann der heutige Tag bereits gestern um 1935 mit der Herausgabe des inzwischen 30-sten (!!!!!!!) Tagesbefehles des Kalenderjahres durch KaLeu Heller:

An dieser Stelle könnte alles aufgezählt werden, was in den letzten Monaten so alles passierte. Aber das würde mit Sicherheit den Rahmen sprengen. Daher nur 2 gewaltige Neuigkeiten:
– Mit Robin Gosens und Kevin Volland wurden kurz vor Saisonstart namhafte Spieler verpflichtet.
– Admiral Fischer wurde von den deutschen Sportjournalisten zum Trainer des Jahres gewählt!
So, nun konnte es aber endlich losgehen, 1530: Ein erster kleinerer Dämpfer unserer Euphorie: Capt´n Trimmi verlor die Seitenwahl gegen den Mainzer Keeper Zentner. Wir also zunächst auf die Waldseite. UND WIE!!!! Volle Attacke. Brenden und Jerome im Zusammenspiel, Ablage mit der Hacke von Brenden, Jerome flankte butterweich auf den Schädel von Kevin. Unhaltbar schlug sein Kopfball im langen Eck der Gäste ein. Tja Herr Zentner, Pech gehabt mit der Platzwahl… Gespielt gerade 52 Sekunden. So könnte es weitergehen. Tat es auch. Zunächst ein munterer Auftakt beider Teams. Sie schenkten sich nichts. Aber große Chancen taten sich nicht auf. Dann Spielminute 9: Mit vielen Kurzpässen kam unsere Mannschaft tief in des Gegners Hälfte. Aissa hatte dann alle Zeit der Welt zum Flanken. Der Ball punktgenau auf Kevin´s Stirn. Und wieder zappelte die Murmel im Netz! Unser Wohnzimmer verwandelte sich immer mehr in das altbekannte Tollhaus! Und Kevin war anzumerken, dass er bis unter die Haarspitzen motiviert war! Nach 11 Minute kassierte er blöderweise GELB. Das Spiel aber ging turbulent weiter. Beide Mannschaften versuchten es mit zahlreichen Flanken. Aber die Abwehrbollwerke hielten stand, oder aber die Torhüter waren zur Stelle. Dann wurden 5 Minuten Nachspielzeit angezeigt. Und in der 45+2. Minute beinahe das 3:0. Zunächst versuchten sich Jerome und Trimmi mit Flanken. Die Mainzer konnten nicht entscheidend klären und so kam der Ball zu Diogo. Der zog links im Strafraum volle Kanone ab. Aber Zentner ließ sich nicht überraschen und segelte quer durch die Köpenicker Waldluft. Er klärte das Geschoss zur Ecke, die dann aber keine Gefahr erzeugen konnte. Halbzeit.
Weiter dann um 1638. Die zweite Halbzeit begann dann nicht ganz so fulminant. Unser Admiral sah noch keinen Grund, irgendwelche Personaländerungen vorzunehmen. Die erste aufregende Situation in Minute 61: Der gerade eingewechselte Mainzer Gruda sank im Strafraum zu Boden. Schiedsrichter Stieler entschied sofort auf Strafstoß. Ajorque lief an. Freddy hechtete nach links und hatte das Spielgerät fest in seinen Händen! Jawollo! SUPERFREDDY!!!! Anschlusstor vereitelt. Doch es dauerte nicht lange, da war es dann doch geschehen: Trimmi köpfte eine Mainzer Flanke hinter sich. Da stand aber dummerweise Caci, der mit unhaltbarem Rechtsschuss den Ball volley nahm. Zugegeben, ein sehenswerter Treffer. Leider auf der falschen Seite. Dann die ersten Wechsel in unserer Mannschaft: Für Wesley kam Sherry und für Jerome Robin. Dank an unsere beiden Spieler. Gespielt waren 66 Minuten und vom Ergebnis nun alles wieder offen. Das dachte sich Sherry offenbar auch. Aissa schickte ihn auf der rechten Außenbahn. Ein kurzer Blick, gefühlvolle Flanke auf… Na logo, auf den Kopf von Beere! Zum Glück hatte er seine Haare streng nach hinten gekämmt, so dass er abermals zum Kopfball ansetzen konnte. Zentner wieder geschlagen. 3:1 nach 70 Minuten. Aber würde das reichen?
Die Mainzer dachten nicht im Traum daran und wollten partout nicht aufgeben. Ajorque (der mit dem verschossenen Elfer) köpfte in Minute 74 den Ball gegen die Latte. War sauknapp!!! Admiral Fischer mit dem nächsten Wechsel: Brenden (ganz starker Auftritt!) verließ den Rasen, für ihn kam Milos. Union nahm nun etwas das Tempo raus, suchte aber immer wieder Sherry. Die Gäste gaben aber einfach immer noch nicht auf. Und so kam es, wie es kommen musste: Minute 87. Videobeweis! Entscheidung: Handelfmeter für die Nullfünfer. Danke an Herrn Welz, VAR. Er hätte auch durchaus auf Stürmerfoul entscheiden können. Aber nee. Wir alle rieben uns etwas verdutzt die Augen, als sich abermals Ajorque das Leder schnappte und anlief. Unser Freddy eiskalt wie eine Hundeschnauze. Tauchte diesmal nach rechts und hatte den Ball wieder sicher unter sich begraben. Was für ein Teufelskerl!!! Damit sicherte er den Vorsprung. Nur eine Minute später der nächste Doppelwechsel: Aljoscha für Aissa (genauso stark wie letzte Saison) und Kevin für Beere (Dreierpack, mehr braucht hier nicht geschrieben zu werden). Die Nachspielzeit wurde mit 5 Minuten angezeigt. Nochmal zittern? Nö, in der 96. Minute war es dann der eingewechselte Milos, der Zentner umkurvte und dann zum entscheidenden 4:1 einschob. Deckel drauf, Abpfiff. Grenzenloser Jubel unserer Helden. Aber auch unsere Marines zeigten sich erleichtert. Das entschuldigte Fehlen von Seekadett Nussmann (VKU, genehmigt vom Spieß, abgesegnet vom KaLeu) konnten die restlichen Marines in vorbildlicher Art und Weise kompensieren!
Fazit: Am Ende ein verdienter Sieg. Vielleicht n Tacken zu hoch. Aber wer fragt schon danach? Die Mainzer ergaben sich in keiner Phase des Spieles. Jedoch verschossen sie zwei Elfmeter. Das ist auch nicht alltäglich.
Eigentlich tun wir es nicht. Aber heute müssen zwei Spieler ganz klar hervorgehoben werden: Unser Keeper Freddy. Hielt besagte Elfer und war ein ganz sicherer Rückhalt! Er schaffte es damit in die kicker-Elf des Tages. Dies wiederum gelang auch Beere. Ja und mit gleich drei Treffern war er sowieso der Matchwinner.
Nun gilt es regenerieren und auf das schwierige Auswärtsspiel in Darmstadt vorbereiten. Auch bei unseren Marines müssen sich die Automatismen erst wieder einspielen. Anstoß ist am Samstag (26.08.2023) um 1530.
Hier noch ein paar fotographische Erinnerungen:


DFB-Pokal Runde 1

LOGBUCHEINTRAG 2023-08-13

Eine nicht enden wollende trostlose Zeit ohne unsere Fußballgötter ging nun endlich zu Ende! Wir schreiben den 13. August des Jahres 2023. Aber wir müssen hier gar nicht um den langen Brei reden: Am Ende stand es 0:4 und unsere Mannschaft zog ungefährdet in die nächste Pokalrunde ein.
Nun gilt es eine Woche warten. Dann endlich geht es los: Die Bundesliga startet wieder. Unsere Marines werden nach diversen Urlauben wieder dienstbeflissen ihre jeweiligen Einsatzorte erfahren. Wir alle sind sehr gespannt!!!

Ein Treffen der unglaublichen Art

LOGBUCHEINTRAG 2023-07-27

Kleine Anekdote, die wirklich stimmt, aber wenn’s mir keena gloobt, ick durchaus nachvollziehen kann:
Donnerstag, 27.07.2023. Icke im Urlaub in Bad Hindelang. Alleene anne Kasse vonne Kaufhalle, hier Supermarkt genannt. Natürlich befehlsmäßig in Ausgangsuniform und mit passender Kopfbedeckung. Sehe die ratlosen Blicke des Kassierers. Irgendetwas ratterte in seinem Kopf. Immer wieder war sein Blick auf mein Basecap gerichtet. Dann traute er sich urplötzlich: „1966, ist ditt ihr Geburtsjahr?“ „Nicht ganz!“, erwidere ich. Seine Blicke verrieten totale Neugier. „1966 war das Gründungsjahr von Union, Union Berlin!“
Ich glaubte, ihn damit noch mehr verunsichert zu haben. „Union Berlin, Fußball!!“ versuchte ich ihn etwas aufzuklären. Aber irgendwas stimmte nicht in seinem Oberstübchen. Jedoch wusste ich auch nicht so richtig, wie ich mich nun fortan verhalten soll.
Da, urplötzlich: „Ja logo. Kenn ick. Bin in Köpenick aufgewachsen und in Adlershof habe ich studiert!!!“ Nun war ich es, der ganz offensichtlich verwirrt war. Das schien er zu merken… Es ergoss sich ein Redeschwall über mich. Immer wieder Begriffe wie Stadionneubau, Gänsehaut… Verrückt. Zum Glück war der Laden recht leer. Wir hatten einander viel zu erzählen… Ich wollte ihn noch auf ein Bierchen einladen. Aber er war im Dienst. Und wer wüsste es besser als wir: Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps. So verabschiedeten wir uns mit einem eisernen Shakehands. Übrigens, er wohnt nun schon 6 Jahre im Oberallgäu.
Liebe Grüße aus Hochweiler von eurem Leutnant.

Ausflug mit der MEERZEIT

LOGBUCHEINTRAG 2023-07-01

Zweite Feindfahrt auf der MEERZEIT

Da sich Leutnant Seku Sekulla in selbstloser Manier bereiterklärt hatte, unsere Operation vom Süden aus zu sichern, begab sich unsere Crew, verstärkt durch Smutje & Ober-Bootsfrau Birgut am gestrigen Samstag zur zweiten – offiziell als erholsame Freizeitfahrt bezeichnete – Feindfahrt auf der MS Meerzeit von Maat Tilo, der für die Zeit des Einsatzes offiziell wie überhaupt das Kommando übernahm.

Doch unser KaLeu, umsichtig wie eh und je, erließ zunächst in den frühen Morgenstunden des heutigen Tages folgenden Befehl:

Dann ging es auch schon los. Innerhalb eines für alle Beteiligten äußerst emotionsgeladenen Feldappells übertrug Kapitänleutnant Radowan das Kommando an seinen nunmehrigen Kapitänskollegen. Bevor es aber dann doch endlich so richtig losgehen konnte, war noch eine von Obermaat Stefan initiierte Spezialoperation durchzuführen, über die wir an dieser Stelle aus Geheimhaltungsgründen nicht weiter eingehen können. Hier nur so viel: Sie gelang, die Fahrt konnte beginnen!

Sie diente vor allem unserer weiteren Ausbildung. Unter dem Kommando von Kapitän Tilo und Bootsfrau Birgut führten wir erfolgreich mehrere Schleusenmanöver durch, während der wir keine weiteren Verluste hinnehmen mussten und dazu eine Menge über das Verhalten in und um Schleusenbecken erlernten.

Es folgten zwei Kampfschwimmereinsätze auf offenem See, welche ebenfalls ohne Verluste bei immens hoher Risikobereitschaft der gesamten Crew erfolgreich durchgeführt wurden. Ein entscheidender Grund für besagten Erfolg waren die ausgezeichnete Verpflegung durch Bootsfrau und Obermaat Stefan, welche die Kombüse zu ihrem Arbeits- und Kampfplatz für den Frieden gemacht hatten.

Gemeinsam stieß die Meerzeit und ihre Besatzung in Gewässer vor, die nie zuvor ein Mensch durchschwamm, zwischendrin sicherten wir die über einen jener Seen sich majestätisch spannende Autobahnbrücke – erfolgreich!

Nach beispiellosem Einsatz kehrte die Meerzeit sicher und wohlbehalten in ihren Heimathafen zurück, wo sie von der gesamten Crew nicht zum ersten Mal an diesem Tage erfolgreich entladen wurde. Gemeinsam ließen wir den Tag mit einem bombastischen Fahnenappell bei Bratwurst, Steak und gegrilltem Spezial-Hack ausklingen. Obermaat Marian hatte uns dazu in die von ihm geleitete Feld-Basis geladen, wo er uns alle auf das Fürtrefflichste bewirtete.

Von nahezu allen so nicht erwartet, hatten sich sämtliche Beteiligte trotz härtester Ausbildung, dem Bestehen unzähliger Gefahren und vielen weiteren strengster Geheimhaltung unterliegenden Manövern dennoch bestens erholt, und so viel das Resümee denn auch unerwartet einheitlich aus: „Super, Meerzeit, Meerzeit – een Traum is ditte! War früher uff anderen Schiffen jewesen, iss richtich mies jewesen – und jetzt Meerzeit, endlich Meerzeit!“

Der abschließende Dank gilt allem hier Genannten und auch jenen, deren Namen wir hier aus GeKaDos-Gründen nicht nennen durften, ausdrücklich auch an dieser Stelle noch einmal an Kapitän auf Zeit Tilo, Ober-Bootsfrau Birgut und Obermaat Marian für jede Menge & noch viel mehr, viel mehr Meer und überhaupt: „Een Traum iss ditte!“

Ja und schlussendlich sei erwähnt, dass Leutnant Seku wirklich alles gab. Von 1900 bis 0200 des Folgetages Bierzapfen, trinken (Was verkauft werden soll, muss ja auch probiert werden…). Das natürlich mit Meckatzer vom Fass!!! Vielleicht folgen hier noch irgendwann Fotos.
Für diesen Beitrag zeichnet verantwortlich Seekadett Nussi-Nussmann!

Champions-League, da sind wa!!!

LOGBUCHEINTRAG 2023-05-27

Der Zeitraum 26. – 28.  Mai sind ja schon rein historisch betrachtet UNSERE TAGE!!! Am 26. Mai 1997 versprach unser Leutnant seiner großen Liebe vor dem Altar ewige Liebe, Treue und den ganzen Schnickschnack. Vor 4 Jahren machten unsere Schlosserjungens durch ein 0:0 gegen die Stuttgarter den Aufstieg perfekt! Ja und vor inzwischen 35 Jahren ein Spiel in Karl-Marx-Stadt, dass ein UNIONER nie vergessen werden wird:
Leo Seier konnte nach 14 Minuten die frühe (7. Minute) Führung der Sachsen ausgleichen. 1:1 zur Pause. Aber Rico Steinmann besiegelte fast unseren Abstieg. Dann wurde kein Geringerer als Michael Weinrich (Schulkumpel vom Leutnant) von Trainer Karsten Heine eingewechselt. Er brauchte nur eine Minute, um unseren Anhang wieder träumen zu lassen. Ausgleich! Nur noch ein klitzekleines Törchen… Mit Olaf Hirsch, Michael Weinrich und Rene Unglaube nun drei Stürmer! Dann die Schlussphase: Schiedsrichter Bernd Heynemann pfiff ein Foul für unsere Mannen. Freistoß, Kopfball Steffen Enge. Pfosten! Und dann stand er zur RICHTIGEN ZEIT AM RICHTIGEN ORT: Mario Maek schob die Murmel ins Tor! Abstieg in allerletzter Sekunde abgewendet! Was für ein Tag für die Mannschaft, die Fans…Unvergesslich!!!
Heute nun galt es, die glorreichen Augenblicke der Vergangenheit natürlich nicht zu vergessen, aber zunächst einmal auszublenden. Denn: Der letzte Spieltag einer unfassbaren Saison stand vor uns. Für unsere Marines bedeutete dies absolute Erlösung!!! Erlöst, von dem immer stärker werdenden Druck, der kontinuierlich anwachsenden Nervosität und schlussendlich aber auch von zahllosen Feindfahrten durch die gesamte Republik und quer durch Europa. Dazu die immerwährenden Kampfeshandlungen in vorderster Front! Dass dabei einige Opfer und schmerzende Wunden zu beklagen waren, versteht sich wohl von selbst! Aber am Ende erzeugten die wenigen Niederlagen nur noch weiteren bedingungslosen Zusammenhalt, verbunden mit dem unbändigen Willen, immer weiter zu machen, nie aufzugeben! Auch wenn der KaLeu an Christi-Himmelfahrt einen Cut am Auge erlitten hatte, war er nur eine Woche später (also heute) wieder auf den Punkt fit. Das zeigte sich insbesondere darin, dass er bereits in den gestrigen Abendstunden still und klamm und heimlich den Tagesbefehl bekanntgab. Dieser wurde auch in den sozialen Netzwerken wie z.B. Facebook veröffentlicht. Und siehe da, selbst unsere nicht explizit erwähnten Landstreitkräfte teilten unbedingten Gehorsam mit. Interessant, dass unsere kleine Truppe solch eine Wirkung erzielen kann. Und besagte Soldaten erspähten einen Tag vor dem Showdown feindliche Truppenbewegungen:

Mit folgendem Tagesbefehl galt es nun, die letzte Schlacht dieser so überaus erfolgreichen Saison anzugehen:

In des Leutnants Tiefgarage wachte Freddy sehenden Auges über die Aktivitäten im Stützpunkt Illerschleife

Anreise einiger unserer Crewmitglieder erneut auf dem Seeweg:

Anstoß im Stadion An der Alten Försterei um 1530. Schiedsrichter war Patrick Ittrich. Unser Team Richtung Wuhle. Heute mal in Ticker-Form die Highlights des heutigen Nachmittages:

1` Erste Ecke Union, brachte leider nichts ein.
7` Was für eine Kombination da am 16-er der Stadtmusikanten. Leider wieder nur Ecke.
9` Elfmeter für Union!!! Herr Winkmann im Kölner Keller legte sofort sein Veto ein und Herr Ittrich korrigierte (wohl zu Recht) seine Entscheidung. Mist.
15` Freistoß aus 18 Metern. Unser Anhang sang natürlich: „Torsten Mattuschka – du bist der beste Mann…“ Aber der spielt ja nicht mehr. Also trat Trimmi an. Sein Schuss konnte geblockt werden. Und wieder Ecke. Gut getreten, aber leider erfolglos.
18` Erneute Ecke. Ich zähle ab jetzt nicht mehr mit…
20` Unsere Fans skandieren nun „FC Union du wirst siegen, glaub an dich und es wird wahr, die erste Bundesliga ist für uns nun endlich da, die Zeit ist nun gekommen, ihr werdets alle sehen, der 1.FC Union wird nun endlich oben steh´n…
37` Ecke Nummer ??? Trimmi wieder butterweich, aber am Ende verpasste Janik am hinteren Pfosten nur um wenige Millimeter den Ball.
44` „FC Union, unsre Liebe, unsre Mannschaft unser Stolz, unser Verein, Union Berlin…“ schallte es durch ganz Berlin. Und da kam per Flaschenpost die Nachricht, dass Freiburg in Frankfurt 1:0 führte. Der BVB lag 0:2 gegen Mainz zurück und Bayern führte 1:0 in Kölle. Ein fucking Spieltag schien seinen Lauf zu nehmen.
45` 4 Minuten Nachspielzeit.
45`+4 GELB für Aissa.

1619 Beide Mannschaften auf dem Weg zum Pausentee. Am sky-Mikrofon kein geringerer als Fußballgott Tusche! Endlich mal Kompetenz bei sky…Stand jetzt nach 45 Minuten: Bayern Meister, BVB zu doof, Freiburg CL, wir „nur“ Euro-League. Aber noch hatte Admiral Fischer 45 Minuten Zeit, mit seinen Matrosen (und damit auch mit uns) die Königsklasse zu erreichen!! Wiederanpfiff um 1634. Nun aber VOLLE PULLE auf die Waldseite! Champions-League, wir können es noch immer aus eigener Kraft schaffen!! Nur ein Törchen… Ein noch immer unfassbarer Traum!

50` Jerome zog knallhart aus 17 Metern ab. Der Bremer Keeper konnte klären. Wieder Ecke…
55` Toooor Union!!! Sherrys Kracher schlug ein im Tor der Gäste. Aber leider stand er vorher im Abseits.
58` „EFF-ZEH-UH, Fußballclub Union Berlin, EFF…“. Die Unionfamily im Handbangingmodus.
62` Freistoß Trimmi halb rechts. Der Ball verfehlte Freund und Feind, landete im Toraus.
63` Doppelwechsel in unseren Reihen: Paule für Janik und Svenne für Aissa.
67` Ecke Union. Trimmi von der rechten Außenfahne. Danilho kam zum Kopfball. Aber ein Bremer rettete auf der Linie. Die Champions-League rückte immer weiter weg.
70` Gelb für einen Bremer. Schiedsrichter Ittrich entschuldigte sich mehrfach beim Bremer. Ja was soll das? Er hatte nun mal gefoult und das allemal gelbwürdig!
73` Sherry halb rechts im Strafraum. Sein Schuss aber daneben.
78` Wieder Doppelwechsel unserer EISERNEN: Jordan für Beere und Josip kam für Trimmi. Frische Kräfte, um doch noch die Champions-League zu erreichen. Freiburg führte zu diesem Zeitpunkt noch immer in Frankfurt.
81` Langer Ball von Freddy. Svenne legte ab auf Jordan. Weiter auf die rechte Seite zu Sherry. Ablage zu Svenne, quer auf Rani. Schlenzer in das rechte Eck!! Innenpfosten und ab der Torpedo in die Maschen! TOOOOOOR!!!! Das Tor zur Champions-League ist nun ganz weit offen.
82` Ausgleich in Frankfurt.
88` Wechsel bei unseren Göttern: Nico für Jerome.
92` Frankfurt führte inzwischen 2:1. Dennoch unsere Mannen weiter höchst konzentriert..
90`+4 Ecke. Ballhalten war nun die Devise. Und dann war es geschafft!!! Abpfiff durch Schiedsrichter Ittrich.
Danach gab es kein Halten mehr. Nun noch ein paar Fotos, die eventuell einen kleinen Einblick geben können:

Kleines Fazit zum heutigen Tag: An 32 der 34 Spieltagen standen unsere Helden auf einem CL-Platz. Also ganz unverdient ist Platz 4 wohl nicht. Wir spielen in der Saison 2023-2024 in der Königsklasse!!! Und der Gedanke, dass wir den Brause-Sachsen mit 2 Siegen die Meisterschaft versaut haben, fühlt sich an wie ein….

EISERN UNION