Archiv der Kategorie: Das Jahr 2023

Heimspiel gegen das derzeitige Schlusslicht aus Stuttgart

LOGBUCHEINTRAG 2023-04-01

Nach dem fulminanten Sieg gegen die Frankfurter Eintracht hatten unsere rot-weißen Matrosen endlich einmal knapp 2 Wochen Zeit für eine ausgiebige Regeneration! Sehr wahrscheinlich waren unsere Europapokalhelden dankbar und nutzten diese Zeit wirklich zur Erholung! Auch unsere tapferen Marines waren durch diverse Schlachten gekennzeichnet. Zu erwähnen sei hier nur der Ausflug unseres Flottenkommandos nach Praha Hlavní Nádraží mit dem anschließenden Auswärtsspiel in der VW-Trabi-Stadt… Daran anschließend die Spiele gegen die Belgischen Unioner und besagte Frankfurter Würstchen. Zugegeben, WIR ALLE brauchten mal ne kleine Pause! Da kamen die Länderspiele (die niemanden so wirklich interessieren) zum eigentlich absolut richtigen Zeitpunkt!!! Auch gab es im Vorfeld keinen Stammtisch, kein „ULTIMATIVES TREFFEN„,… Wirklich gar überhauptnix. Lediglich in den heutigen sehr frühen Morgenstunden (wir schreiben hier von 0730) kam von KaLeu Heller folgender Tagesbefehl:

KaLeu Heller also abermals sowas von pünktlich am Periskop. Leutnant Sekulla hatte es am heutigen Tage besonders schwer. KaLeu Heller rechnete mit massivsten feindlichen Bewegungen beginnend am Neckar. Jedoch ist dies für herkömmliche Seefahrer ein eher schwieriges Unterfangen. Wöllte man von Stuttgart nach Köpenick den Seeweg nutzen wollen, bliebe folgende Möglichkeit:
– Zunächst südlichen Kurs bis zum Schwarzwald
– Schwieriger Umstieg auf die Donau
– Diese weiter bis Regensburg
– Weiter auf der Naab bis zum Fichtelgebirge
– Über zig kleinere Tümpel zur Saale
– Vorbei an Halle bis zur Elbe südlich von Magdeburg
– Weiter bis zur Havel
Und dann immer so weiter. Also an Unannehmlichkeiten nicht zu überbieten. Dass unsere heutigen Gäste diese Opfer bringen würden, nee, das war nun wirklich nicht zu erwarten. Da war der KaLeu wohl ein wenig übermotiviert… Maat Wieck indes musste die nördliche Flanke sichern. Sein Einsatzort war heute Mirow in der Mecklenburgischen Seenplatte. Zugegeben, wunderschön dort. Aber zum Fußballkieken… Nun ja. Die Obermaate Pfannschmidt und Kala waren abermals zur Sicherung der RD (RÜCKWÄRTIGE DIENSTE) eingeteilt. Den restlichen Marines war es vorbehalten, das IHRIGE in unserem Wohnzimmer zu geben! Deren erster Treffpunkt war das COE 2.0 am Mandrellaplatz. Maat Ziegra traf als erster ein, dann folgten step by step die restlichen Delegierten. Das ging ja schon mal sehr gut los! Weiter dann in die Schlosserei, wo mehrere Legenden unsere Mannschaft begrüßen durften! Damit waren unsererseits alle Vorkehrungen getroffen! Mehr ging da wirklich nicht. Folgend ein paar Fotos zur „Beweissicherung„:

Ob mit Uwe Neuhaus, André Sirocks oder Heinz Werner, ein Wiedersehen mit „ALTEN EISERNEN FUSSBALLGÖTTERN“ ist immer watt janz besonderitt!!! Wunderschöne Fotos!!! Zum Spiel:
Anpfiff 1530. Schiedsrichter der Partie war Florian Badstübner. Den Anstoß überließen wir als freundliche Gastgeber sehr gerne unseren schwäbischen Gästen. Unser Team wie gewohnt erstmal auf die Wuhle. Ein kleines Fazit nach 10 Minuten: Sehr verhaltener Beginn beider Mannschaften. Im Mittelfeld viele Zweikämpfe. Bis vor des Gegners Tor schafften es weder die Stuttgarter, noch unsere Matrosen. Ab der 15. Minute dann doch hüben wie drüben erste Strafraumaktionen. Aber alles harmloser Gestalt. Dennoch war zu verzeichnen, dass die Daimlerstädter so ein klitzekleines bisschen die Oberhand gewannen. GELB für Diogo in Minute 28. Das auch noch zu Recht nach einem Halten im Mittelfeld. Nur eine Zeigerumdrehung weiter: Großchance für den VfB! Ein Freistoß der Stuttgarter missglückte, aber der VfB blieb dran: Millot flankte von rechts scharf vors Tor, Zagadou entwischte unserem Robin – doch der schwäbische Verteidiger köpfte aus drei Metern nicht auf, sondern über das Tor. Puh, durchatmen. Ein nächster Aufreger in Minute 33: Stuttgarts Torwart mit einem weiten Abschlag, Lenni eilte heraus und schoss Perea an. Dieser hatte dann freie Bahn und versenkte die Kugel in unserem Tor. Alle im Stadion hatten aber sofort erkannt, dass der Stürmer den Ball mit den Händen gespielt hatte. Warum diese Tatsache dem Schiedsrichtergespann entging, keine Ahnung… Jedenfalls mischte sich der VAR ein und es konnte nur eine Entscheidung geben: KEIN TOR!!! Dieser Moment aber ließ bei unseren Marines Erinnerungen wach werden! Vor knapp 4 Jahren gingen die Stuttgarter ebenfalls in Führung. Damals im Relegationsrückspiel. Auch dieser wurde durch den VAR annulliert. Was danach passierte, ein jeder kann sich noch sehr gut erinnern. Im heutigen Spiel tat sich bis zum Pausenpfiff nicht mehr viel. Ein Schüsschen der Gäste, ein netter Versuch von Janik. Das war es auch schon mit Halbzeit 1.
Fazit: Dolle wars noch nicht von unserem Team. Der VFB mutiger und teilweise entschlossener. Also Zeit zum Handeln: KaLeu ermahnte Leutnant Sekulla zu mehr Initiative. Er solle zu Halbzeit 2 bitte schön mal den giftgrünen UNION-GIN auspacken und endlich mal ein Weizen trinken. Der Leutnant tat wie im befohlen:

Anstoß zu Halbzeit 2 um 1634. Nun Richtung Waldseite. Admiral Fischer schien den richtigen Ton in der Kabine gefunden zu haben. Unsere Matrosen gleich volle Pulle. Zunächst Jerome, dann Janik. Das Mercedes-Tor wurde gnadenlos beschossen. Und folgerichtig auch in Minute 51 die Führung: Kevin passte nach links zu Jerome. Eine butterweiche Flanke. Sherry flog heran und erwischte den Ball volley im Seitwärtsfliegen. Der Torhüter unserer Gäste hatte keine Chance. Ein wunderschönes Tor! Und dieses gab noch frischeren Wind. Die Mannen vom Admiral waren fortan das spielbestimmende Team. Erster Wechsel nach 60 Minuten: Morten für Aissa. In der 65. Minute stellte unser Team alle Weichen auf Sieg: Etwas undurchsichtig war es schon, dieses Tor. Aber wen interessiert das am Ende des Tages? Kevin war zur rechten Zeit am rechten Ort und schoss zum 2:0. Zu erwähnen sei hier, dass der Linienrichter auf ABSEITS entschied. Ja Herrgottsakrament, das glasklare Handspiel in Halbzeit von Perea sah er nicht, aber hier eine Abseitsstellung von Kevin. Leute, Leute… Egal, der VAR hatte auch hier keine andere Wahl als für uns zu entscheiden. Also 2:0 und noch 25 Minuten zu spielen. Doch die Vorentscheidung ließ nicht lange auf sich warten. Bereits 3 Minuten weiter erzielte Genki das 3:0. Aber stopp, irgendwas stimmte da nicht? Genki spielt ja gar nicht mehr in unserem Team. Kevin in unnachahmlicher Manie. Ließ auf der rechten Seite alles stehen und flankte scharf nach innen. Sherry stand bereit, aber der arme Hund Genki rutschte in die Flanke und der Ball zappelte im Netz. Mit diesem 3:0 war nun der Drops gelutscht. Dreifacher Wechsel nach 77 Minuten: Jamie für Sherry, Nico für Jerome und Jordan für Kevin. In den letzten Spielminuten passierte nichts weiter. Admiral Fischer wechselte Milos für Janik in Minute 90. Nach einer dreiminütigen Nachspielzeit hatte auch Schiedsrichter Badstübner genug. Ja Wahnsinn, Halbzeit 1 noch recht ausgeglichen. Dann legten unsere Jungs aber mal so richtig los. Ein verdienter Sieg. Und Leutnant Sekulla fand Gefallen an dem UNION-GIN… Die Marines, die im Stadion die Geschicke leiteten, verschlug es abermals ins COE 2.0. Hier noch ein paar Eindrücke:

Nun gilt es wieder einmal alle Kräfte zu bündeln. Bereits am Dienstag geht es weiter. Dann ab in Frankfurter Metropole zum FDGB-Viertelfinale. Anstoß ist um 1800. Maat Ziegra hat schon verkündet, dass er vor Ort unseren Flottenverband würdig vertreten wird. Wir sind gespannt!
EISERN UNION

Die Frankfurter Eintracht zu Gast An der Alten Försterei

LOGBUCHEINTRAG 2023-03-19

Als unsere Marines am frühen Freitagmorgen ihren Dienst aufnahmen, stellte sich ihnen folgende Frage: Wie umgehen, was da vor nur wenigen Minuten passierte? Die Ernüchterung war groß! Die Enttäuschung war noch viel größer. Aber: Der Stolz, auf das, was wir alle bis zu diesem Tage erreicht hatten, stellte alles in den Schatten. Ja, wir haben eine Schlacht verloren. Sogar recht deutlich und vor allem auch verdient! Aber, im Achtelfinale der Europa-League auszuscheiden, ist nun wahrlich kein Grund, alles zu hinterfragen. Geschweige denn, die Flinte ins Korn zu werfen. Der KaLeu bedankte sich bei seiner Crew für ihre hervorragende Bereitschaft und Kampfesstärke. Und genau das ist seine absolute Stärke: Selbst in den bittersten Moment einen kühlen Kopf bewahren und die Mannschaft motivieren! Würde das denn am heutigen Spieltag unserem Admiral ebenfalls gelingen? Warten wir es ab. Bereits um 0744 feuerte KaLeu Heller folgenden Tagesbefehl ab:

Unerwähnt im Tagesbefehl blieben unser Leutnant Sekulla und Obermaat Kala. Unerwähnt deshalb, da ihre Einsatzorte geheim bleiben sollten. Außerdem wissen sie stets und ständig um ihre Aufgabe. Da bedarf es keinerlei Worte. Die restlichen Marines meldeten EISERNSTEN GEHORSAM und alsbald traf man sich auf besagtem Flaggschiff VIKTORIA. Das sah dann in etwa so aus:

Ja, selbst Smutje Maat Pfannschmidt erhielt für diesen besonderen Tag VKU (Verlängerter Kurzurlaub, Info für alle ungedienten Grundwehrsäcke). Auch Azubi Paff war an Bord. Mit dieser schlagkräftigen Elitetruppe schipperte die VIKTORIA Richtung Berlin-Köpenick. Im weiten Rund der Alten Försterei bezogen dann die Marines die ihnen auf der Schifffahrt mitgeteilten Posten. Es war also angerichtet. U-1966 war bestens vorbereitet. Nun galt es also. Hier in Kurzform die Eckdaten zum Spiel:
1530 Anpfiff durch Schiedsrichter Christian Dingert. Wir wieder zunächst Richtung Wuhle.
1536 Etwas glücklich landete der Ball vor den Füßen von Rani, der nicht lange fackelte und sofort aus 15 Metern abdrückte. Der Ball sauste knapp über den Kasten. Verdammt. Gute Gelegenheit. Aber bitte weiter so.
1543 Ein Konter unserer Matrosen, bei dem Sherry steil geschickt wurde. Unser Stürmer ließ Smolcic stehen und kam dann aus relativ spitzem Winkel zum Abschluss. Sein Schrägschuss rauschte letztlich aber klar links vorbei. Dennoch. Sehr gute Aktion von Sherry!
1610 Buta räumte Josip ab. Der Freistoß wurde hoch nach vorne geschlagen, der zweite Ball landete bei Paule. Der fasste sich ein Herz und zimmerte aus der zweiten Reihe einfach mal drauf. Trapp aber auf dem Posten.
1614 Kolo Muani behauptete sich im Mittelfeld am Ball und hatte das Auge für den kreuzenden Borré. Der Kolumbianer stiefelte nach vorne und suchte im Strafraum unter Bedrängnis den Abschluss. Am Ende aber war unser MISTER ZUVERLÄSSIG im Tor zur Stelle. Über solche Bälle kann er doch nur schmunzeln…
1615 Noch einmal durchatmen so kurz vor der Pause. Josip sei gedankt, dass er sehr beherzt einstieg und fair zur Ecke klären konnte. Diese brachte dann lediglich den Halbzeitpfiff ein. Das war aber doch noch mal so n bissel knirsch vor dem Pausen-Rum…
1634 Anpfiff zu Halbzeit 2.
1641 Josips Flanke von rechts senkte sich tückisch in Richtung Tor, Trapp ging auf Nummer sicher und klärte auf Kosten einer Ecke. Und diese Ecke hatte es in sich: Nico flankte. Im Strafraum wurde es dann vogelwild: Robin legte für Rani auf, der den Ball stoppte, dann aber gekonnt im Netz versenkte – Robin sprang noch artistisch hoch, um nicht im Wege zu stehen. Wir führten also 1:0!!! Anzumerken sei hier unbedingt, dass es für unseren Spieler Tor Nummer EINS war. Herzlichen Glückwunsch Rani!!
1649 GELB für Robin. Mist… Und die Gäste machten weiter Alarm. Hoffentlich hielten unsere Matrosen weiter durch.
1655 Kurzes Zwischenfazit: Frankfurt sehr bemüht, unser Spiel zu zerstören. Gelang bis dahin nicht. Dennoch kamen sie zu einigen gefährlichen Aktionen. Also UNION-MATROSEN, weiter mit vollster Konzentration!!!
1656 Wechsel vom Admiral: Beere kam für Jordan.
1657 Sherry war durch, hatte nur noch Trapp vor sich und überwand diesen, indem er ihn tunnelte. Die Freude über das vermeintliche 2:0 währte jedoch nicht lange, denn es war verdammt nochmal Abseits.
1659 Auf einmal tauchten die Hessen gefährlich auf, Alario kam im Strafraum zum Abschluss, doch Robin ging dazwischen und entschärfte die Situation.
1704 2:0 für unsere UNIONER!!!! Bei Freddys langem Abschlag setzte sich Beere zunächst im Luftduell mit Tuta durch und war dann schneller als Smolcic am Ball. Nun hatte er einzig und allein Trapp vor sich. Sein Schuss aus spitzem Winkel ging dem Gästekeeper durch die Hosenträger“. Jawollo!!!
1705 Doppelwechsel bei unseren Matrosen: Jerome für Nico und Jamie für Sherry.
1715 Erneuter Doppelwechsel: Diogo für Timo und Milos für Janik.
Die GELBE KARTE für Freddy war dann nur noch für die Statistik. Am Ende stand ein 2:0-Sieg gegen die Hessen. Nun haben wir alle etwas Zeit zum Erholen. Dank der Länderspielpause können WIR ALLE etwas durchatmen. Am 01.04.2023 erwarten wir den VFB Stuttgart in unserem Wohnzimmer.
Dieser rundum gelungene Tag fand dann noch ein ganz spezielles Ende: KaLeu Heller, Obermaat Pfannschmidt und Maat Ziegra trafen nach Ende der Partie unseren Admiral. Was schlussendlich besprochen und beschlossen wurde, gehört hier nicht hin. Nur ein kleines Foto dient lediglich als „BEWEIS“ des Zusammentreffens.

In diesem Sinne: Und niemals vergessen, um 12 Eisbein mit Bohn…

Europa-League Rückspiel in Belgien bei Union St. Gilloises

LOGBUCHEINTRAG 2023-03-16

Nachdem wir im Hinspiel in unserem Wohnzimmer ein hart umkämpftes 3:3 erzielen konnten, waren die Hoffnungen sehr groß, in Belgien zu bestehen und einmal mehr dort zu gewinnen. Dass wir das können, bewiesen wir am 03.11.2022, als wir auswärts mit 1:0 gewonnen hatten. Mit nur einem Tor mehr als der Gastgeber würden wir in das Viertelfinale der EUROPA-LEAGUE einziehen! Nach dem Pragausflug waren unsere Marines abermals gefordert. Ihnen blieb nicht viel Zeit zur Regeneration! Aber warum sollte es ihnen besser ergehen als den Protagonisten auf dem GRÜNEN GELÄUF? Bereits um 0535 ließ KaLeu Heller seine Mannen „STRAMMSTEHEN“ und unsere Marines erhielten folgenden Tagesbefehl:

Abermals klare Aufgabenverteilung. Jedes Crew-Mitglied war eingeteilt. Lediglich Maat Ziegra war es vorbehalten, als einziger Marine in das weite Belgien reisen zu dürfen. Hier ein paar wenige Eindrücke seiner Reise:

Nun aber zum Spiel. So ziemlich von Anfang an war zu erkennen, dass unser heutiger Gegner keinen Spaß verstehen würde. Sie pressten verdammt hoch und ließen unseren Matrosen kaum Zeit zum Luftholen. Und so gingen sie auch in Minute 18 in Führung. Eine Unachtsamkeit in unserem Spielaufbau nutzten die BELGISCHEN UNIONER eiskalt zur Führung. Aber noch war ja Zeit, das Ergebnis zu korrigieren. Bis zur Halbzeit aber taten sich unsere Matrosen mehr als schwer!
Die zweite Halbzeit begann dann etwas positiver. Dennoch bis zu Minute 60 keine nennenswerte Aktion unserer Mannen. Und da fiel auch schon das 2:0. Ohje, das würde nun sehr schwer werden. Es ist nun müßig, das weitere Spiel zu dramatisieren. Union St. Gilloises machte noch das 3:0 und dann war das Spiel auch beendet.
FAZIT: Unsere Marines waren gezeichnet von der harten Schlacht in Prag. Bis auf den Tagesbefehl gab es keine weitern Anweisungen bezüglich irgendwelcher TOR-RUMS. Bleibt nun die Zeit zu nutzen, um sich akribisch auf das Punktspiel gegen die Frankfurter Eintracht vorzubereiten.
EISERN UNION

Auswärts in der VEB Golf-Arena

LOGBUCHEINTRAG 2023-03-12

Was für harte Zeiten! In erster Linie natürlich für unsere so geliebten Fußballgötter! Jedoch unsere Marines stehen keinen Millimeter dahinter! Harte Burschen! Die Pragreise hinterließ hier und da einige kleinere Blessuren, zugegeben. Aber Admiral Fischer kennt unsere Crew und weiß sehr genau, dass kleinere (nennen wir es an dieser Stelle einmal so) Niederlagen unsere Mannschaft keineswegs umwerfen, geschweige denn, dass U-1966 sich davon schwer beeindrucken ließe! Ganz im Gegenteil! In der Summe war das Auftauchen unserer kleinen Flotte in der Moldau zunächst einmal ein absoluter Höhepunkt. Viel mehr noch: Unsere Marines hatten endlich einmal ein paar Stunden Zeit, um von einander mehr zu erfahren. Also in den wenigen Trinkpausen, bzw. zwischen Tartar und Gulasch… Mehr Details bedarf es an dieser Stelle nicht! Wie lautet ein altes deutsches Sprichwort: Was in Prag war, bleibt in Prag!!! Jedenfalls kehrten alle Marines halbwegs wohlbehalten in ihren jeweiligen Heimathäfen zurück. Und beim heutigen Morgenappell im Hotel „HENRIETTA“ konnte KaLeu Heller seit langer Zeit einmal wieder vor versammelter Mannschaft den Tagesbefehl ausgeben:

So sollte es dann sein. Mehr gab es nicht zu erklären. Daher nun rasch zu den Geschehnissen des heutigen Abends. Unsere Marines hatten noch dienstfrei. Also bedingt. Klar war natürlich, dass alle vor dem Fernseher saßen und auf die Rum-Befehle des KaLeu warteten. Aber zunächst einmal war Anstoß.
Bereits nach 6 Minute gab es GELB für Rani. Ok, durchaus vertretbar. Aber unsere Jungs versteckten sich nicht! Svenne haute sich bis dato richtig rein und holte nach 10 Minuten den ersten Eckball. GELB auch noch für Morten nach 15 Minuten. Na das ging ja mal gut los… Aber bei näherer Betrachtung hätte es ja nicht mal Freistoß geben dürfen. Und somit wäre auch die Verwarnung nicht entstanden. Egal. Der Freistoß war aber dann sehr gut getreten. Freddy schaute fassungslos hinterher, als das Leder an das Quergebälk donnerte. Massel, durchatmen, weitermachen. In der 19. Minute der nächste Aufschrei: Abermals fiel der Golffahrer Svanberg wie ein sterbender Schwan in unserem Strafraum zu Boden und forderte vehement einen Strafstoß. Schiedsrichter Schröder fiel GOTTSEIDANK nicht darauf rein. Aber ganz ehrlich, da wäre auch schon mal GELB für ´ne Schwalbe möglich gewesen. Nach einer halben Stunde können wir sagen, ein gerechtes Unentschieden. Die Wölfe mit mehr Ballbesitz. Aber ohne zwingende Chancen. Auch wir hatten nicht wirklich gefährliche Aktionen, waren aber gut im Spiel. Doch dann, praktisch mit dem Pausenpfiff: Das musste das 1:0 für Sachsenring Golfsburg sein! Diogo verzettelte sich im Umschaltspiel, blieb an der Mittellinie hängen, Wolfsburg schaltete schnell um. Marmoush kam auf der linken Seite durch, schob den Ball an Robin vorbei und lief allein auf Freddy zu. Vor unserem bärenstarken Keeper versagten ihm jedoch die Nerven, sein gezirkelter Schuss ging weit am Tor vorbei. Da hatten wir aber echt DUSEL!!! Halbzeit.
Anstoß Union Berlin. Gleich mit einem Handfreistoß. In den dann folgenden Minuten ging es hin und her. Die Matrosen unseres Admirals waren noch besser im Spiel als in Halbzeit eins! Dreifachwechsel in Minute 63: Timo für Danhilo, Paule für Rani und Gerome für Nico. Das Spiel blieb weiter spannend. Auch wenn es keine riesen Torchancen gab. Das wiederum änderte sich in der 70. Minute: Elfmeter für unsere Matrosen: Ein Konter unserer Mannschaft über die rechte Seite, im Strafraum gingen Aissa und Guilavogui zum Ball, verpassten diesen aber. Weil Guilavogui dabei unserem Spieler auf den Fuß trat, zeigte Schiedsrichter Schröder auf den Punkt. Josip nahm sich die Kugel. Sein Gesichtsausdruck war knallhart und entschlossen! Schieri Schröder gab den Ball frei und Josip zimmerte selbigen halbwegs mittig in die Maschen!!! 1:0 für uns!!! Der Jubel war grenzenlos! Aber noch waren lange 20 Minuten zu absolvieren. Dennoch, die Führung kam zum absolut perfekten Zeitpunkt. Admiral Fischer wechselte in der 77. Minute Janik für Aissa ein. Der ehemalige Hertha-Coach der Gastgeber nahm dann ebenfalls Wechsel vor. Und einer trug leider Früchte: Der Kullerball vom gerade eingewechselten Wimmer trudelte so vor sich hin in unser Tor. Der KICKER schrieb im Liveticker: „Der Youngster dribbelt in den Strafraum und legt dort zurück auf Wimmer, der aus dem Rückraum abzieht. Kaminski fälscht den Schuss noch ab, Rönnow ist ohne Chance.“ Naja, „ABZIEHEN“ war dann wohl doch etwas übertrieben. Bis zur 90. Minute dann ein offener Schlagabtausch! Die Nachspielzeit wurde mit 4 Minuten angezeigt. Diese überstanden wir schadlos. Immerhin, mal wieder auswärts ein Tor erzielt und einen Punkt aus Golfsburg mitzunehmen ist ja auch nicht ganz so schlecht…
Aber weiterhin gibt es absolut kein Verschnaufen. Am kommenden Donnerstag gilt es eine der bedeutendsten Schlachten unserer jüngsten Vereinsgeschichte zu bestehen: Rückspiel in Belgien bei Royale Union Saint-Gilloise. Zur Erinnerung: Das Hinspiel gewannen wir glasklar mit 3:3. Also alles ist möglich! Unsere Marines fiebern auf den Tagesbefehl und werden natürlich alles versuchen, diesen umzusetzen. In diesem Sinne
EISERN UNION

Ausflug nach Prag

LOGBUCHEINTRAG 2023-03-12

Es grenzt schon beinahe an ein kleines Wunder, was unsere tapferen Marines zu leisten imstande sind: Nur wenige Stunden nach der Schlacht in der Alten Försterei gegen die belgischen Unioner machten sie sich auf den weiten Weg nach Prag. Von langer Hand vorbereit, sickerte diese streng vertrauliche Feindfahrt nur einen Tag zuvor durch das große Internetz. Einzig der Geheimdienst witterte den Braten und schickte 2 seiner besten „SPITZEL“ als Überwachungsorgane mit. Für die beiden kampferprobten und erfahrenen wasserscheuen Zivilisten war diese Reise keine Jungfernfahrt. Sie waren sich schon ihrer besonderen Rolle bewusst. Und sie schlugen sich erwartet bravourös. Da es schier unmöglich ist, hier alle Details minutiös darzulegen, nun folgend stichpunkthaltig die elementarsten Erinnerungen. Beginnend mit den glasklaren Befehlen und Planungen von KaLeu Heller:

TAG 1

  • 0450 Abfahrt Leutnant Sekuh Memmingen HAUPTBAHNHOF
  • 0716 Abfahrt Marines mit Geheimdienst Berlin HAUPTBAHNHOF
  • 1135 Ankunft der nördlichen Truppenteile Praha „HLAVNÍ NÁDRAŽÍ
  • 1142 Einmarsch selbiger im „RESTAURACE RYCHLIK“ (leider kein Link, da keine Webseite)
  • 1217 Ankunft des süd-westlichen Alliierten Einzelkämpfers
  • 1222 Ein Moment, der hier nur sehr schwierig zu erklären ist. Der Moment, als unsere Marines nach monatelanger Trennung endlich wiedervereint waren. Diese Emotionen hier in schnöde Worde zu kleiden, nee, das schafft keiner. War das schön!!!
  • 1252 Gulasch mit Knedliky
  • 1333 Abmarsch zum Hotel „HENRIETTA
  • 1427 Ankunft „SAMARKAND
  • 1542 Ausflug zum einzigartigen Aussichtspunkt VYHLIDKA SKÀLA“ mit herrlichem Blick auf die „GOLDENE STADT“. An dieser Stelle muss erwähnt werde, dass bei dieser Exkursion erste Opfer zu beklagen waren. Jedoch bezogen sich diese lediglich auf BA-Gegenstände. In einer kurzfristig anberaumten Putz- und Flickstunde konnten so die gröbsten „Baustellen“ beseitigt werden.
  • 1725 Beendigung der Putz- und Flickstunde, Abmarsch in das „RESTAURACE KOBYLA
  • 1758 Vorspeise TARTAR
  • 1809 Hauptgang Rippchen
  • 2027 Aufbruch in die Bar „AMARULA“ (keine Verlinkung möglich, es gibt keine eigen Webseite)
  • 2228 Nachtruhe

Hier nun ein paar Fotos, die diesen ersten, sehr schönen gemeinsamen Tag ein wenig untermalen sollen:

TAG 2:

  • 0730 Wecken
  • 0740 Morgenappell
  • 0800 Frühstück
  • 0907 Im Gleichschritt Richtung „STAROPRAMEN-BRAUEREI
  • 1044 Betreten der METRO-Station „KARLOVO NÁMĚSTÍ
  • 1048 Ankunft METRO-STATION „ANDĚL
  • 1100 Aufstellung vor der Brauerei
  • Endloses Warten, erste Unmutsbekundigungen bezüglich Unterhopfung etc.
  • 1200 Gemeinsamer (sehr enttäuschter) Rückzug, da der tschechische Führungsoffizier uns einfach ignorierte. Soll heißen, es kam einfach niemand, der uns an den Geheimnisse der Brauerei teilhaben lassen wollte.
  • 1205 Die ersten Biere des Tages, serviert in der Bar „THE HOUSE“ im Prager Ortsteil Smíchov. Dazu eine Geflügelsuppe. Und der erste richtig kulinarische Höhepunkt des Tages: Bierbrand. Dazu wurden die Gläser explizit mittels Dampf gereinigt. Das hatte sich wirklich gelohnt! Unsere Marines zeigten sich etwas versöhnt nach der schmerzlichen Niederlage vor den Toren der Brauerei… Und selbst unser Seekadett war so begeistert, dass er ohne jeglichen Befehl zu sportlichen Höchstleistungen auflief!!
  • 1428 Bekanntgabe neuer Zielkoordinaten: 50,083546° N, 14,39505° E
  • Kurz vor dem Ziel leider ein paar kleine Differenzen bezüglich der Erklimmung des Aussichtspunkts. Die eine Einheit bevorzugte die körperlich bequemere Variante per Seilbahn. Einheit 2 entschied sich für die Eroberung des Gipfels auf dem Fußweg. Warum nun schlussendlich das gemeinsame Wiedervereinigung zunächst nicht stattfand, das konnte abschließend nicht beantwortet werden.
  • 1716 waren alle versöhnt. Gemeinsam ging es über die „KARLŮV MOST“ (KARLSBRÜCKE)
  • 1806 Erinnerungen kamen auf… Es ist ziemlich genau drei Jahre her, dass unsere Marines im „RESTAURACE ŠVEJK“ einen Bilderbuchauftritt hinlegten. Unvergessene Stunden! Dies zu wiederholen ist natürlich unmöglich. Und so begab es sich, dass unsere tapferen Marines weiterzogen. Dank TARTAR oder wahlweise Gulasch mit Knedliky waren alle gut gelaunt.
  • 2037 Unsere Marines erwartete eine völlig neue Herausforderung: Bier selber zapfen! Sie betraten „THE PUB„. Aber ja, was hier sehr dramatisch klingt, war am Ende keine allzu große Nummer. Bier zapfen war an diesem Tage eine der kleinsten Herausforderungen. Im PUB selbst dann Wiedersehensfreude mit Stuttgarter Fußballfans, die dort einen Junggesellenabschied feierten. Unser Leutnant hatte sie tags zuvor im Zug kennengelernt. Eine weitere Feier zelebrierten Münchener Zeitgenossen. Was dann in den nächsten zwei Stunden geschah, es ist unbeschreiblich! Was für ein Spaß, was für gemeinsames Liedgut… Ich denke, dieser Teil des Tages wird sich bei ALLEN eingebrannt haben! Aber irgendwann ist auch mal Schluss. Schließlich mussten unsere Helden ja noch bis zum Hotel.
  • Daher Verlassen des PUBS um 2227.
  • Mit der TRAM bis KOBILYSI. 2302 ein erster Scheidebecher im „AMARULA
  • 2358 tatsächlich der ultimative Scheidebecher. Zumindest für die Führungsoffiziere.
  • 0014 hatte der KaLeu für beide Bettruhe befohlen.
  • Der Rest sollte sich ruhig noch austoben! Die letzten Gefechte waren hart und hinterließen ihre Spuren. Aber auch um
  • 0130 ging bei ihnen die Lichter aus.

Und so sah Tag 2 in Bildern aus:

TAG 3:

  • 0730 Wecken
  • 0740 Morgenappell
  • 0800 Frühstück
  • 0904 Start zur METRO
  • 0949 Verabschiedung Leutnant Seku
  • 1600 Kommando NORD wieder im Heimathafen
  • 1715 Ankunft Brigade Süd.

Kleines Fazit: Eine absolut gelungene Feindfahrt! Ein GAAAAANZ Großes DANKESCHÖN geht an unseren Maat Christian! Alles organisiert, finanziell ruiniert…
Und für die nächste Alktourstour können ja alle schon mal üben:
„Ukončete prosím výstup a nástup, dveře se zavírají.“

Viel Zeit zum Erholen bleibt nun aber nicht. In nur wenigen Minuten heißt es vor der Glotze unsere Fußballer beim Auswärtsspiel in der Golfstadt zu unterstützen. LOGBUCHEINTRAG dazu folgt!
EISERN UNION

Europa-League Achtelfinale Hinspiel

LOGBUCHEINTRAG 2023-03-09

Und täglich grüßt das Murmeltier… Im Achtelfinalhinspiel der Europa-League trafen wir abermals auf unsere belgischen Namensvetter UNION SAINT-GILLOISE. Bereits in der Gruppenphase trafen wir auf selbige Mannschaft. Wir schrieben den 08.09.2022, als unsere Fußballgötter erstmalig unseren heiligen Rasen betraten, um die ERSTE SCHLACHT IN DER EUROPA-LEAGUE zu kämpfen. Nun gut, wir verloren bekanntermaßen schmerzhaft mit 0:1. So ziemlich alle „Experten“ waren sich sicher, dass wir die Gruppenphase niemals überstehen werden. Weiter vier Schlachten standen an, bevor wir die Chance auf eine Revanche in Belgien hatten. Die Matrosen um Admiral Fischer mussten zunächst eine Niederlage in Braga verdauen. Dann ging es am 06.10.2022 nach Malmö. Auswärtssieg! Nur eine Woche später abermals ein 1:0 Sieg gegen die Schweden. War da etwa doch eine klitzekleine Chance? Als wir Braga am 27.10.2022 2:1 besiegten, bestand die Chance auf ein Weiterkommen. Voraussetzung jedoch ein Sieg in Belgien. Und siehe da, am 03.11.2022 gewannen unsere Helden mit 1:0 in Brüssel. Damit sicherten sie sich und uns ein Überwintern in diesem Wettbewerb. SENSATIONELL!! Die Auslosung des Achtelfinales ergab nun ein Wiedersehen beider Union-Teams. Und auch heute hatten wir zunächst ein Heimspiel. War das ein gutes Omen? Soviel zum Thema Murmeltier.
Selbstredend gab es auch für den heutigen Tag einen Tagesbefehl. KaLeu Heller ließ die seinigen Truppen pünktlich um 0730 zum Morgenappell antreten und verkündete folgenden Tagesbefehl:

Und dieser Tagesbefehl beinhaltete eine Information, die an und sich und für der äußersten Geheimhaltung unterlag. Dazu später mehr. Alle Marines meldeten sich dienstbereit. Der Tagesbefehl war klar strukturiert und unmissverständlich! Es konnte also losgehen. Eine Frage stellte sich dennoch: Würde es der KaLeu überhaupt schaffen, aus dem tiefverschneiten Zeuthen pünktlich im Stadion zu sein? Oder wollte er seinem tapferen Leutnant einfach nur beweisen, dass es im Nord-Osten mehr Schnee gibt als im Vorderland des Allgäus? Es bleibt wahrscheinlich sein Geheimnis.

Genug der Einleitung. Kommen wir zum eigentlichen Thema: Hinspiel im Achtelfinale der Europa-League gegen Union Saint-Gilloise. Ja, wir schreiben den 09. März des Jahres 2023. Das, was wie ein Traum erscheint, ist einfach Tatsache. Wir spielen im zweithöchsten Wettbewerb, den Europa zu bieten hat. Achtelfinale daheim. Abendspiel. Flutlicht. Pieselwetter. Alles ideale Voraussetzungen für unsere Matrosen. Anstoß 1845. Alle Marines waren auf den ihnen zugeteilten Posten. Dann urplötzlich zog „NEBEL“ durch die Försterei.

Schiedsrichter Orel Grinfeld aus Israel führte die Teams aufs Feld. Unsere Mannen begannen sehr mutig. Mit viel Ballbesitz drängten sie unsere Gäste in die eigene Hälfte. Ein erster Aufreger in Minute 9: Einwurf Josip. Der Ball kam zurück und er konnte flanken. Das Spielgerät fand Sherry, der mit einem Aufsetzer aus gut zehn Metern Keeper Moris prüfte. Der setzte zur Flugeinlage an und klärte zur Ecke. Sehr guter Auftakt! Nächste Chance in Minute 16: Die Ecke war nahezu sensationell! Josips Flanke fand Kevin am Fünfmeterraum, dessen Kopfball sich in Richtung zweitem Pfosten drehte. Moris konnte zunächst parieren, hatte jedoch Probleme den Ball zu sichern. Im Nachfassen war der Keeper von den Gast-Unionern zur Stelle. Ein sehr munterer Auftritt unserer Jungens! Schockstarre in Minute 28: Ein abgefälschter Schuss landete unhaltbar für Freddy in unserem Tor. Verdammte Axt. Das tat nun wirklich nicht Not!!! Unsere Mannschaft brauchte einige Minuten, um sich wieder zu fangen. Sie übernahm wieder die Kontrolle. Die Belgier zogen sich in ihre eigene Hälfte zurück. Die Halbzeit bahnte sich an. Aber unsere Matrosen hatten da noch ein Schmankerl in petto: Minute 42: Gut 18 Meter vor dem Tor lag der Ball zum Freistoß bereit. Josip zirkelte die Murmel haarscharf über die Mauer und setzte ihn perfekt in den linken oberen Torwinkel. Dann war Halbzeit.
Anpfiff zur zweiten Halbzeit um 1949. Das Wetter blieb weiterhin ungemütlich. Zunächst beidseitiges Abtasten. Dann jedoch Jubel bei den Gästen. In der 58. Minute Konter der Belgier. Der Ball abermals in unseren Maschen. Fuck!!! Admiral Fischer wechselte dann in Minute 63: Jordan für Kevin und Aissa für Janik. Und die beiden legten mal so richtig los. Motiviert bis unter die Haarspitzen. Und so kam es in der 67. Minute zu folgender Situation: Ecke Union Berlin. Der Ball sprang einem Belgier an den Arm. Der VAR schickte den Schiedsrichter zum Fernseher. Es brauchte nicht auch nicht lange, bis dieser auf Elfmeter entschied. Logo, Robin trat an. Wie schon so oft! Seinen Schuss konnte der belgische Keeper zwar abwehren, aber unser Verteidiger war sofort zur Stelle und zimmerte den Ball in das Tor! Ausgleich! Aber noch waren ja 23 Minuten zu spielen. Plus Nachspielzeit. Unsere Gäste schienen nicht sonderlich beeindruckt. Nur 3 Minuten später gingen sie schon wieder in Führung. Watt waren die stur… Zum Mäusemelken!!! Dreierwechsel in Minute 77: Nico für Trimmi, Svenne für Sherry und Jamie für Morten. Wir alle überlegten, ob ein 2:3 eventuell doch ein ganz gutes Ausgangsergebnis für das Rückspiel am nächsten Donnerstag in Belgien sei. Und dann kam ER. Dann kam Svenne!! Unser Stürmer nahm den Pass des (Gast-) Unioners dankend an, legte sich den Ball auf den rechten Schlappen und zog ab. TOR, AUSGLEICH, WAHNSINN!!!! Was für eine Partie? Die Gäste gingen dreimal in Führung! Und unsere Jungs kamen immer wieder zurück. Am Ende steht ein 3:3. Danke an Svenne für den späten Ausgleich! Damit stehen die Chancen nicht so schlecht. Wir haben ja schon einmal in Belgien gewonnen. Aber auch ein RIEEEEESEN DANK an alle anderen. Zuerst Admiral Fischer, KaLeu Heller und unserer wahnsinns-CREW!!!
Nachtrag: In der Einleitung dieses Logbucheintrages wurde angerissen, dass der Tagesbefehl Informationen enthielt, die eigentlich strengster Geheimhaltung unterlagen. Ganz konkret: Der KaLeu erwähnte in selbigem ein Treffen in Tschechiens Hauptstadt. Bis gestern streng geheim! Selbst Admiral Fischer hatte keinen Schimmer von unserem Alleingang. Aber was war der Grund dieser radikalen Maßnahme? KaLeu Heller erkannte, dass wir nach drei sieglosen Partien etwas tun müssen. Vor allem, dass unsere Matrosen in besagten Spielen kein einziges Tor erzielt haben. Ok, das mit den NULLTOREN war vor dem heutigen Spiel. Unsere Marines werden sich morgen Marines auf den Weg machen. Ziel ist Prag! Gemeinsam wird das weitere Vorgehen unserer Flotte abgestimmt werden. Im nächsten LOGBUCHEINTRAG wird von diesem konspirativen Treffen zu berichten sein.
EISERN UNION

Punktgewinn gegen die Domstädter

LOGBUCHEINTRAG 2023-03-04

Es ist schon irgendwie verrückt! Aber im Textilvergehen vom Donnerstag schrieb ein User:
„Zum derzeitigen „Leistungs-Knick“ möchte ich ergänzen, dass die Niederlage letzte Woche zu einem neuen und laufenden Saison-Negativrekord bei uns geführt hat. Union hat nun erstmals diese Saison 2 (Liga-?) Spiele am Stück nicht gewonnen. Es geht also merklich bergab mit unserem Team und ich weiß nicht, wo das enden soll?…“
Ein jeder, der diesen Beitrag liest und so n bissel Unioner-Blut in sich trägt, der weiß sehr wohl einzuordnen, dass da ein klitzekleiner Hauch von Ironie mit von der Partie war! Aber ja, WIR haben aus den letzten beiden Bundesligapartien lediglich einen Punkt geholt. Und dabei nicht ein einziges Tor erzielt. Richtig ist auch, dass unsere Matrosen in diesen Spielen nicht ihre Stärken abrufen konnten. Was also blieb unseren ranghöchsten Offizieren weiter übrig, als diese Situation zu analysieren und die entsprechenden Maßnahmen zu ergreifen. So begab es sich, dass Admiral Fischer, Vizeadmiral Ruhnert und KaLeu Heller in einer Krisensitzung folgende Beschlüsse gefasst haben:
1. Ein neuer Rasen muss her. Mit Markierungen, die strengster Geheimhaltung unterliegen. Verantwortlich KaLeu Heller.
2. Vizeadmiral Ruhnert überwacht die Vermessungsarbeiten und gibt klare Anweisungen, wie der Rasen vor Spielbeginn zu präparieren sei.
3. Admiral Fischer trägt die alleinige Verantwortung, seine (unsere) Matrosen auf dieses verdammt schwierige Spiel vorzubereiten und den schlagkräftigsten Flottenverband in die Schlacht zu schicken.
4. Punkt 1 war für KaLeu Heller natürlich ein absolutes Highlight. Er macht das ja irre gerne. Aber das war noch lange nicht alles. Admiral Fischer und Vizeadmiral Ruhnert befahlen ihm, auch die Marines wieder zu motivieren, an den strategisch entscheidenden Orten einzuteilen und nicht nur Leutnant Seku in das Stadion zu beordern. Dieser solle lieber die Iller sichern und die wirklich wichtigen Aufgaben den kompetenteren Marines überlassen. Klar, der Leutnant war not amused, aber das zählt natürlich alles nicht! Auch er hat sich den Interessen und Zielen ALLER unterzuordnen!!! Und: BEFEHL IST BEFEHL!!! Stichwort Befehl. Punkt 0717 war Morgenappell und der folgende Tagesbefehl wurde vom KaLeu Heller kundgetan:

Die nun folgenden Fotos belegen ganz deutlich, dass unsere Marines die heutige Aufgabe sehr-sehr ernst nahmen.

Ja nun, da war es also angerichtet. Der Rasen präpariert, die Marines im Anflug zur Försterei. Auch wenn der Rasen optisch etwas zu wünschen übrig ließ… Es war es zu erwarten, dass unsere Gäste mit ihrem in Berlin-Köpenick wohnendem Cheftrainer hier in unserem Wohnzimmer nicht als lustiger Karnevalsverein 3 Punkte so mir nichts, dir nichts da lassen würden. Genau so kam es dann auch. Und es ist leider so, dass hier und heute keine Dramatisierung das Spiel aufwerten würde. Dennoch ein paar Eckdaten:
Anpfiff um 1530. Schiedsrichter Tobias Stieler. In den ersten 10 Minuten Union klar überlegen. Bis dahin aber keine allzu große Gefahr vor des Gegners Tor. Nach 14 Minuten wurde unser Leutnant etwas ungehalten: Herr Stieler pfiff nicht gerade unionfreundlich, um es hier mal vorsichtig zu formulieren. Diese Tatsache fand dann in Minute 19 ihren traurigen Höhepunkt: Mustergültiger Konter der Kölner. Nach Ballgewinn von Schmitz sprintete Maina rechts entlang und passte auf Ljubicic, der nach Ballan- und mitnahme aus halbrechter Position aus 13 Metern das linke Eck um Zentimeter verfehlte. Soweit, so gut. Aber der Balleroberung ging eine klare Unsportlichkeit voraus: Der ballerobernde Göllner konnte nur deshalb den Ball erobern, da er unseren Verteidiger ins Gesicht schlug. Dieser ging ko zu Boden und brauchte dann erstmal ne ganze Weile, um die Orientierung wiederzufinden. Fairerweise muss nun aber auch erwähnt werden, dass das Schiedsrichtergespann fortan einen guten Job machte. Und obwohl sich beide Mannschaften nichts schenkten, es blieb bis zur Halbzeit ein absolut faires Spiel! Kurzes Fazit: Unsere Matrosen machten ein ordentliches Spiel. Mehr Ballbesitz, etwas klarer vor Kölns Tor. Aber so richtig zwingend war es noch nicht.
Weiter. 1633. Zur 2. Halbzeit kann eigentlich nur gesagt werden, dass unsere Gäste sehr aktiv waren! Ein absolut sehenswerter Auswärtsauftritt. Ein ums andere Mal hatten wir es unserem Freddy zu verdanken, dass die „NULL“ stand!!!! Und wir selbst kamen eigentlich nicht so wirklich richtig vor das Tor der Kölner. Und so endete die Partie am Ende 0:0. Beide Trainer sprachen in den Interviews von einer gerechten Punkteteilung. Wir Marines denken jedoch, dass wir heute viel Dusel hatten und Punkt Nummer 44 sehr gerne mitnehmen. Denn nach 23 gespielten Partien stehen wir mit dieser Punktausbeute auf Platz 3 der Bundesliga! Auch wenn wir nun (mal pessimistisch betrachtet) aus den letzten Spielen „NUR“ 2 Punkte holten und dabei auch kein einziges Tor erzielten, bleibt es auch weiterhin ein absoluter Traum, was wir in den letzten Monaten erleben durften. Und wir träumen sehr-sehr-sehr gerne weiter. Aber mal ganz ehrlich, es macht irre viel mehr Spaß, von einer Europa-Pokal-Schlacht an einem Donnerstagabend zu berichten. Wind, Regen, Flutlicht. Dazu ein Gegner aus Amsterdam. Und eine Mannschaft, die bewaffnet bis unter die Zähne alles gab. 90 Minuten vollster Einsatz.
So geht es unaufhaltsam weiter: Am Donnerstag (09.03.2023) um 1845 empfangen wir die Belgier von Union Saint Gilles in der Europa-League zum Hinspiel im Achtelfinale. Unser Logbuch wird dann an diesem Abend um einen Beitrag reicher sein!
EISERN UNION

Marines, ab zum Zahnarzt!

LOGBUCHEINTRAG 2023-02-24

Heute nun war es mal wieder soweit: Unsere Marines mussten zur zahnärztlichen Prophylaxe. Alle Jahre wieder. Und das nach einem sensationellen Europapokalabend. Na, ob das wohl der richtige Zeitpunkt war? Oder würde der Herr Doktor noch bei nahezu allen Protagonisten starken Restalkohol riechen müssen? Immerhin bestand die Gefahr, dass einige unserer Besatzung an Skorbut erkrankt seien. Die letzten Feindfahrten waren aber auch sowas von anstrengend!! Selbstredend gab es für diesen heutigen Abend vom Führungsstab einen Tagesbefehl:

Ob nun tatsächlich Skorbut, oder doch nur schlechte Zahnpflege durch das gestrige Highlight festgestellt wurde, oder ob es überhaupt zu irgendwelchen zahnärztlichen Untersuchungen kam, hier nun alle alle Details für unser Logbuch:

Unser Seekadett Nussimann zeichnet für die nun folgende Berichterstattung verantwortlich:

Veranstaltungsbericht von Seekadett Nussbücker

„Zum zweiten Mal hatte uns Marine-Stabsarzt Dr. Henry unter oben genanntem Motto in seine heiligen Hallen geladen. Als ich diese zusammen mit meiner Liebe kurz nach 16.00 Uhr betrat, herrschte dort bereits reges Treiben. Wohin ich sah, überall Marines, vornehmlich die Mitglieder unseres U-1966, in Begleitung ihrer zumeist zivilen Gäste.

Unverzüglich meldete ich mich bei KaLeu Heller, um erste Order zu empfangen: Punkt 17.00 Uhr feierliche Begrüßung aller Anwesenden. Ich nutzte diese Gelegenheit, um Marines wie Gäste herzlich willkommen zu heißen und denen zu danken, die in besonderem Maße diese Veranstaltung ermöglicht hatten. Da war zum ersten unser Gastgeber Dr. Henry, der es sich auch dieses Mal nicht nehmen ließ, im Laufe des Abends die medizinisch-technische Sicherstellung zu verantworten.

Christl & Peter von der Meckatzer Brauerei standen auch dieses Mal für das leibliche Wohl gerade. Mit kundigen Händen und sehr viel Liebe schenkten sie den gesamten Abend über köstlichstes Helles sowie Bock aus dem Hause Meckatzer aus. Ein hartes Stück Arbeit, denn Qualität wie Köstlichkeit des Gezapften sorgte dafür, dass beide Zapfhähne unter Dauerbetrieb standen.

Um das Nicht-flüssige leibliche Wohl sorgte sich, ebenfalls in bewährter Professionalität und zugleich liebevoller Hingabe, Obermaat Pfannschmidt von unserer Basis Marinehaus an der Jannowitzbrücke, unmittelbar über dem Anleger unsres U-1966 gelegen. Bockwurst, Gürkchen, Brot, Salz und feinstes Schmalz umfassen nur sehr ungenügend das Wirken meines unmittelbaren Vorgesetzten.

Cartoonist Sam Paff, Praktikant auf unserem Schwesterschiff MS Viktoria, war erneut für die künstlerisch hoch wertvolle Gestaltung der Einladungskarten zu danken. Wie wunderbar, dass er dieses Mal persönlich anwesend sein und mit seinem unverwechselbaren, aus tiefstem Herzen kommenden Humor zum Gelingen dieses Abends beitragen konnte.

Das literarische Programm spannte einen weiten Bogen aus den End-Zwanzigern des 20. Jahrhunderts bis hin zur lichten Zukunft unseres Planeten 1000 Jahre nach dem Ende unserer menschlichen Zivilisation: Zunächst las Maja Lopatta zusammen mit ihrem Sohn Chris, in Unioner-Kreisen bekannt als Lopez, aus ihrer jüngst erschienenen Autobiografie „Das Leben ist ein Geschenk“. Mutter und Sohn spielten einander gekonnt und nicht ohne Liebe die Bälle zu, wobei sehr schnell klar wurde: Der Titel von Majas auf steten Druck ihres Sohnes verfassten Buches hätte treffender nicht gewählt sein können. Die Nase stolz erhoben, ohne jemals auch nur eine Spur hochnäsig zu sein, ging diese Frau die ersten neuneinhalb Jahrzehnte ihres irdischen Daseins an. Ob Flucht, finanzielle Not, ihre heiß geliebte Arbeit als Chefredakteurin der Fachzeitschrift für die Unterhaltungskunst – in jeder Faser besticht diese Frau durch ihren herzlichen Optimismus wie ihre unbedingt positive Lebensfreude, von der sie uns Zuhörenden jede Menge abgab – als Geschenk!

In der zweiten Runde lasen, nach einer angemessenen Pause mit Speis, Trank & Gesprächen, meine Liebe namens Anke und ich aus unserem Roman „Der Rheaner“. Ganz sicher geleitet uns diese Lesung ein gutes Stück in Richtung jener Druckfassung, in der unser Buch eines Tages den Weg zu seinen Lesern finden wird.

In einer dritten Runde durfte ich dem Publikum ein Kapitel aus meinem jüngst erschienen Union-Buchs „Eisern nach oben“ vortragen. Dabei wurde wie alle zuvor Vortragenden unterstützt von Stabsarzt Dr. Henry, der den gesamten Abend über für bestes Licht sowie die jeweils genau passende Leseposition sorgte und stets eine im medizinischen Sinne optimale Getränkeversorgung der Lesenden achtete.

Nach getaner Arbeit durfte er sich höchstselbst auf den Behandlungsstuhl begeben, um sich von Prof. Dr. h.c. Sam in einer hochgradig präzisen Routineuntersuchung durchchecken zu lassen. Somit konnten am Ende alle Beteiligten bei bester Gesundheit, wohl genährt wie beschwingt des Stabsarztes heilige Hallen verlassen, bis zur nächsten Routineuntersuchung in einem Jahr.“

Ein Logbucheintrag, der es mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit in die TOPP TENN aller Einträge schaffen wird! Da tut es mir als Moderator umso mehr weh, dass ich abermals Friedenswacht im inzwischen verschneiten Unterallgäu halten musste. Immerhin konnte ich so einen kleinen Beitrag leisten, dass die Untersuchungen in keiner Sekunde von feindlichen Truppenaktivitäten gefährdet waren. Auch ein kleiner Trost!

Europa-League-Rückspiel gegen Ajax

LOGBUCHEINTRAG 2023-02-23

Es ist nun auf den Tag genau vier Tage her, dass wir gegen das Schlusslicht der ERSTEN (!!!) Fußball-Bundesliga „lediglich“ 0:0 spielten. Erste Konsequenzen waren heftigste Diskussionen im COE 2.0. Der KaLeu beschrieb die Situation am nächsten Tag wie folgt:
„Ich begab mich nach dem Spiel ins Coe 2.0, wo Nussi bereits mit dem berüchtigten Bananensaft wartete. Er philosophierte von schlechten Bodentruppen, fehlender Luftunterstützung und unfairen gegnerischen Kämpfern. Er forderte mehr Abstimmung in und mit der Admiralität. Diese Jacke musste ich mir dann auch anziehen. Der Abend war also insofern erfolgreich, weil lehrreich. Hier gibt es also Reserven, die wir unbedingt erschließen müssen. Die Zeit drängt und Amsterdam ist im Anmarsch ! Wir haben nur eine kurze Zeit zur Vorbereitung, Kräfte sammeln und Vorräte auffüllen. Frisch ans Werk und den Donnerstag zu unserem Tag machen. Am Ende werden wir Siegen und ewig leben usw…. Ahoi!“
Wer unseren KaLeu kennt, der weiß nur zu gut, dass er ein Mann der Taten ist, dass berechtigte Kritik sofort sein Hirn aktiviert und alsbald Lösungen gefunden werden müssen! Das ist für die Crew nicht immer einfach, aber der „ALTE“ ist eben der Chef und die ruhmreichen Erfolge der letzten Jahre sind ja wohl definitiv nicht von der Hand zu weisen! Daher wurde also kurzerhand vom KaLeu die U-1966 Airforce-One als Prototyp entworfen. Wo uns das Alles noch hinführen wird, nun, wir warten mal in aller Ruhe ab.

Soweit der Rückblick auf die letzten Tage in unserem aufregenden U-Boot-Leben. Denn viel Zeit blieb nicht zwischen dem „Schalke-Debakel“ und dem heutigen Rückspiel gegen Ajax. Dass der heutige Tag ein ganz besonderer werden sollte, spürten unsere Marines bereits um 0526! Der KaLeu ließ die Crew antreten und kam sofort zum Tagesbefehl 09/2023:

Da auch unsere Marines diesem heutigen Abend entgegenfieberten, war dieses frühe Wecken natürlich absolut kein Problem! Die Stiefel geputzt, die Käppis saßen perfekt, die Uniformen frisch gebügelt. Dazu 5 Euro im Geldbeutel, Kamm dabei, ein Kondom sowieso… Der KaLeu war abermals stolz auf seine Crew!!! Also unsererseits schien alles vorbereitet. Nun war es keinem Geringerem als Admiral Fischer vorbehalten, die Matrosen auf diese sagenhafte Schlacht vorzubereiten. Hier nun eine kleine Fotogalerie zur Anreise unserer Marines:

Nun aber zum Spiel. Unser Leutnant hatte ein ganz besonderes Ass im Ärmel: Seine Mutti, wohnhaft in Ottobeuren, hatte nun auch endlich mal die Gelegenheit, ein Unionspiel live im TV zu kieken. Ihre Aufregung war natürlich riesengroß. Der Leutnant erklärte ihr kurz den Tagesbefehl und dass sie auf Befehl des KaLeu einen Vor- oder Nachtor-Rum zu trinken habe. Zwischen diesen Trinkaktivitäten sollte stets ein Meckatzer griffbereit sein. Kleinlaut musste sie zugeben, dass beides gerade nicht vorrätig sei, sie es mit Rotwein versuchen würde. Naja, ob das mal gutgehen würde? Ein Versuch war es allemal wert!! Kurz vor Spielbeginn bombardierte sie weiter unablässig unseren Leutnant mit handynachrichten. Dieser jedoch ließ sich nicht beeindrucken und ermahnte Mutti nach 3 Spielminuten zur absoluten Funkstille. Natürlich sachlich, aber bestimmt. Der Feind aus Amsterdam sollte nichts von der heimlichen Verstärkung erfahren. Und Mutti Leutnant hielt tapfer durch! Also bis zur Halbzeit. Doch bis dahin passierte so einiges:
Schiedsrichter Ricardo de Burgos aus Spanien führte die Teams aufs Feld. Anstoß pünktlichst 2100. Die Gäste aus Amsterdam gewannen die Platzwahl und so begab es sich, dass wir in Halbzeit 1 auf das „Zuckertor“ spielten. War das ein gutes Omen?
Nach 10 Minuten ein kleines Fazit: Ajax optisch überlegen, unsere Truppenteile gewohnt früh anlaufend mit absoluter Abwehrdisziplin. somit blieben erste Torchancen Mangelware. In der 16. Minute gab es die erste Ecke für unsere Mannschaft. Nur eine Minute weiter gab es „GELB“ für Ajax. Dann eine Flanke auf zweiten Pfosten, wo sich Danilho hochschraubt und die Kugel Richtung Tor köpfte. Aber auf dem Weg des Balles in das Tor war urplötzlich eine holländische Hand. Jeder hatte es gesehen! Ob im Stadion, im TV, selbst in Timbuktu. Wo auch immer. Klarer Elfer. Nur der Schiedsrichter, der freie Sicht auf diese Aktion hatte, bewertete die Situation als nicht strafstoßwürdig. Doch dann meldete sich der VAR und zitierte den spanischen Spielleiter zum Fernseher. Es ist noch immer nicht klar, warum er da gefühlte 95 Minuten auf die Glotze starrte. Die Situation war aber so was von eindeutig. Schließlich revidierte er seine erste Entscheidung und gab den Elfer für uns. Eine äußerst geniale Gelegenheit, hier mit 1:0 in Führung zu gehen! Unser Robin nahm sich des Spielgerätes an und stapfte zum Punkt. Rudelbildung und bockige Holländer sollten unseren sichersten Elfmeterschützen wohl einschüchtern. Pah, da müssen aber andere Geschütze aufgefahren werden! So ein bissel Larifari lässt doch unseren Robin aber so was von kalt! Er drosch das Leder eiskalt in die Maschen. Ok, irgendwelche selbsternannten „Experten“ (ich schmeiß´ mich weg vor Lachen) faselten irgendwas von Glück. Selbst der Kicker ließ sich dazu hinreißen. Ohje, arme Journaille… Ich bin der felsenfesten Überzeugung, dass Robin den Schuss absichtlich halbhoch ansetzte, um den Gästen zu demonstrieren: Seid doch bockig, macht Rudelbildung, ist mir völlig rilleralle! Ich werde euren Keeper schon demütigen. Lirumlarum, wir führten 1:0. Und das ist das, was am Ende zählt!
Weiter ging es also. Danilho kassierte dann wie auch schon im Hinspiel den „Gelben Karton“. Bis zu Minute 40 passierte dann nicht wirklich viel. Ajax bemüht, Union konsequent im Abwehrspiel. Selbst Sherry und Beere ackerten wie blöd nach hinten. Doch dann das: Die bis dato beste Chance für Ajax! Über die rechte Seite konnten sich die Niederländer in den Strafraum kombinieren. Nach Doppelpass hatte Rensch rechts viel Platz und gab scharf nach innen zu Kudus, der freistehend aus fünf Metern am Tor vorbeischoss. Zuvor stand der Ghanaer im Abseits, ein Treffer hätte demnach nicht gezählt. Hui, durchatmen. Nur drei Minuten später war es dann soweit: Der Ball zappelte in unserem Gehäuse. Ballverlust im Aufbauspiel. Schnelles Umschalten von Tadic. Den ersten Abschluss von Bergwijn konnte Freddy parieren, legte die Kugel aber genau vor die Füße Kudus. Der Ghanaer musste nur noch über die Linie schieben, stand bei Bergwijns Abschluss aber Zentimeter im Abseits. Mensch war das wieder spannend!!! Aber der direkte Gegenzug sorgte für die völlige Ekstase: Eine Flanke von links rutschte erst durch, doch Janik machte am rechten Strafraumeck den Ball fest. Nach der Ablage in den Rückraum legte sich der eingerückte Josip den Ball auf den linken Fuß und zirkelt ihn auf den zweiten Pfosten. Eigentlich zu unplatziert, doch dem argentinischen Schlussmann rutschte die Kugel über den Handschuh und ins Tor. Diesmal kein Abseits, kein VAR, reinweg gar nichts! Das Tor zählte und wir führten 2:0!!!!! Und das praktisch mit dem Halbzeitpfiff. Verrückt! Was ´ne Stimmung inne Försterei und an den heimischen Fernsehgeräten.
Weiter dann um 2204. Mit diesem 2:0 im Rücken hatten wir für das letzte Viertel (beide Spiele zusammengenommen) eine unfassbar gute Ausgangssituation! Aber würde dieses Ergebnis reichen? Oder würde Ajax noch einmal zurückkommen? Und siehe da, nach nur zwei Minuten stand es nur noch 2:1 Kudus traf mit einem Linksschuss. Na so ein Scheiß aber auch. Das war doch wirklich nicht nötig! Wie reagierten unsere Matrosen? Hatten sie plötzlich die Hosen voll? Denkste Puppe, gleich ab die Post nach vorne! Ecke, Kopfball, Tor. Rums, das ging ja mal flott und es stand 3:1!!! Die Ecke kam auf den zweiten Pfosten, von wo aus Danilho per Kopfball erfolgreich war. So richtig fassen konnte es keiner unserer Marines. Dennoch lagen sich die Fans voller Glückseligkeit in den Armen. Also sofern dies überhaupt möglich war. Denn potentielle Tatortzeugen berichteten später von einer aus allen Nähten platzenden Försterei. Sie fühlten sich wohl wie Sprotten inne Dose. Na das war ja mal ein fulminanter Start in die zweite Halbzeit. Diese beiden Tore öffneten nun alle Tore für einen offenen Schlagabtausch. Es ging hin und her. Aber so richtig Torgefahr kam dennoch nicht zustande. Doppelwechsel in der 64. Minute: Jordan für Beere und Morten für Aissa. Danke an Beere und Aissa. Was ihr geackert habt, JENAU DITT ISS UNION!!!!!!! Stellvertretend für den weiteren Spielverlauf eine Szene aus der 72. Minute: Rani gewann in der eigenen Hälfte den Ball und suchte Sherry, der diesmal jedoch nicht an Bassey vorbeikommt. Unser Stürmer blieb aber am Ball, kontrollierte diesen und verschaffte somit seinen Kollegen eine Verschnaufpause. Noch ne Viertelstunde beten, hoffen, anfeuern. Dazu, wem es denn möglich war, Bier, Rum und Rotwein konsumieren. EIN WAHNSINNS-DANKESCHÖN an Sherry, für den in der 85. Minute der Arbeitstag beendet war. Völlig platt kroch er vom Geläuf. Die Nachspielzeit wurde mit vier Minuten angezeigt. Unsere Gäste schienen zu merken, dass ihr heutiger Gegner eine Nummer zu groß war. Sie kamen zu keinen Chancen mehr. Admiral Fischer wechselte dann noch Trimmi (für Josip) und Nico (für Jerome) ein. Nach dann doch insgesamt sieben Minuten Nachspielzeit war es dann endlich soweit:

WIR STEHEN IM ACHTELFINALE DER EUROPA-LEAGUE!!!!!

Grenzenloser Jubel in Berlin-Köpenick, in Ottobeuren bei Mutti Leutnant, in Woringen beim Leutnant, und was weiß ich nicht wo noch überall. Was für eine unglaubliche Donnerstag-Abend-Schlacht. Aber viel Zeit bleibt nicht: Am Sonntag erwarten uns die Bayern. Diese hatten keine „Englische-Woche“. Sind daher ausgeruht und werden unseren Europakämpfern so einiges abverlangen. Und die sich daran anschließenden Aufgaben machen die Sache beileibe nicht einfacher: Erwähnt seien hier nur mal folgende Daten:
– Stammtisch
– Bundesliga gegen Köln (Baume, wir freuen uns uff dir!!)
– Europa-League Achtelfinale Hinspiel
– Bundesliga in Golfsburg
– Europa-League Achtelfinale Rückspiel
– Bundesliga gegen Eintracht Frankfurt
Und so weiter und so weiter. Und immer weiter. WIR WOLLTEN ES JA SO!!!

EISERN UNION

Chance auf die Tabellenführung gegen Schalke 04

LOGBUCHEINTRAG 2023-02-19

Es ist doch wirklich nicht in Worte zu fassen: Wir schreiben den 19. Februar des Jahres 2023. Nach dem wirklich beherzten Auftritt in der holländischen Tulpenstadt hatten wir die einmalige Chance, mit einem Sieg gegen die Knappen aus Gelsenkirchen die Tabellenführung in der ERSTEN FUSSBALL-BUNDESLIGA zu erobern. Die Fohlen aus Gladbach besiegten gestern den Ligaprimus mit 3:2. Es ist unglaublich!! Aber konnten unsere Matrosen den Schalter nach Amsterdam umlegen? Konnte unser Admiral unsere Matrosen abermals zu einer Höchstleistung motivieren? Hatte unser KaLeu erneut ein gutes Händchen für entsprechende RUM-Maßnahmen? Wie auch immer, PUNKT 0833 ereilte unsere Marines folgender Tagesbefehl:

Nach diesem Tagesbefehl machte sich ein wenig Unruhe breit. Warum auch immer. Eigentlich war alles ganz klar befohlen. So kam beispielsweise die Frage auf, wer denn „Birgut“ sei. Eine andere Ungereimtheit war der Einsatzort unserer Marines. Weiterhin wurde erkannt, unser Seebär, der KaLeu, wirke heute „…sehr angespitzt und wird bei einer Exerzierbesichtigung wohl zum Helm auch die Sonnenbrillen sehen wollen…“ Na hoppa, was war denn da los heute in unseren sonst so ruhigen, überlegten Gewässern? War denn S04 wirklich DER SCHRECKEN schlechthin? Kaum vorstellbar. Immerhin hatten unsere heutigen Gäste gerade einmal 12 Punkte auf der Habenseite zu verzeichnen. Die Matrosen um Admiral Fischer jedoch hatten die einmalige Gelegenheit, am kommenden Sonntag als SPITZENREITER (!!!!!!) in die Allianz-Arena in Münchens Nord-Osten zu reisen. Unwahrscheinlich diese Tatsache, nahezu unfassbar. Doch dazu bedurfte es am heutigen Sonntag eines Sieges gegen das aktuelle Schlusslicht Schalke 04. Nun folgend das heutige Geschehen zusammengefasst:
Zunächst vermeldeten unser KaLeu, Seekadett Nussimann, Maat Christian und Maat Tilo das Auslaufen aus den jeweils heimischen Häfen.

Leutnant Seku bezog in seinem Wohnzimmer Stellung, während die beiden Obermaate auch heute für die rückwärtige Sicherung, vor allem aber für die Sicherheit unseres U-Bootes im Heimathafen am Marinehaus verantwortlich zeichneten. Kleines VOR-SPIEL-FAZIT: Irgendetwas sorgte heute vor Spielbeginn für ein wenig Unruhe in den Reihen unserer U-Boot-Crew. Was das auslösende Moment war, gilt es in den kommenden Tagen zu analysieren und dann natürlich umgehend zu vernichten!!!! Denn die folgenden Aufgaben in den nächsten Tagen und Wochen werden mit Sicherheit nicht leichter. Gutes Stichwort, um den Bogen zum heutigen Spiel zu spannen:
Anstoß um 1530. Freigegeben von Schiedsrichter Tobias Reichel. Nach 20 Minuten ein kurzes Zwischenfazit: Unsere Jungens hatten mehr Ballbesitz (57 Prozent), eine bessere Passquote und gewannen das Gros der Zweikämpfe (68 Prozent). Jedoch brachten sie den finalen Ball nicht an den Mann – und waren auch deshalb bislang relativ harmlos. Es war ein absolutes Geduldsspiel. In der 23. Minute dann aber der erste Kracher: Trimmi brachte eine Freistoßflanke von rechts mit Effet in die Gefahrenzone, wo der Ball über Umwege vor den Füßen von Danilho landete. Der zog sofort ab und zwang Fährmann mit einem präzisen Schuss zu einer starken Parade. Mist, das war eine echt gute Chance zur Führung! Bis zum Halbzeitpfiff passierte nichts, was hier im Logbuch dramatisiert werden könnte.
Anpfiff zu Halbzeit 2 Punkt 1633. Ab der 50. Minute waren unsere Gäste das eindeutig dominierende Team! Das, auch wenn es noch so wehtut, muss hier anerkannt werden! Admiral Fischer erkannte dies natürlich und brachte in der 58. Minute Sherry für Svenne. Dennoch blieb S04 weiterhin das aktivere Team. Daher weitere Wechsel in Minute 65: Paule für Aissa, Jordan für Beere. Nun ja, bis zu Minute 80 waren keine weiteren Großchancen zu verzeichnen. Admiral Fischer versuchte es noch einmal mit einem Doppelwechsel: Jerome für Nico und Morten für Janik. Und siehe da, die Wechsel schienen sich zu lohnen: In Minute 82 starke Flanke von Sherry in den Fünfer, wo Jordan mit dem langen Bein vor Yoshida an den Ball kam, diesen dann aber aus vier Metern über das Tor bugsierte. Und das war es dann schon. Auch in der Nachspielzeit gelang es uns nicht, das Spiel zu unseren Gunsten zu entscheiden. Da Borussia Dortmund die Hertha mit 4:1 nach Hause schickte, fahren wir nun am kommenden Sonntag punktgleich mit dem BVB und den Bayern als DRITTER in die ALLIANZ-ARENA. Der Logbucheintrag zum Sieg in München wird natürlich nicht lang auf sich warten lassen… Abschließend noch ein paar Fotos zum „NACHSPIEL“